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Drogen !

Drogen !. Drogen !. Wie das Hirn funktioniert … Neurotransmitter Einfluss von Drogen auf die Funktionsweise Toleranz, Abhängigkeit und Sucht Drogen: Definition und Klassifizierung Albert Hofmann und LSD Wusstet ihr schon…? Drogen, Musik, Kunst, Literatur Quellenangabe.

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Presentation Transcript


  1. Drogen !

  2. Drogen ! • Wie das Hirn funktioniert … • Neurotransmitter • Einfluss von Drogen auf die Funktionsweise • Toleranz, Abhängigkeit und Sucht • Drogen: Definition und Klassifizierung • Albert Hofmann und LSD • Wusstet ihr schon…? • Drogen, Musik, Kunst, Literatur • Quellenangabe

  3. Wie das Hirn funktioniert… Gewebe & Organe im Körper –> Zellen. Gehirn & Rückenmark enthalten > 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen) die Informationen übertragen Und bestimmen, wie unser Körper funktioniert und wie wir uns fühlen. Bsp: die Entscheidung, einen Arm zu bewegen, Empfindungen bei einem guten Kinofilm… • Neuronen haben eine besondere Form und bestehen aus drei wichtigen Teilen: • dem Zellkörper: enthält die Zellteile, die jede Zelle zum Überleben braucht, z.B. den Zellkern, in dem sich die DNS befindet. • dem Axon: langer, kabelähnlicher Schwanz des Neurons gibt ein elektrisches Signal ab und überträgt es auf die nächste Zelle • - den Dendriten: kurze Fortsätze des Zellkörpers die Rezeptoren enthalten, welche die von den Axonen anderer Neuronen übertragenen Signale aufnehmen

  4. Wie werden die Signale zwischen ihnen übertragen? durch sogenannte Neurotransmitter Neurotransmitter = chemische Substanzen, die in der Lage sind, Signale weiterzugeben. Sie werden von den Axonen freigesetzt und von benachbarten Neuronen aufgenommen. Von dort aus wird das Signal weitergeleitet. Der Prozess erfolgt in 5 Schritten: 1) elektrisches Signal durchläuft das Axon bis an sein Ende. 2) vorher gebildete Membranbläschen (synaptische Vesikel) gelangen in den Raum zwischen Axon und den Dendriten

  5. 3) Transmitter bewegen sich zu den Dendriten der nächsten Zelle und binden sich an deren Rezeptoren 4) Aufnahme der Transmitter erzeugt elektrisches Signal, das die Information an die Zelle weitergibt. 5) die Transmitter lösen sich von den Rezeptoren und gelangen wieder in den synaptischen Spalt werden nun entweder vom Körper abgebaut (druch sogenannte MAO‘s) oder wieder von dem ursprünglichen Axon aufgenommen Der Prozess kann nun wieder von vorne beginnen.

  6. Einfluss von Drogen auf die Funktionsweise Drogen wirken, indem sie die Funktionsweise eines oder mehrerer Neurotransmitter beeinflussen. Das kann auf fünf verschiedene Arten geschehen: • Ausschüttung der Transmitter wird verstärkt oder verringert (Speed) • 2) Abbau durch MAOs ist unterbrochen, so dass Transmitter im synaptischen Spalt verbleiben (Speed). • 3) Rücktransport zum Axon durch die wiederaufnehmenden Enzyme ist unterbrochen, so dass Transmitter im synaptischen Spalt verbleiben (Kokain). • 4) Transmitter werden nachgeahmt: Die Droge bindet sich an denselben Rezeptor (Cannabis). • 5) Die Produktion neuer Transmitter-Moleküle ist gehemmt.

  7. Es gibt viele unterschiedliche Transmitter mit verschiedenen Funktionen: • Einige werden hier aufgelistet mit ihren normalen Wirkungen! • Adrenalin: aktiviert unseren Körper: Das Herz beginnt schneller zu schlagen und die Lungenbläschen dehnen sich aus, um mehr Sauerstoff für die Muskeln aufnehmen zu können. Man wird wacher und fühlt sich energiegeladen. • Dopamin: stimuliert das Belohnungszentrum in unserem Gehirn, so dass wir uns glücklich und zufrieden fühlen (Kokain). • Serotonin: beeinflusst unsere Stimmung und unser Lern- und Erinnerungsvermögen. • GABA: hat einen beruhigenden, schmerzlindernden Effekt, weil es Prozesse zur Steuerung anderer Neurotransmitter hemmt (Alkohol). • Substanz P: leitet über die Nervenbahnen Schmerzreize an unser Gehirn. • - Endorphine: regen das Belohnungssystem unseres Gehirns an und lindern Schmerzen. • - Anandamide: beeinflussen Erinnerungsvermögen, Koordination und Gleichgewichtssinn.

  8. Die Wirkungen der Drogen sind abhängig von: - Neurotransmittern, die beeinflusst werden - den Gehirnbereichen, in denen diese Neurotransmitter zu finden sind - den Funktionen, die von diesen Gehirnbereichen gesteuert werden Die meisten Drogen beeinflussen nicht nur eine, sondern verschiedene Neurotransmitter. Ein besonders wichtiger Gehirnbereich ist das Belohnungszentrum. Dopamin ist der wichtigste Neurotransmitter in diesem Bereich. Das Belohnungszentrum löst Glücksgefühle beim Essen, Trinken oder beim Sex aus. Es belohnt Verhalten mit positiven Gefühlen, so dass wir diese Handlungen ganz oft wiederholen möchten. Nach der Evolutionstheorie spielt das Belohnungszentrum eine Schlüsselrolle beim Überleben einer Art. Drogen stimulieren das Belohnungszentrum ähnlich wie Essen, Trinken oder Sex.

  9. Toleranz, Abhängigkeit und Sucht Das Gehirn ist flexibel. Ständig werden Verbindungen zwischen Neuronen eingegangen und wieder gelöst. Drogen unterstützen diesen Effekt. Sucht beinhaltet Verlangen, erhöhte Toleranz gegenüber einer Droge und Entzugserscheinungen. Drogen stimulieren das Belohnungszentrum und bewirken, dass wir uns gut fühlen. Ein Verlangen nach Drogen entsteht dann, wenn wir uns an diese positiven Gefühle erinnern und sie wieder erleben möchten. • Toleranz kann sich auf verschiedene Weise entwickeln (Alkohol, Zigaretten): • - Veränderungen beim Stoffwechsel (die Leber verarbeitet bestimmte Substanzen schneller) • Veränderungen in den Nervenzellen selbst • regelmäßiger Drogenkonsum kann die Ausschüttung von Neurotransmittern hemmen • Anzahl der Rezeptoren kann sich reduzieren -> man braucht mehr Drogen, um den ursprünglichen Effekt zu erzielen. • Hört man auf, eine Droge zu nehmen, normalisieren sich die Nervenzellen nicht sofort. • Entzugserscheinungen

  10. Drogen: Definition und Klassifizierung = jede Substanz, die in einem lebenden Organismus Funktionen zu verändern vermag. (sehr grobe Definition) Am weitesten verbreiteten Drogen sind Alkohol und Nikotin - beide können sowohl körperlich als auch geistigabhängig machen verzeichnen die meisten Todesopfer Rausch-Drogen: bewirken Änderung der Aktivität der Nervenzellen -> es kommt zu veränderter Wahrnehmung des eigenen Selbst und der Umwelt, die als angenehm empfunden werden kann. Ethymologie Droge (niederländ. Droog = trocken): „droog“ nannte man zu den Zeiten der niederländischen Kolonialherrschaft, getrocknete Pflanzen oder Pflanzenteile. • Drogen lassen sich verschiedenen Stoffklassen zuordnen: • Unterscheidung • - nach chemischen Strukturen • nach Wirkung • nach hart und weich • nach legal und illegal

  11. Klassifizierung nach chemischen Strukturen: - Alkaloide zu denen etwa die Opioidalkaloide sowie Muscarin, Muscimol, Myristicin oder Nikotin zählen

  12. - β-Phenylethylamine wie Tyramin, 2C-B oder das Trimethoxyphenylethylamin (TMPEA) Meskalin. - Amphetamine, zu denen neben dem Amphetamin auch die pflanzliche Substanz Ephedrin und die synthetisch hergestellten Derivate Methylamphetamin, PMA, PMMA, MDA, MDMA (XTC), MDEA, BDB, MBDB, MMDA, DMA, die Trimethoxyamphetamine (TMA) wie DOB, DOI, DOM und DOET gehören

  13. - Tropanalkaloide wie Atropin, Hyoscyamin, Kokain oder Skopolamin - Tryptamine wie die Pilzgifte Bufotenin, Psilocin und Psilocybin, pflanzliche Substanzen wie DMT, Tryptophan und Ibogain oder körpereigene wie das Serotonin die körpereigenen Katecholamine wie beispielsweise Adrenalin, Dopamin und Noradrenalin

  14. - Lysergsäureamide wie Ergotamin, LSA und LSD - Xanthine wie Koffein, Theobromin und Theophyllin - Cannabinoide wie Cannabidiol (CBD), Tetrahydrocannabinol (THC) oder Dronabinol

  15. Klassifizierung nach Wirkung (pharmakologisch) • Eine Substanz kann dabei verschiedene Wirkungen haben. • Sedativa (Beruhigungsmittel) wie zum Beispiel Alkohol, Opiate und Diazepam (Valium) • Hypnotika (Schlafmittel) • Narkotika (Narkosemittel) wie beispielsweise Lachgas, Barbiturat, Fentanyl oder Ketamin • Analgetika (Schmerzmittel) • Antidepressiva wie Lithium • Stimulantia Zu den Substanzen mit anregender Wirkung gehören beispielsweise Amphetamin, Methylamphetamin und PMA, Kokain und Crack sowie Nikotin, Koffein, Theobromin und Theophyllin • Entaktogene und Empathogene sind Stimulantia, die sich auf die Emotionen auswirken. Hierzu zählen MDMA, MDA und MDEA sowie BDB und MBDB • - Halluzinogene (Psychedelika). Hierzu zählen etwa die Substanzen 2C-B, Atropin, Bufotenin, DOB, LSA, LSD, Meskalin, Muscimol, Myristicin, Psilocin, Psilocybin, Salvinorin A, Skopolamin oder THC

  16. Klassifizierung nach hart / weich harte Drogen = Substanzen, die schon nach einer relativ kurzen, regelmäßigen Konsumtionsspanne zur physischen und/oder psychischen Abhängigkeit führen,wie z.B. Heroin, Benzodiazepine, aber auch Kokain und Nikotin.... Alkohol ist demzufolge eine weiche Droge, da das Verhältnis der alkoholkonsumierenden Menschen und denen, die tatsächlich davon abhängig werden bei etwa 100:3 (3 %) liegt. Wissenschaftler üben grosse Kritik an dieser Klassifizierung Kokain etwa gilt als klassische harte Droge, verursacht aber eine nur minimale körperliche Abhängigkeit. Ebenso ist umstritten, ob es bei der harten Droge LSD infolge der physischen und psychischen Belastung und rascher Toleranzentwicklung überhaupt zu einer klassischen Abhängigkeit führen kann. Klassifizierung nach legal / illegal von Land zu Land verschieden

  17. Albert Hofmann : schweizer Chemiker und Entdecker des LSD. 1943 entdeckte er die halluzinogene Wirkung des LSD Ursprüngliches Ziel war ein Kreislaufstimulans zu entwickeln vermutlich absorbierte er über die Haut, eine geringe Menge LSD: musste wegen Unruhe und Unwohlsein seine Arbeit abbrechen und verließ sein Labor. Zu Hause angekommen hatte er bei geschlossenen Augen für ca. 2 Stunden intensive kaleidoskopartige farbige Visionen. Der bewusste LSD-Selbstversuch Um seine Vermutungen zu bestätigen, dass das diese Erlebnisse mit einer Aufnahme des LSD zusammenhing, unternahm er am nächsten Tag einen Selbstversuch: Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es sich bei der Menge um das fünffache der normal wirksamen Dosis handelte. Der Chemiker erlebte am eigenen Leib die Wirkung der stärksten bekannten psychoaktiven Substanz. Seine von starken Halluzinationen begleitete Fahrradfahrt vom Labor nach Hause ging unter dem Namen "Fahrradtag" (Bicycle-Day) in die Geschichte der LSD-Kultur ein. Er selbst beschrieb die zufällig geschehene Entdeckung auch mit den Worten: Das LSD ist zu mir gekommen.

  18. 16:20 Einnahme der Substanz 17:00 Beginnender Schwindel, Angstgefühl, Sehstörungen, Lähmungen, Lachreiz. Mit Velo nach Hause. Von 18 - ca. 20 Uhr schwerste Krise, siehe Spezialbericht: … Ich konnte nur noch mit größter Anstrengung verständlich sprechen, und bat meine Laborantin, die über den Selbstversuch informiert war, mich nach Hause zu begleiten. Schon auf dem Heimweg mit dem Fahrrad nahm mein Zustand bedrohliche Formen an. Alles in meinem Gesichtsfeld schwankte und war verzerrt wie in einem gekrümmten Spiegel. Auch hatte ich das Gefühl mit dem Fahrrad nicht vom Fleck zu kommen. Indessen sagte mir später meine Assistentin, wir seien sehr schnell gefahren…. die vertrauten Gegenstände nahmen groteske meist bedrohliche Formen an. Sie waren in dauernder Bewegung, wie belebt, wie von innerer Unruhe erfüllt. Die Nachbarsfrau war nicht mehr Frau R. sondern eine bösartige heimtückische Hexe mit einer farbigen Fratze. etc. etc. Später beim Ausklang des Rausches: Jetzt begann ich allmählich, das unerhörte Farben- und Formenspiel zu genießen, das hinter meinen geschlossenen Augen andauerte. Kaleidoskopartig sich verändernd drangen bunte phantastische Gebilde auf mich ein, in Kreisen und Spiralen sich öffnend und wieder schließend, in Farbfontänen zersprühend, sich neu ordnend und kreuzend, in ständigem Fluß. Besonders merkwürdig war, wie alle akustischen Wahrnehmungen, etwa das Geräusch einer Türklinke oder eines vorbeifahrenden Autos, sich in optische Empfindungen verwandelten. Jeder Laut erzeugte ein in Form und Farbe entsprechendes, lebendig wechselndes Bild.

  19. Wusstet ihr schon…? Bei einigen Drogen wie Nikotin oder Heroin kann es auch schon nach sehr kurzer Zeit zu einer körperlichen Abhängigkeit kommen. Jede rauscherzeugende Substanz kann eine Abhängigkeit hervorrufen. Physische Abhängigkeit kann mit Medikamenten und Drogenersatzstoffen (z. B. Methadon) behandelt werden Ein plötzlicher Alkohol-Entzug kann zu lebensgefährlichen Krampfanfällen führen (Delirium tremens) Bei bestimmten Drogen genügt es, wenn der Entzug im künstlichen Koma durchgeführt wird Die Abhängigkeit von mehreren Drogen gleichzeitig ist nicht selten und wird als Polytoxicomanie bezeichnet.

  20. Rangfolge der EU-Staaten und ausgewählter Länder hinsichtlich des gesamten Alkoholkonsums pro Kopf (Liter reinen Alkohols)

  21. Literatur und nützliche Drogenlinks • Pflanzen der Götter von Richard E. Schultes und Albert Hofman • No Drugs. No Future. Drogen im Zeitalter der Globalisierung von Günter Amendt • Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen von Karl Hiller, Matthias F. Melzig • … • Mr Nice von Howard Marks • Fuck Machine von Charles Bukowski • The doors of perception von Aldous Huxley • - … • www.jellinek.nl/brain • www.drogen-wissen.de • www.drogenwiki.de • www.lycaeum.org • www.erowid.org • www.drug-infopool.de • www.suchtmittel.de • www.drugcom.de • …

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