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Globalisierung: Theorie und Empirie Seminar LVA 239.231 „Firmen und Märkte“ K arl Aiginger

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Globalisierung: Theorie und Empirie Seminar LVA 239.231 „Firmen und Märkte“ K arl Aiginger. Dienstag, 18.5.2010, 10.15 – 12.00 K 269D und 13.15 – 15.15 UC6. H:user/aig/vorlesungen/Linz_SS_2010Linz_SS_2010_9.ppt. Literatur.

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Globalisierung: Theorie und Empirie Seminar LVA 239.231 „Firmen und Märkte“ K arl Aiginger


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Presentation Transcript
  1. Globalisierung: Theorie und Empirie Seminar LVA 239.231 „Firmen und Märkte“ Karl Aiginger Dienstag, 18.5.2010, 10.15 – 12.00 K 269D und 13.15 – 15.15 UC6 H:user/aig/vorlesungen/Linz_SS_2010\Linz_SS_2010_9.ppt

  2. Literatur Karl Pichelmann, Reinhilde Veugelers: Rising International Economic Integration: Opportunities and Challenges; The EU Economy 2005 Review, European Commission, ECFIN, Brussels, November 2005 Paul Mason: Globalisation: Facts and Figures, IMF Policy Discussion Papers October 2001 Dennis Snower: Inequality of Earnings, CEPR Discussion Paper 2321, December 1999 Xavier Sala-i Martin: The disturbing Rise of Global Income Inequality, NBER Discussion Paper, April 2004 Karl Aiginger: How Globalisation works: seventeen theses on its impact on Trade, FDI, Income and Welfare. Conference on Globalisation: opportunities and challenges for the world, Europe and Austria, OeNB, 2006. Available at: http://www.wifo.ac.at/Karl.Aiginger/

  3. Aufbau • Globalisierung: Begriff und erwartete Wirkungen • Internationale Erfahrungen nach Ländern und Regionen • Wirkungen auf Österreich: Handel, Direktinvestitionen • Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen

  4. Aufbau • Globalisierung: Begriff und erwartete Wirkungen • Internationale Erfahrungen nach Ländern und Regionen • Wirkungen auf Österreich: Handel, Direktinvestitionen • Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen

  5. Definition Globalisierung ist die Ausweitung des ökonomischen (sozialen, kulturellen) Aktionsfeldes Integration: bewusster Zusammenschluss naher Regionen in der Regel mit ähnlichem Ausgangsniveau Globalisierung: Interaktionen entfernter, aller Regionen oft bei stark unterschiedlichem Einkommen Terminologie: Norden (= reich), Süden (= arm), W = Welt

  6. Dimensionen • Handel • Produktion, Bezug von Vorprodukten • Investitionen (materiell, finanziell) • Herkunft der Konsumgüter • Ziel/Herkunft im Tourismus • Informationen, Problemlösungen • Technologie, Krankheiten • Organisation, Gesellschaftsmodell • Kultur, Politik, Werte

  7. Erwartete Vorteile der Globalisierung • Einkommen steigen im Norden, Süden, in der Welt • Die Vielfalt steigt: Produkte, Vormaterial, Tätigkeiten • Technologien diffundieren, Lösungen werden bekannt • Das Pro-Kopf-Einkommen gleicht sich aus • Risiken können diversifiziert werden (Kapital, Fähigkeiten, Absatz) Wohlfahrt steigt rascher als Einkommen, weil Güter billiger werden, die Vielfalt und Wahlmöglichkeiten steigen

  8. Nachteile der Globalisierung: symmetrischer Fall Es gibt Gewinner und Verlierer Im Norden: Verlierer: Arbeiter und insbesondere gering Qualifizierte Gewinner: Kapital und qualifizierte Arbeit Im Süden: Gewinner: Arbeitnehmer, auch Unqualifizierte Verlierer: Produzenten für Inlandsmarkt Veränderungsdruck steigt, damit auch "Kosten" der Veränderung In unflexiblen Wirtschaften längere Ungleichgewichte Gewinne immer größer als Verluste. Verlierer könnten entschädigt werden, werden aber in der Praxis nicht entschädigt

  9. Nachteile der Globalisierung/Asymmetrie 1: Macht des Nordens Der Norden könnte einseitig begünstigt sein Vorteile von starken Firmen: First Mover AdvantageMultis haben Headquarter im NordenNorden setzt die Regeln in Handel, PolitikMultis optimieren für Zentrale, beuten Ressourcen aus und ziehen weiterunfaire Transaktionspreise Vorteile der Marktmacht des Nordens kann größer sein als Vorteil des Südens durch Import von Technologie und von Management

  10. Nachteile der Globalisierung/Asymmetrie 2:Spezialisierung des Südens Der Süden spezialisiert sich falsch: in arbeitsintensive Branchen mit geringer Dynamik,Entwicklungsfalle Duale Struktur im Süden Elend und Ausbeutung in der Take-Off-Phase Verlust der „endogenen“ Struktur Kurzfristige Vorteile verhindern längerfristig bessere Spezialisierung

  11. Nachteile der Globalisierung/Asymmetrie 3:Billiglohnkonkurrenz Der Süden spielte mit unfairen Karten: Unfaire Kostenvorteile Sozial-Dumping (Kinderarbeit), Ökologische Verschmutzung politikabhängige Kostenvorteile unterbewertete Währung Verlierer im Norden klagen über „unfaire“ Bedingungen, obwohl es keinen Export ohne Import geben kann

  12. Gegenseitige Schuldzuweisung Oft glauben der Norden und der Süden Globalisierungsopfer zu sein: • die Gewinne sind gestreut, die Verluste geballt • die Gewinner sind leise (und beschwören die Tüchtigkeit) • die Verlierer sind laut (und beklagen die Veränderungen)

  13. Aufbau • Globalisierung: Begriff und erwartete Wirkungen • Internationale Erfahrungen nach Ländern und Regionen • Wirkungen auf Österreich: Handel, Direktinvestitionen • Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen

  14. Die Evidenz: Einkommensunterschiede zwischen den Ländern Die Pro-Kopf-Einkommen zwischen den Ländern konvergieren langsam, nicht linear, aber doch mittelfristig signifikant mit der Ausnahme von Afrika Gewinne steigen zu Lasten der Löhne, da Kapital mobiler ist und auch durch Mobilität an Drohpotential gewinnt Sprunghaftigkeit und Instabilität steigt in einzelnen Ländern: Finanzkrisen in Asien, Mexiko, Argentinien Offene Länder wachsen rascher

  15. Die Evidenz: Einkommensunterschiede innerhalb der Länder Einkommensungleichheit innerhalb der Länder steigt Dies gilt für arme Länder: Ländlicher Raum vs. Städte Naturkatastrophen/Kriege Geringe Teilnahme an Erziehung/Ausbildung "Unequal Development Hypotheses": typisch für Take-Off-Perioden Das gilt auch für die meisten reichen Länder: verursacht durch Globalisierung oder durch technische Entwicklung Tendenz flacht sich zuletzt ab; es gibt Ausnahmen„ Haushaltsstruktur, Individualeinkommen, Teilzeit: neue Vielfalt starke Evidenz am oberen Ende; absolute Armut geht zurück

  16. Globalisierung: Auswirkungen auf EU (Pichelmann, Veugelers, 2005) EU ist kein Globalisierungsverlierer Außenhandel mit Waren ausgeglichen, mit industrienahen Dienstleistungen aktiv (d.h. Outsourcing begrenzt!),Exporte von China und Indien großteils komplementär,Europa ist Region mit hohen und steigenden Direktinvestitionen, kaum Verlagerungen aus Europa nach China und Indien,Europa ist Netto-Immigrationsregion Erhöhter Lebensstandard in den letzten 50 Jahren 70% Technischer Fortschritt 10% Integration 20% Globalisierung (billigere Preise)

  17. Konsequenz für Wirtschaftspolitik Da Globalisierung Chancen eröffnet, die Chancen aber nicht gleich verteilt sind und die Vorteile - wenn sie nicht unterstützt werden - nicht gesehen werden (oder gar nicht kommen) Wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf größer als in abgeschlossener Wirtschaft

  18. Handlungsbedarf durch Globalisierung Politische Linien, die auszuschließen sind: Behinderung des Außenhandels, VerboteForcierung nicht tarifarischer Hemmnisse (Normen)Subventionen für Realinvestitionen; unterschiedliche Behandlung von Inländern und Ausländern Behinderung des strukturellen Wandels signalisiert falsche Sicherheit und vergrößert die Probleme in der Zukunft

  19. Management der Globalisierung:Im Norden Politikbedarf im Norden Umschulungen, HöherqualifikationVorausschauendes Management der VeränderungenGeringere betriebsgebundene ZahlungenLebenslange Weiterbildung Fähigkeit und Bereitschaft zu Veränderungen wirtschafts- und bildungspolitisch heben

  20. Management der Globalisierung:Im Süden Politikbedarf im Süden: Schulsystem verbessern: primär und sekundär Arbeitsfähigkeit heben, Ausbildung ausweiten Forcieren endogener Firmen physische Investitionen, Infrastruktur, Kreditsystem Schwankungen und Volatilität beschränken soziale und ökologische Minimalstandards

  21. Management der Globalisierung:Weltweit („Global” Governance) Globale Institutionen Reform des Währungsfonds, der Weltbank Doha-Runde unterbrochen Bilateralismus und Protektionismus drohen G20 in Diskussion (Linn, Bradford, 2006) Bedürfnisse werden immer unterschiedlicher Globalisierung soll durch proaktive Politik begleitet werden: in reichen Ländern und noch mehr in armen Ländern Multinationale Organisationen sollten nicht einseitig für Liberalisierung eintreten, sondern für eine proaktive Begleitung

  22. Wachstumstempo nach Ländern Welt +4-5 % p. a.; 2002-2007 +28% Europa +2 % p. a.; 2002-2007 + 8% Neue Mitgliedstaaten +4 % p. a.; 2002-2007 +27% China +9% p. a.; 2002-2007 +68% USA +3% p. a.; 2002-2007 +20% Globale Ungleichgewichte: Zwillingsdefizite der USA Auslaufen der Rolle des US-$ als Reservewährung

  23. Das Europäische Wachstumsproblem wird nicht durch Globalisierung verursacht Das „Europäische Problem“ beruht auf internen Ursachen Makroökonomische Steuerung Nichterfüllen der Lissabonziele, zu wenig Zukunftsinvestitionen Ungenügende Flexibilität (gepaart mit Sicherheit: flexicurity) Fehlende Entschlossenheit, Vertrauen, Strategie, Konsens Beleg: kein Außenhandelsdefizit, höchstes Wachstum der Weltwirtschaft begünstigt Arbeitsmarkt, ermöglicht Reformen im Staatshaushalt

  24. Aufbau • Globalisierung: Begriff und erwartete Wirkungen • Internationale Erfahrungen nach Ländern und Regionen • Wirkungen auf Österreich: Handel, Direktinvestitionen • Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen

  25. Weltweite Globalisierung vs. Weiteres Europa "Nachbarschaftsglobalisierung" : Integration der EU 10 (Beitritt 2004) , sowie Rumäniens und Bulgariens (2007) und des "Nachbargürtels" : Ukraine, Weißrussland, Türkei Länder mit stark unterschiedlichem Einkommen in relativ naher Entfernung Löhne 500 km östlich von Wien 25% des österreichischen Niveaus

  26. BIP pro Kopf zu Kaufkraftparitäten 500 km westlich: 31,000€ Österreich: 28,000€ 500 km östlich: 7,000€

  27. Das Integrationsexperiment Österreichs Dramatischer Anstieg der "Offenheit" zwischen 1993/2005 Offenheit stieg von 47% auf 77% nach einer Stagnation über 15 Jahre Warenexporte + Warenimporte in % des BIP 1993/2005: Osteuropa: 4,4% / 12,4% Asien: 4,3% / 6,3%

  28. Offenheit: Österreich – WeltWaren; Exporte+Importe in % des BIP; G3

  29. Offenheit: Österreich – EU 15Waren; Exporte+Importe in % des BIP; G3 Trade openness: 1993 32% 2005 48%

  30. Offenheit: Österreich – AsienWaren; Exporte+Importe in % des BIP; G3

  31. Offenheit: Österreich – osteuropäische LänderWaren; Exporte+Importe in % des BIP; G3

  32. Offenheit: Österreich – USAWaren; Exporte+Importe in % des BIP; G3

  33. Handelsbilanz im Detail Handelsbilanz Österreich vs. osteuropäische Länder1) Exporte von 2,5% (1992) auf 6,7% (2005) Importe von 1,9% auf 5,8%; Handelsbilanz vs. Asien Exporte von 1,6% (1992) auf 2,5% (2005) Importe von 2,8% auf 3,8%; Handelsbilanz vs. USA Exporte von 0,6% (1992) auf 2,2% (2005) Importe von 1,1% auf 1,3% 1) Osteuropäische Länder: Neue Mitgliedstaaten + Bulgarien, Rumänien, Ex-UdSSR

  34. Vervierfachung der Direktinvestitionen(Flow, Summe inward & outward) Direktinvestitionen/BIP von 1,6 % (1992) auf 5,9% (2005) Aktive Investitionsbestände erreichen passive Qualitätsdefizit im Export eliminiert Handelsbilanz erstmals ausgeglichen High-Tech-Defizit beständig aber auch langsam schrumpfend

  35. Direktinvestitionen:Österreich vs. Welt

  36. Direktinvestitionen:Österreich vs. EU 15

  37. Direktinvestitionen:Österreich vs. Nachbarn i.w.S. Nachbarn: New members + Albania, Bosnia-Herzegovina, Bulgaria, Romania, Russia, Serbia-Montenegro, Turkey, Ukraine

  38. Direktinvestitionen:Österreich vs. Nicht-europäische Länder

  39. Bilanz der Direktinvestitionen im Detail Bilanz der Direktinvestitionen (Flows): Gesamt Aktive von 0,9% (1992) auf 3,0% (2005) Passive von 0,7% auf 2,9% Bilanz der Direktinvestitionen (Flows): Nachbarn i.w.S. Aktive von 0,2% auf 1,4% Passive von 0,2% auf 0,1% 1) Nachbarn i.w.S.: Neue Mitgliedstaaten + Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Rumänien, Russland, Serbien-Montenegro, Türkei, Ukraine

  40. Wirtschaftswachstum im erweiterten Europa2005 bis 2020 Q: WIIW. – Erweitertes Europa: EU 15 + Neue Mitgliedstaaten + Südosteuropa, Ukraine, Türkei

  41. Aufbau • Globalisierung: Begriff und erwartete Wirkungen • Internationale Erfahrungen nach Ländern und Regionen • Wirkungen auf Österreich: Handel, Direktinvestitionen • Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen

  42. Zusammenfassung (1) (1) Globalisierung ist kein Allheilmittel, eine hilfreiche, aber nicht immer ausreichende Bedingung für mehr Wachstum und höhere Wohlfahrt (2) Wachstum braucht auch politische Rahmenbedingungen und makroökonomische Stabilität, hohe Investitionen, Rechtssicherheit, Schulbildung im Süden, Forschung, Humankapital, Weiterbildung, Umschulung im Norden (3) Globalisierung erhöht den Stellenwert der Wirtschaftspolitik: sie ändert die erlaubten/notwendigen Instrumente, proaktive Politik orientiert sich an Externalitäten, forciert Veränderungen

  43. Zusammenfassung (2) (4) Globalisierung beschleunigt den Strukturwandel und den Wechsel, erhöht die Wahlmöglichkeiten und die Wohlfahrt (5) Die Wahrscheinlichkeit, dass reiche Länder Verlierer der Globalisierung sind, ist nicht groß, aber es ist nicht unmöglich, jedenfalls sind die Verluste geballter, sichtbarer, schneller und Inflexibilitäten und Pfadabhängigkeiten können sie verstärken (6) Die Wahrscheinlichkeit, dass arme Länder Verlierer der Globalisierung sind, ist etwas größer; kann und soll durch nationale Politik (vor allem Bildung, Institutionen, Rechtssystem) verhindert werden, die globalen Institutionen sollten hier ebenfalls einen Beitrag leisten

  44. Zusammenfassung (3) (7) Das Management, die wirtschaftspolitisiche Begleitung von Globalisierung ermöglicht Win-Win Situationen; eine Globalisierung ohne wirtschaftspolitische Begleitung und ohne faire Spielregeln ist ein Risiko (8) Globalisierung kann und soll nicht gestoppt, sondern durch proaktive Politik begleitet werden: in reichen Ländern und noch mehr in armen Ländern (9) Multinationale Organisationen sollten nicht einseitig für Liberalisierung eintreten, sondern für eine proaktive Begleitung (10) Für Österreich ist die "Nachbarschaftsglobalisierung" mindestens so wichtig wie die weltweite, der Vorteil ist deutlich sichtbar, aber muss auch wirtschaftspolitisch unterstützt werden.