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Die ökosoziale Theorie in der Sozialen Arbeit

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Die ökosoziale Theorie in der Sozialen Arbeit

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  1. Die ökosoziale Theorie in der Sozialen Arbeit Der Ansatz in seinen Grundzügen Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  2. Lebensgestaltung und soziale Problembewältigung sind Gegenstand des ökosozialen Theorieprogramms. Sie erfolgen in Raum und Zeit in einem natürlichen, gesellschaftlichen und individuellen Bezugsrahmen. In einem Humanökosystem geht die Theorie den Zusammenhängen auf mehreren Ebenen und in weiteren und näheren Kontexten nach. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  3. Soziale Arbeit hat im ökosozialen Zusammenhang mit Missständen und Beeinträchtigungen im gemeinschaftlichen und persönlichen Leben von Menschen zu tun. Individuelle Problemlagen verweisen auf Mängel und Schwierigkeiten in der Nutzung und Verwendung von Ressourcen. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  4. Ressourcen • Soziale Einrichtungen und Dienste sind Ressourcen und ziehen sie heran. • Es sind Ressourcen der Beratung und Betreuung, der Behandlung, Erziehung und Pflege. • Sie leisten Bildung, Integration und Rehabilitation. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  5. Prämisse Sozialer Arbeit ist im ökosozialen Ansatz der Lebensdienlichkeit des Handelns im Sinne einer nachhaltigen Bewahrung und Hebung humanen Daseins verpflichtet. Der Ansatz ist wertgeleitet. Er hat ethische und ökonomische Implikationen. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  6. Eine Theorie der Wohlfahrt • Soziale Arbeit zielt auf Wohlergehen und bedeutet Wohlfahrtspflege. • Wohlfahrt besteht in einem Prozess, der Lebensqualität unterhält und herstellt. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  7. Angehörigkeit des Einzelnen Das Individuum wird ökotheoretisch nicht als unabhängig betrachtet. Es ist – in mehrfachem Sinne – „angehörig“ und erfährt seine Teilhabe passiv und aktiv. Das Individuum ist frei, seine Verantwortung für sich und seine Mitwelt wahrzunehmen. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  8. Systembezug des Sozialen Ein Ökosystem ist im Blick. Es weist auf der Makro-, Meso- und Mikroebene Abhängigkeiten auf. Der ökosoziale Ansatz ist systembezogen. Beobachtet, beschrieben und beurteilt werden Handlungserfordernisse im Bedingungsgefüge natürlichen und gesellschaftlichen Zusammenlebens. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  9. Räumlichkeit und Zeitlichkeit • Raum und Zeit sind die Ausdehnungen des ökotheoretischen Gegenstandes. • Menschen handeln einzeln und gemeinsam in einem Lebensumfeld. Es ist ihr Habitat, Milieu und Sozialraum. • In der Dauer des Lebens erfolgen Entwicklungen auf individueller und gemeinschaftlicher Ebene. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  10. Ökosozial und sozialökologisch: Eine notwendige Unterscheidung: Das soziologische und sozialgeographische Forschungsgebiet der Sozialökologie untersucht die Wechselbeziehung der von Menschen gestalteten Umwelt und individuellem und gemeinschaftlichem Verhalten in diesem räumlichen Kontext. Ökosozial dagegen interpretieren wir das Soziale ökologisch. Es gibt aber in der „Humanökologie“ eine erhebliche Schnittmenge mit ökosozialer Theorie und Praxis. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  11. Gemeinwesen • Einzelne Menschen existieren nicht für sich allein. • Sie sind lebensnotwendig auf ihre natürliche und soziale Umwelt bezogen. • Das Gemeinwesen ist vorgegeben – und macht das Soziale zum Politikum. • Individuen gehören ihm mit ihrer „Politik der Lebensführung“ an. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  12. Oikos und Polis • Im Unterhalt und in der Gestaltung des Lebens sind wir auf • „Haus und Hof“ (oikos) • und einen sozialen Umraum (polis) verwiesen. Das Aktionsfeld und das Handeln in ihm haben eine natürliche Basis. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  13. Grundsatz des Haushaltens Die Ordnung des Umgangs mit den Mitteln und Möglichkeiten im Leben einer Gemeinschaft und jeder Person bildet einen Haushalt. In Haushalten wird die Allokation von verfügbaren Ressourcen (ihre Zuweisung auf Zwecke) vollzogen und über sie im Prozess ihrer Verwendung disponiert. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  14. Haushalt global und partikular • Einzelhaushalte größeren Haushalten an. • Im sozialen Kontext unterscheiden wir den Haushalt von Personen, Familien und anderen personalen Bedarfsgemeinschaften, den Haushalt von Organisationen und Kommunen und den Staatshaushalt. • Es gibt einen globalen Haushalt. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  15. Verhalten in Verhältnissen • Ein Ökosystem weist Strukturen auf, die in der Gesellschaft wandelbar sind. • Strukturen bestimmen die Möglichkeiten, sich in ihnen zu bewegen. • Wo Strukturen Menschen benachteiligen und behindern, verletzen und krank machen, ist an diesen Verhältnissen sozial zu arbeiten. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  16. Was zu besorgen ist: • In natürlichen und sozialen Abhängigkeitsverhältnissen liegen neben Belastungen auch die die Ressourcen vor, die zu erschließen und zu erhalten sind. • Die Kultivierung von Natur (die humane eingeschlossen) stellt eine Entwicklungsaufgabe dar. • Dazu fokussiert im individuellen Kontext Soziale Arbeit auf PIE – „person-in-environment“. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  17. Sorgen in Solidarität • Das Prinzip care sagt aus: • Ein Zusammenleben wird gemeinsam besorgt. • Die Sorge ist vielseitig. • Sorge um sich, sorgen für andere und umsorgen des gemeinsamen Lebens verbinden sich. • Pflegen, betreuen, behandeln … sind Elemente des Sorgens als eines umfassenden Sich-kümmerns. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  18. Bedarf an Unterhalt • Sozial sind Menschen abzusichern und zu unterstützen • in der Erfüllung ihrer Entwicklungsaufgaben, • in Krisen in den Wechselfällen des Lebens • zur Teilhabe am Leben der Gemeinschaft • in der Ausbildung von Humanvermögen. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  19. Übergang zur Sozialwirtschaft Solidargemeinschaftliche Lösungen sind • Versicherungen • Genossenschaften • Selbsthilfegruppen • öffentliche und soziale Daseinsvorsorge. In Verbindung formeller Bedarfsdeckung mit informellen Bewältigungsweisen wird in der Wohlfahrtspflege über passende Arrangements des Zurechtkommens disponiert. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  20. Kommunale Verpflichtung Der historische Sinn: Armenpflege in kommunaler Verantwortung Soziale Arbeit beginnt „mitbürgerlich“ in der freien Betätigung von (ökonomischen, gemeinnützigen, patriotischen) Gesellschaften Daseinsvorsorge als Dienst im allgem. Interesse Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  21. Versorgung auf Sorgen abstimmen • In der funktionalen Differenzierung gesellschaftlicher Aufgabenerfüllung hat sich ein soziales und gesundheitliches Versorgungssystem herausgebildet, das nach eigenen Maßgaben existiert und tätig ist. • Es wird wirksam in Abstimmung mit der Selbstsorge und der Eigenwirtschaft von Personen und Bedarfsgemeinschaften. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  22. Lebenslagen bezeichnen das Situiertsein einer Person und ihres Verhaltens insgesamt. Sie sind auf individueller Ebene in den Dimensionen der Lebensgeschichte, der Lebensperspektiven, innerer Dispositionen und äußerer Umstände ausgeprägt. Ökosozial ist „Verhalten in Verhältnissen“ zu betrachten. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  23. Nischen und Kompetenzen • Nischen stellen eine Konstellation von Beziehungen dar, die einem Akteur Freiheiten des Handelns und seines Auskommens bieten. • Eine N. entspricht der Kompetenz i. S. von Zuständigkeit und Befähigung. • N. bedeuten Verwirklichungsmöglichkeiten. Sie werden einer Person eingeräumt und sie kann sich mit ihnen im Leben (in dem, was sie tun und sein will) einrichten. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  24. Ökosoziale Orientierung und manageriales Handeln • Komplexen Handlungserfordernissen kommt ein Management nach, mit dem umsichtig organisierend und arrangierend vorgegangen wird. • Der manageriale Modus wird in Sorge und Versorgung gebraucht. • Der ökosoziale Ansatz und die „Philosophie“ des Case Managements sind einander affin. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  25. Arbeit am Fall,ökosozial hergeleitet • Auf der Individualebene ist die in Lebenslagen gegebene Problemlage der Gegenstand sozialer Bearbeitung. • Sie erfolgt komplementär und kompensatorisch und zu ihr gehören manageriale Sorgeberatung, sozialprofessionelle Organisation und Intervention, edukative Instruktion und therapeutische Behandlung. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  26. Der Fall im Feld • Jeder Fall kommt in ausgedehnten Verhältnissen vor. • Die fallweise Umsorge verbindet sich mit einer Arbeit am Gemeinwesen. • Sie ist Inklusion und Vermeidung von Exlusion ausgerichtet. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  27. Vernetzung als Arbeit • Die Besorgung von Hilfen, Unterstützung und Förderung knüpft an vorhandene formelle und informelle Strukturen an. • Sozial wird in Netzwerken gearbeitet. • Netze sind „soziales Kapital“. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  28. Die Maxime der Nachhaltigkeit • Soziale Arbeit rechtfertigt sich als eine Entwicklungsarbeit mit andauernden Wirkungen. • In der Arbeit am Humanvermögen und für Lebensqualität befähigt sich die Gesellschaft für ihr Morgen. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt

  29. Ökosozial = ethisch s. Prämisse 1 ! • „Von Haus aus“ ist das ökosoziale Programm ein ethisches Programm in Beantwortung der Frage, wie wir wohnen wollen in der Welt, die uns anvertraut ist. • Das Ethos ist ausgedehnt: es schließt in die Eigenwelt die Mitwelt ein. Prof. Dr. Wolf Rainer Wendt