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Die Wiener „Gruppe“

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Die Wiener „Gruppe“. Hans Carl Artmann Gerhard Rühm Konrad Bayer Friedrich Achleitner Oswald Wiener. Eckdaten. Beginn 1952: Erste Treffen im Strohkoffer (Rühm und Artmann) literarische Gemeinschaftsauftritte ab 1957 („monsterlesung“) Auflösung: ‘58 - ‘64

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die wiener gruppe

Die Wiener „Gruppe“

Hans Carl Artmann

Gerhard Rühm

Konrad Bayer

Friedrich Achleitner

Oswald Wiener

eckdaten
Eckdaten
  • Beginn 1952: Erste Treffen im Strohkoffer (Rühm und Artmann)
  • literarische Gemeinschaftsauftritte ab 1957 („monsterlesung“)
  • Auflösung: ‘58 - ‘64
  • 5 Mitglieder (aber ideenverwandtes Umfeld: Jandl, Mayröcker)
erste auftritte aktionen
Erste Auftritte/Aktionen
  • 1953: Die „Poetische Demonstration“
  • 1955: Demonstration gegen die Wiederbewaffnung Österreichs

Erwähnung in der Wiener Zeitung

  • 1957: „Monsterlesung“ im Intimen Theater: erste gemeinschaftliche Lesung
programm i
Programm I
  • Kein Manifest, stark individuelle Ideen

ABER: kollektives Tun (Frage der Autorschaft)

  • Einflüsse aus Kunst, Literatur (Dadaisten, Gertrude Stein, Stramm, Schwitters) und Sprachphilosophie (L. Wittgenstein, Fritz Mauthner)
  • Gegen Kunst als abgekapselten Teil der spießbürgerlichen Gesellschaft (Autonomiestatus würde die Kunst lähmen)
  • Kunst und Leben: Ein Ineinander
programm ii
Programm II
  • Die 8-Punkte Proklamation des poetischen Actes (Artmann)

„Es gibt einen Satz, der unangreifbar ist, nämlich der, dass man Dichter sein kann, ohne auch irgendjemals ein Wort geschrieben oder gesprochen zu haben. Vorbedingung ist aber der mehr oder minder gefühlte Wunsch poetisch handeln zu wollen. Die alogische Geste selbst kann, derart ausgeführt, zu einem Act ausgezeichneter Schöheit, ja zum Gedicht erhoben werden.“

  • Unterlaufen der institutionellen Prinzipien
die literarischen cabarets i
Die literarischen Cabarets I
  • Beginn: Bayer und Wiener fallen „ungut“ bei der SPÖ auf
  • Erhaltene Grundidee: Keine Repräsentation/Illusion, sondern WIRKLICHKEIT
  • Rollentausch innerhalb des institutionellen Settings
die literarischen cabarets ii
Die literarischen Cabarets II
  • 1. Aufführung: Dezember 1958

Intentionen blieben unverstanden

  • 2. Aufführung: April 1959

Auflösung durch die Polizei

  • „kinderoper“ 1964
rezeption
Rezeption
  • „unentschiedene“ Haltung der Presse:

„Alles in allem ist dieses Kabarett weder schlecht noch gut: es ist eine Erscheinung“ (Express)

  • Kritik aus dem Kanon: Kaffeehaus vs. Katakomben
  • Kritikpunkt = Programmpunkt
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1) Der poetische Act ist jene Dichtung, die jede Wiedergabe aus zweiter Hand ablehnt, das heißt, jede Vermittlung durch Sprache, Musik oder Schrift.

2) Der poetische Act ist Dichtung um der reinen Dichtung willen. Er ist reine Dichtung und frei von aller Ambition nach Anerkennung, Lob oder Kritik.

3) Ein poetischer Act wird vielleicht nur durch Zufall der Öffentlichkeit erliefert werden. Das jedoch ist in hundert Fällen ein einziges Mal. Er darf aus Rücksicht auf seine Schönheit und Lauterkeit erst gar nicht in der Absicht geschehen publik zu werden, denn er ist ein Act des Herzens und der heidnischen Bescheidenheit.

4) Der poetische Act ist starkbewusst extemporiert und ist alles andere als bloße poetische Situation, die keineswegs des Dichters bedürfte. In eine solche könnte jeder Trottel geraten, ohne es jemals gewahr zu werden

. 5) Der poetische Act ist die Pose in ihrer edelsten Form, frei von jeder Eitelkeit und voll heiterer Demut.

6) Zu den verehrungswürdigsten Meistern des poetischen Actes zählen wir in erster Linie den satanistisch-elegischen C. D. Nero und vor allem unseren Herrn, den philosophisch-menschlichen Don Quijote.

7) Der poetische Act ist materiell vollkommen wertlos und birgt deshalb von vornherein nie den Bazillus der Prostitution. Seine lautere Vollbringung ist schlechthin edel.

8) Der vollzogene poetische Act, in unserer Erinnerung aufgezeichnet, ist einer der wenigen Reichtümer, die wir tatsächlich unentreissbar mit uns tragen können.