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Einführung in die Sprachvermittlung

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Einführung in die Sprachvermittlung. Fragen Kap. 4 Abschluss: 6. Schriftsystem 7. Wörter auf der Goldwaage. 7.1.Wörter auf der Goldwaage: Ausgangsfragen. Welche allgemeinen Mechanismen liegen den konkurrierenden Modellen der Sprachverarbeitung zugrunde?

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Presentation Transcript
einf hrung in die sprachvermittlung

Einführung in die Sprachvermittlung

Fragen Kap. 4Abschluss: 6. Schriftsystem

7. Wörter auf der Goldwaage

7 1 w rter auf der goldwaage ausgangsfragen
7.1.Wörter auf der Goldwaage: Ausgangsfragen
  • Welche allgemeinen Mechanismen liegen den konkurrierenden Modellen der Sprachverarbeitung zugrunde?
  • Welche Rückschlüsse lassen sich aus der - Häufigkeit des Vorkommens sprachlicher Formen - der Ähnlichkeit zwischen sprachlichen Formen - und der Geschwindigkeit der Sprachverarbeitung auf - die psychische Verfügbarkeit (kognitive Verarbeitung / Speicherung) sprachlicher Formen ziehen?
w rter auf der goldwaage methoden
Wörter auf der Goldwaage: Methoden
  • Häufigkeitszählungen in Textkorpora (7.2.)
  • Messungen der Verarbeitungs-geschwindigkeit (7.3.)
  • Psycholinguistische Tests: - Natürlichkeitstest (7.2.)- Produktionstest (7.3.)- Lexikalischer Entscheidungstest (7.4.)- Pseudoworttest (7.6.)
slide4
be 39 175

have 12 458

do 4 367

say 2 765

make 2 312

go 1 844

take 1 575

come 1 561

see 1 513

get 1 486

abate 1

abbreviate 1

abhor 1

ablate 1

abridge 1

abrogate 1

acclimatize 1

acculturate 1

admix 1

adulterate 1

(von 877 Verben)

7.2.Häufigste und seltenste Verben (Brown-Korpus von Francis / Kucera 1982: 1 000 000 Wörter, Pinker S. 162f.)
wie z hlt man w rter
Wie zählt man Wörter ?
  • Token: jedes Wort im Text; auch alle identischen Wörter werden gezählt (Er fliegt und fliegt und fliegt)
  • Types: verschiedene Wörter in einem Text. Alle identischen Wörter werden nur 1x gezählt
  • syntaktische Wörter: unterschiedliche Wortformen eines Lexems (flog, fliegt, fliegen, geflogen)
  • Lexem: Zusammenfassung aller syntaktischer Wörter, die sich auf einen gemeinsamen Lexikoneintrag beziehen (Bedeutung, Wortart, Stamm / Wurzel) (z.B. als Stamm: flieg-, obwohl dieser nur lose mit flog verbunden ist, oder als Wurzel fl-V-g)
getrennte wege
Getrennte Wege
  • Empfindung der „Unnatürlichkeit“ einer bestimmten Präteritumsform könnte auch an der Unnatürlichkeit des Wortes insgesamt liegen
  • Wir unterscheiden daher zwischenLexemfrequenz (Häufigkeit des Vorkommens aller Vertreter eines Lexems in einer bestimmten Textmenge, z.B. alle Formen von „sehen“) und Präteritumsfrequenz (nur die Formen von „sah“)
  • Bei manchen Verben ist die Lemmafrequenz hoch, die Präteritumsfrequenz trotzdem niedrig; für das Natürlichkeitsurteil ist aber nur letztere entscheidend, vgl. Präsensformen in formelhaften Wendungen, die sehr selten im Präteritum stehen (I forgo the pleasure – I forwent the pleasure) (S. 165-167)
worth ufigkeit und lexikalische produktivit t im brown korpus s 167 169
15369 regulär gebildete Präteritumsformen, davon 871 Hapaxlegomena (=5,7%)

10832 irregulär gebildete Präteritumsformen, davon 62 Hapaxlegomena(= 0,6%)

Worthäufigkeit und lexikalische Produktivität (im Brown-Korpus, S.167-169)

170 391 Verben

877 Hapaxlegomena = neue Verben (=0,5%)

Neue reguläre Präteritumsformen werden im Englischen 10x so schnell erzeugt wie neue Verben. Irreguläre Formen verhalten sich dagegen wie neue Wörter.

Hapaxlegomenon (griech.) = „einmal gesagt“: Wörter, die in einem Korpus nur einmal vorkommen.

7 3 regularit t und reaktionszeit 1
Besonders häufige und irreguläre Form: Speicherung der Präteritumsform im Gedächtnis erleichtert (593 ms)

Besonders seltene irreguläre Form: Speicherung der Form schwierig, reguläre Dubletten, Effekt des Verwaschens, der Unnatürlichkeit (652 ms)

Besonders seltene und reguläre Form: Spei-cherung der Präteri-tumsform im Gedächtnis nicht nötig (613ms)

Besonders häufige und reguläre Form: Speicherung kann im Gedächtnis zusätzlich erfolgen, muss aber nicht(617 ms)

7.3. Regularität und Reaktionszeit1

1 Lexikalischer Entscheidungstest bei irregulären und regulären Partizipien des Deutschen (Clahsen, Eisenbeiss & Sonnenstuhl 1997)

regularit t und reaktionszeit 1
Regularität und Reaktionszeit1
  • Bei irregulären Verben ist der Unterschied zwischen seltenen und häufigen Formen signifikant (=statistisch belegt) (das Lexikon sucht dann länger nach der Form)
  • Bei regulären Verben wirkt sich die Häufigkeit nicht aus (die Form wird mit der Regel gebildet)
  • Am schnellsten werden hochfrequente irreguläre Formen gebildet (das Lexikon liefert den Eintrag sofort) (S. 171)
aktivierung von lexikon und regel
Aktivierung von Lexikon und Regel
  • Pinker geht (wie Coltheart et a.) von einer gleichzeitigen Aktivierung des Lexikons und des Regelapparates aus.
  • Bei Fortschritten in der Ermittlung des Lexikoneintrags wird die Anwendung des Regelmechanismus heruntergeschaltet.
  • Bei seltenen irregulären Präteritumsformen kommt es zu fehlerhaft regulären Bildungen, weil die Suche im Lexikon nicht rechtzeitig in den Regelmechanismus interveniert. (S. 172)
7 4 lexikalischer entscheidungstest
7.4. Lexikalischer Entscheidungstest
  • Versuchspersonen hören eine Mischung aus echten und Pseudowörtern und müssen sich per Knopfdruck entscheiden
  • Wann wird ein Wort erkannt?- schon einmal gesehen- schon einmal gehört- weiß, was es bedeutet- weiß, wie man es im Satz verwendet(diese Fragen sind vor allem für den kindlichen Spracherwerb wichtig, s.u.)
  • Reaktionsgeschwindigkeit davon abhängig, welche Wörter vorher aktiviert („gebahnt“) wurden (S. 174)
wiederholungsbahnen repetition priming
Wiederholungsbahnen (repetition priming)
  • Ein mehrmals als Input präsentiertes Wort wird beim 2. Mal schneller aktiviert
  • Das präsentierte Wort wird „gebahnt“ (der Hörer wird für dieses Wort sensibiliert, bzw. darauf vorbereitet)
  • Bahnen zwischen - semantisch verwandten Wörter (Arzt – Krankenschwester)- Stämmen und irregulären Präteritumsformen- Stämmen und regulären Formen
  • Grammatik als stärkeres Band, da gebahntes Wort länger aktiviert (S. 174-178)
  • Vgl. auch die Diskussion zum semantisch beeinflussten „Bahnen“ einer Buchstaben-Laut-Zuordnung in Weingarten 2002!
7 5 viele experimente zwei wege
7.5. Viele Experimente - zwei Wege
  • Skala der Aktivierung regulärer Formen:

Regel Lexikon

Lexikalischer Ent-

Natürlichkeitstest: scheidngstest:

Regelbildung Abfragen des Ge-

dominiert dächtnisses

Bildung von Präteritums- formen unter Zeitdruck Weg von Wörtern in Liste abhängig (S. 184)

7 6 hnlichkeitseffekte der sprachverarbeitung
7. 6. Ähnlichkeitseffekte der Sprachverarbeitung
  • Familienähnlichkeit zwischen Stämmen: der starke Punkt des Konnektionismus (Pinker S. 185ff.)
  • Unregelmäßige Verben bilden Cluster mit ausgefransten Rändern: neben prototypischen Vertretern (singen) gibt es auch untypische (dingen)
  • Pseudowortexperiment: Ableitung von Präteritums bzw. Perfektformen Welche Indikatoren: a) Stammvokalb) Weitere Stammmerkmale der Grundformc) Gesamtschemad) Reim
der aufbau der silbe vgl pinker s 157
Der Aufbau der Silbe (vgl. Pinker S. 157)

S (Silbe)

A (Anfangsrand, Onset) R (Reim)

N (Silbenkern, Nucleus) E (Endrand, Coda)kl a ng

s a ng

slide16

Vermeidung der doppelten Silbe –te-te!

Schwache Flexion mit Vokaleinsetzung!

slide17

scheiden,schied geschieden

leiden,litt gelitten

weiden,weidete geweidet

Muster:

regul rer default
Regulärer Default
  • bründen :
  • liegt auf einem Territorium, das nicht von starken Verben bevölkert ist: fast keine Ablautbildung, nur kleinere Variation bei der Partizip-Endung
  • feiden
  • Konkurrenten sind die starken Verben „scheiden“ / „leiden“, deren Einfluss (aufgrund von Häufigkeit?) bei der Perfekt-Aufgabe noch relativ schwach ist, aber beim Präteritum stärker wird.
  • Der Einfluss der gesamten ei -i(e) – i(e) – Gruppe macht sich nicht bemerkbar!
  • lehmen: Bezug zu einer Gruppe starker Verben: e – a – onehmen, helfen…; der Einfluss ist relativ schwach, aber konstant; nur 1 Reimwort
slide20

schwingen - geschwungen

blinken - geblinkt

auf irregul rem terrain
Auf irregulärem Terrain
  • bingen
  • Der Einfluss der Verbgruppe –ing / -ang /-ung ist sehr stark. Das starke Muster wird bei 39% übergeneralisiert. Bei diesem Muster ist der gesamte Reim wirksam. Im Präteritum leicht abgeschwächt (30%)
  • schwache Bezugsverben in diesem Terrain sind selten; sie sind aber für die Regelanwendung auch nicht relevant
  • Störfeuer durch andere Ablautschemata (>4%)
  • Gemischte Bildungen: -te / ge-X-t + Ablaut (Assoziation bekannte Wörter: „gebongt“, „bangte“)
slide22

schmeißen, geschmissen

schweißen, geschweißt

weisen, gewiesen

ein zerkl ftetes bild
…ein zerklüftetes Bild
  • leißen
  • Irreguläre Bezüge relativ stark durch viele Reimwörter (…eißen), trotzdem weniger als ein Drittel (26%); im Präteritum geschwächt (13%)
  • konkurrierendes Muster (w…eisen) (7%-28%); weitere Assoziation: lassen – ließ als Störfaktor
  • Regulärer Default abgeschwächt durch- nicht plausible Schwa-Einsetzung(7%)- lautliche Nähe zu „leisten“ als Störfaktor: (geleiß(s)tet - leisteten) (11%-6%)
familien hnlichkeit im deutschen
Familienähnlichkeit im Deutschen

Pseudowortexperiment mit Aphasikern, vgl. Penke 2006, S. 68f.

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