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Lieblingskinder aus Sicht der Geschwisterforschung

Lieblingskinder aus Sicht der Geschwisterforschung. Fragen und Antworten. Einführende Fragen. Macht es einen Unterschied, mit oder ohne Geschwister aufzuwachsen? Die Antwort ist ein klares JEIN! Was ist das Besondere an Geschwister-beziehungen (GB)? Was ist überhaupt eine Beziehung?

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Lieblingskinder aus Sicht der Geschwisterforschung

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Presentation Transcript


  1. Lieblingskinder aus Sicht der Geschwisterforschung Fragen und Antworten

  2. Einführende Fragen • Macht es einen Unterschied, mit oder ohne Geschwister aufzuwachsen? Die Antwort ist ein klares JEIN! • Was ist das Besondere an Geschwister-beziehungen (GB)? • Was ist überhaupt eine Beziehung? • Was berichtet uns die Geschwisterforschung? • Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Geschwistern? • Warum streiten alle Geschwister miteinander?

  3. Einführende Fragen (2) • Welche Phasen in der GB lassen sich voneinander abgrenzen? • Wie können Eltern zu einer gedeihlichen Beziehung zwischen ihren Kindern beitragen? • Wie bereitet man sein Erstgeborenes auf das zweite Geschwister vor? • Warum lassen sich Ungleichbehandlung und Bevorzugung gar nicht vermeiden? • Was sind „besondere“ Geschwisterbezie-hungen?

  4. Der Begriff „Lieblingskind“? • Beständige Bevorzugung eines bestimmten Kindes in der Geschwister-reihe durch ein (oder beide) Elternteil(e) • Eine zeitweilige oder phasenweise Bevorzugung eines Kindes durch ein (oder beide) Elternteil(e) kommt in schöner Regelmäßigkeit vor (auch wenn es Eltern sich oft nicht eingestehen können)

  5. Bevorzugung und Benachteiligung –Begriffsklärungen • Wie äußert sich Bevorzugung, wie Benachteiligung? • Gibt es dazwischen etwas (oder graduelle Abstufungen)? • Ist Nichtbevorzugung automatisch Benachteiligung? • Entscheidend ist IMMER das Empfinden der betroffenen Kinder!

  6. Wie oft haben Eltern haben ein Lieblingskind? • Vorübergehend und phasenweise: nahezu alle Eltern (auch die, die es bestreiten) • Permanent (jahre- oder jahrzehnte- oder ein Leben lang): relativ wenige Eltern

  7. Wieso ist das Thema bis heute ein Tabuthema? • Von „guten“ Eltern wird erwartet, dass sie ihre Kinder gleich behandeln • Ein Kind zu bevorzugen, mag man sich nicht eingestehen – weil es ein TABU ist • Die Stereotype der bösen Stiefmutter, des gewalttätigen Stiefvaters, der schlimmen Stiefeltern…

  8. Woran liegt es, dass ein Kind zum Lieblingskind wird? • Dafür gibt es ganz verschiedene Motive: • Sich dem Kind ähnlich (seelenverwandt) fühlen • Sich zum Kind hingezogen fühlen, weil es so ganz anders ist als man selbst • Weil man selbst als Kind benachteiligt wurde • Weil sich das Kind am besten eignet, um mit seiner Hilfe eigene Wünsche zu erfüllen

  9. Sollte oder kann man überhaupt etwas dagegen tun? • Man sollte etwas dagegen tun, wenn die Bevorzugung in eine dauerhafte und beständige Bevorzugung einmündet und von den Kindern als solche empfunden wird • Einsicht ist der erste Weg zur Besserung • Aber: Oft kann man selbst kaum etwas dagegen tun, muss sich helfen lassen (z. B. vom Partner oder einem Therapeuten)

  10. Bemerken Kinder den Unterschied? • Kinder sind wie Seismographen • Sie spüren sehr genau, wenn sie benachteiligt werden • Wenn das beständig der Fall ist, wirkt sich das nicht nur negativ aus auf ihre Beziehung zum Geschwister • Sondern träufelt wie Gift in ihre Seele, beeinträchtigt ihre Persönlichkeitsentwicklung und ihre Fähigkeit ein glückliches Leben zu führen

  11. Was geht in den Kindern vor, die nicht bevorzugt werden? • Weil sie sich weniger geliebt fühlen, haben sie kein Selbstwertgefühl, mögen sich selbst nicht, haben kein Vertrauen in ihre eigenen Möglichkeiten, sind nicht ihre eigenen Glückes Schmied, fühlen sich unzulänglich und scheitern am Leben (bis zur Suizidgefährdung) • Muss Nichtbevorzugung automatisch Benachteiligung sein ? Im Regelfall ja.

  12. Wie wirkt sich die Bevorzugung im späteren Leben aus auf das bevorzugte Kind? • Sie erwarten oftmals eine bevorzugte Behandlung auch von anderen Menschen, mit denen sie es zu tun bekommen • Wenn diese ihnen nicht zuteil wird, ziehen sie sich zurück und sind unglücklich • Ihre unrealistische Erwartungshaltung steht ihnen oft im Weg und erschwert ihnen glücklich zu leben

  13. Kann man die Bevorzugung eines Kindes ausgleichen? • Z. B. dadurch, dass man sich immer wieder auch um die nicht bevorzugten Kinder kümmert? • Z. B. dadurch, dass sich das andere Elternteil stärker um das benachteiligte Kind kümmert?

  14. Wie fühlen sich Eltern, wenn ihnen bewusst wird, dass Sie ein Lieblingskind haben? • Zumeist fühlen sie sich nicht gut • Viele schämen sich, weil sie gegen ein gesellschaftliches Tabu verstoßen haben • Manche versuchen sich zu rechtfertigen • Manche versuchen gegenzusteuern und ihre Zuwendung auch den anderen Kindern zukommen zu lassen

  15. Welche Kinder werden am häufigsten bevorzugt? • Erstgeborene? • Zweitgeborene? • Nesthäkchen? • Problemkinder? • Mittlere Kinder: sicher nicht!

  16. Wie sollten Kinder damit umgehen, wenn sie merken, dass ihr Bruder/ihre Schwester bevorzugt wird? • Wenn es ideal läuft (und sie alt genug dafür sind), sollten sie es zum Thema einer Familienkonferenz machen

  17. Können Eltern überhaupt das Ideal der Gleichbehandlung erfüllen? • Gleichbehandlung ist Unsinn und auch faktisch nicht möglich (in früheren Zeiten, als es größere Geschwisterreihen gab und Kinder weniger individuell behandelt wurden, war das anders) • Z. B. wird ein zweijähriges Mädchen anders behandelt als ihr sechs Jahre alte Bruder! • Ausschlaggebend ist, dass sich die Kinder GERECHT und FAIR behandelt fühlen!

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