1 / 44

Wirtschaftskrisen aus der Sicht des Rechnungswesens

Wirtschaftskrisen aus der Sicht des Rechnungswesens. Teil 1. Vorstellung. Vorstellung , Biografie. ao.Univ .-Prof. Dr. Franz Hörmann Abteilung für Unternehmensrechnung und Revision 1983 Absolvent der WU (UR, Wi- Informatik , Fin- Recht )

ayala
Download Presentation

Wirtschaftskrisen aus der Sicht des Rechnungswesens

An Image/Link below is provided (as is) to download presentation Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author. Content is provided to you AS IS for your information and personal use only. Download presentation by click this link. While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server. During download, if you can't get a presentation, the file might be deleted by the publisher.

E N D

Presentation Transcript


  1. Wirtschaftskrisenaus der Sicht des Rechnungswesens Teil 1

  2. Vorstellung

  3. Vorstellung, Biografie • ao.Univ.-Prof. Dr. Franz Hörmann • AbteilungfürUnternehmensrechnung und Revision • 1983 Absolvent der WU (UR, Wi-Informatik, Fin-Recht) • Assistant AbteilungfürBw. Steuerlehre (Prof. M. Heinhold) • 1991: Prof. RomualdBertl • 2001: Wechsel in Abteilungfür UR/Revision • 2001: Gastprofessor JKU Linz (Wissensmanagement) • Korr. Mitglied des FS DatenverarbeitungöKWT • Mitglied der WP-PrüfungskommissionöKWT • Weder WP nochStB • Schwerpunkte: • Antibilanzkonzeption • Bank- und Geldalternativen • GesellschaftlicheEntwicklung

  4. Inhalte

  5. Inhalte • Idee und GrundlagenfinanziellerBewertung • Geld, Normen, Modelle, Rechnungswesen, • ExkursWissenschaftstheorie • Definition und Dekonstruktion der “Krise” • Boom, Chance, Mikro/Makro, Kausalität, Prämissen • Normative Theorien und implizitePrämissen • HistorischeKrisen (Mikro/Makro) • Exkurs “ErfahrungeneinesPraktikers” • Bewertung von Krisen • Lernen, Wachstum, Paradigmenwechsel • Wertbegriffe und Bewertung • individuell/kollektiv

  6. Idee und GrundlagenfinanziellerBewertung

  7. FinanzielleBewertung und Geld • GELD • “Universelles” Tauschmittel? • Wertaufbewahrungsmittel? • Wertmaßstab?

  8. Geldformen und Geldfunktionen • GELDFUNKTIONEN • “Universelles” Tauschmittel? • Wertaufbewahrungsmittel? • Wertmaßstab? • GELDFORMEN • Münzen • Scheine • Bits & Bytes • Kontrakte • …

  9. Geldformen und Geldfunktionen • GELDFUNKTIONEN • FeiLun Tauschmittelnichtnötig • Tauschen  Täuschen • PreisesindWertverhältnisse ($, €,..?) • Tausch und Wertperspektive • David Ricardo • Tausch und Informationsasymmetrie

  10. Geldformen und Geldfunktionen • GELDFORMEN • Naturalgeld (verzinsteSchuld) • Werthaltiges Geld (z.B. Goldmünzen) • Scheine (Forderungen, Seriennr.) • gedeckt/ungedeckt (John Law) • Bits & Bytes • Materialistisches und post-mat. Geld

  11. Geldformen und Geldfunktionen • GELDFORMEN David Graeber: „Schulden: Die ersten 5.000 Jahre“ 600 Seiten

  12. Geldformen und Geldfunktionen • GELDFORMEN • Wieist die kleinsteEinheitdefiniert? • EinMaß “istdie Länge”, “hat keine”! • Darfsich die LängebeiMessungändern?

  13. Geldformen und Geldfunktionen • GELDFORMEN • Privates Geldmonopol (Fiat-Money) • Gewinne, Kauf + Miete! • Geld alsgesetzeskonformerVertrag • WelcheGeldfunktionenbenötigenwir? • WelcheGeldformeneignensichdazu?

  14. Geldformen und Geldfunktionen • GELDFORMEN • Giralgeld (Buchgeld, “Luftgeld”) • Entsteht in der Kreditvergabe

  15. Geldformen und Geldfunktionen • GIRALGELD • Geld = Schuldeiner Bank gegenübereinerNichtbank •  wiekannjemalsgetilgtwerden? • FürZinsenwirdkein Geld geschöpft!

  16. Geldformen und Geldfunktionen • GIRALGELD • ZinsenmüssenausdemGeldumlaufbezahltwerden – oderdurchneueSchulden • Giralgeld = Bankschuld • HaushaltebenötigenneueSchulden um Zinsenzubezahlen •  “SystemischeKrise”

  17. Das Kreditkarussell – oder: wie unser Geld funktioniert Bank (A) Kredit (100) A Rechnung (200) Rechnung (100) Rechnung (400) B C Rechnung (300) Kredit (200) Kredit (300) Bank (C) Bank (B)

  18. Geldformen und Geldfunktionen • Wiefunktionierteine Bank? William K. Black Blog

  19. Geldformen und Geldfunktionen • GIRALGELD – QUELLEN: • Deutsche Bundesbank: Schülerbuch • Buchgeld S 72 • Standard & Poors: • Repeat After Me • Bank of England: • Money Creation in the Modern Economy • Prof. Michael Köhler • Humes Dilemma

  20. DISKUSSION • Wersollteüber die Buchgeldschöpfunginformiertsein? • Wer IST über die Buchgeldschöpfunginformiert? • Was würde/solltesichändern? • WiekanndieserLernprozessgestaltetwerden? • Film (37 Min): “Justizentlarvt” • Konsequenzen?

  21. FinanzielleNormen - Bewertung • “Naturgesetz” von Angebot und Nachfrage • “Werte” durchVerknappung • FriedlicheBeraubung (Dorf am See) • GeldverknappungalsHerrschaftsinstrument • Überflussgüter A, B, C mit und ohne Geld •  Wersetzt den Preis?

  22. FinanzielleNormen - Bewertung • HistorischeKosten • Geld nichtmehrimEigentum • Marktpreis • Geld nichtimEigentum • Zukünftige Cash Flows • Geld nochnichtimEigentum

  23. FinanzielleNormen - Bewertung • Zerschlagungswerte • BeiFortführungnichtsinnvoll • Gefahr der self fulfilling prophecy • Fortführungswert • Ermittlung? • Problem der “ewigenRente”

  24. Modell und Wirklichkeit • The Map is not the Territory!

  25. Modell und Wirklichkeit • The Map is not the Territory!

  26. Modell und Wirklichkeit • The Map is not the Territory!

  27. Modell und Wirklichkeit • The Map is not the Territory!

  28. Modell und Wirklichkeit • Ist das einUnternehmen?

  29. Modell und Wirklichkeit • Partialmodell versus Totalmodell • Problemlösung? • Komplexität? • Verständlichkeit? • Nachhaltigkeit?

  30. Modell und Wirklichkeit • Modellprämissen! • Beschreibungsmodell • Erklärungsmodell • Entscheidungsmodell • = Erklärungsmodell + Problemlösungsalgorithmus

  31. Modell und Wirklichkeit • InterpretationsmöglichkeitenfürGleichungen • Definitionsgleichung • Verhaltensgleichung • “NatürlichesGleichgewicht” • Zielzustand • Modellprämisse

  32. Modell und Wirklichkeit • Produktionsfunktion Y(x) (verh) • Faktoreinsatzfunktion X(y) (verh) • Kostenfunktion K(X(y)) = K(y) (def) • Preis-Absatz-Funktion Q(p), P(q) (verh) • Umsatzfunktion U(q), U(p) (def) • Gewinnfunktion G(q) = U(q) - K(q) (def) •  Verhaltens- und Definitionsgleichungen!

  33. Modell und Wirklichkeit • Modellblindheit: • Wenn man als einziges Werkzeug einen Hammer besitzt, so wird jedes Problem zum Nagel (Mark Twain). •  Beispiele?

  34. Modell und Wirklichkeit • Modellblindheit: • Für mathematische Gleichungen gibt es nur zwei Möglichkeiten: sie sind richtig oder falsch. Für Modelle gibt es noch eine dritte, nämlich richtig, aber irrelevant (Wolfgang Pauli). •  Beispiele?

  35. Modell und Wirklichkeit • Prämissen, Beispiel “Gewinnmaximum”:

  36. Modell und Wirklichkeit • Prämissen, Beispiel: • Im Gewinnmaximum gilt: • G‘(q) = U‘(q) – K‘(q) = 0 • d.h. • U‘(q) = K‘(q) • Im Falle vollständiger Konkurrenz bzw. eines Polypols ist der Preis fix (exogen) vorgegeben, während er im Monopol veränderbar ist, dh NUR im Monopol existiert eine Preis-Absatzfunktion.

  37. Modell und Wirklichkeit • Prämissen, Beispiel“Break Even Point”: • BEP: • BEP = Fixkosten Stückdeckungsbeitrag

  38. Modell und Wirklichkeit • Prämissen, BeispielBEP: • Die Verkaufspreise bleiben konstant. • Alle Kosten sind entweder variabel oder fix. • Die variablen Stückkosten sind konstant. • Es existiert entweder nur ein Produkt oder ein konstantes Produktionsprogramm. • Die Lagerbestände bleiben im wesentlichen unverändert. • Die variablen Kosten werden nur durch die Produktionsmenge beeinflußt.

  39. Modell und Wirklichkeit • Problem der “Vergleichbarkeit” • These: Wirtschaftliche Kennzahlen sind ENTWEDER vergleichbar ODER wirtschaftlich sinnvoll (= aussagekräftig)!

  40. Modell und Wirklichkeit • Problem der Identität: • Ist das Unternehmennach 3 Jahrennochdasselbe? • Das Schlachtschiff „Donnerbug“ der alten Athener stand unter besonderem Schutz der Götter. Sein Bug war verstärkt und diente als Rammbock. Bei Renovierungen wurden aber die Planken durch andere, neue ersetzt. Die alten Planken wurden dazu verwendet, in der Stadt ein Abbild der „Donnerbug“ für Besichtigungen aufzubauen. Daraufhin erlitt die „Donnerbug“ zahlreiche Niederlagen. Der Kapitän protestierte und verlangte den Abriss des Nachbaus in der Stadt. Aber auch danach erlangte die „Donnerbug“ keine Siege mehr – welches war die „echte Donnerbug“??

  41. Modell und Wirklichkeit • Problem der Objektivität: • Ein Bauer sucht seine Kuh. Er sieht in der Ferne auf der Weide ein schwarz-weiß geflecktes Etwas und kehrt beruhigt ins Haus zurück. Sein Knecht findet die Kuh später auf der Weide versteckt hinter einem Baum. Am Weidezaun flattert ein großes Blatt schwarz-weißes Papier. Hatte der Bauer „recht“?

  42. Modell und Wirklichkeit • Problem definitorischerAussagen: • ... sind reine Konvention • ... können weder „wahr“ noch „falsch“ sein • ... machen uns nicht „klüger“

  43. Modell und Wirklichkeit • InterpretationsmöglichkeitenfürGleichungen • Definitionsgleichung • Verhaltensgleichung • “NatürlichesGleichgewicht” • Zielzustand • Modellprämisse

  44. DISKUSSION • WelcheZielesollte das “externeRechnungswesen” (Bilanzierung) besitzen? • WelcheZielesollte das “interne Rechnungswesen” (Kostenrechnung, Investitions- und Finanzplanung) besitzen? • Wie sollte „das Unternehmen“ heute definiert werden (Rechtsform, Eigentümer, Summe der Mitarbeiter, Produktpalette, Marke, ...)? • Was existierte früher, Henne oder Ei? • Sind alle Raben schwarz?

More Related