Depression
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Hans-Werner Stecker. Depression. Ursachen und Behandlung Beschreibungs-Ebenen. Depression Ebenen der Beschreibung. Der Mensch ist ein fühlendes Wesen denkendes Wesen handelndes Wesen biologischer Organismus elektro-chemisches System eine physikalische Einheit und dies alles als ein

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Presentation Transcript


Depression

Hans-Werner Stecker

Depression

Ursachenund Behandlung

Beschreibungs-Ebenen


Depression ebenen der beschreibung

DepressionEbenen der Beschreibung

  • Der Mensch ist ein

    • fühlendes Wesen

    • denkendes Wesen

    • handelndes Wesen

    • biologischer Organismus

    • elektro-chemisches System

    • eine physikalische Einheit

  • und dies alles als ein

    • in sich geschlossenes System

    • im Kontakt und in Wechselwirkung mit seiner Umwelt als dem übergeordneten System

  • Hans-Werner Stecker 2003 www.hwstecker.de


    Depression ebenen der beschreibung1

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Diese Beschreibungsweisen entsprechen den unterschiedlichen

      • Daseinsebenen und

      • Funktionsweisen

        des Menschen

    • Auf der jeweiligen Daseinsebene funktioniert der Mensch in gleicher Weise wie andere Systeme auf derselben Daseinsebene

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    Depression ebenen der beschreibung2

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • auf der elektro-chemischen Ebene funktioniert der Mensch ähnlich wie ein elektrischer Apparat oder ein chemisches System

      • z.B. die Erregungsprozesse der Nerven lassen sich simulieren in physikalisch-chemischen Versuchsanordnungen

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    Depression ebenen der beschreibung3

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Auf der biologischen Ebene zeigt der Mensch ähnliche Funktionsmuster wie sie bei Tieren beobachtet werden z.B. bei:

      • Konditionierungsprozessen (Pawlowscher Hund)

      • Reaktionen auf Stress

      • Reaktionen auf Verletzungen

      • Reaktionen auf chemische Einwirkungen (Medikamente)

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    Depression ebenen der beschreibung4

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Die Gesetzmäßigkeiten der

      • Physik

      • Chemie

      • Biologie

        bilden die Grundlage der Funktionsweisen des Menschen

    • Sie stehen für die „harte Wirklichkeit“

    • und sind wesentlicher Schwerpunkt der medizinisch-biologischen Sichtweise und der medikamentösen Therapie sowie anderer medizinischer Maßnahmen oder Versuchen mit Tieren

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    Depression ebenen der beschreibung5

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • harte Wirklichkeiten des Menschen

      • sind Aussagen über sein Wesen und seine Funktionsweise, die weitgehend unabhängig sind

        • vom jeweiligen Betrachter, der die Aussage macht,

        • von der jeweiligen Person, um die es geht,

        • den Personen im Umfeld

        • der zeitlichen Dimension (Vergangenheit – Zukunft)

        • und dem Ort

    • je unabhängiger oder allgemein gültiger sie sind, um so „härter“ ist die Aussage

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    Depression ebenen der beschreibung6

    DepressionEbenen der Beschreibung

    Aussagen eines „Beobachters“ über das Wesen eines Menschen in den Funktionen

    • der Wahrnehmung,

    • des Denkens und Fühlens,

    • des Verhaltens

  • beziehen zunehmend die individuellen und situativen Gegebenheiten mit ein:

    • sowohl des Beobachters (wie nehme ich wahr, was sagt die Person mir in der konkreten Situation)

    • wie der Person selbst in ihrem zeitlich / räumlich / personellen Kontext

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    Depression ebenen der beschreibung7

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Bedeutsam sind hier sowohl auf der Seite des Beschreibenden wie auf der Seite der beschriebenen Person:

      • der Prozess der „Sozialisation“,

      • die gegenwärtige Situation,

      • das jeweilige Umfeld (die Personen, der Ort oder die „Institution“)

      • die zeitliche Dimension (Erfahrungen mit ähnlichen Situationen, Zukunftsphantasien, Absichten)

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    Depression ebenen der beschreibung8

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Es kommt bei der Beschreibung menschlichen Verhaltens und Erlebens zu einer untrennbaren Verbindung zwischen dem Beobachteten und dem Beobachter selbst.

    • Wirklichkeit im Handlungsbereich lebender Systeme, die durch die Sichtweise mitgeformt wird, nennt man "weiche" Wirklichkeiten.

      • Je mehr sie durch die jeweilige Sichtweise geprägt sind, um so „weicher“ sind sie.

    • Sie sind wesentlicher Schwerpunkt derpsychologischen Sichtweise und der Psychotherapie

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    Depression ebenen der beschreibung9

    DepressionEbenen der Beschreibung

    Weiche Beschreibungsebenenfür menschliche Funktionsweisen (wie Depression):

    • Depression wird im Zusammenhang gesehen zu

      • Interpersonalitätden interpersonellen Beziehungen, wobei möglichst viele der an der Handlung beteiligten Personen und Umstände berücksichtigt werden.

      • Funktionalitätdem „Wie oder Wozu” einer Handlung, also den vermuteten Gründen.

      • Zukunftsorientierungden drei Zeitdimensionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und zielt insbesondere auf die Zukunft ab.

      • ZeitinstabilitätVermutungen über aktuelle Gegebenheiten, die eine geringe mentale Halbwertszeit haben und damit geringe Zeitstabilität forcieren.

      • Rekontextualisierungihrer Bedeutung in und mit ihrem speziellen Personen-Raum-Zeit-Kontext

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    Depression ebenen der beschreibung10

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Die medizinisch-biologische und die psychologische Sichtweise setzen in ihrer Beschreibung der Funktionsweise des Menschen unterschiedliche Schwerpunkte

    • sie schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern ergänzen sich

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    Depression ebenen der beschreibung11

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Psychischer Störungen beziehen sich auf alle Ebenen menschlicher Funktionen

    • Dementsprechend sind immer alle Beschreibungsebenen zu berücksichtigen und jeweils mit zu denken

    • Veränderrungen auf der einen ziehen immer auch Veränderungen auf den anderen Ebenen nach sich.

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    Depression ebenen der beschreibung12

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Gedankenspiele

      • Ich war alleine im Urlaub und erzähle davon

        • meiner Frau

        • meinem Freund

        • meinen Bekannten: einem Architekten, einem Völkerkundler, einem Naturliebhaber

        • meinem Chef

      • bei meinem Geburtstag kommen alle zusammen und sprechen mich auf meinen Urlaub an

    • Diskussion

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    Depression ebenen der beschreibung13

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Gedankenspiele

      • Sie hören Musik und beschreiben dies als:

        • Physiker: die Schallwellen, ...

        • Akustiker: den Raumklang, ...

        • Ohrenarzt: die Funktion des Ohres, Erregungsleitung

        • Musikkritiker: Komposition, Ausführung

        • Musikliebhaber: „meine Musik“, „mein Interpret“

        • Lebenspartner: den dieses Musikstück an die erste Begegnung erinnert

    • Was beschreiben Sie „wirklich“?

      • was ist „hart“, was „weich“?

      • wer beschreibt die Musik „richtig“?

  • Diskussion

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    Depression ebenen der beschreibung14

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Gedankenspiele

      • Sie fühlen sich depressiv und erzählen davon Ihrem

        • Lebenspartner

        • Freund

        • Nachbarn

        • Kollegen

        • Chef

        • Therapeuten

      • bei Ihrem Geburtstag kommen alle zusammen und sprechen gemeinsam über Sie

    • Wer weiß, wie es Ihnen „wirklich“ geht?

    • Diskussion

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    Depression ebenen der beschreibung15

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Gedankenspiele

      • Sie haben „eine Depression“ und erzählen davon

        • in der Sprechstunde des Hausarztes (10 Minuten)

        • Ihrem Psychiater, der sich auf die Verordnung von Arznei beschränkt (20 Minuten alle 4 Wochen)

        • Ihrem Psychotherapeuten in der ambulanten Therapie (45 Minuten pro Woche)

        • in Ihrer Therapiegruppe im Rahmen einer stationären Therapie

      • welchen Unterschied macht der „Kontext“ für die Beschreibung der „Wirklichkeit: so geht es mir“

    • Diskussion

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    Depression ebenen der beschreibung16

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Behauptungen:

      • In der Beschreibung der Depression gibt es viele verschiedene Ebenen

      • Diese Ebenen unterscheiden sich in Abhängigkeit von ihrem Gegenstand in der Härte ihrer Beschreibung

      • Je mehr sich die Behandlung an einer harten Beschreibung orientiert,

        • um so mehr kann sie nach allgemeinen Regeln ablaufen (wie z.B. der Behandlung eines Beinbruches) und

        • um so weniger spielen individuelle und situative Gegebenheiten eine Rolle

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    Depression ebenen der beschreibung17

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Behauptungen:

      • Je weicher die Beschreibung, um so mehr wird die Beschreibung beeinflusst durch

        • die Beteiligten (Patient – Therapeut)

        • ihre Beziehung

        • ihr Umfeld

      • um so mehr ist die Behandlung durch diese spezifischen Bedingungen geprägt

    Hans-Werner Stecker 2003 www.hwstecker.de


    Depression ebenen der beschreibung18

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Behauptungen:

      • Für den Erfolg einer Therapie ist nicht entscheidend, was „wirklich“ ist, sondern

        • ob die gemeinsam entwickelte Konstruktion über die „Depression“ den Weg zu einer Veränderung eröffnet und

        • ob dieser Weg tatsächlich beschritten wird („es gibt nicht Gutes, außer man tut es“)und

        • damit das Ziel erreicht werden kann

    Hans-Werner Stecker 2003 www.hwstecker.de


    Depression ebenen der beschreibung19

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Behauptungen:

    • erfolgreiche Behandlung heißt:

      • Depression als Problem bewältigen(weg von ...)

      • Lösungen finden(hin zu ..)

        • erstrebenswerte Ziele setzen

        • sich Lösungswege erarbeiten

        • diese gehen

        • das Problem loslassen

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    Depression ebenen der beschreibung20

    DepressionEbenen der Beschreibung

    • Behauptungen:

      • Beschreibungen der Depression sind unvollständig, wenn sie sich nur auf das Problem beziehen und nicht zugleich die Lösung mit einbeziehen

      • Die Behandlung der Depression ist erst dann vollständig, wenn es gelingt, sich vom Problem zu verabschieden und sich seiner Lösung voll und ganz zuzuwenden

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