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„Dir werd ich helfen“ ?

„Dir werd ich helfen“ ?. Wolfgang Iro Strategisches Management KundInnenservice. Das Grunddilemma professioneller Hilfe – (Systemisches) Case Management als Antwort?. Herausforderungen: Grundsätzliche Ambivalenzen „helfender“ Professionen.

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„Dir werd ich helfen“ ?

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  1. „Dir werd ich helfen“ ? Wolfgang Iro Strategisches Management KundInnenservice Das Grunddilemma professioneller Hilfe – (Systemisches) Case Management als Antwort?

  2. Herausforderungen: Grundsätzliche Ambivalenzen „helfender“ Professionen • Hilfe - Nicht-Hilfe (zentrale Leitdifferenz; vgl. BAECKER. 1997) • Hilfe - Kontrolle („doppeltes Mandat“) • Individuelle Bedürfnisse – gesellschaftl. legitimierte Bedarfslagen • Ethik – Pragmatik • Ganzheitlichkeit – Ausdifferenzierung / Spezialisierung • Komplexität/Analyse – Funktionalität/Handlungsfähigkeit • Professionelle Hilfe - „Nächstenliebe“ • (Definitions-)Macht – Ohnmacht • .... 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf

  3. Hilfe als Profession ist strukturell ambivalent Strukturelles Feld Makroebene Handlungsdruck Hilfe-Bedarf Interaktionsfeld Institutionelles Feld Betrachtungs Handlungs- ebene Mesoebene Professions-ethik Perspektiveprof. Hilfe Hilfe-Bedürfnis Personale Ebene /Lebenswelt Handlungsdruck Mikroebene 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf

  4. Hilfe als Profession ist immer beides – HILFE und NICHTHILFE HILFE stärkt nicht in jeder Hinsicht ...sondern sie macht auch abhängig ...und schafft schiefe Ebenen Insofern schwächen die vielfältig entwickelten Hilfesysteme in der modernen Gesellschaft möglicherweise die Kräfte, die sie stützen wollen. „Zentrales Hilfeparadoxon“ - Reinhart WOLFF 1990: 22. 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 4

  5. So viel wie notwendig – so wenig wie möglichFördern – und Fordern 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf

  6. Vom subjektiven Bedürfnis ..... KundInnensystem / Lebenswelt BEDÜRFNISSE MANGEL Hilfs-bedürftig-keit RESSOURCEN BEDÜRFNIS- orientierung 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 6

  7. ... zur „legitimen“ Bedürftigkeit? Sozialpolitischer Auftrag Soziales Hilfesystem/Soziale Arbeit Entscheidung Hilfeleistung/Nicht-Hilfe Angebote Für prof. Soziale Hilfe relevante sozial Bedarfe Hilfs-bedürftig-keit Finanzierung/Ausstattung RESSOURCEN BEDARFS- orientierung 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 7

  8. Hilfebedarf = keine real existierende Kategorie Anerkannte Bedarfs- lage/n FALL Mandate Aufträge Absichten Sozialarbeit Soziale KONSTRUKTION Ziele Ressourcen Möglichkeiten Bedürfnis Ereignis Sachverhalt 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf

  9. BEDÜRFNIS Wunsch Subjektiv Psychisch-personal legitim Definiert durch NutzerIn des Hilfesystems BEDARF Erfordernis / Notwendigkeit Objektiv (sozial konstruiert) Soziale legitim Definiert durch ExpertIn „Hilfebedürfnis“ ist nicht gleich „Hilfebedarf“ 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf

  10. Helfende Interaktion als spezieller Interaktionstypus 1 KundInnensystem / Lebenswelt BEDÜRFNIS- orientierung Soziales Hilfesystem/ BEDARFS- orientierung DU MUSST MIR HELFEN Bedürfnisse Angebote Soz. Bedarfs-lagen MANGEL System-relevant ICH HELFE DIR RESSOURCEN RESSOURCEN 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 10

  11. Helfende Interaktion als spezieller Interaktionstypus 2 KundInnensystem / Lebenswelt BEDÜRFNIS- orientierung Soziales Hilfesystem/ BEDARFS- orientierung DU MUSST MIR HELFEN Bedürfnisse Angebote Soz. Bedarfs-lagen MANGEL Nicht System-relevant ICH KANN/darf DIR NICHT HELFEN RESSOURCEN RESSOURCEN 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 11

  12. Helfende Interaktion als spezieller Interaktionstypus 3 KundInnensystem / Lebenswelt BEDÜRFNIS- orientierung Soziales Hilfesystem/ BEDARFS- orientierung ICH BRAUCH / WILL KEINE HILFE Bedürfnisse Angebote Soz. Bedarfs-lagen System-relevant ICH MUSS DIR HELFEN RESSOURCEN RESSOURCEN 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 12

  13. Autonomie versus Abhängigkeit?Bedürfnis nach oder Zwang zur Autonomie AUTONOMIE Selbstbestimmung Eigenständigkeit Soziale INTERDEPENDENZ Angewiesensein (auf Hilfe) Positives Spannungsverhältnis FORDERN FÖRDERN Verdrängung sozialer Bedürftigkeit / Interdependenz/ Überforderung durch „Bedürfnislosigkeit“„Illegitimät“ d. Bedürfnisse ABHÄNGIGKEIT/ FREMDBESTIMMUNG Verdrängung eigener Stärken/ Kräfte Delegation sämtlicher Aktivitäten Überkompensation 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 13

  14. „Betrachte Paradoxien und Ambivalenzen als normal und erwartbar“ *) • Nicht die Logik, sondern das Aushalten der Un-Logik, der Paradoxien und Ambivalenzen des Menschlichen ist „gesund“ (vgl. SIMON. 1993) • Eine Person, die moralisch verantwortlich ist, erkennt man daran, dass sie sich dieser Ambivalenz der Situation gewahr bleibt, dass sie niemals sicher ist, dass das, was sie tut, genau das richtige ist(Bauman. 1997: 125) • REFLEXION sensibilisiert dafür, dass im Leben nicht eindeutige Logik, sondern die Ambivalenz „normal“ ist (KLEVE. 1997: 260) *)Fritz B. SIMON. 10. Gebot des systemischen Denkens (SIMON, Fritz B. 2008. Einführung in Systemtheorie und Konstruktivismus) *) 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf

  15. Reflexive Ebene KUNDE Bedürfnisse Angebote FALL für Soziale Arbeit/ Hilfe Individuelle BEDARFS- LAGE RESSOURCEN RESSOURCEN POTENTIALE WAS ist zu Managen? Was ist zu TUN? Von Wem, Mit wem, Bis Wann, Wie, mit welchen Zielen? 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 15

  16. Von der „Kolonialisierung der Lebenswelt“... KundInnensystem / Lebenswelt Soziales Hilfesystem/ Sozialraum KUNDE Prof. HelferIn Bedürfnisse Angebote RESSOURCEN RESSOURCEN 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 16

  17. ... zum „Missbrauch“ des Systems??? KundInnensystem / Lebenswelt Soziales Hilfesystem/ Sozialraum KUNDE CM Bedürfnisse Angebote RESSOURCEN RESSOURCEN 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 17

  18. Reflexive Ebene WAS ist zu Managen? KundInnensystem / Lebenswelt Soziales Hilfesystem/ Sozialraum KUNDE CM FALL für Soziale Hilfe Individuelle BEDARFS- LAGE Bedürfnisse Angebote RESSOURCEN RESSOURCEN 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 18

  19. Faktoren „gelungener“ Hilfe Organisation spezifischer Hilfeleistungen Individuelles Hilfesuch-Verhalten CASE MANAGEMENT Abgestimmtes-Arrangement von Hilfen 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 19

  20. Das Ideal sozialer Dienstleistungen (nach GOFFMAN. 1973) Faire Kooperation KundIn Subjekt mit individuellen Bedürfnissen Case ManagerIn Subjekt mit sozialpolit. Auftrag DienstleistungsexperteIn Lebenswelt-ExpertIn Gebündelte Ressourcen Diagnostische Fähigkeit Gewollte Bearbeitung Fall / BEDARF Objekt 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 20

  21. Qualifizierter Erstkontakt CASE Management in der Subjektförderung Ggf. Spezial- Assessment Assessment / Re-Assessment 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 21

  22. 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 22

  23. Qualifizierter Erstkontakt CASE Management in der Subjektförderung Ggf. Spezial- Assessment Assessment / Re-Assessment Maßnahmenplanung Maßnahmen/Leistungen 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 23

  24. Sozial relevante individuelle Bedarfslagen 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 24

  25. Qualifizierter Erstkontakt CASE Management in der Subjektförderung Ggf. Spezial- Assessment Assessment / Re-Assessment CM intensiv Lösungspläne für komplexe Fälle außerhalb der „Norm“ Maßnahmenplanung Leistungs-Erbringung Maßnahmen/Leistungen Rückmeldung an Leistungssystem (Fachbereiche) 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 25

  26. Qualifizierter Erstkontakt CASE Management in der Subjektförderung Ggf. Spezial- Assessment Assessment / Re-Assessment CM intensiv Lösungspläne für komplexe Fälle außerhalb der „Norm“ Maßnahmenplanung Leistungs-Erbringung Maßnahmen Monitoring Rückmeldung an Leistungssystem (Fachbereiche) Evaluation 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf 26

  27. CASE MANAGEMENT FSW Wir informieren Wir garantieren Kundenservice Fachbereiche Finanz & Controlling Info, Beratung, Assessment, Vermittlung, Begleitung Monitoring, Evalluation Planung, Steuerung, (Preis, Menge, Qualität) Leistung (gefördert) Kunden Finanzierung (Subjekt/ Objektförderung) Wir finanzieren Bedarfsgerecht Treffsicher Effizienzpotential Verminderung von Fehlplanung, Einbeziehung anderer Ressourcen ( nicht gefördert) = Selbsthilfe, andere Kostenträger, etc. Der Interdisziplinäre Case Management- Prozess ist die Zusammenführung des Bewältigungssystems des Kunden mit dem formalen Ressourcensystem. 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf

  28. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! DSA Mag. Wolfgang Iro FONDS SOZIALES WIEN Strategisches Management KundInnenservice 1030 Wien, Guglgasse 7-9 Tel.: 01/ 4000 - 66 992 Mobil: 0676 - 8118 66 992 E-Mail: wolfgang.iro@fsw.at Web: www.fsw.at

  29. Verwendete Literatur • BAECKER, Dirk. 1994. Soziale Hilfe als Funktionssystem der Gesellschaft. In: Zeitschrift für Soziologie, 23. Jg. 93-110 • LUMANN, Niklas. • BIERHOFF, Hans Werner, 1988: Helfen im Alltag und im Beruf. Ergebnisse der Altruismusforschung. In: Bierhoff, H.W.; Montada, L. (Hrsg.), 1988: Altruismus – Bedingungen der Hilfsbereitschaft. Hofgrefe: 30-52 • HABERMAS, Jürgen. 1981. Theorie des kommunikativen Handelns • KLEVE, Heiko. 2007. Postmoderne Sozialarbeit (2. Auflage) • GOFFMAN, Irving. 1973. Asyle • MÜLLER, Burghard. 2006. Sozialpädagogische Diagnose • PANTUCEK. Peter. 2005. Soziale Diagnostik. Verfahren für die Praxis Sozialer Arbeit • SCHULZ VON THUN, Friedemann. 1990 Miteinander reden: Stile, Werte und Persönlichkeitsentwicklung • STAUB-BERNASCONI, Silvia. 2007. Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft 4. FSW ExpertInnenforum Autonomie & Betreuungsbedarf

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