1 / 49

Workshop zum Multiparadigmenwechsel

Workshop zum Multiparadigmenwechsel. Franz Hörmann http://www.franzhoermann.com/. Wissensbegriff. Kulturelle Abgenzung: Wissen (Knowledge s) Glaube (Belief s/pl) Gefühl (Emotion s/pl) Zu wissen ist eine Tätigkeit – aber was ist das Wissen? … oder ist „zu wissen“ ein Bewußtseinszustand?.

Download Presentation

Workshop zum Multiparadigmenwechsel

An Image/Link below is provided (as is) to download presentation Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author. Content is provided to you AS IS for your information and personal use only. Download presentation by click this link. While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server. During download, if you can't get a presentation, the file might be deleted by the publisher.

E N D

Presentation Transcript


  1. Workshopzum Multiparadigmenwechsel Franz Hörmann http://www.franzhoermann.com/

  2. Wissensbegriff • Kulturelle Abgenzung: • Wissen (Knowledge s) • Glaube (Belief s/pl) • Gefühl (Emotion s/pl) • Zu wissen ist eine Tätigkeit – aber was ist das Wissen? • … oder ist „zu wissen“ ein Bewußtseinszustand? www.franzhoermann.com

  3. Sprache • Funktion von Sprache • Informationsweitergabe (modern, unwichtig) • Selbstdarstellung, Revierabgrenzung (alt, wesentlich wichtiger) • Kunstform und Unterhaltung (kann inspirieren über Assoziationen – „Humor“) • Form von Sprache • unmittelbarer Dialog (prozessorientiert, kreativ, lebendig, „Lebewesen“) • geschriebener Text (statisch, tot, unerklärbar, interpretier- und manipulierbar, „Sache“) www.franzhoermann.com

  4. Wissenschaft • Funktion von Wissenschaft • Wissen „schaffen“ vs. „weitergeben“ (kopieren von Memen) • Wissen = Macht = Geld • Wissen als Ware (Schulen, Universitäten, alle Berater, alle Wissenschafter) www.franzhoermann.com

  5. Publikationen • Funktion wissenschaftlicher Publikationen • Refereed Journals (Karriere, „Qualität“, eingeschränkter Leserkreis, lange Publikationsvorlaufzeiten, keine Aktualität, keine Innovation) • Internet (hoch aktuell, sehr innovativ, Qualität?) • Monographien (marktbezogen vs. Lebensrückschau, „Pflichtliteratur“ vs. relevantem Inhalt) • Kommunikation der Wissenschafter untereinander („least publishable unit“) www.franzhoermann.com

  6. Sozialsysteme • Netze einzelner Individuen – Eigenschaften: • Zielgesteuert oder frei • mit oder ohne Macht • Intransparent vs. transparent • selbst- oder fremdgesteuert • evolutionär oder revolutionär • Beispiele: • Schulsystem (Bildungssystem) • Rechtssystem • Politisches System • Unternehmen • Kegelverein • Web-Community (z.B. secondlife) www.franzhoermann.com

  7. Gesetze • Eigenschaften von Gesetzen • zeitlich variabel oder invariant • vom Menschen erschaffen oder nicht • in Entstehung und Konsequenz verstanden oder unverstanden • publiziert oder verborgen (nur wenigen bekannt) www.franzhoermann.com

  8. Gesetze • Beispiele für Gesetze • Naturgesetze • Wirtschaftsgesetze (z.B. Angebot u. Nachfrage) • Legistische Gesetze (z.B. Steuerrecht) • Medizinische Kausalzusammenhänge (z.B. Krankheitsursachen) • Regeln für Vereinsmitgliedschaften www.franzhoermann.com

  9. Technologie • Eigenschaften von Technologie • Funktionsprinzipien • Verständlichkeit • Energieverbrauch • Konsequenzen (u.a. Umwelt) • Anwendungsumfeld (individuell oder vernetzt) • Gestaltungsmonopol • Wirtschaftsrelevanz (gewinnbringend) www.franzhoermann.com

  10. Technologie • Beispiele für Technologie • Feuer – Wärme – Licht • Ernährung – Kleidung • Waffen • Verkehr und Transport • Informationstechnologie www.franzhoermann.com

  11. Manipulation • Eigenschaften von Manipulation • Mittels Gewalt • Mittels Bildern • Mittels Sprache • Mittels Gefühlen • Mittels Geld www.franzhoermann.com

  12. Manipulation • Beispiele für Manipulation • Schule • Medien • Arbeitswelt • Politik • Wirtschaft • Wissenschaft • Religion • persönliche Beziehungen, Familie www.franzhoermann.com

  13. Theorie der Bewußtseinszustände • Das Modell „Wissen/Glaube/Gefühl“ • Wird ersetzt durch ein Kontinuum von Bewußtseinszuständen • Spektrum reicht von „Wachbewußtsein mit Achtsamkeit“ (Extrem der verantwortungsbewußten Selbststeuerung) bis zur Hypnose (Extrem der Fremdsteuerung) www.franzhoermann.com

  14. Theorie der Bewußtseinszustände • Außeneinflüsse lenken von einem Zustand in den anderen • Auch durch bewußte Konzentration kann ein Wechsel dieser Zustände bewirkt werden • Für die Interpretation einer Handlung sind „Wissen“, „Ausbildung“ etc. des Handelnden weit weniger relevant, als der Bewußtseinszustand, in dem dieser sich dabei befindet! www.franzhoermann.com

  15. Analyse Wissen/Glaube/Gefühl • Wissen: hinterfragte Fakten/Regeln • Glaube: unhinterfragte (bzw. nicht hinterfragbare) Fakten/Regeln • Gefühl: Gewichtungsfaktoren für Relevanz von Fakten/Regeln in Situation www.franzhoermann.com

  16. Wissenschaftliche Analyse • 1) Frage nach Biografie • 2) Begriffsdefinitionen • Wie erarbeitet? • Wer hat Begriffsmonopol? • Interessen der beteiligten Parteien? • 3) Alternative Modellformen • Mit sich ergebenden neuen Vor- und Nachteilen beteiligter Parteien www.franzhoermann.com

  17. Wissenschaftliche Analyse • Objektivität/Subjektivität in der Wissenschaft • vor dem 19. Jhdt: subjektive Wissenschaft • 19. Jhdt: Kartographie des Himmels – „Objektivität“ als Kommunikationshilfe • Es existiert nur die subjektive Wahrnehmung und ein („objektives“) Kommunikationsprotokoll! www.franzhoermann.com

  18. Wissenschaftliche Analyse • Notwendigkeit der Interpretation • Interpretation ist immer subjektiv und willkürlich • Objekte mit Eigenschaften oder Veränderungsprozesse (Teilchen oder Welle)? •  Viabilität (Ernst v. Glasersfeld) eines Modells ist relevant! www.franzhoermann.com

  19. Arten von Wissen • Operationale Individualerfahrung • Dinge, die man schon einmal getan hat • Ergebnis eines Denk-Kollektivs • Erschaffung einer kollektiven Konsens-Realität • Globales Feld (Wissen der Menschheit) • Bewußtseinszustand ausschlaggebend! www.franzhoermann.com

  20. Arten von Wissen • Ontologisches Wissensmodell: • Abbildung „der Wirklichkeit“ • objektiv „wahr“ oder „falsch“ • nach der Entdeckung kein weiterer Änderungs- oder Anpassungsbedarf www.franzhoermann.com

  21. Arten von Wissen • Konstruktivistisches Wissensmodell • Erschaffung eines Modells als Konsens •  Gestaltung „der Wirklichkeit“ durch Absprache • permanente Überprüfung der Zweckmäßigkeit aus der Sicht aller Beteiligten erforderlich (Viabilität nach v. Glasersfeld) www.franzhoermann.com

  22. Kreativität • … von der „Muse geküßt“ • Zielloses Überlegen • Neue Problemdefinition = Lösung • Freie Assoziationen, aber •  Überprüfungen (aus möglichst ALLEN Perspektiven) sind notwendig! www.franzhoermann.com

  23. Organisation • Hierarchien • Wenige herrschen über viele • Informationsmangel der Herrschenden führt zu suboptimalen Entscheidungen • Egalitäre, emergente Netze • Selbststeuerung unter Beteiligung aller Netzteilnehmer (= Basisdemokratie) • Das „Wissen ist im Netz“ und nicht im „Hirn von Individuen“! www.franzhoermann.com

  24. Wissen(schaft)smissbrauch • Pseudo-Wissenschaften • (National-)Ökonomie • Von den „knappen Gütern“ zum dahinter stehenden Funktionalnutzen! • Knappheit wird IMMER mißbraucht um den „Wert“ zu steigern! • Bilanzierung • Jede monetäre Bewertung ist eine unzulässige Vorwegnahme zukünftiger (unbekannter) Zahlungsflüsse www.franzhoermann.com

  25. Wissen(schaft)smissbrauch • Pseudo-Wissenschaften • Investitionstheorie • Zukünftige (Ein-)Zahlungsflüsse sind immer unbekannt • Opportunitätskosten sind unlogisch (führen zu Zirkelschluss) www.franzhoermann.com

  26. Wissen(schaft)smissbrauch • Pseudo-Wissenschaften • Was ist GELD? •  Eine „Brücke durch die Zeit“ (von Leistung zu Gegenleistung) •  Ein Satz wirtschaftlicher Verhaltensregeln (z.B. „Konvergenzkriterien“) www.franzhoermann.com

  27. Wissen(schaft)smissbrauch • Pseudo-Wissenschaften • Konstruktivismus: Was SOLL GELD SEIN? • … was immer DIE GEMEINSCHAFT will •  Geld „mit Mascherl“ •  Geld mit elektronischem Indossament •  Wirtschaft ohne Geld: Versorgungsnetz www.franzhoermann.com

  28. Wissen(schaft)smissbrauch • Pseudo-Wissenschaften • Medizin im Materialismus • Was ist Bewußtsein? •  Dunkle Materie? •  ein 5 bis 11-dimensionaler Bestandteil des Menschen? • Reinkarnation als „Ruhezustand“ (Laptop-Hibernation) www.franzhoermann.com

  29. Wissen(schaft)smissbrauch • „Strenge“ Prüfungen • Auswendiglernen ist Betrug • Vortäuschung von Wissen und Fähigkeiten • Stichtagsprüfungen ohne Interpretationsmöglichkeit • Zeugnisse als Vortäuschung von Wissen und Fähigkeiten (vom Zeugnis zur Bilanz – sinnlose Prüfungen aussageloser Dokumente!) www.franzhoermann.com

  30. Wissen(schaft)smissbrauch • Verantwortung (in der Wissenschaft): • Prämissen: • Freier Wille… existent? • Kausalität… ex ante oder nur ex post existent? • … ist „Verantwortung“ überhaupt die richtige Fragestellung…? www.franzhoermann.com

  31. Wissen(schaft)smissbrauch • Was ist „Entscheidung“? • … eine willkürliche Änderung der „Wirklichkeit“? • … nur das subjektive „Gefühl der Autonomie“? www.franzhoermann.com

  32. Wissen(schaft)smissbrauch • Beilegung des Streits Galileo/rk. Kirche (2000): • Relativitätstheorie: jeder 3/4-dimensionale Punkte könnte ein „Zentrum“ sein – der Streit hat eigentlich nie existiert! www.franzhoermann.com

  33. Konstruktivismus im Leben • Wiederholung schafft „Wirklichkeit“ • Wir verändern uns täglich… • Wir kennen keine Grenzen… • … all das gilt auch für unsere Mitmenschen! www.franzhoermann.com

  34. Konstruktivismus im Leben • Wiederholung schafft „Wirklichkeit“ • … am Beispiel des Sierpinski-Dreiecks www.franzhoermann.com

  35. Konstruktivismus in den Wirtschaftswissenschaften • Die Gemeinschaft schafft sich ihre Regeln • … nicht die Regierungen • … nicht deren Berater • … nicht (Industrie-)Lobbies • … nicht eigennützige „Wissenschafter“ www.franzhoermann.com

  36. Konstruktivismus in den Wirtschaftswissenschaften • Welche (alten) Regeln bestimmen unser Leben • Eigentum ( kompetenter Besitz) • Goethe/Faust: „Was du ererbt von Deinen Vätern hast, erwirb‘ es um es zu besitzen!“ • Ist Eigentum zur Unternehmenssteuerung sinnvoll? • Ist Eigentum an Unternehmen möglich (soziale Netze)? www.franzhoermann.com

  37. Konstruktivismus in den Wirtschaftswissenschaften • Was macht eine Regel zur Regel? • Empirische Feststellung vs. autoritärer Normsetzung • Sind Prognosen ohne Normsetzung (Klassifikation!) überhaupt möglich? www.franzhoermann.com

  38. Die Wissensgesellschaft nach der Marktwirtschaft • (Stichtags-)Gewinne werden überflüssig, nur die persönlichen Geldflüsse zählen • Keine „Bewertung“ sondern Darstellung zukünftiger Ereignisse (Leistungen, Zahlungen) im sozialen Netz www.franzhoermann.com

  39. Die Wissensgesellschaft nach der Marktwirtschaft • Politische Gestaltung • Parteien als „Spaltpilze“ mit Selbsterhaltungszielsetzung • Permanente Konkurrenz um Wählerstimmen • Wissenschaftliche Gestaltung • die Betroffenen schaffen sich die Systeme selbst (Autopoiese) unter permanenter Rückkopplung www.franzhoermann.com

  40. Der Übergang zur Wissensgesellschaft • Proletariat: Blutige Revolutionen am Anfang des 20. Jhdts • Prekariat: Hartz IV-Erfindung (um keine Assoziationen zum „Proletariat“ aufkommen zu lassen?) • Kognitariat: umfassend gebildet, ausgebeutet, kompetenter als die „Eliten“, gefühlvoll, humorvoll, … www.franzhoermann.com

  41. Der Übergang zur Wissensgesellschaft • Der „Aufstand des Kognitariats“: • Wir blamieren die „Eliten“! • Muster: „Des Kaisers neue Kleider“ • Hausarbeit i.S. des Action Research (öffentliche Blamage zu dokumentieren) www.franzhoermann.com

  42. Action Research zur Wissensgesellschaft • Projekt SSOS (Science Saves Our Societies) • Nicht (Partei-)Politik ist die Lösung, sondern die Wissenschaft (der Informationsnetze)! • Es gibt keine endgültige (feststehende) Lösung, sondern die Lösung ist ein emergenter, autopoietischer Prozess (Selbsterschaffung, Selbststeuerung)! www.franzhoermann.com

  43. Action Research zur Wissensgesellschaft • Verbreitung der Informationen in der Öffentlichkeit (Medien, Diskussionen etc.) • … wie Geld funktioniert • … dass Geld konsensual neuerfunden werden kann • … dass es keine „Naturgesetze“ in Wirtschaft und Gesellschaft gibt! www.franzhoermann.com

  44. Action Research zur Wissensgesellschaft • Doktrinäre Professoren im Hörsaal • Klausuraufgaben lösen lassen • Zwischenfragen stellen • Definitionen hinterfragen • Widersprüche aufzeigen www.franzhoermann.com

  45. Action Research zur Wissensgesellschaft • Politiker in Diskussionen • Widersprüche aufzeigen • Mangelnde Kompetenz nachweisen • Mögliche Themen • Was ist (wie funktioniert) Geld? • Welche Aufgabe haben Banken? • Wie funktionieren Kapitalmärkte? • Wie funktionieren Bilanzen? www.franzhoermann.com

  46. Action Research zur Wissensgesellschaft • Eigene Vorgesetzte • Bilanz-Pressekonferenzen • Abschlussprüfungs-Besprechungen • Mitteilungen an Presse und/oder Staatsanwaltschaft www.franzhoermann.com

  47. Action Research zur Wissensgesellschaft • Methoden • Eristische Dialektik • Hinterfragung von Definitionen • Nachweis von Widersprüchen • Nachweis irrealer Modellprämissen www.franzhoermann.com

  48. Action Research zur Wissensgesellschaft • Methoden • Grundlegendes Versorgungsnetz (u.U. sogar ohne Geld, mit Zivildienstdauer) • darauf aufbauend: friedlich konkurrierende, virtuelle Ökonomien (wie online-Spiele) •  Nie wieder Krieg, sondern „virtuelle Gesellschaften“ www.franzhoermann.com

  49. Conclusio • Die Wissensgesellschaft erschafft sich selbst (Autopoiese) – die Institutionen sind an die Ziele der Gemeinschaft anzupassen und von Grund auf neu zu erschaffen! www.franzhoermann.com

More Related