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TIERSCHUTZ im UNTERRICHT. NUTZTIERE. NUTZTIERE. Ursprünglich: nur Eigenbedarf wachsender Wohlstand mehr Fleischkonsum MASSENPRODUKTION Tiere als „industrielle Produkte“ heute: Schutz der Tiere vor solchen Bedingungen. Ansprüche an die Nutztierhaltung. artgemäße Haltung

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nutztiere

NUTZTIERE

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

nutztiere3
NUTZTIERE
  • Ursprünglich: nur Eigenbedarf
  • wachsender Wohlstand
    • mehr Fleischkonsum
    • MASSENPRODUKTION
    • Tiere als „industrielle Produkte“
  • heute: Schutz der Tiere vor solchen Bedingungen

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

anspr che an die nutztierhaltung
Ansprüche an die Nutztierhaltung
  • artgemäße Haltung
  • verhaltensgerechte Umgebung
  • tiergerechter Umgang, auch bei Transporten

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

tiergerecht
„Tiergerecht“
  • Bewegung, keine dauernde Anbindehaltung!
  • Minimum an Platz, getrennte Aufenthaltsbereiche
  • Beschäftigung, strukturierte Umgebung, Einstreu!
  • Licht und Luft, keine Dunkel-oder Dauerlichthaltungen!

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

tiergerechte haltungsformen
Tiergerechte Haltungsformen
  • Rinder:
    • Laufstall
    • Gruppenhaltung auf Einstreu für Kälber und Rinder

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

tiergerechte haltungsformen7
Tiergerechte Haltungsformen
  • Schweine:
    • Gruppenhaltung für Mast und Zucht
    • Beschäftigungsmaterial
  • Geflügel:
    • Freilandhaltung
    • Spezialrassen

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

2 grundarten der tierhaltung
Intensive Tierhaltung

leistungsbezogen

rationell

hoher Einsatz von Kapital (Geld) und Energie (Arbeit)

Extensive Tierhaltung

standortbezogen

Kreislaufwirtschaft

weniger Einsatz von Kapital und Energie

2 Grundarten der Tierhaltung

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

landwirtschaft heute
Landwirtschaft heute
  • EU-Beitritt Österreichs: Änderungen in der regionalen Politik
    • Aufrechterhaltung der heimischen Produktion und Bewirtschaftung
    • Überarbeitung der Kontingentierungssysteme
    • Definition eines Förderzieles für den ländlichen Raum

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

landwirtschaft heute10
Landwirtschaft heute
  • Mehr Spielraum für die Länder in Sachen Agrarförderungen
  • Verhandlungen mit WTO und GATT: Berücksichtigung der hohen Gesundheits-, Sozial-, Umwelt- und Tierschutzstandards ist gescheitert
  • Einführung der ökosozialen Steuerreform
  • Sicherung des Arbeitsplatzes Bauernhof

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

rationalisieren
Rationalisieren
  • Konsument will möglichst günstige Lebensmittel
  • Landwirt will Einkommen verbessern
  • Vergrößerung der Betriebe
  • Ausweitung der Produktion
  • billigere Produktion
  • kleine und mittlere Betriebe verschwinden

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

bauernsterben
Bauernsterben
  • In Österreich seit 1970 ununterbrochen
  • Folge der Rationalisierung
  • Konkurrenzdruck immer größer
  • v.a. kleine und mittlere Betriebe sterben aus
  • Quantität statt Qualität?

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

selbstversorgung
Selbstversorgung
  • Nahrungsmittelbedarf in Österreich weitgehend gedeckt, teilweise sogar Überproduktion
  • Produktionsnachteile:
    • hohe Produktionskosten und Löhne
    • ungünstige topographische und klimatische Bedingungen

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

importierte nahrungsmittel
Importierte Nahrungsmittel
  • Gründe für Import:
    • Waren in Österreich nicht hergestellt
    • Marktangebot vergrößern
    • handelspolitische Gründe (wer exportieren will, muss selbst importieren)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

konflikte der agrarpolitik
Konflikte der Agrarpolitik
  • Grenze zwischen Ökonomie und Ökologie
  • Preisschere: Produktionsmittel teurer als Erlöse aus Verkauf
  • Einkommensverluste durch EU-Beitritt
  • Abhängigkeit der Landwirte von Ausgleichszahlungen

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

agenda 2000
Agenda 2000
  • Reform der EU-Agrarpolitik
  • ZIELE:
    • Eindämmung der Überproduktion
    • Erhaltung der naturnahen bäuerlichen Landwirtschaft
  • Zwischenstufe: Flächen- und Kopfprämien (Förderung pro Hektar oder Stück Vieh)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

h hner

Hühner

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

h hner18
HÜHNER
  • Stammen vom Bankivahuhn ab

= Wildhuhn aus Südostasien

  • Haushühner durch Römer verbreitet
  • heute: ca. 150 Rassen
  • Verhaltensweisen der Wildhühner immer noch vorhanden

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

haush hner
Haushühner
  • Soziale Gruppe von bis zu 60-80 Tieren (Hahn und Hennen)
  • jedes Tier eigene Rangstellung
  • arteigener Tagesablauf
  • lieben gleichmäßige Wärme, reichliche Luftfeuchtigkeit und Halbschatten
  • Kurztagtiere: schlafen früh

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

nutzungsarten
Nutzungsarten
  • Elterntiere
  • Brüterei
  • Küken- und Junghennen-Aufzucht
  • Legehennen: Eierproduktion
  • Masttiere: Fleischproduktion

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

eierleistung
Eierleistung
  • Bankivahuhn: 8-12 Eier jährlich
  • heutige Zuchthühner in Intensivhaltung: 280 Eier jährlich
  • wurde durch gezielte Zucht erreicht

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

hybridh hner
Hybridhühner
  • Kreuzungsprodukte aus speziellen Inzuchtlinien
  • erreichen höhere Legeleistung und größere Fruchtbarkeit als reinrassige Hühner
  • fast alle Lege- und Masttiere

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

t ten der m nnlichen eintagsk ken
Töten der männlichen Eintagsküken
  • Sofort nach Geschlechtsbestimmung („Sexen“)
  • Grund: können keine Eier legen

eignen sich nicht zur Mast

  • nach Tötung:
    • Verfütterung in Wildtierhaltungen
    • Tierkörperverwertungsanstalt

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

eierkonsum
Eierkonsum
  • In Österreich in den letzten Jahren konstant: 240 Eier/Kopf/Jahr
  • Selbstversorgung an Eiern in Österreich: 100%
  • Importeier: aus EU-Ländern und Oststaaten für Verarbeitungsindustrie

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

eierbezeichnung
Eierbezeichnung
  • Qualitätsklassen: Extra, I,II, Industrieeier und gekochte Eier
  • Gewichtsklassen: 1-7
  • Art und Weise der Legehennenhaltung: Freiland-, Boden-, Volieren- und Käfighaltung
  • Neu: Kennzeichnungspflicht

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

kennzeichnung der k figeier
Kennzeichnung der Käfigeier
  • Alte Forderung der Tierschützer
  • Wird demnächst obligatorisch
  • manche Bundesländer verbieten Käfighaltung schon jetzt
  • OÖ.: Übergangsfrist bis 2011

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

haltung der legehennen
Haltung der Legehennen

Ursprünglich auf bäuerlichem Freiland

  • Intensivierung: Trennung der Tiere von ihrem Kot (Hygiene)

= KÄFIGHALTUNG

  • Tierschützer fordern alternative Systeme

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

alternative haltungsformen
Alternative Haltungsformen
  • Volierenhaltung: nützt 3. Dimension, verhaltensgerechter als Käfighaltung
  • Bodenhaltung: mehr Platzbedarf, Tiefstreu, höhere Anforderungen an Betreuung
  • Freilandhaltung: Boden-oder Volierenhaltung mit zusätzlichem Auslauf im Freien

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

k fighaltung in europa
Käfighaltung in Europa
  • EU: langsamer und stufenweiser Ausstieg aus Käfighaltung
  • Übergangsfrist bis 2012:
    • Platzangebot pro Tier verbessern ab 2003
    • „enriched cages“ (Nest, Scharraum, Sitzstangen)
    • Kennzeichnung der Haltung auf der Verpackung

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

mast oder grillh hner
Mast-oder Grillhühner
  • kurzes Leben
  • nach 35-49 Tagen: Schlachtgewicht erreicht
  • Qualzucht: intensive Putenmast: Tiere so schwer, dass Beine sie nicht mehr tragen können Beinverkrümmungen, Brustblasen...

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

rolle der konsumenten
Rolle der Konsumenten
  • Konsument: große Verantwortung
  • Käuferverhalten bestimmt den Markt
  • Kauf von Produkten aus tiergerechten

Betrieben!

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

schweine
SCHWEINE
  • Stammen vom asiatischen und europäischen Wildschwein ab
  • Domestikation vor ca. 9.000 Jahren
  • Zucht:
    • Landschwein (Hängeohren)
    • Edelschwein (hochgestellte Ohren)
    • Fleischrassen (Pietrain,Belg.Landschwein)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

schweinehaltung
Schweinehaltung
  • Ursprünglich: als Abfallverwerter, Fleisch für Eigenverbrauch
  • Intensivierung in 60er und 70er Jahren (Wohlstand vermehrter Fleischkonsum)
  • deshalb: Schweinefleisch heute viel zu billig (Lockartikel im Supermarkt)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

schweinefleisch
Schweinefleisch
  • Linienzucht: mastleistungsstarke Schinkenrassen (Pietrain, etc.)
  • Fleisch war bis in die 90ziger Jahre oft fehlerhaft.PSE: Pale Soft and Exsudative (Schrumpfschnitzel)
  • Gegenkreuzen: Fehler rückgängig

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

verhaltensweisen
Verhaltensweisen
  • Sozial lebende Wesen, Rangordnung
  • nicht dreckig: Trennung Schlaf- und Kotplatz
  • intelligenter als angenommen: „mini pigs“ vergleichbar mit Hunden

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

futter
Futter
  • Küchenabfälle
  • Molke
  • Mastschweine:
    • Kartoffeln, Futterrüben, Getreide
    • Kraftfutter: fertige Kornmischungen, importiert (Mais, Soja)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

schweinebetriebe in sterreich
Schweinebetriebe in Österreich
  • Osten: eher Ackerbau („Körndl-Bauern“)  Futtergrundlage für Schweinehaltung
  • Westen: Viehzucht („Hörndl-Bauern“)  Futtergrundlage für Schweinehaltung fehlt, Grünland, Alpflächen

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

betriebsgr en
Betriebsgrößen
  • Konzentration: weniger Betriebe halten mehr Schweine
  • Ökologische Probleme: Verschmutzung der Gewässer durch Gülle
  • heute: Förderungen an Besatzobergröße gebunden (GVE, DVE)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

schweineproduktion
Schweineproduktion
  • Zucht: Muttersauen, produzieren Ferkel: bis 15 kg gesäugt, dann Aufzucht bis etwa 30 kg
  • Mast: Erfolgt im selben Betrieb oder bei einem spezialisierten Mäster

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

intensive stallsysteme
Intensive Stallsysteme

Spaltenböden:

  • ohne Einstreu, Kot und Urin fällt durch Spalten direkt in Güllekanäle
  • hygienisch einwandfrei, arbeitstechnisch und wirtschaftlich optimal
  • ABER: nicht tiergerecht: Verletzungen, keine getrennten Aufenthaltsbereiche

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

tiergerecht42
„Tiergerecht“
  • Bewegung (Kot- und Liegeplatz getrennt)
  • Gruppenhaltung
  • Beschäftigungsmöglichkeiten (Einstreu)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

einstreu
Einstreu
  • Isoliert Stallboden gegenüber Kälte
  • Beschäftigungsmaterial zum Wühlen, Kauen und Schnüffeln
  • einstreulose Haltung ist nicht tiergerecht!
  • Ohne Einstreu: Schwanzbeißen (=Verhaltensstörung!)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

futter44
Futter
  • Wichtig: Futtersuche und Beschäftigung, nicht nur Sättigen, Verschlingen
  • Wenn Futter zu konzentriert oder zu wenig strukturiert

 Verhaltensstörungen: Leerkauen, Beißen an Stangen, Beknabbern von Ohren und Schwänzen

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

bundesl ndervereinbarung nutztierhaltung
Bundesländervereinbarung Nutztierhaltung
  • VERBOTEN:
    • Halsanbindungen
    • ständige Anbindehaltung
    • Einzelstände (Trennung von Liege- und Kotplatz unmöglich)
  • Anforderungen an tiergerechte Abferkelbucht definiert (Fläche, Nest)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

neue haltungssysteme
Neue Haltungssysteme
  • Gruppenbucht für Wartesauen:
    • 4-6 Tiere, gemeinsamer Liegeplatz, getrennt vom Kotplatz,
    • aber: Einzelfressstände, um Kämpfe beim Fressen zu vermeiden
  • neue Abferkelbuchten: Kommen ohne Fixierung der Sau im Kastenstand aus , Kotplatz

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

neue haltungssysteme47
Neue Haltungssysteme
  • Offenfront-Tiefstreustall:
    • Tiefstreubett
    • erhöhter betonierter Fressplatz
    • Stufe dazwischen
    • Frontseite offen (Außenklima)
  • Schrägbodenhaltung auf Tretmist: strohsparend

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

neue haltungssysteme48
Neue Haltungssysteme
  • Familienstall von Stolba
    • Eltern und Nachkommen leben gemeinsam in vier frei miteinander verbundenen Buchten
    • gleiche soziale Bindungen wie im Freigehege
    • Möblierung verhaltensgerecht
    • Stressanfälligkeit der Schweine reduziert
    • Tiere sehr robust und gesund

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

neue haltungssysteme49
Neue Haltungssysteme
  • Abferkelbucht nach Schmid
    • Alle Funktionskreise können (noch) ablaufen
    • tiergerecht
    • 7,5 m2 statt 5m2
    • Abferkel- und Säugeverhalten ungestört
    • weniger Ferkelverluste

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

schweinefleischkonsum
Schweinefleischkonsum
  • Mehr als die Hälfte des konsumierten Fleisches in Österreich
  • mehrheitlich intensive Produktionssysteme
  • Selbstversorgungsgrad bei 101%
  • Fleisch aus tiergerechten Betrieben kaufen!

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

rinder
RINDER
  • Stammen vom Ur oder Auerochse ab
  • Domestikation um 6.000 v. Chr.
  • Sesshaftwerdung: Mensch braucht Zugtiere für Ackerbau
  • ursprünglich: Rind kein Fleischlieferant
  • Rückgang des Wildbestandes: Rindfleisch wichtiger

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

rindviehhalter
Rindviehhalter
  • Wichtigster Zweig der österreichischen Landwirtschaft
  • Konzentration: weniger Halter, mehr Tiere pro Bestand
  • heute durchschnittlich 20 Tiere/Betrieb (im EU-Vergleich immer noch mini)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

k lber
Kälber
  • Kuh kalbt 4-5 Mal im Leben
  • Tragzeit: 280 Tage
  • Kalb: 40-50 kg schwer bei Geburt
  • bis zum 4. Monat erhält es Milch
  • danach: Gras, Heu, Ergänzungsfutter

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

was wird aus dem kalb
Was wird aus dem Kalb?

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

milchleistung einer kuh
Milchleistung einer Kuh
  • Nach 1. Abkalben: regelmäßig Milch
  • am größten: unmittelbar nach Abkalben
  • 8 Wochen vor erneutem Abkalben: nicht mehr gemolken (trocken, galt)
  • nach der 1. Geburt: durchschnittlich 15-20 kg Milch/Tag Erstlings- Einsatzleistung

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

rassen in sterreich anteil in prozent
Rassen in Österreich; Anteil in Prozent
  • Fleckvieh: 81,3%
  • Braunvieh: 10%
  • Schwarzbunte: 2,6%
  • Pinzgauer: 2,3%
  • Grauvieh: 0,7%

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

rassen in sterreich
Rassen in Österreich
  • Zweinutzungsrassen (Fleck-und Braunvieh)

werden zur Milch- und zur Fleischproduktion verwendet

  • durch Kreuzung mit ausländischen Rassen: Kühe stark verändert

heute: größer und schwerer

  • Spezialisierung (Braunvieh=Milchrasse)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

zucht
Zucht
  • Nicht natürliche Fortpflanzung (Stier zur Kuh geführt)
  • sondern künstliche:
    • Künstliche Besamung (KB)
    • Embryotransfer (ET)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

k nstliche fortpflanzung
Künstliche Fortpflanzung

+ Vermeidung von Geschlechtserkrankungen

+ Zuchterfolge: bessere Rassen mit besseren Eigenschaften

- Verschwinden einzelner Rassen: z.B. ehemalige Schwarzbunte ersetzt durch Holstein-Frisian, Original Braunvieh durch Brown-Suisse

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

milchwirtschaft
Milchwirtschaft
  • Sättigung des Marktes mit Milch und Milchprodukten
  • EU-Beitritt: Erzeugermilchpreis gefallen
  • neue Verwertungsmöglichkeit: Kälbermast
  • Ausbau der Mutter- und Ammenkuhhaltung (extensive Haltung)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

mutter und ammenkuhhaltung
Mutter- und Ammenkuhhaltung
  • Verringerung der Milchmenge
  • Produktion von qualitativ hochwertigem Kalb- und Rindfleisch =„Freiland Beef“
  • bes. in Hügel- und Bergländern
  • von versch. Organisationen gefördert (KOPRA, ERNTE, FREILAND, ALMO, LÄNDLE)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

rindfleisch
Rindfleisch
  • Zweitgrößter Anteil in Österreich
  • Selbstversorgungsgrad von 149%
  • Exporte erforderlich
  • trotzdem Importe: spezielle Teilstücke: T-Bone-Steak, Lungenbraten (saisonal, Tourismus)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

rinderhaltung
Rinderhaltung
  • Einzel- bzw. Anbindehaltung in Österreich verbreitet
  • Kuh kann Platz nicht freiwillig verlassen
  • Unterscheidung:
    • Langstand
    • Mittellangstand
    • Kurzstand

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

anbindehaltungen
Anbindehaltungen
  • Langstand: heute sehr selten
  • Mittellangstand: noch häufig in älteren Ställen
  • Kurzstand:
    • einstreuarm, Bereitung von Flüssigmist Vereinfachung der Entmistung
    • Kuhtrainer: Kuh muss beim Koten und Harnen zurücktreten, sonst Stromschlag
    • Verletzungsgefahr (Euter), Liegeschwielen

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

bundesl ndervereinbarung
Bundesländervereinbarung

Festlegung einer minimalen Standlänge

  • Formel: 0,9 x diagonaler Körperlänge

+ 30 cm (Kurzstand) bzw 58 cm (MLst)

Festlegung einer minimalen Standbreite

  • Formel: 0,9 x Widerristhöhe

Keine dauernde Anbindehaltung

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

laufstallhaltung
Laufstallhaltung
  • Alternative zur Anbindehaltung
  • Trennung von Melkstand, Liegefläche und Fressplatz
  • Bewegung und natürliches Verhalten (Rangordung)
  • Vermeidung von Verletzungen: Enthornung
  • viel Platzanspruch

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

b den
Böden
  • Kälber: keine Vollspalten- oder einstreulose Teilspaltenböden
  • Liegefläche von Milchkühen: Einstreu oder weiche druckelastische Unterlage obligatorisch
  • Mast Vollspaltenböden erlaubt

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

betreuung
Betreuung
  • OÖ.Nutztierhaltungsverordnung (Umsetzung nach EU-Richtlinien): Kälber = Rinder bis zu einem Alter von 6 Monaten: ausreichend Eisen im Futter
  • ab 2. Lebenswoche: Stroh, Heu zur freien Aufnahme - keine Anbindehaltung

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

betreuung69
Betreuung
  • Keine Maulkörbe
  • Gruppenhaltung ideal

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

kontrolle
Kontrolle
  • Vollzug wichtiger als Gesetz
  • OÖ.: Kontrolle durch Verordnung genau geregelt
  • Jährliche Stichprobe plus zusätzliche Kontrollen

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

gentechnologie
GENTECHNOLOGIE
  • GVO = Gentechnisch Veränderte Organismen
  • in Österreich: Gentechnikgesetz
  • Bewilligungsverfahren für Entwicklung, Anwendung und Freisetzung von GVOs
  • Forschung beim Tier: in Tierschutzbestimmungen verankert

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

geschichte
Geschichte
  • Mitte 19.Jh: Mendel entdeckt Gene
  • 1944: Avery: Substanz der Gene = DNS
  • 1953: Watson und Crick: Doppelhelix
  • 1969: Arber: Enzyme, die Doppelhelix ohne Informationsverlust aufschneiden

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

bio und gentechnologie
Bio- und Gentechnologie
  • Biotechnologie (= Konventionelle Züchtungsmethoden) schon lange
  • Gentechnologie = Zweig der Biotechnologie
  • befasst sich ausschließlich mit Genen
  • Züchtungsziele schneller erreicht
  • Schaffung neuer Lebewesen!

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

das neue der gentechnologie
Das Neue der Gentechnologie
  • Artüberschreitende Kombination von genetischem Material
  • Einbau dieser „unnatürlichen“ Kombination in das Erbmaterial von Pflanzen und Tieren
  • Mutation: Erbgutveränderung
  • Klonen: identische Duplikate von Individuen

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

gesetzliche regelungen in sterreich
Gesetzliche Regelungen in Österreich
  • Gentechnikgesetz: Arbeit mit GVO`s am Menschen, Datenschutz; Einrichtung der Gentechnik-Kommission
  • Novel Food- Verordnung: EU-Verordnung über die Verbreitung gentechnisch veränderter Lebensmittel und Lebensmittelzutaten

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

anwendungsgebiete
Anwendungsgebiete
  • Landwirtschaft/Ernährung:
    • Pflanzen und Tiere: höhere Produktionsleistung
    • ABER: Wildtiere fressen Pflanzen, vertragen Inhaltsstoffe nicht (zB Raps bei Rehen)
  • Natur und Umwelt:
    • schadstoffabbauende Bakterien
    • ABER: schädigen auch Nützlinge (Schmetterlinge)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

anwendungsgebiete77
Anwendungsgebiete
  • Humanmedizin und -genetik:
    • Gentherapie heilt genetisch bedingte Krankheiten (z.B.: Galactosämie)
    • ABER: nur Krankheiten, wo nur ein Gen verantwortlich ist
    • Somatische und „echte“ Gentherapie

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

patentierte lebewesen
Patentierte Lebewesen

USA

  • 1980: Rohölfressende Bakterien
  • 1988: „Krebsmaus“: bes. krebsanfällige Mäuse: Testen von Medikamenten gegen Krebs

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

gentechnologie bei nutztieren
Gentechnologie bei Nutztieren
  • zur Verbesserung der Gesundheit und der Krankheitsresistenz
  • als Leistungssteigerer

bST: bovines SomatoTropin: Wachsumshormon zur Steigerung der Milchleistung bei Kühen, Kühe werden krankheitsanfälliger

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

misserfolge der gentechnologie
Misserfolge der Gentechnologie
  • Transgenes Schwein (USA): Einpflanzen eines menschlichen Wachstumsgens
  • Eber zu schwer für seine Knochen
  • Arthritis, zusätzlich: starke Behaarung, Apathie, Impotenz, schlechte Augen
  • gilt als Qualzucht

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

qualzuchten
Qualzuchten
  • Züchtungen, die dem Tier oder seinen Nachkommen schwere Schmerzen, Leiden bereiten oder mit schweren Schäden oder Ängsten verbunden sind....
  • im Rahmen der Forschung: bewilligungspflichtiger Tierversuch

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere

manipulierte lebewesen
Manipulierte Lebewesen
  • Transgene Lebewesen: artfremde, eingepflanzte Gene in Gensatz
    • Transgenes Schwein
    • Tomoffel (Tomate/Kartoffel)
    • Chimären: „Schiege“ oder „Schazi“ (Schaf-Ziege)

Tierschutz im Unterricht - Nutztiere