1 / 56

Dr. med. M. Kalabic Psychiatrie/Psychotherapie FMH Chefarzt Klinik Teufen

Brennen ohne auszubrennen – Burnout verhindern. Dr. med. M. Kalabic Psychiatrie/Psychotherapie FMH Chefarzt Klinik Teufen. Burnout – Die Entwicklung des Begriffs. Physischer und psychischer Abbau ehrenamtlicher Mitarbeiter von Hilfsorganisationen (H.J. Freudenberg, 1974)

dom
Download Presentation

Dr. med. M. Kalabic Psychiatrie/Psychotherapie FMH Chefarzt Klinik Teufen

An Image/Link below is provided (as is) to download presentation Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author. Content is provided to you AS IS for your information and personal use only. Download presentation by click this link. While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server. During download, if you can't get a presentation, the file might be deleted by the publisher.

E N D

Presentation Transcript


  1. Brennen ohne auszubrennen – Burnout verhindern Dr. med. M. KalabicPsychiatrie/Psychotherapie FMHChefarzt Klinik Teufen

  2. Burnout – Die Entwicklung des Begriffs Physischer und psychischer Abbau ehrenamtlicher Mitarbeiter von Hilfsorganisationen (H.J. Freudenberg, 1974) Burnout als typische Belastungsreaktion in sozialen Berufen: (Maslach 1982) „Helfersyndrom – Rausch des Helfens und Schenkens“ Ergebnis einer sozialen Interaktion ̶ Nicht „Nein“ nach aussen sagen können.

  3. Burnout – Die Entwicklung des Begriffs 1990er Jahre Burnout als Phänomen in allen Berufsgruppen(Schaufeli et al. 1996) Wirtschaftliche Veränderungen • Schneller Wandel von rapidem Wachstum und Wirtschaftskrise • Wachstum im tertiären Sektor • neue Kommunikations- und Informationstechnologien „Umwandlung von äusserem in inneren Druck/Zwang“

  4. Risikoberufe für Burnout ein ganzes von A (Anwalt).... bis… Z (Zahnarzt)

  5. Risikofaktoren für Burnout • Persönliche Ebene • Wirtschaftlich/organisatorische Ebene • Gesellschaftliche Ebene

  6. Biologische Faktoren Persönlichkeitsfaktoren Risikofaktoren für Burnout - Persönliche Ebene Genetische Prädisposition? Geschlecht? Prägende Kindheitserfahrungen- Angst- Bestrafung- Lob, Verwöhnung- Verlust ÄngstlichkeitZwanghaftigkeitNarzissmus Altruismus Einstellung zum Leben / Arbeit - Ich kann mich nur auf mich selbst verlassen- Ich darf nie „Nein“ sagen Burnout Lebenserfahrungen Motivation  Angst  LebenserfahrungenBestätigungVerlusterfahrungen Aktuelle psychosoziale BelastungWahrnehmung der eigenen Machtlosigkeit • Arbeitsrausch- Einschränkung der Freizeit- Vernachlässigung der Beziehungen

  7. Persönlichkeitsmerkmale der Burnout-Gefährdeten • Selbstverbrenner  ursprünglich dynamisch, zielstrebig, dominant  Betonung der eigenen Machtgefühle als Gönner durch „Beglückung“ anderer  nicht Nein zu sich selbst sagen können>Ich kann mich nur auf mich verlassen < • Opfer  wenig durchsetzungsfähig und passiv  Unfähigkeit eigene Bedürfnisse wahrzunehmen  nicht Nein zu anderen sagen können> Ich darf nie nein sagen / Ich muss überall helfen< • Selbstdiagnostizierte  aus positiver Seite des Burnout den Nutzen ziehen  Gesellschaftskritiker  Andere Störungsbilder>Ich bin von allen Seiten bedroht <

  8. Burnout: Persönliche Ebene Persönliche Veränderungen: • Ängstlichkeit • Einsamkeit • Institutioneller Abhängigkeit (Verschuldung) • Individualismus • Teamunfähigkeit • Zeitmangel? (oder falsche Prioritäten?  . . . rennen, rennen, rennen) • 24-Std.-Gesellschaft (24/7)  Leben im dauernden Stand by–Modus macht krank!

  9. Risikofaktoren der gesellschaftlichen EbeneDer Mensch in der globalisierten Welt: • topinformiert • stets fähig, zwischen Alternativen zu entscheiden • stets aufnahme- und integrationsfähig von dauerndem zusammen- hanglosen Informationsfluss • flüchtet vor Einsamkeit in Aktivismus • Gefühlsmässig verarmt • wird reduziert auf einen funktionierenden Gegenstand Orientierung auf Leistung und Erfolg auf familiärer Ebene • Wohnverhalten • Lebensstandard • Freizeit • Ferien

  10. Risikofaktoren der gesellschaftlichen Ebene Persönliche Veränderungen: • Ängstlichkeit • Einsamkeit • Institutioneller Abhängigkeit (Verschuldung) • Individualismus • Teamunfähigkeit • Zeitmangel? (oder falsche Prioritäten?  . . . rennen, rennen, rennen) • 24-Std.-Gesellschaft (24/7)  Leben im dauernden Stand by–Modus macht krank!

  11. Risikofaktoren für Burnout: Gesellschaftliche Ebene 1865 ca. 1000 wissenschaftliche Veröffentlichungen 1965 ca. 100 000 wissenschaftliche Veröffentlichungen 1995 ca. 15 – 20 Mio. wissenschaftl. Veröffentlichungen

  12. Risikofaktoren für Burnout Wirtschaftliche Faktoren:  Schneller Verfall des erworbenen Wissens - Entwertung des spezifischen Fachwissens nach ca. 5 Jahren (Giarini, Liedtke 1998)  Entwertung der fachlichen Erfahrung - Ständige Lernanforderungen Neulernen erfolgt neben der „normalen“ Arbeitszeit  Lernsucht?

  13. Wirtschaftliche FaktorenMitarbeiterebene 1. Fehlende Sinnhaftigkeit bei der Arbeit Unzureichende Arbeitsanweisungen: • Häufige und unklare Wechsel der Führungsrichtlinien • Informations- bzw. Kommunikationsmangel • Entscheidungen ohne ausreichende Informationen

  14. Wirtschaftliche FaktorenMitarbeiterebene • Fehlende Teamzugehörigkeit • häufige Versetzungen, interne Reorganisationen • zwischenmenschliche Probleme, Mobbing 3. Angst vor Arbeitsplatzverlust / Loslassen-Problematik • Firmenfusionierungen, Umstrukturierungen

  15. Wirtschaftliche FaktorenMitarbeiterebene 4. Fehlende Bodenständigkeit • Beschleunigte wirtschaftliche Prozesse • Mangelnde Erfahrung • Zeitdruck

  16. Wirtschaftliche FaktorenRisikofaktoren bei Führungskräften Mangelnde soziale Unterstützung - Wenig Dankbarkeit - Mangelnde Anerkennung / Wertschätzung Divergierende Anforderungen an Führungskräfte - Teamzugehörigkeit  Förderung von Individualismus - Unternehmerisches Mitarbeitenden eine Denken und Handeln  Entwicklung ermöglichen - Zeitdruck  Gründlichkeit in der Arbeit

  17. Wirtschaftliche FaktorenRisikofaktoren bei Führungskräften Divergierende Anforderungen an Führungskräfte (2) - Sehr schnelle Veränderungsprozesse  mittel-/langfristige Planung - Reklamieren über man-  fragliche Bereitschaft, gelnde Aufstiegschancen Verantwortung zu übernehmen

  18. Die Burnout-Entwicklung • Eustress (positiver Stress) • Distress: Burnout-Warnsymptomatik • Burnout – reduziertes Engagement • Desillusionierung – Sinnlosigkeit • Wahrnehmung der eigenen Unfähigkeit

  19.  Anforderung als Herausforderung  Gefühl der Kompetenz  Gefühl der Freiheit  Autonomes Handeln  Positives Denken  Sich neuen Situationen anpassen können bzw. abschalten können  Vielseitige Interessen  Zugang zu eigenen Bedürfnissen (innerliche Uhr). 1. Eustress (positiver Stress)

  20. Merkmale von Workoholismus Euphorie Hyperaktivität gesteigerter Einsatz für Ziele Gefühl der Unentbehrlichkeit  Apathie Gefühl der Einsamkeit Ängste Zurückgezogenheit bzw. Vernachlässigung der gesellschaftlichen Aktivitäten  Die Sucht wird verleugnet Das „Glück“ ist von Suchtmittel abhängig Die Dosis der Suchtmittel muss stets erhöht werden (arbeiten, arbeiten, arbeiten…) Arbeitsrausch Arbeit als Sucht

  21. Jeden Morgen wacht in Afrika eine Gazelle auf. Sie weiss, sie muss schneller laufen als die schnellste Löwin, um nicht gefressen zu werden…Jeden Morgen wacht in Afrika eine Löwin auf. Sie weiss, sie muss schneller als die langsamste Gazelle sein, wenn sie nicht verhungern will…Fazit:Es ist egal ob man eine Löwin oder eine Gazelle ist:Wenn die Sonne aufgeht, musst du rennen!

  22. Beschränkung sozialer Kontakte auf Klienten Versagensängste Anforderung als Belastung/Verdrängen von Misserfolgen Zweifel an eigenen Fähigkeiten Erschöpfung oder vegetative Überreaktion Schwächung des Immunsystems Unfähigkeit zu entspannen Veränderungen des Gesundheitsverhaltens (schneller Griff zu „alltäglichen“ Beruhigungsmitteln, ungenügend Zeit für Erholungspausen, unregelmässige Einnahme der Mahl-zeiten und unausgewogene Zusammensetzung der Nahrung, zu wenig Schlaf, zu wenig Bewegung usw.) 2. Distress: Burnout-Warnsymptomatik

  23. Leistungskurve Kompensation durch mehr Zeitaufwand! Produktivitätskurve

  24. Verlust positiver Gefühle gegenüber Klienten und Mitmenschen Zynismus Fluchtphantasien Gefühl ausgenutzt zu werden Stimmungsschwankungen Engegefühle Gefühl von Hilflosigkeit, Tagträume Pessimismus negative Einstellung zur Arbeit / Leben 3. Burnout – reduziertes Engagementbzw. zunehmender Abbau der Leistungsfähigkeit

  25. Abbau der kognitiven Leistungsfähigkeiten Unfähigkeit neue Informationen aufzunehmen Konzentrationsstörungen Motivation- und Kreativitätsmangel Körperliche Erschöpfung Schlafstörungen, Unausgeschlafenheit Beziehungsprobleme Sozialer Rückzug Depersonalisation  Gefühl, weg von sich zu sein Diverse psychosomatische Beschwerden

  26. Schwächung der Immunreaktion Unfähigkeit zur Entspannung in der Freizeit Sexuelle Probleme Herzklopfen Engegefühl in der Brust Atembeschwerden Beschleunigter Puls Psychosomatische Reaktionen

  27. Psychosomatische Reaktionen • Erhöhter Blutzucker • Erhöhtes Cholesterin • Muskelverspannungen • Rückenschmerzen • Chronische Kopfschmerzen • Magen-/Darm-Beschwerden

  28. 4. Desillusionierung - Sinnlosigkeit Graham Greene – A burn-out case, 1967 Querry, ein einst leidenschaftlicher, kreativer Architekt wird zunehmend desillusioniert und zynisch seiner Arbeit gegenüber. „Eine Kirche zu bauen, wenn man nicht an Gott glaubt scheint mir ein wenig unanständig. Als ich merkte, was ich da tat, nahm ich einen Auftrag für ein Rathaus an, aber an Politik glaube ich genauso wenig…“

  29. 5. Wahrnehmung der eigenen Unfähigkeit Mit Blick zurück würde ich sagen, ich hätte nicht mehr lange überlebt. Ganz klar nein. Mit all dem was ich hatte, wäre das nicht mehr gegangen. Das war mit angezoge-ner Handbremse fahren und noch voll auf die Fussbrem-se treten und im ersten Gang abwärts fahren und eigent-lich schon lange kein Öl mehr im Motor drin und Benzin eigentlich nur noch ein letztes Tröpfchen haben und im-mer noch meinen, es geht schon noch, es geht schon noch. Es wäre nicht mehr gegangen. (eine Krankengeschichte der Klinik Gais, Rückblick eines Patienten)

  30. Was kann man gegenBurnout tun? Vincent Willem van Gogh Prävention Organisatorisch-wirtschaftliche Ebene Persönliche Ebene Politische Ebene

  31. Prävention auf struktureller/wirtschaftlicher Ebene • Soziale Unterstützung / Qualitative Kommunikationsförderung Emotionale Unterstützung Mitgefühl, Verständnis, Anteilnahme, Vertrauen  Soziale Bestätigung Wertschätzung, Feedback  Positive gesellige Aktivitäten  Spass, Unterhaltung  Zugehörigkeit zu einem Team  gemeinsame Entwicklung mit dem Gefühl der Selbstbestätigung  Transparenz und Fairness beim Lösen von Auseinandersetzungen

  32. Prävention auf struktureller/persönlicher Ebene„Ohne Selbstreflexion keine Burnout – Prävention!“ 2. Gesundheitsförderndes Mitarbeiterverhalten Jeder MA ist für seine eigene Einstellung zum Leben / zur Arbeit verantwortlich • Jeder MA ist für seine individuelle Gesundheitsförderung verantwortlich • Jeder MA ist für eine gesunde Teamkultur mitverantwortlich • Bei bevorstehenden Anpassungen am Arbeitsplatz selber einen Beitrag leisten Förderung der Eigenverantwortung

  33. 2.Gesundheitsförderndes Mitarbeiterverhalten, Fortsetzung Arbeit (Leistung) und Hobby (Entlastung) trennen  Probleme ansprechen  Für Problemlösungen zugänglich sein, Konstruktionsfehler suchen  Eigene Position möglichst klar definieren / Arbeitsbeschreibung  Lernen „Ja/Nein“ zu sagen, sowohl nach „aussen“ als auch nach „innen“  Zeitmanagement – „Erholungsinsel“

  34. Jeden Morgen wacht in Afrika eine Gazelle auf. Sie weiss, dass sie nur dann den Tag überleben wird, wenn sie sich für die Zeiten vorbereitet, zu denen sich die Löwen auf Nahrungssuche machen. Jeden Morgen wacht in Afrika eine Löwin auf. Sie weiss, dass sie nur dann nicht verhungern wird, wenn sie sich für die Zeiten vorbereitet, zu denen die Gazellen ihren Durst am Wasser stillen. Fazit: Es ist egal, ob man eine Löwin oder eine Gazelle ist: Wenn die Sonne aufgeht, sollte man erholt sein und etwas vom Tagesablauf anderer Lebewesen verstehen, damit man genügend Zeit zur Vorbereitung hat, um im richtigen Moment zu entkommen oder zuzuschlagen.

  35. 3.Gesundheitsförderndes Führungsverhalten • Führen Unterschied Vorgesetzter = Resultat der Organisationsstruktur Autorität aufgrund der Funktion Führungskraft = Resultat einer Legitimation von unten! • Führen ist keine selbstoptimierte Funktion, sondern eine fremdoptimierte

  36. Prävention auf struktureller/wirtschaftlicher Ebene 3.Gesundheitsförderndes Führungsverhalten, Fortsetzung • Für die eigene Gesundheit sorgen - sowohl Freude als auch Kummer sind ansteckend • Stress- und Burnout-Enttabuisierung • Berücksichtigung unterschiedlicher psychischer Belastbarkeiten • Teamarbeitsförderung statt sture Hierarchie • Offenheit (jeder der kommt wird angehört) • Machtausübung führt zur eigenen Isolation • Selber für Problemlösungen zugänglich sein • Autonomieförderung als Führungsaufgabe  Anteilnahme, Grenzen setzen, loslassen können

  37. Anteilnahme Empathie = die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen. Eine Führungskraft muss Zugang zur menschlichen, spontanen Ebene haben, aber: „Vermeiden Sie eine „perfekte“ Organisation, sie würde im Chaos enden, Vermeiden Sie eine „chaotische“ Organisation, sie würde in Ordnung ersticken.“ (Arnold Retzer, Syst. Institut, Heidelberg)

  38. Grenzen setzen • Eine Führungskraft muss wissen, was für den Mitarbeiter eine ausreichende Belohnung sein kann • Eine Führungskraft muss wissen, was für den Mitarbeiter eine aus- reichende Nicht-Bestrafung sein kann resp. wo die Konsequenzen spürbar werden • Eine Führungskraft muss wissen, bei welchen MA sich eine Förderung lohnt (Selektion)

  39. Loslassen können  Autonomieförderung „Philosophieren macht mir Spass und damit ich es in Ruhe be-treiben kann, muss ich frei von der Tagesarbeit sein und Zeit für Musse haben. Deshalb bräuchte ich einen Sklaven, der alle Arbeit für mich erledigt. Ich kann es aber nicht brauchen, wenn dieser Sklave mich dauernd stört, indem er fragt, was er arbeiten soll. Er müsste also einer sein, der für sich denkt und alles selbst entscheidet . . . Wenn ich es recht bedenke, kann ich also keinen Sklaven brauchen, sondern nur einen, der von mir unabhängig ist. Nur dann kann ich mich voll der Musse hingeben.“ (Platon 428 – 348 v.Chr.)

  40. Fazit:Der Führende gewinnt den notwendigen Freiheitsraum für seine Selbstentfaltung, wenn es ihm gelingt, seine Untergebenen aus ihrer Abhängigkeit von ihm zu befreien.

  41. Anregungen zur Burnout-Prävention / gesunder Lebensführung Körperliche Ebene: • Genügend Schlaf • Gesundes Nahrungsverhalten (Zeit !!!) • Alkohol und Kaffee in Massen • Nikotin meiden • Keine Psycho-Stimulanzien • Erlernen von Entspannungstechniken • Massvolle und regelmässige körperliche Aktivitäten erhalten die Erholungsfähigkeit

  42. Anregungen zur Burnout-Prävention / gesunder Lebensführung Seelische Ebene: • Mit Nichtstun umgehen lernen und seine Gefühle ohne Bewertung wahrnehmen • Ja zu sich sagen ist die Voraussetzung, um zu seinem Nein nach aussen zu stehen (Wer sich nicht definiert, wird von andern definiert) • Lachen ist der beste Stress- und Burnoutkiller • Persönliche Kontakte pflegen - auch spontan • Weniger geben und mehr vergeben

  43. Anregungen zur Burnout-Prävention / gesunder Lebensführung Geistige Ebene: • Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg gehen • So lange streiten, bis ich innerlich wieder befreit bin  Versuchen, keine Probleme in den Schlaf mitzunehmen • Es kann „unlösbare“ Probleme geben, aber nie unausgesprochene • Sich immer wieder an seine Privilegien erinnern • Überprüfen ob das, was ich tue auch dem entspricht, was ich anstrebe

  44. Umgang mit Burnout-Betroffenen (allgemein) Statt Mitleid  Verständnis und Mitgefühl Appelle, sich zusammen zu reissen, bauen Druck auf  sich Zeit nehmen, NICHTS zu machen Statt Ablenkung durch Arbeit (Arbeit ist keine Ablenkung!)  Arbeit nach vorhanden Ressourcen Statt bagatellisieren („es geht dir doch gut“)  Urlaub, wenn nötig Klinik • Burnoutgefährdete sind nicht plötzlich faul, sondern stressbedingt gehen Konzentration, Kreativität und Motivation verloren

  45. Umgang als Burnout-Betroffener (allgemein) • Akzeptanz - Hilfe annehmen - den nötigen Freiraum nehmen - wichtige Entscheidungen abgeben • Statt Selbstvorwürfe durch „Schicksalsschlag“ verstecken, Opferrolle  Zustand akzeptieren • Statt „Schuldige“ suchen  eigene Rolle untersuchen (Einstellung z. Leben / Arbeit) • Notwendige Veränderungen umsetzen • Verantwortung wieder übernehmen

  46. Burnout-Umgang als Vorgesetzter „Je heller das Feuer, desto schneller die Verbrennung“ • Habe ich evtl. Signale, die an mich gerichtet waren, übersehen? • Weise ich ähnliche Symptome auf? • Wie hat man mich in meiner Krise am besten unterstützt? • Was hat mir am meisten geholfen? • Ist mir bewusst, dass gerade in dieser Situation meine • Sozialkompetenz – als Teil meiner Führungsaufgabe – • auf dem Prüfstand steht? • Glaube ich tatsächlich daran, dass mein Mitarbeiter wieder • leistungsfähig sein wird? • Burnout entsteht am Arbeitsplatz •  Genesungsprozess muss mit dem Wiedereinstieg koordiniert werden

  47. Zusammenfassung Brennholz

  48. Zusammenfassung Zündholz

  49. Zusammenfassung Wärme

  50. Zusammenfassung O2 Sauerstoff

More Related