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Aufwandschätzverfahren Mi, 30. November 2005

Aufwandschätzverfahren Mi, 30. November 2005. VU Projektmanagement- Grundlagen und Techniken Renate Motschnig, Kathrin Figl, Jürgen Mangler. Mi, 30. November 2005 - Zeitplan. 11.00- 12.30 Gast – Vortrag IBM 12.30- 12.40 Pause 12.40- 13.00 Vortrag Aufwandschätzverfahren 1

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Aufwandschätzverfahren Mi, 30. November 2005

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  1. Aufwandschätzverfahren Mi, 30. November 2005 VU Projektmanagement- Grundlagen und Techniken Renate Motschnig, Kathrin Figl, Jürgen Mangler

  2. Mi, 30. November 2005 - Zeitplan • 11.00- 12.30 Gast – Vortrag IBM • 12.30- 12.40 Pause • 12.40- 13.00 Vortrag Aufwandschätzverfahren 1 • 13.00- 13.30 Praktische Übung FP • 13.30- 14.00 Abgabe MS-Projekt Bsps

  3. Schätzungen im Alltag

  4. Schätzungen im Alltag

  5. Schätzverfahren • Ziel der Aufwandschätzverfahren: möglichst gute und frühe Abschätzung des Aufwandes für ein Projekt • zu beachtende Problematik: • Aufwand hängt von sehr vielen (laut Lit. ca. 100!) Einflußgrößen ab und kann daher schwer bestimmt werden • Beispiele für Einflußgrößen neben Systemfunktionalität:Art der Anwendung, befolgtes Lebenszyklusmodell,nicht-funktionale Anforderungen, künftige Benutzer, organisatorische Randbedingungen bei Auftraggeber sowie Auftragnehmer, Software- und Hardwareumgebung, Stabilität der Umwelt, Qualifikation der Mitarbeiter, Führungsstile, ..., ...

  6. Ziele • Ziele dieses Abschnittes: • Diskussion der grundlegenden Problematik der Aufwandschätzung • Aufzeigen verschiedener Schätzstrategien und Hinweise auf günstige Anwendungsmöglichkeiten • Aufzeigen, daß kein Verfahren für sich das Beste ist • Motivation der Vorarbeiten für den erfolgreichen Einsatzn von Schätzverfahren • Vermittlung des Verständnisses für den Einsatz der algorithmischen Verfahren Function-Point und COCOMO • Aufzeigen der Anwendung algorithmischer Verfahren für die Projektplanung.

  7. Problematik • Schätzungen sind ungenau: illustratives Experiment: Mohanty (1981) hat anhand eines hypothetischen Systems (Umfang 36.000 exekutierbare Maschinenbefehle) 13 Verfahren getestet: Bedingungen:- konsistente Angabe verlangter Einflußgrößen - Annahme: 1 Personenjahr kostet $50.000Ergebnisse: min. Aufwand: $362.500, max. Aufwand: $2.766.667 • je früher eine Schätzung gemacht wird, umso ungenauer ist das Ergebnis; dennoch: frühe Schätzung ist für das Projektmanagement erforderlich!daher: Wiederholung(en) der Schätzung im Projektverlauf notwendig für Präzisierung und Kontrolle, ob der Budget-rahmen eingehalten wird.

  8. Problematik Genauigkeit der Schätzung im Projektverlauf: (Jenny, Abb. 4.15, S. 352)

  9. Problematik • Faktoren, welche die Schätzgenauigkeit beeinflussen: • Projektkomplexität • Dokumentation • Methoden- und Werkzeugeinsatz • Organisationsform, • quantifizierte Qualitätsmerkmale • Güte der Daten in der Cost-Datenbank • genaue Definition zu schätzender Parameter wie LOC (Lines of Code) oder Personenmonate (wieviele Stunden?!) ... • Schätzergebnisse sind kaum überprüfbar: gutes/schlechtes Projektmanagement kann jede noch so gute Schätzung ad absurdum führen • dennoch: Schätzen des Aufwandes ist unerläßlich und muß so gewissenhaft wie nur möglich durchgeführt werden.

  10. Schätzvorgang ungenaueAnforderungen Sinnlos schätzen Soll-Werte strukturierteAufgabe Aufgabestrukturieren schätzen Aufgabe noch fehleranfällig! Fehlerhafte Schätzungen der Vergangenheitfließen ein, daher werden ggf. Fehler wiederholt.

  11. Schätzvorgang (Böhm Abb. 10.2, S. 298)

  12. Klassen von Schätzverfahren Klassen von Verfahren: • Algorithmische Methoden:Grundlage: Formeln, deren Strukturen und Konstanten empirisch sind und mit Hilfe mathematischer Modelle bestimmt werden • Vergleichsmethoden:Grundlage: Vergleich früherer Entwicklungen mit dem aktuellen Projekt;Einsatz: speziell in sehr frühen Projektphasen • Kennzahlenmethoden:Grundlage: Ableitung von Kennzahlen aus früheren Entwicklungen zwecks Bewertung von Schätzgrößen für das geplante Projekt

  13. Strategien weitere Strategien zur Aufwandschätzung: • Parkinson’sches Gesetz:besagt, daß sich die Arbeit soweit ausdehnt, daß die verfügbare Zeit verbraucht wird; d.h.: Projektkosten richten sich nach verfügbaren Ressourcen.Beispiel: Wenn die SW in 12 Monaten geliefert werden muß und 5 Mitarbeiter verfügbar sind, wird der Aufwand auf 60 Personenmonate geschätzt. • “Pricing to win”:Die Kosten werden nach dem zur Verfügung stehenden Budget des Kunden geschätzt und die Anforderungen werden dem Budget angepaßt.

  14. Strategien • Top-down Schätzung:Die Schätzung erfolgt aufgrund der allgemeinen Funktionalität und deren Aufteilung auf Teilfunktionen.Basis: logische Funktionen statt Komponenten, welche die Funktionalität implementieren. • Bottom-up Schätzung:Zunächst wird der Aufwand für jede einzelne Komponente bestimmt. Der Gesamtaufwand resultiert aus der Summe aller Teilaufwände.

  15. Fazit • Bewertung: keine Technik ist besser als eine andere! • Anmerkung: große Projekte bedürfen mehrerer unabhängiger Schätzungen. Sollten diese stark divergieren, mangelt es an notwendigen Informationen, die zunächst eingeholt werden müssen (z.B. Anforderungen genauer formulieren, Prototyping, ...). • zugrundeliegende Annahme aller Verfahren und Strategien:die Schätzung beruht auf einer fixen Anforderungsdefinition;Problem der Praxis: oft ist eine Schätzung vor der detaillierten Erhebung der Anforderungen notwendig, da letztere bereits hohe Kosten verursacht. • Praxis: oft sind die Kosten statt der Anforderungen fix

  16. HÜ bis nächste Woche, 5.MS • Ablaufplan und Vorarbeiten • Einbeziehung von Reviews • Zuordnung von Personen zu Aufgabenbereichen. • Erstellen der Tätigkeitsliste als Verfeinerung der AP des ersten Projektstrukturplans (bitte schon am Die abend abgeben!!) • Ablaufplan (resultierend aus Verknüpfung der Tätigkeiten) mit MS-Project Gantt-Diagramm und Netzplan • MC-Aufgaben auf der LV-Plattform!

  17. Function-Point-Method (Funktionsverfahren) • Function-Point-Method (FPM)Klasse: algorithmische Schätzverfahren • Charakteristika: Klassifikation aller Anforderungen und Einteilung der Klassen in Komplexitätsstufen zwecks Zuordnung von Funktionspunkten;Klassifikation und Bewertung von Einflußfaktoren • Ziele: • Aufwandsschätzung für kommerzielle Anwendungen • Bestimmung der Effektivität der laufenden Projektarbeit durch iterative Anwendung des Verfahrens.

  18. Function-Point-Method (Funktionsverfahren) • Merkmale • frühzeitig, genauer: nach Anforderungsanalyse einsetzbar • später iterativ anwendbar • Ergebnis ist erklärbar und nachvollziehbar • für die Bewertung wird die Gesamtheit der Anforderungen herangezogen, eine Gliederung ist nicht erforderlich • Vorgehen 1) jede Anforderung wird einer der folgenden fünf Komponenten zugeordnet:

  19. Function-Point-Method (Funktionsverfahren) • Eingabedaten, z. B.: Bildschirmeingaben, Eingaben über Diskette, Interfacedaten anderer Anwendungen,... • Ausgabedaten, z. B.:Bildschirmausgaben, Listen, Formulare,Interfacedaten für andere Anwendungen • Abfragen gezählt wird jeweils eine Einheit von unterschiedlich formatierten Online-Eingaben zur Suche von Information • Anwenderdateien gezählt wird jede logische Datei , die im Rahmen des Anwendungs- systems gepflegt wird • Referenzdateien alle Dateien und Tabellen, die von der Anwendung nur gelesen werden

  20. Function-Point-Method (Funktionsverfahren) 2) Einteilung jeder Komponente in die Komplexitätsstufen: einfach, mittel, komplex Zuordnung von Funktionspunkten zwischen 3 und 15 je nach Komponente und Komplexitätsstufe, siehe Tabelle: (Jenny, S. 363)

  21. Function-Point-Method (Funktionsverfahren) • Beispiel zu Komplexitätsstufen und FP-Zuordnung für die Komponente Ausgabedaten: (Böhm, S. 317)

  22. Function-Point-Method (Funktionsverfahren) 3) Festlegen der Einflußfaktoren der gesamten Anwendung;Bewertung der Faktoren mit 0 bis 5 Punkten (je Faktor) (0 .. kein Einfluß, 5 .. starker Einfluß) Einflußfaktoren: • Verflechtung mit anderen Systemen • Dezentrale Verarbeitung und Datenhaltung • Transaktionsrate und Antwortzeitverhalten • Verarbeitungskomplexität; Bewertungsspanne: 0-30 ergibt sich aus der Summe der Einzelbewertungen (angepaßt durch IBM-Deutschland, 1985) für:

  23. Function-Point-Method (Funktionsverfahren) • Schwierigkeit und Komplexität der Rechenoperationen (0-10) • Umfang der Kontrollverfahren für die Datensicherstellung (0-5) • Anzahl der Ausnahmeregelungen (0-10) • Schwierigkeit und Komplexität der Logik (0-5) • Wiederverwendbarkeit in anderen Anwendungen: z.B.: prozentualer Anteil der Wiederverwendung: bis 10% .. 0 FP, über 50% .. 5 FP • Datenbestand-Konvertierungen • Benutzer- und Änderungsfreundlichkeit

  24. Function-Point-Method (Funktionsverfahren) Addition der Einflußfaktor-Bewertungspunkte: = S2 max(S2) = 60 Berechnung des Faktors der Einflußbewertung: S3 = 0,7 + (0,01 * S2) der Einfluß der Faktoren kann (bei kommerz. Anwendungen) maximal 30% des errechneten Wertes betragen; Anmerkung: für wissenschaftliche und technische Projekte gilt ein anderes Einflußfaktoren-Modell 4) Berechnung der “Total Function Points” TFP TFP = S1 * S3

  25. Function-Point-Method (Funktionsverfahren) 5) Ableitung des Aufwands in Personenmonaten aus den TFP- Werten nach einer Wertetabelle bzw. Erfahrungskurve: Anmerkung: die Tabelle entsteht durch Nachkalkulation von verschiedenen abgeschlossenen Projekten. Sie unterscheidet sich i.a. zwischen verschiedenen Entwicklungsabteilungen. (Jenny, S. 364)

  26. Function-Point-Method (Funktionsverfahren) • Berechnungsbeispiel: (Jenny, S. 365)

  27. Function-Point-Method (Funktionsverfahren) (Jenny, S. 365)

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