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VWL: Says Gesetz und die Erklärung der Krisen

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VWL: Says Gesetz und die Erklärung der Krisen. Videomaterial zu Wolfgang Waldner: Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre www.wolfgang-waldner.com Version vom 7.10.2013. Says Gesetz:. Eigentlich werden Güter mit Gütern gekauft. Das Geld ist nur Tauschmittel.

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Presentation Transcript
vwl says gesetz und die erkl rung der krisen

VWL: Says Gesetz und die Erklärung der Krisen

Videomaterial zu

Wolfgang Waldner:

Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre

www.wolfgang-waldner.com

Version vom 7.10.2013

says gesetz
Says Gesetz:
  • Eigentlich werden Güter mit Gütern gekauft.
  • Das Geld ist nur Tauschmittel.
  • Jede zusätzlich angebotene Ware erhöht die Nachfrage nach den anderen Gütern.
  • Es kann keinen Mangel an Nachfrage geben.
says gesetz konsequenzen
Says Gesetz: Konsequenzen
  • Es kann keine Wirtschaftskrisen geben!
  • Wirtschaftspolitik muss für mehr Angebot und nicht für mehr Nachfrage sorgen!

Schlussfolgerungen der VWL bis heute:

  • Arbeitslosigkeit ist immer freiwillig und die Folge überzogener Lohnforderungen!
  • Sozialabbau müsse die Erwerbslosen zur Arbeit für wenig Lohn zwingen.
says gesetz begr ndung
Says Gesetz: Begründung
  • Die Produktion schafft Einkommen genau in der Höhe dieser Produktion.
  • Das Einkommen wird entweder für Konsum ausgegeben oder gespart.
  • Die Ersparnis wird am Kapitalmarkt den Unternehmen für ihre Investitionen angeboten und der Zins sorgt dafür, dass die Höhe der Ersparnisse und der Investition in ein Gleichgewicht finden.
says gesetz begr ndung1
Says Gesetz: Begründung
  • Die Produktion schafft Einkommen genau in der Höhe dieser Produktion.
  • Das Einkommen wird entweder für Konsum ausgegeben oder gespart.
  • Die Ersparnis wird am Kapitalmarkt den Unternehmen für ihre Investitionen angeboten und der Zins sorgt dafür, dass die Höhe der Ersparnisse und der Investition in ein Gleichgewicht finden.
says gesetz begr ndung2
Says Gesetz: Begründung
  • Die Produktion schafft Einkommen genau in der Höhe dieser Produktion.
  • Das Einkommen wird entweder für Konsum ausgegeben oder gespart.
  • Die Ersparnis wird am Kapitalmarkt den Unternehmen für ihre Investitionen angeboten und der Zins sorgt dafür, dass die Höhe der Ersparnisse und der Investition in ein Gleichgewicht finden.
die postnapoleonische depression
Die postnapoleonische Depression

Jean-Baptiste Say (1767-1832)

Anlass seines Theorems war die

postnapoleonische Rezession.

Der eigentliche Urheber der Depression wie des Theorems war David Ricardo (1772-1823).

Wikipedia-Link: https://en.wikipedia.org/wiki/Post-Napoleonic_depression

bei say wird immer mit allen verf gbaren produktionsfaktoren produziert
Bei Say wird immer mit allen verfügbaren Produktionsfaktoren produziert

Investition

Ersparnis

finanziert (S = I)

Konsumgüter

Konsum

kauft

Unternehmen:

Y = C + I

Produktion für Investition und Konsum schafft Einkommen der Haushalte

Haushalte:

Y = C + S

Einkommen wird ausgegeben für Konsum oder es finanziert die Investition

Einkommen

das angeblich neutrale geld
Das angeblich neutrale Geld

Das Geld (die Geldmenge) beeinflusse nur die Höhe der Preise: Je mehr Geld umläuft, desto höher werde das Preisniveau und umgekehrt.

Quantitätsgleichung nach Irving Fisher:

Geldmenge x Umlaufgeschwindigkeit = Preisniveau x Transaktionen

M x V = P x T

Trugschluss: Steigende oder fallende Preise hätten keine Auswirkung auf Konsum und Investition.

der klassische kapitalmarkt
Der klassische Kapitalmarkt
  • Haushalte erzielen durch Sparen am Konsum Ersparnisse.
  • Unternehmen brauchen diese Ersparnisse für ihre Investitionen.
  • Der Zins sorge für das Gleichgewicht: I = S Wenn die Ersparnis der Haushalte größer ist als die geplante Investition, sinkt der Zins und bewirkt steigende Investitionen und sinkende Ersparnisse der Haushalte; im umgekehrten Fall steigen die Zinsen und bewirken eine höhere Ersparnis der Haushalte und weniger Investition der Unternehmen.
bei deflation oder hochzinspolitik rentiert sich die investition in geld gerechnet nicht
Bei Deflation oder Hochzinspolitik rentiert sich die Investition in Geld gerechnet nicht:

Produktionslücke

Ersparnis

finanziert (S = I)

Investition

Konsumgüter

Konsum

kauft

Unternehmen:

Y = C + I

Schränken ihre Investitionen ein

Haushalte:

Y = C + S

Einkommen wird ausgegeben für Konsum oder es finanziert die Investition

Einkommen

produktion und einkommen sinken
Produktion und Einkommen sinken:

Produktionslücke

Erwerbslosigkeit

finanziert (S = I)

Investition

Ersparnis

Konsumgüter

Konsum

kauft

Unternehmen:

Y = C + I

Produktion für Investition und Konsum schafft Einkommen der Haushalte.

Haushalte:

Y = C + S

Einkommen sinkt und damit die gewünschte Ersparnis.

Einkommen

slide13
Haushalte schränken ihren Konsum ein und wollen im Endergebnis mehr sparen und für die Krise vorsorgen:

Produktionslücke

Erwerbslosigkeit

finanziert (S = I)

Investition

Ersparnis

Konsumgüter

kauft

Konsum wird stark eingeschränkt

Unternehmen:

Y = C + I

Produktion für Investition und Konsum schafft Einkommen der Haushalte.

Haushalte:

Y = C + S

Konsum wird gesenkt um die Ersparnis zu erhöhen.

Einkommen

says gesetz ist widerlegt
Says Gesetz ist widerlegt:

Produktionslücke Absatzkrise

Massen-Arbeitslosigkeit

finanziert (S = I)

Investition

Ersparnis

Konsumgüter

kauft

Konsum wird stark eingeschränkt

Unternehmen:

Y = C + I

Produktion für Konsum muss gesenkt werden: Absatzkrise!

Haushalte:

Y = C + S

Einkommen sinken weiter und die Ersparnis steigt nicht.

Einkommen

john maynard keynes
John Maynard Keynes

Von Keynes wurden die beiden zentralen Dogmen der Neoklassik bereits 1923 widerlegt:

  • Das Geld ist nicht neutral, weil steigende oder fallende Preise das Geschäftsergebnis beeinflussen.
  • Investitionen müssen monetär betrachtet werden.
  • Die Investition ist mit der Ersparnis identisch und sie bringt die Ersparnis hervor. Dass Ersparnis durch Sparen entstünde, ist ein mikroökonomischer Trug.

Literaturhinweis:

Keynes, »Social Consequences of Changes in the Value of Money« (1923), »Essays in Persuasion«, Macmillan 1931, S. 189f.

investitionen werden unterlassen
Investitionen werden unterlassen:
  • Bei drohendem Geldwertverlust wegen einer Deflation der Löhne und Preise. Ein Haus im Jahr 1930 gebaut hätte 1932 wegen sinkender Löhne, Material- und Grundpreise womöglich nur noch die Hälfte gekostet. Real betrachtet sind 10.000 Aktien im Juli 1929 immer noch 10.000 Aktien im Juli 1932.
  • Wenn die Geldanlage z. B. bei Hochzinspolitik einen höheren Zinsertrag bringt als die mit dem Geld mögliche Investition. Ein Haus bringt 5% Mietertrag, aber Geld konnte in Anleihen z. B. im Jahr 1982 in den USA zu 14% Zins auf 30 Jahre angelegt werden.
das produktionspotential
Das Produktionspotential
  • Klassik/Neoklassik:
  • Keynes/Saldenmechanik:

Investition

Produktionslücke

Boom

Inflation

Konsum

Krise

Deflation

Ausgaben

Einnahmen

der arbeitsmarkt
Der Arbeitsmarkt
  • VWL: Die Beschäftigung wird und kann nur durch sinkende Löhne steigen.
  • Keynes hat nicht behauptet, Arbeitslosigkeit wäre durch starre Löhne verschuldet!
  • Keynes: Löhne werden nur nominal in Geld vereinbart. Sinkende Nominallöhne können bei Deflation zu sinkenden Investitionen und damit sogar zu steigenden Reallöhnen führen. Lohnabbau verschärft die Krisen.
der arbeitsmarkt1
Der Arbeitsmarkt
  • VWL: Die Beschäftigung wird und kann nur durch sinkende Löhne steigen.
  • Keynes hat nicht behauptet, Arbeitslosigkeit wäre durch starre Löhne verschuldet!
  • Keynes: Löhne werden nur nominal in Geld vereinbart. Sinkende Nominallöhne können bei Deflation zu sinkenden Investitionen und damit sogar zu steigenden Reallöhnen führen. Lohnabbau verschärft die Krisen.
der arbeitsmarkt2
Der Arbeitsmarkt
  • VWL: Die Beschäftigung wird und kann nur durch sinkende Löhne steigen.
  • Keynes hat nicht behauptet, Arbeitslosigkeit wäre durch starre Löhne verschuldet!
  • Keynes: Löhne werden nur nominal in Geld vereinbart. Sinkende Nominallöhne können bei Deflation zu sinkenden Investitionen und damit sogar zu steigenden Reallöhnen führen. Lohnabbau verschärft die Krisen.
fazit
Fazit:
  • Wirtschaftskrisen haben monetäre Ursachen.
  • Die Neutralität des Geldes ist eine Irrlehre.
  • Der klassische und neoklassische Kapitalmarkt mit einem Angebot von Ersparnissen ist wie die angloamerikanische loanablefundstheory ein Hirngespinst.
  • Es gibt kein Angebot von Ersparnissen!