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Die Literatur der Gegenwart

Die Literatur der Gegenwart. Der Fremde Freund (Drachenblut) von Christoph Hein. Gliederung. Die Biographie von Christoph Hein (Bibliographie) Die Epoche (Wirtschaft, Politik) Die Personen in diesem Buch Über das Buch Die Handlung

robert
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Die Literatur der Gegenwart

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Presentation Transcript


  1. Die Literatur der Gegenwart Der Fremde Freund (Drachenblut) von Christoph Hein

  2. Gliederung • Die Biographie von Christoph Hein (Bibliographie) • Die Epoche (Wirtschaft, Politik) • Die Personen in diesem Buch • Über das Buch • Die Handlung • Der erste Teil vom Kapitel 1 • Der zweite Teil vom Kapitel 1 • Der dritte Teil vom Kapitel 1 • Fragen & Diskussion

  3. Die Biographie von Christoph Hein • Geboren am 08.04.1944 in Heinzendorf, Schlesien, geboren (heutiges Polen) • Der Sohn eines Pfarrers • 1958-1960 Studium in einem Westberliner Gymnasium • 1960 seine Schulausbildung in Westberlin abbrechen • In der Zeit zwischen Abitur und Studium: Zur Arbeit als Kellner, Buchhändler, Journalist und Montagearbeiter

  4. Die Biographie von Christoph Hein • 1967-1971 Studium von Philosophie und Logik in Leipzig und Berlin • 1974 Ein Regieassistent an der Ostberliner Volksbühne (seine ersten Stücke aufgeführt ,,Vom hungrigen Hennecke", "Schlöter und Was Solls") • Als Dramatiker und Erzähler gehört Hein zu einem der am meisten beachteten Autoren in der DDR-Literatur und ist seit 1979 als freischaffender Autor tätig • 1994 erhielt Christoph Hein den Peter-Huchel-Preis, die Jury war von seinem Scharfsinn bei der Beobachtung von privaten und gesellschaftlichen Konflikten in der DDR begeistert

  5. Bibliographie (die wichtigsten Werke) • 1980 "Einladung zum Lever Bourgoise" (Prosa) • 1982 "Der fremde Freund" (Novelle) • 1984 "Das Wildpferd unterm Kachelofen" • 1985 "Horns Ende" (Roman) • 1989 "Der Tangospieler" (Erzählung) • 1990 "Die Ritter der Tafelrunde und andere Stücke" • 1993 "Das Napoleon-Spiel" (Roman) • 1994 "Nachtfahrt und früher Morgen" (Prosa); "Randow.Eine Komödie." • 1997 "Von allem Anfang an" (Roman) • 1999 "Bruch/In Acht und Bann/Zaungäste/Himmel auf Erden" (Stücke)

  6. Die Epoche • Krisengefühl im Osten : zwischen Hoffnung und Enttäuschung • Unsicherheit, war seit Mitte der siebziger Jahre auch in der DDR zu verspüren. • Der Effekt aus zwei Teile : Die Wirtschaft Die Politik

  7. Die Wirtschaft • Die Hochrüstung beider Militärblöcke erzeugte Ängste. Auch die ökologischen Zerstörungen in der DDR drangen allmählich ins Bewußtsein ( Monika Maron: „Flugasche“, 1981). Andererseits weckte die westliche Entspannungspolitik, welche der Osten nicht einfach abweisen konnte, Hoffnungen auf mehr Freiheit. Dazu trug vor allem die , Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa 1975 in Helsinki bei, auf der sich auch die DDR zur Achtung der Menschenrechte verpflichtete.

  8. Die Politik • Schon 1972 hatte die Unterzeichnung des Grundlagenvertrages mit der Bundesrepublik Deutschland zwar die DDR aufgewertet, aber auch den innenpolitischen Spielraum der SED(德國統一社會黨)etwas eingeengt. Die Partei sah sich zu einem kulturpolitischen Zickzackkurs gezwungen, der das Wechselbad von Hoffnung und Enttäuschung nur noch fühlbarer werden ließ.

  9. Die Personen in diesem Buch • Claudia: • Ärztin • Wohnt jetzt in Berlin • Ist anfangs 39, am Ende 40 Jahre alt • Raucht viel um ihre Gedanken zu verdrängen • Leidenschaftliche Photographin (photographiert Landschaften meist alleine, drückt damit unbewusst ihre Einsamkeit aus) • Henry: • Freund von Erzählerin • Architekt für Atomkraft • Wohnt in Berlin (im selben Haus wie Claudia) • Sein Alter wird nicht genannt • Lebt getrennt von seiner Frau, und hat 2 Kinder • Raucht ebenfalls • Hat immer einen Filzhut an (taucht am Anfang auf, dann erst wieder am Ende) • Interessiert sich für Autos • Wäre gerne Stuntman oder Rennfahrer

  10. Die Personen in diesem Buch • Frau Rupprecht: • Nachbarin von Erzählerin • Kommt öfters wegen Tabletten • Alte Dame • Hat Herzprobleme • Hilflos • Liebt Vögel (sie ist nicht alleine) • Hinner: • Geschiedener Mann von Erzählerin • Jetzt mit Schwester von Erzählerin zusammen • Ebenfalls Arzt (Chirurg) • Karla: • Krankenschwester (sehr kottet) • Herr Doyé: • “Patient” von Claudia (zweiundsiebzig Jahre alt und Hugenotte ) • Verheiratet mit einer gelähmten Frau • Anne: • Kollegin von Claudia (drei Jahre älter als Claudia) • war Zahnärztin, studierte nochmals und macht jetzt Anästhesie

  11. Über das Buch • Das Buch ist in einer ,,ich" Erzähler Perspektive geschrieben • In 13 Kapitel gegliedert und hat 212 Seiten • Vom 2. bis zum 12. Kapitel eine Erzählung bzw. Erinnerung an Zeit mit ihrem Freund Henry, wie sie sich kennenlernten, wie sie gemeinsame Zeit verbrachten, wie er starb. • Im allgemeinen traurige Darstellung, gleichgültiges und langweiliges Leben in der DDR. • Erschreckend wie gleichgültig ihr der Tod ihres Freundes ist. • Viel Alkohol und Zigaretten um diesem Leben zu entfliehen • Kleine Stadt mit praktisch keinem Leben • Absichtliche Wahl einer nicht existierenden Stadt

  12. Die Handlung von “Der Fremde Freund” • 39Jahre-Claudia ist eine Ärztin. Allein lebt in einem Wohnung. • In eine zufällig Opportunität, sie trefft Henry in dem Aufzug. • Claudias liebste Beschäftigung ist das Fotografieren von Landschaften. • Ihre Schwester, Irene, erscheint sie jedoch mit Hinner. • Claudia hat eine schmerzensreiche Kindheitserinnerung. Caroline ohrfeigt sie. • Am 18, April stirbt Henry bei einer Schlägerei. Die Nachricht von Henry Tod kommt für Claudia nicht überraschend. • Claudia hat sich wieder daran gewöhnt, allein zu leben.

  13. Der erste Teil vom ersten Kapitel • Noch am Morgen der Beerdigung war Claudia unschlüssig, ob sie hingehen sollte. Claudianahm den Übergangsmantel aus dem Schrank. Der Mantel war ein Kompromiß. • Am Schwarzen Brett hing noch die Todesanzeige.In ihrem Haus sterben zu viele Leute. Hier wohnen einfach zu viele alte Leute. • Claudia legte den Mantel hinten in den Wagen und fuhr in die Klinik. Unter ihrer Tür lag ein Brief. Der Chef bat sie, mit ihm am Nachmittag zum Bürgermeister zu gehen. Er hatte eine Aussprache verlangt, da die Wohnungskommission der Klinik zwei Zimmer gestrichen hatte. • Karla verspätet sich jeden Tag ein kleines bißchen und immer mit einem Hinweis auf ihre Kinder.

  14. Der erste Teil vom ersten Kapitel • Karla ist überzeugt, daß Claudias Mann sie verließ, weil Claudia ihm keine dicken Kinder in die Welt setzte oder weil sie keinen dicken Busen hat oder weil sie sich nicht schminke. Karla streicht sich sehr oft vor Claudia kokett übers Haar. • Als Karla den Kleiderschrank öffnete und ihren Mantel sah, fragte sie, ob Claudia zu einer Beerdigung geht. Claudia ärgerte sich jetzt, daß sie ihn nicht im Wagen gelassen hatte. • Herr Doyé kam wieder. Früher brachte er Claudia einen Lippenstift mit. Der Lippenstift ist bzw ein Phallus aus Kunststoff. Später kritisierte Claudia den alten Mann und Karla. Aber sie war endlich wieder gleichgültig dafür.

  15. Der zweite Teil vom ersten Kapitel • Die Beziehung mit die Zahnärztin, Anne Claudia versucht Distanz zu halten, da sie sich nicht in Annes Leben einmischen will, sie hat genügend eigene Probleme. Claudia ist fast teilnahmslos. Sie hat eine Mauer um sich aufgebaut und möchte nicht, dass ihr Gefühle zu nahe kommen. Anne ist charakteristisch für das ganze Buch. In ihr spiegelt sich die Angst alleingelassen zu sein wieder, in dieser Welt der Gleichgültigkeit dem Mitmenschen gegenüber.

  16. Die Beerdigung von Henry Schon am Friedhofstor sah ich die Leute. Sie standen vor der Kapelle und warteten. Es waren zwei Gruppen. Wahrscheinlich hatte sich das Beerdigungsinstitut verspätet, und jede Gruppe wartete auf Aufruf und Abfertigung. Augenblicklich wurde mir bewußt, daß ich keinen der Angehörigen Henrys kannte. Zu welcher Gruppe gehörte ich? Bei meiner Abneigung gegenüber Beerdigungen wäre es sehr komisch, an der Totenfeier für eine wildfremde Leiche teilzunehmen. Aber ich wußte nicht, wen ich fragen sollte. Ich wußte nicht einmal, wie ich fragen sollte. Verzeihung, zu welcher Leiche gehören Sie?

  17. Der dritte Teil vom ersten Kapitel • Ich stand inmitten einer Gruppe von etwa zwanzig Leuten, die mich nun direkter als zuvor musterten. Ich zog meinen Mantel zurecht und betratete abwechselnd meine Blumen und die Schuhspitzen. • In der ersten Bank saß eine Frau mit zwei Kindern. Sie war Mitte Dreißig. Ich bemerkte, dass sie mich beobrachtete, und ging rasch zu einer der hinteren Bänke. • Ein Pfarrerkam herein. Er ging zu einem Pult. Legte ein Buch darauf und schien dann zu beten. Es waren Wohlklingende, ausgesuchte, freundliche Worte, die er zu uns sagte, und er hat eine schöne Stimme. • Er sprach die Witwe an. Es war die junge Frau mit den zwei Kindern inder ersten Reihe. Sie strahlte Sicherheit aus und Selbstbewußtsein.

  18. Der Pfarrer führte sie zu einer eisernen Schale mit Erde. Er nahm eine Handvoll und warf sie auf den Sarg. Dann trat die Frau ans Grab, danach die Kinder. • Meine Hand war schmutzig. Ich wußte nicht, wie ich sie säubern konnte. So rieb ich nur leicht die Finger gegeneinander, was wenig half. • Als ich Henrys Frau die Hand gab, spürte ich die Erde. Wir sahen uns an. Ihre Augen waren rehungslos, ein Blick voll Trauer und Haß, als wollte sie sich mein Gesicht unauslöschlich einprägen. • Eine unschöne, verbitterte Frau, die fortgesetyt ihr Leben betragte, um den Schuldigen für so viel Banalität und verblichene Hoffnungen zu finden. • Sie wird dich schlagen, sagte ich mir, sie wird dich am offenen Grab ihres Mannes ohrfeigen.

  19. Ich wartete, dass der Pfarrer mir etwas sagen würde, einen belanglosen Satz mit seiner weichen Stimme. • Ich ging schnell an die Frau und die Kinder vorbei und hoffte nur, mich jetzt nicht zu verlaufen. Ich glaubte, die Blicke der Frau in meinem Rücken. • Ich wollte an Henrydenken, an den toten Henry, an eine Beerdigung, an die sanfte, erregende Stimme eines Pfarrers. Dann gab ich es auf.

  20. Fragen & Diskussion • Am Anfang gab es viele Beschreibungen über den Mantel. Möchte Claudia zur Beerdigung kommen? Warum? • Wie finden Sie die Beziehung zwischen Claudia und Karla?

  21. Fragen & Diskussion • Welche Attitüde nimmt die Titelrolle Claudia über Umgebung an? • Die Entfremdung • Die Wurstigkeit • Teilnahmslosigkeit

  22. Fragen & Diskussion 1. Warum findet Claudia immer, Henrys Frau und seine Kinder beobachten sie. 2. In dem Teil, Claudia sieht Henrys Frau, ihre Augen sind regungslos, ein Blick voll Trauer und Haß. Ist es real ?

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