stress und stressbew ltigung l.
Download
Skip this Video
Loading SlideShow in 5 Seconds..
Stress und Stressbewältigung PowerPoint Presentation
Download Presentation
Stress und Stressbewältigung

Loading in 2 Seconds...

play fullscreen
1 / 49

Stress und Stressbewältigung - PowerPoint PPT Presentation


  • 669 Views
  • Uploaded on

Stress und Stressbewältigung. Das Referat im Rahmen des Seminars „Gesundheit und Krankheit“ WS 2005/06. Leitung: Frau Dr. Eichenberg Referenten: Irina Broich, Laura Lisogorko, Katja Sommerlad. Inhalt:.

loader
I am the owner, or an agent authorized to act on behalf of the owner, of the copyrighted work described.
capcha
Download Presentation

PowerPoint Slideshow about 'Stress und Stressbewältigung' - paul2


An Image/Link below is provided (as is) to download presentation

Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author.While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - E N D - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Presentation Transcript
stress und stressbew ltigung

Stress und Stressbewältigung

Das Referat

im Rahmen des Seminars

„Gesundheit und Krankheit“

WS 2005/06

Leitung: Frau Dr. Eichenberg

Referenten: Irina Broich,

Laura Lisogorko,

Katja Sommerlad

inhalt
Inhalt:
  • Theoretische Grundlagen: kognitiv-transaktionale und dialektische Perspektive
  • Stressmessung
  • Übung: „Unterwegs zu einem sicheren Ort“
  • Dialektisches Denken und Stressbewältigung
  • Stress und Umgang mit dem Körper
  • Aspekte der Stressprävention: soziale Unterstützung, emotional intelligente Führung
  • Mobbing
1 theoretische grundlagen
1. Theoretische Grundlagen

Stress-Begriffe (Schwarzer, 2004):

  • Stress als Input: schädigender Umweltreiz (Angriff, Infektion, Verkehrsstau, Scheidung, Prüfung) = Stressereignisse oder Stressoren
  • Stress als Output: Belastungsreaktion des Organismus (Krankheit, Erschöpfungszustand, Arbeitsstörungen)
  • Transaktionales Geschehen: Stress als Wechselwirkung von Situation und Person
1 theoretische grundlagen4
1.Theoretische Grundlagen

Kognitiv-transaktionale Stresstheorie

(Lazarus & Folkman, 80 - 90er Jahre):

Kognitive Einschätzung beider Faktoren:

  • Stresssituation - herausfordernd, bedrohlich, schädigend? (primäre Einschätzung)
  • Bewältigungsmöglichkeiten und soziale Unterstützung (sekundäre Einschätzung)

Situation

veränderte

Person

denkende, fühlende, handelnde

Stress

1 theoretische grundlagen5
1. Theoretische Grundlagen

Stress & Coping, transaktionale Perspektive (Lazarus, 1995)

Voraussetzungen Prozesse Ergebnisse

Umweltvariablen

Selbstwirksamkeitserwartung

Vulnerabilität

Wohlbefinden

Gesundheit

Sozialverhalten

Ereigniseinschätzung

Ressourceneinschätzung

Coping

Personvariablen

emotionalzentriert

problemzentriert

1 theoretische grundlagen6
1. Theoretische Grundlagen

Dialektische Perspektive (Fischer u. a., 2006)

1. positives/negatives Denken vs. dialektisches Denken

Eustress vs. Distress

  • sehr verbreitete unproduktive Einstellung - Stress vermeiden

Stressvermeidungsspirale (Zwang, positiv zu denken)

  • dialektische Einstellung - vielseitig betrachten und kompetent bewältigen

2. Vernunft oder emotionale Intelligenz = Gefühl + Verstand

inhalt7
Inhalt:
  • Theoretische Grundlagen: kognitiv-transaktionale und dialektische Perspektive
  • Stressmessung
  • Übung: „Unterwegs zu einem sicheren Ort“
  • Dialektisches Denken und Stressbewältigung
  • Stress und Umgang mit dem Körper
  • Aspekte der Stressprävention: soziale Unterstützung, emotional intelligente Führung
  • Mobbing
2 stressmessung
2. Stressmessung

Wenn es darum geht, das Ausmaß von Stress zu erfassen, gibt es sehr unterschiedliche Verfahrensweisen...

  • Z. B. Perceived-Stress-Scale (Cohen, Kamarck und Mermelstein 1983)
  • Kritik: theorielos und undifferenziert
2 1 stress messen
2.1. Stress messen...
  • Menschen messen verschiedenen Ereignissen unterschiedliche Bedeutung für unterschiedliche Lebensbereiche bei
  • => individuelle Bedeutungszuschreibung
  • Gleich intensiver Stress kann sowohl Herausforderungen, Bedrohungen oder Schaden und Verlust darstellen
  • Unterscheidung zwischen Stresseinschätzung, Coping und Konsequenzen
2 2 kritische lebensereignisse
2.2. Kritische Lebensereignisse
  • Verluste von Angehörigen, Unfälle, Schwangerschaften, Arbeitsplatzverluste, Ehescheidungen, Schulwechsel oder Krankheiten
  • Dramatische Beeinflussung des weiteren Lebenslaufs
  • LES: Life-Event-Skala (Sarason, Johnson und Siegel 1978)
  • => Häufigkeiten, mit der jedes Ereignis aus der Liste in den letzten 6-12 Monaten aufgetreten + Grad subjektiver Belastung
  • Akzeptabler Kompromiss zwischen Objektivität und Subjektivität
daily hassles daily uplifts
„Daily hassles & daily uplifts“
  • Annahme, dass es nicht so sehr die wenigen, großen Zäsuren erzeugenden Lebensereignisse sind, die die Gesundheit beeinträchtigen, als vielmehr die ständigen Alltagsprobleme & täglichen Missgeschicke, die uns „den Nerv rauben und uns auf den Geist gehen“
  • „Hassles“ sind z.B. Gewichtsprobleme, Erkrankungen, steigende Preise, Reparaturen im Haushalt + am Auto
  • Positive, kompensatorische Wirkung der „uplifts“ , z.B. angenehme Interaktion en mit Partnern und Freunden, erfolgreicher Abschluss von Arbeiten, gutes Essen, Freizeitveranstaltungen & Kontakte zu anderen
appraisal styles schwarzer jerusalem 1994
„Appraisal styles“(Schwarzer & Jerusalem, 1994)

Items der Skala Herausforderung:

Ich finde meine jetzige Lebenssituation aufregend, weil ständig neue Anforderungen auf mich zukommen.

Ich freue mich auf jeden Tag, weil es immer neue Probleme zu lösen gibt.

Items der Skala Gewinn:

Meine derzeitigen Lebensumstände fördern meine persönliche Entwicklung

Items der Skala Bedrohung:

Ich denke oft daran, dass ich an den zukünftigen Anforderungen scheitern werde.

Items der Skala Verlust:

Ich bin niedergeschlagen, weil ich mit meiner schwierigen Lebenssituation einfach nicht zurecht komme.

2 3 copingstrategien
2.3. Copingstrategien
  • Ways of Coping-Skala (Folkman & Lazarus, 1988)
erst einmal bis 10 z hlen
„Erst einmal bis 10 zählen“

„Mastery“ und „meaning“:

Entweder, man meistert die Situation, indem man sie aktiv nach eigenem Ermessen verändert (assimilative Orientierung),

oder man findet eine neue Bedeutung für seine vielleicht aussichtslose Lage (akkomodative Orientierung).

Für die gesundheitliche Prävention:

  • Lebensbewältigung so einrichten, dass weniger Ärger erlebt wird, Emotionen gezielt reguliert werden & Optimismus!
3 bung
3. Übung:

Auf dem Weg zu einem sicheren Ort

inhalt16
Inhalt:
  • Theoretische Grundlagen: kognitiv-transaktionale und dialektische Perspektive
  • Stressmessung
  • Übung: „Unterwegs zu einem sicheren Ort“
  • Dialektisches Denken und Stressbewältigung
  • Stress und Umgang mit dem Körper
  • Aspekte der Stressprävention: soziale Unterstützung, emotional intelligente Führung
  • Mobbing
4 dialektisches denken und stressbew ltigung
4. Dialektisches Denken und Stressbewältigung
  • Einseitige Denkweise + Lebensführung erzeugt negativen Stress
  • Dialektisches Verständnis:
  • - nicht an einem Pol stehen bleiben
  • - nicht einen Pol als Idealzustand festlegen
  • -> lernen sich zwischen den Polaritäten zu bewegen
  • -> das Spannungsfeld zwischen den Gegensätzen fördern + aufbauen
4 1 stressspirale und stressvermeidungsspirale
4.1. Stressspirale und Stressvermeidungsspirale

Ratschläge/ Vorsätze zur Stressvermeidung erzeugen neuen Stress

= Stress 2. Grades

- Wenn man sich zwingt alles positiv zu sehen -> jeder negative Gedanke wird als Misserfolg erlebt

-> der innere Druck steigt und mit ihm der Erfolgszwang

Zentral für dialektisches Denken: Verständnis von Phänomenen aus Gegensätzen heraus, in denen sie auftreten und eingespannt sind

Gegensatz zu Stress = Ruhe

- Stress allgemein = erhöhter Aktivierungsgrad

Disstress:negativer Stress (Überforderung)

Eustress : positiver Stress ( euphorischer Arbeitszustand)

Wichtig: nicht völlige Schonung, sondern angemessene Anforderungen

4 2 positives und negatives denken
4.2. Positives und negatives Denken
  • Konträrer Gegensatz zum „positiven Denken“ ist „negatives Denken“
  • Absoluter kontradiktorischer Gegensatz ist „ kein Denken“ (z.B. reines Gefühl)
  • Aber: Emotion und Denken bilden eine dialektische Einheit
  • => „positives Denken“ ist nur in Relation zu „negativem Denken“ von Bedeutung
  • => „positives Denken“ zur falschen Zeit kann fatale Folgen haben
  • Aktivitäten/ Qualitäten sind nicht an sich wertvoll bzw. wertlos
  • => wichtig: ihre wechselseitige Balance, situationsgerechtes, flexibles Zusammenspiel mit dem Gegenpol
  • -> Disstress u. „negatives Denken“ nicht einfach umwandeln -> muss manchmal ertragen werden
4 3 dialektisches denken
4.3. Dialektisches Denken...
  • ... trägt die Gegensätze und Konflikte aus
  • „Das Verweilen beim Negativen“ ist laut Hegel, die „Zauberkraft, die das Nichts in das Sein verwandelt“
  • => das Negative nicht verleugnen und zum Schönen flüchten, sondern das Negative ertragen und sich darin bewähren und erhalten
  • Das Konzept der „emotionalen Intelligenz“ verbindet Vernunft und Gefühl, ohne die Differenz auszulöschen
  • Diese Verbindung entspricht der Erkenntnisstufe der Vernunft, die im dialektischen Denken erreicht wird
  • -> die Einheit von Gegensätzen erkennen, ohne ihre Differenz zu übersehen
4 4 die stressspirale erkennen und stoppen
4.4. Die Stressspirale erkennen und stoppen

Andauernde Überlastung -> zurückgreifen auf archaische Verhaltensmuster (fight, flight, freeze)

  • -> dienten ursprünglich dem Selbstschutz, in alltäglicher Arbeitssituation aber fehl am Platz
  • Unbemerkte Gegnerschaft gegenüber der Welt/ Mitmenschen
  • -> Versetzen des Körpers in Alarmbereitschaft
  • -> Erhöhung der muskulären Grundspannung
  • Handlungs- u. Aggressionsimpulse können nicht abreagiert werden
4 5 physiologie der stress spirale
4.5. Physiologie der Stress-Spirale
  • 2 Bereiche des Zwischenhirns, Thalamus und Amygdala deuten Anforderung als lebensbedrohliche Gefahr
  • Weiterleiten von Signalen über Hypothalamus und Hypophyse an Nebenniere
  • Ausschüttung von Stresshormonen
  • Adrenalin: löst Angst aus + aktiviert Fluchtverhalten
  • Noradrenalin: versetzt in Kampfstimmung

-> ruhiges Nachdenken und Problemlösung wird verhindert

  • Hormonell gesteuertes Notfallprogramm: hoher Puls, hoher Blutdruck, flache Atmung
  • Erregungszustand wird als Grundzustand gespeichert
4 6 die stress spirale stoppen
4.6. Die Stress-Spirale stoppen...
  • ...durch Atemübung -> Auswirkung auch auf andere Funktionen (Puls, Blutdruck,..)
  • Schnelle Atmung -> vermehrte CO-2- Abgabe -> Blut wird alkalisch -> Kalzium- Mangel -> nervöse Unruhe steigt
  • Unterbrechung des Kreislaufs durch langsames Ausatmen
  • -> Ansteigen des Kalzium- und CO-2- Spiegels -> ruhiger werden
  • Dem Körper nicht befehlen, sondern in Dialog mit ihm treten, um den Körper besser kennen zulernen
inhalt24
Inhalt:
  • Theoretische Grundlagen: kognitiv-transaktionale und dialektische Perspektive
  • Stressmessung
  • Übung: „Unterwegs zu einem sicheren Ort“
  • Dialektisches Denken und Stressbewältigung
  • Stress und Umgang mit dem Körper
  • Aspekte der Stressprävention: soziale Unterstützung, emotional intelligente Führung
  • Mobbing
5 stress und umgang mit dem k rper
5. Stress und Umgang mit dem Körper
  • Bei andauernder schwerer Belastung (Disstress) + Erschöpfung (burn-out) -> immer seelische und körperliche Beschwerden

Warnsignale des Körpers:

  • Allgemeine Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schwindel
  • Bluthochdruck, Herz- Kreislaufprobleme, Herzrasen
  • Magen- Darmbeschwerden
  • Muskel- u. Rückenschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Krankheitsanfälligkeit u. verminderte Immunabwehr
  • Gewichtsprobleme, Konzentrationsstörungen
5 1 schlafst rungen
5.1. Schlafstörungen
  • Beeinflussung des Schlaf- Wach- Rhythmus durch mehrere Faktoren:
  • Steuerung durch das Hormon Melatonin, wiederum beeinflusst durch Tageslicht
  • Verspannungen und Fehlstellungen der Halswirbelsäule -> Irritation des „Melatonin- Weges“ (Produktionsort ist die Zirbeldrüse)
  • -> Störung des Schlaf- Wach- Rhythmus
  • -> oft auch Gefühlsveränderungen bis hin zu Depressionen
5 2 weitere auswirkungen von verspannungen
5.2. Weitere Auswirkungen von Verspannungen...
  • Kopfschmerzen durch Einengung von Nerven u. Blutgefäßen und die darauf folgende Sauerstoffunterversorgung
  • Verspannung der Kaumuskeln -> Reizung des Trigeminusnervs -> Gesichtskopfschmerzen -> Fehlsteuerung der Blutgefäße im Kopf

-> Gefäßspasmen können zu Migräne führen

  • Statische Fehlstellungen der oberen HWS -> Daueraktivierung des Sympathikus- Grenzstrangs

-> Sehstörungen, Konzentrationsstörungen, Schwindel

5 3 krankheitsanf lligkeit und verminderte immunabwehr
5.3. Krankheitsanfälligkeit und verminderte Immunabwehr
  • Chronischer Disstress -> verminderte Organdurchblutung, Sauerstoff- u. Nährstoffversorgung
  • -> viele Immunbotenstoffe können sich nicht entfalten
  • Energieverbrauch bleibt dauerhaft zu hoch, Schädigung der Zellwände
  • Unterdrückung von Insulin, Interleukinen, Interferonen u. Nervenzellwachstumsfaktoren durch erhöhten Kortisolspiegel
  • Verbindung von Immunsuppression + erhöhte Entzündungsbereitschaft u. Säurebildung + Zerstörung der Zellwände -> Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Über- u. Fehlreaktionen wie Allergien
5 4 stressbew ltigung auf ebene der zellen
5.4. Stressbewältigung auf Ebene der Zellen
  • Erhöhter Zuckerverbrauch des Gehirns bei chronischen Überlastungen
  • -> Zuckerstrukturen werden hauptsächlich für die Energiegewinnung verwendet, aber kaum für die Unversehrtheit der Gehirnzellen
  • Wichtig: Substanz D + Galaktose
  • Informationen unter: www.glycoscience.com; www.galaktose.ch
5 5 ver nderungen ber den k rper
5.5. Veränderungen über den Körper...
  • ..über neuromuskuläres System auch das Seelenleben günstig beeinflussen
  • Die Myoreflexmethode: manueller Druck an Rezeptoren der Muskeln + Sehnen -> neuromuskulärer Zustand wird gespiegelt u. reflektiert (Spürhilfe) -> Organismus wird auf Missverhältnis aufmerksam -> Neuregulierung der Muskelspannung
  • KiD- Übungen (Kraftentfaltung in Dehnpositionen)

- ähnlich wie Myoreflexmethode, aber mittels eigenem Fingerdruck

-> dienen der Selbstwahrnehmung u. Neustrukturierung von Bewegungsabläufen, einleiten von Entspannungen

5 6 was kommt von mir und was wird von au en verursacht
5.6. Was kommt von mir und was wird von außen verursacht?
  • Viele emotionale Leiden „gründen“ in unserer Körperlichkeit und gehen von dieser aus
  • Bsp.: Wir ducken uns, weil wir verängstigt sind. Und: Wir haben Angst weil wir uns ducken.
  • Seelisch- mentales Erleben prägt unser Körperbild und umgekehrt: Körperhaltungen/ Bewegungsmuster können z.B. Ängste provozieren
  • Wer die Haltung eines anderen nachahmt, spürt ähnliche Gefühle
5 7 dialogischer umgang mit k rper und mitwelt
5.7. Dialogischer Umgang mit Körper und Mitwelt
  • Die Kommunikation verbessern:
  • 4 Kanäle (Schulz von Thun):

- Sach- Ohr

- Beziehungs- Ohr

- Selbstoffenbarungs- Ohr

- Appell- Ohr

=>Wer nach außen klar kommunizieren will, muss es zuerst nach innen tun

  • Stress lässt sich nicht dauerhaft reduzieren, so lange die Kommunikation mit uns selbst unberücksichtigt bleibt
inhalt33
Inhalt:
  • Theoretische Grundlagen: kognitiv-transaktionale und dialektische Perspektive
  • Stressmessung
  • Übung: „Unterwegs zu einem sicheren Ort“
  • Dialektisches Denken und Stressbewältigung
  • Stress und Umgang mit dem Körper
  • Aspekte der Stressprävention: soziale Unterstützung, emotional intelligente Führung
  • Mobbing
6 aspekte der stresspr vention
6. Aspekte der Stressprävention
  • emotional intelligente Führung
  • soziale Unterstützung

Soziale Unterstützung - ein Prozess, der auf Gegenseitigkeit beruht:

helfen und geholfen werden

Drei Konzepte des sozialen Rückhalts:

  • Soziale Integration
  • Wahrgenommene Unterstützung
  • Erhaltene Unterstützung
6 1 soziale unterst tzung
6.1. Soziale Unterstützung

Soziale Integration/Isolation bezieht sich auf Einbettung in ein soziales Netzwerk (Schwarzer & Leppin, 80-90er Jahre):

  • quantitative und strukturelle Aspekte von sozialen Beziehungen

(Familie, Verwandte, Bekannte, Kollegen)

  • Potenzial für positive und negative Interaktionen
  • lediglich Voraussetzung für soziale Unterstützung

Soziale Unterstützung ist eine Interaktion zw. zwei oder mehreren Personen, die einen Problemzustand verändern oder Leid erträglich machen kann.

6 1 soziale unterst tzung36
6.1. Soziale Unterstützung

Forschungsaspekte sozialer Unterstützung:

  • Wahrgenommene Unterstützung – Überzeugung von der Verfügbarkeit des sozialen Rückhalts (gut untersucht)
  • Erhaltene Unterstützung – Erinnerung an tatsächlich hilfreiche Handlungen (wenig untersucht)

Unterstützungsarten ( Cutrona & Russell, 1990):

  • Emotionale (Mitleid, Zuwendung, Trost, Wärme)
  • Instrumentale (Arbeit, Güter, Geld)
  • Informationelle (Infos, Ratschläge)
6 1 soziale unterst tzung37
6.1. Soziale Unterstützung

Zentrale Forschungsfragen:

  • Welche Faktoren (Kognitionen, Emotionen, Verhaltenweisen) können soziale Unterstützung hervorrufen und aufrechterhalten?
  • Was ist Unterstützung? (Shumaker & Brownell, 1984)
    • die Absicht zu Helfen
    • der Versuch
    • die tatsächliche Hilfe
  • drei Perspektiven (Dunkel-Schetter et al., 1991):
    • Helfer
    • Empfänger
    • Beobachter
  • Wann wird man als hilfsbedürftig eingeschätzt?
6 1 soziale unterst tzung38
6.1. Soziale Unterstützung

Empirisch erwiesene Faktoren des Hilfeempfängers:

(Dunkel-Schetter & Skokan, 1990)

  • Mittlerer Belastungsgrad (Balance von Leid und Tapferkeit)
  • Aktives Bemühen, die Situation zu bewältigen
  • Suche nach sozialer Unterstützung (Dienstleistungen, Güter, Rat, Zuwendung, Problemdarstellung)
  • gute persönliche Ressourcen (Selbstwertgefühl, Kompetenz, Optimismus, internale Kontrollüberzeugung)
  • unkontrollierbare Ursachen des Notzustandes, unausweichliche Situation (Unfall, Erbkrankheit)
  • Positive (kongruente) Beziehungen mit Partner u.a.
  • Verantwortlichkeit für dieLösung des Problems
6 1 soziale unterst tzung39
6.1. Soziale Unterstützung

Helfer-Voraussetzungen für Unterstützung

(Skohan, 1990; Silver et al. 1990):

  • Helfer hat Mitleid
  • Helfer erlebte selbst kritische Ereignisse
  • Helfer hat Erfahrungen mit der Unterstützung anderer
6 2 emotional intelligente f hrung
6.2. Emotional intelligente Führung

Dialektische Vernunft = Verstand + Gefühl

Emotional resonante Führungskompetenzen

(Goleman et. al., 2002):

  • Persönliche Kompetenzen:
  • (guter Umgang mit sich selbst)
  • Emotionale Selbstwahrnehmung
  • Zutreffende Selbsteinschätzung
  • Selbstvertrauen
  • Selbstregulation:
  • Emotionale Selbstkontrolle
  • Transparenz
  • Anpassungsfähigkeit
  • Leistungsantrieb
  • Initiative
  • Optimismus
6 2 emotional intelligente f hrung41
6.2. Emotional intelligente Führung

Soziale Kompetenzen

(Soziales Bewusstsein und Beziehungsgestaltung)

  • Empathie (Emotionen und Sichtweise anderer verstehen)
  • Organisationsbewusstsein (Netzwerke)
  • Service (Bedürfnisse von Mitarbeitern, Klienten, Kunden)
  • Konfliktmanagement (Unterschiede erkennen und lösen)
  • Kooperation und Bindungen (Teamwork, Beziehungen)
  • Überzeugung und Inspiration (Motivation)
  • Entwicklung und Veränderungen fördern und lenken
6 2 emotional intelligente f hrung42
6.2. Emotional intelligente Führung

„Neurosen der Chefs“

(Mertens und Lang, 1991; Vries, 1990):

  • depressiv (fürsorglich, nicht auf Machterwerb und -erhalt ausgerichtet)
  • schizoid-distanziert (unzugänglich, zwanghafte Soziabilität oder Systemmensch mit gezwungener Qualität)
  • misstrauisch (paranoid, unterdrückt Oppositionen, isoliert, sucht Sündenböcke und Feinde, Machtkämpfe)
  • zwanghaft (Vorliebe für Ordnung, Präzision, Klarheit, Kontrolle)
  • narzisstisch (strebt nach Idealen und Werten, Stolz auf Erfolge, Begeisterungsfähigkeit, erwartet Bewunderung, Probleme mit Empathie, kalt aber grandios)
6 2 emotional intelligente f hrung43
6.2. Emotional intelligente Führung

Stile emotionaler Führung:

  • visionäre (Verwirklichung gemeinsamer Träume, Zielvorgabe aber kein Weg)
  • coachende (Vereinbarung individueller und betrieblicher Ziele, keine konkreten Aufgaben)
  • gefühlsorientierte (Harmonie, Bindung)
  • demokratische (Beteiligung an Entscheidungen, Engagement)
  • fordernde (Erwartung von Hochleistungen)
  • befehlende (klare Richtungsvorgabe)
inhalt44
Inhalt:
  • Theoretische Grundlagen: kognitiv-transaktionale und dialektische Perspektive
  • Stressmessung
  • Übung: „Unterwegs zu einem sicheren Ort“
  • Dialektisches Denken und Stressbewältigung
  • Stress und Umgang mit dem Körper
  • Aspekte der Stressprävention: soziale Unterstützung, emotional intelligente Führung
  • Mobbing
7 mobbing
7. Mobbing

Mobbing– konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz

  • unter Kollegen oder zw. Vorgesetzten und Untergebenen,
  • bei der die angegriffene Person unterlegen ist,
  • und von einer oder einigen Personen systematisch,
  • häufig und während längerer Zeit
  • mit dem Ziel oder Effekt des Ausstoßen aus dem Arbeitsverhältnis
  • direkt oder indirekt angegriffen wird.

Die betroffene Person empfindet diese Angriffe als Diskriminierung (Zapf, 1999).

7 mobbing46
7. Mobbing

Mobbing-Methoden:

Es gibtkeine typischen Opferpersönlichkeiten!

  • Veränderung von Arbeitsaufgaben und/oder -orten
  • Entzug der Entscheidungskompetenzen
  • Übermäßige Kontrolle
  • Ungerechtfertigte Abmahnungen
  • Soziale Kontrolle und Isolierung
  • Angriffe auf die Person und ihre Privatsphäre
  • Verbale oder körperliche Angriffe
mobbing absichtlich hervorgerufene beziehungstrauma fischer riedeser 2003
Mobbing – absichtlich hervorgerufene Beziehungstrauma (Fischer & Riedeser, 2003)

Symptome:

  • Schlafstörungen
  • Depressive Rückzugverhalten
  • Reizbarkeit
  • Versagensangst
  • Konzentrationsstörung
  • Kopf-, Rücken-, Nackenschmerzen

Gegenmaßnahmen:

  • Sachliche Kommunikation
  • Selbsthilfe Gruppen
  • Arbeitsrechtliche Schritte
  • Folgen:
  • Partnerschaftskrisen
  • Trennungen
  • Verlust des Vertrauens

in menschliche

Beziehungen

literatur
Literatur:

Fischer, G., Eichenberg, C., Mosetter, K. & Mosetter, R. (2006). Stress im Beruf? Wenn schon, dann aber richtig! Wege aus der Stress (Vermeidungs)-Spirale. Heidelberg: Asanger.

Schwarzer, R. (2004).Psychologie des Gesundheitsverhaltens (2. Aufl.). Göttingen: Hogrefe