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Prof. Dr. Gerhard Naegele

Prof. Dr. Gerhard Naegele Neuorientierung der kommunalen Seniorenpolitik – Eine Standortbestimmung mit Aufforderungscharakter Abschlussveranstaltung zum Projekt „Neues Altern in der Stadt“ (NAIS) Berlin, 27. Februar 2008. These 1.

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  1. Prof. Dr. Gerhard Naegele Neuorientierung der kommunalen Seniorenpolitik – Eine Standortbestimmung mit Aufforderungscharakter Abschlussveranstaltung zum Projekt „Neues Altern in der Stadt“ (NAIS) Berlin, 27. Februar 2008

  2. These 1 Die Kommunen, d.h. die Städte, Kreise und Gemeinden, sind in erster Linie zuständig, wenn es um die soziale Gestaltung der Lebensverhältnisse der (älteren) Menschen vor dem Hintergrund des demografischen Alterns der Bevölkerung geht.

  3. These 2 Lange Zeit wurde in den Kommunen unter Altenpolitik in erster Linie Altenhilfepolitik verstanden. Diese Sicht dominiert zwar immer noch vielerorts, dennoch findet – insbesondere im Gefolge des allgemeinen demografischen und sozialen Wandels - zunehmend ein Paradigmenwechsel statt, der auf einer veränderten sozialpolitischen Konzeptualisierung vom Alter und vom Altsein basiert.

  4. Wichtige Themen einer erweiterten kommunalen Altenpolitik Arbeit und Beschäftigung, Freizeit, Kommunikation, Bildung und Kultur, Gesundheit, Vorsorge, Gesundheitsförderung, Wohnen, Wohnumfeld, Mobilität, Alltagsbezogene Dienstleistungen, Unterstützung von Familien- und Generationenbeziehungen und anderer sozialer Netzwerke, Nutzung der Wirtschaftskraft Alter, Partizipation, Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement.

  5. These 3 Bei aller Notwendigkeit einer breiteren Konzeptualisierung von Alter und Leben im Alter im Rahmen der kommunalen Altenpolitik kommt es darüber hinaus zu einer weiteren Akzentuierung von kommunaler Verantwortung in den traditionellen Aufgabenbereichen von Altenhilfe und –pflege.

  6. Wichtige lokale Handlungsräume im Bereich der Pflege Moderieren, Begleiten, Vernetzen, Steuern; Eigenständige Angebote zur Absicherung der häuslichen Pflege; Informations-, Beratungs- und Fallmanagementaufgaben; Neue Wohnformen; Qualitätssicherung in der Pflege; Abbau von Schnittstellenproblemen; Beteiligung an den Pflegestützpunkten; „Leuchtturmfunktion“ der eigenen Dienste und ‑einrichtungen; Förderung einer „Kultur des Helfens“.

  7. These 4 Eine moderne kommunale Altenpolitik braucht differenziertere Leitbilder – entsprechend der zunehmenden sozialen Differenzierung des Alters einerseits und der erweiterten Aufgabenstellungen andererseits. Das EU-Konzept vom „active ageing“ bietet dabei auch hierzulande wichtige Anknüpfungspunkte.

  8. Dimensionen, Prinzipien und Voraussetzungen des EU-Konzeptes vom „Active Ageing“ nach A. Walker (1) • Gleichberechtigte Betonung von Rechten und Pflichten älterer Menschen; • Nützlichkeitsbezug, sich selbst, anderen sowie der sozialen und gesellschaftlichen Umwelt gegenüber; • Einbezug aller Gruppen älterer Menschen, auch der sozial Schwächeren und/oder von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte;

  9. Dimensionen, Prinzipien und Voraussetzungen des EU-Konzeptes vom „Active Ageing“ nach A. Walker (2) • Intergenerationelle Solidarität; • Beachtung von nationaler und kultureller Unterschiedlichkeit; • Präventive Ausrichtung und Lebenslauf-Orientierung; • Schaffung von Ermöglichungsstrukturen; d.h. Vorleistungsverpflichtungen, z.B. der Kommunen, der Wirtschaft, der Parteien und Verbände oder der Bürgergesellschaft.

  10. These 5 Zu einer modernen Altenpolitik zählen partizipative Formen und Foren für ältere Menschen jenseits der etablierten Mitwirkungsmöglichkeiten. Gefragt ist mehr aktiveszivilbürgergerschaftlichesEngagement Älterer zum Zweck der Einflussnahme auf den bzw. zur Mitgestaltung des „öffentlichen Raum(es)“ bei der Lösung von lebensweltlichen Problemen und Anliegen aller Altersgruppen.

  11. Wichtige zivilbürgerschaftliche Engagementsbereiche Älterer • Sozialer Bürgerstatus in der Kommune • Politische Aktivbürgerschaft • Ältere als Konsumenten/Kunden • auf öffentlichen Konsumgüter- und Dienstleistungsmärkten • auf privaten Konsumgüter- und Dienstleistungsmärkten.

  12. These 6 Viele Kommunen haben sich bereits auf den Weg gemacht – viele aber auch (noch) nicht. Nach wie vor gibt es vielerorts Unterstützungsbedarf. Das Projekt „NAIS“ will und kann hierbei vielfältige Hilfestellung bieten.

  13. Zentrale Botschaften aus dem NAIS-Projekt (1) NAIS-Projekt dort hilfreich, wo es um eine möglichst realitätsnahe und –bezogene Konzeptualisierung von Altenpolitik geht; Praxisnahe Hilfestellungen und Instrumente vor allem für kleinere und mittelgroße Kommunen; Mitwirkung aller Akteure und vor allem der Betroffenen ist Voraussetzung für Erfolg; Neue Wege der Bürgerbeteiligung gerade auch in der lokalen Alten- und Seniorenpolitik möglich und notwendig;

  14. Zentrale Botschaften aus dem NAIS-Projekt (2) Erarbeitung neuer gemeinsam getragener Leitbilder ermöglicht bessere Kooperation aller Akteure; Friktionslose Anbindung an bereits bestehende Initiativen und Konzepte möglich; Wesentlicher Erfolgsfaktor ist, die Ebene der politischen Entscheider zu erreichen. NAIS ist kein „Patentrezept“. Notwendig ist seine ortsspezifische Anpassung.

  15. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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