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Einführung in die Reggio-Pädagogik

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Presentation Transcript

  1. Einführung in dieReggio-Pädagogik Einführung Bild vom Kind Vorstellung von Erziehung Rolle der Erzieherin/des Erziehers Didaktisch-methodische Grundsätze

  2. Der Begriff verweist auf den Ursprung des Ansatzes Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik Reggio-Pädagogik steht für das pädagogische Konzept der Krippen und Kindergärten in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia. Die inhaltliche Ausgestaltung des Konzeptes war von Anfang an das Ergebnis des gemeinschaftlichen Interesses vieler Bürger der Gemeinde Reggio an der bestmöglichen Erziehung und Bildung der Kinder ihrer Stadt.

  3. Damit wird Erziehung als politische Aufgabe aller Bürger eines Gemeinwesens begriffen Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik Der Anfang liegt in der Gründung eines Volkskindergartens 1947 in Villa Cella. Die Grundideen wurden maßgeblich mitbestimmt von Loris Malaguzzi (1920-1994), der von 1970-1985 Koordinator der elementarpädagogischen Arbeit war. Nach seinen Vorstellungen können Kinder nur umfassend gebildet werden, wenn man die Künste (Theater, Schauspielerei, Malerei, Musik usw.) einbezieht.

  4. Die wesentliche Grundlage der Reggio-Pädagogik ist die Kommunikation aller am Erziehungsprozess beteiligten Personen Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik Im dialogischen Austausch zwischen Eltern, Erzieherinnen und Kindern werden theoretische Überlegungen und die pädagogische Praxis überprüft und ggf. ergänzt bzw. korrigiert. Pädagogik ist somit immer ein experimentelles Handeln und fordert eine ständige Anpassung von Theorie und Praxis. Pädagogik – Theorie und Praxis ist also ständig in der Entstehung begriffen.

  5. Das Kind wird in der Reggio-Pädagogik als kompetentes, eigenständiges Wesen gesehen Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik Das Kind ist ein vollwertiges menschliches Wesen mit eigener Identität und Kultur. Das Kind verfügt über große Möglichkeiten, die in der Regel nicht ausgeschöpft werden. Das Kind strebt danach, die eigenen Möglichkeiten zu entwickeln und zur Geltung zu bringen. Das Kind konstruiert aktiv sein Wissen. Das Kind ist von Geburt an ein Entdecker und Forscher. Das Kind ist ein soziales Wesen. Das Kind kann sich auf sehr unterschiedliche Arten ausdrücken. Das Kind hat andere Zeiten.

  6. Das Kind lernt in erster Linie durch sich selbst und nicht durch die Wissensvermittlung Erwachsener Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik Kinder tauschen sich dennoch mit anderen, vor allem Gleichaltrigen, aus. In der Auseinandersetzung mit den anderen bauen sie ihr Weltbild auf. Das Kind ist somit nicht Objekt sondern Subjekt im Erziehungsprozess. Für den kommunikativen Prozess sind dem Kind hundert Sprachen gegeben.

  7. Man sagt ihm, dass Spiel und Arbeit, Wirklichkeit und Fantasie, Wissenschaft und Vorstellungskraft, Himmel und Erde, Vernunft und Träume Dinge sind, die nicht zusammen passen. Ihm wird also gesagt, dass es Hundert nicht gibt. Ein Kind aber sagt: „Und es gibt Hundert doch.“ Loris Malaguzzi„Hundert Sprachen hat das Kind“ Ein Kind ist aus hundert gemacht. Ein Kind hat hundert Sprachen, hundert Hände, hundert Gedanken, hundert Weisen zu denken, zu spielen, zu sprechen. Hundert, immer hundert Weisen zu hören, zu staunen, zu lieben, zu Singen, hundert Freuden zu verstehen. Hundert Welten zu entdecken, hundert Welten zu erfinden, hundert Welten zu träumen. Ein Kind hat hundert Sprachen, (und noch hundert, hundert, hundert), aber neunundneunzig werden ihm geraubt. Die Schule und die Kultur trennen ihm den Geist vom Leib. Man sagt ihm, es soll ohne Hände denken, ohne Kopf handeln, nur hören und sprechen, ohne Freuden verstehen, nur Ostern und Weihnachten staunen und lieben. Man sagt ihm, es soll die schon bestehende Welt entdecken. Und von hundert Welten werden ihm neunundneunzig Geraubt. Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik

  8. Das Kind als vollwertiges Wesen mit eigener Identität und Kultur zu verstehen, hat zur Konsequenz, dass dem Kind Rechte zugestanden werden Die Eltern haben das Recht • aktiv an der Betreuung und Bildung ihrer Kinder teilzunehmen, • in den Gremien mitzuarbeiten, • Auf einen Dialog mit den Mitarbeiterinnen. Die Erzieherinnen haben das Recht • an der Erarbeitung/Weiterentwicklung des Konzeptes Mitzuwirken, • auf Zusammenarbeit, • auf Beratung und Praxisforschung. Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik Die Kinder haben das Recht ihre Potentiale zu verwirklichen und zu erweitern ihre sozialen Kompetenzen zu entwickeln, ihre Lernbegierde zu befriedigen Liebe und Vertrauen zu bekommen, so akzeptiert zu werden, wie sie sind, eine eigene Identität auszubilden.

  9. Wenn Sie nach diesem Bild vom Kind arbeiten möchten, nehmen Sie die Rolle der Vertrauten, Begleiterin, Zuhörerin und Beobachterin Wenn sich Kinder beispielsweise im Freispiel plötzlich die Frage stellen, wie ein Regenbogen entsteht, sollten Sie diese Frage ernst nehmen, aufgreifen und mit den Kindern gemeinsam bearbeiten. Auch wenn das Ihre Tagesplanung durcheinander bringt. Das Kind kann dann seine ihm angetragen Rolle als Künstler und Forscher verwirklichen und ausleben. Ihre Aufgabe ist es, das Kind zu verstehen: Beobachten Sie, was Kinder sagen, was und wie sie spielen, tanzen, malen, singen und wie sie sich bewegen, insbesondere, wie sie an Dinge und neue Aufgaben herangehen. Wenn Sie Begleiterin und Vertraute der Kinder sind, ist es wichtig, dass Sie sich am Kind orientieren - nicht umgekehrt Daher: Statt statischer Planung sind in der Reggio-Pädagogik Improvisation und Mut zu einem offenen Ende gefordert. Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik

  10. In der Reggio-Pädagogik lernen Kinder ganzheitlich, d. h.Reggio-Einrichtungen sind ganzheitliche Erfahrungsstätten Wenn sich Kinder mit Themen wie Angst beschäftigen, regen Sie sie an, sich mit dem Thema intensiv auseinander zu setzen, indem sie auch alle Ausdrucksmöglichkeiten ausschöpfen. Beispielsweise können Kinder Angst durch Rollenspiele, Tanz, Gesang, Spiel verschiedener Instrumente, Singen bis hin zum Gestalten darstellen. Die Reggio-Pädagogik sieht es als wichtig an, dass immer viele unterschiedliche Sinne des Kindes angesprochen werden. Das Kind sammelt Erfahrungen im sozialen, emotionalen, körperlichen und geistigen Bereich. Erst durch die Wahrnehmung können die Kinder sich und die Welt erfahren. Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik

  11. Künstlerisches Arbeiten hat in derReggio-Pädagogik einen hohen Stellenwert Beherrschen die Kinder die Gestaltungstechniken, können Sie diese Angebote fest in das Freispiel integrieren. Gestaltung ist eine Möglichkeit, die Welt zu verstehen und seinen Platz in ihr zu finden. Das Kind lernt neue Techniken der kreativen Gestaltung wie das Malen mit Ölfarben, Künstlerkreide, Tinte oder Kohlestift. Das Arbeiten mit Ton und Holz gehört ebenfalls dazu. Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik

  12. Kinder haben einen angeborenen Forschungsdrang, sie sind Forscher und Wissenschaftler Damit sie ihren Forschungsdrang ausleben können, sollten Sie den Kindern Dinge zur Verfügung stellen, mit denen sie experimentieren können. Kinder benötigen dafür aus allen Bereichen Anregungen von Kunst über Mathematik bis zur Biologie. Sie können mit Kindern philosophieren, Gedichte interpretieren oder ihnen die Frage stellen, wie ein Computer funktioniert. Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik

  13. Damit die Reggio-Pädagogik gelingen kann, bedarf es bestimmter Rahmenbedingungen Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik

  14. In der Reggio-Pädagogik sind auch Räume Erzieher (Raum als dritter Erzieher) Zentrum des Kindergartens ist die Piazza. Die Piazza ist Treffpunkt der Generationen, Ort der Kommunikation, des Sehens und Gesehenwerdens, des Hörens und Staunens, Spielplatz und Ausstellungsraum. Räume werden in Reggio-Einrichtungen als aktive Gesprächspartner des Kindes betrachtet. Räume haben Einfluss auf die Kinder und sollten deshalb ästhetisch und anregend gestaltet sein. Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik

  15. Von der Piazza gehen die Gruppenräume ab, die entsprechend der altersgemischten Gruppen eingerichtet sind Die Ateliers werden in der Regel von einer Leiterin mit handwerklicher, künstlerischer oder kunstpädagogischer Ausbildung betreut. Die Gruppenräume werden zu Lernwerkstätten, in denen die Kinder durch die Begegnung mit dem Material vielfältige Lernerfahrungen machen. Zusätzlich gibt es Ateliers – ästhetisch gestaltete Räume, in denen die Kinder sich vor allem künstlerisch betätigen können. Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik

  16. Die Projektarbeit ist das Herzstück der pädagogischen Arbeit Arbeitsauftrag Erläutern Sie die Schrittfolge der Projektarbeit im Sinne der Reggio-Pädagogik. Berücksichtigen Sie dabei die didaktisch-methodischen Grundsätze. Erörtern Sie die Unterschiede zwischen dem freien Spiel und der thematischen Arbeit aus Sicht der Reggio-Pädagogik. Diskutieren Sie, welchen Beitrag die Reggio-Pädagogik hinsichtlich der Bildungsdebatte im Elementarbereich leisten kann. Gehen Sie dabei insbesondere auf die Bildungsvereinbarung NRW ein. Carsten Püttmann | Einführung in die Reggio-Pädagogik