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Energiegenossenschaften als Protestbewegung? Eine systemtheoretische Analyse aktueller Entwicklungen . Daniel Dorniok Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Vorgehen. Grundlagen Systemtheorie Protestbewegungen als Interaktionssystem

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Presentation Transcript
energiegenossenschaften als protestbewegung eine systemtheoretische analyse aktueller entwicklungen
Energiegenossenschaften als Protestbewegung? Eine systemtheoretische Analyse aktueller Entwicklungen

Daniel Dorniok

Department für Wirtschafts- und RechtswissenschaftenCarl von Ossietzky Universität Oldenburg

vorgehen
Vorgehen
  • Grundlagen Systemtheorie
  • Protestbewegungen als Interaktionssystem
  • Potential von Protestbewegungen
  • Verstärkung durch die Form der Genossenschaft
  • Vorteile der Genossenschaftsform
grundlagen systemtheorie
Grundlagen Systemtheorie
  • Systemtheorie als Universaltheorie, die sich selbst mit einbezieht (universal anwendbar und selbstreflexiv, kohärentes Theoriegebäude mit eigener Erkenntnistheorie)
  • keine Superposition der Beobachtung
  • keinen archimedischen Punkt für die Entscheidung für Unterscheidungen
  • keine unterscheidungsunabhängige Beobachtung
grundlagen systemtheorie1
Grundlagen Systemtheorie
  • Leitunterscheidung: System und Umwelt
  • autopoietische Systeme (Wirtschaft, Recht, Politik)
    • kognitiv offen
    • operativ geschlossen
    • keine Überschneidung der Codes
  • reproduzieren sich laufend ereignishaft durch sich selbst
  • elementare Elemente sind Kommunikation von Entscheidungen
  • keine Plan- oder Steuerbarkeit von organisationalem Erfolg (alle stochern im Dunkeln)
protestbewegungen als interaktionssystem
Protestbewegungen als Interaktionssystem
  • System mit spezifischem Thema
  • Entstehung und Strukturierung des Systems von innen heraus (Probleme liegen bei den Mitgliedern des Systems)
  • Materialisierungdes Protests gegen bestehende Bedingungen (Akteure und Strukturen des Energiesystems)

"Protest ist kein Sachverhalt, der aus der Umwelt in das System transportiert wird; sondern er ist eine Konstruktion des Systems selbst, deren Gründe dann in die Umwelt verlagert werden." (Luhmann 1984: 137)

potentiale von protestbewegungen
Potentiale von Protestbewegungen
  • Irritieren und destabilisieren Funktionssysteme
    • durch Widersprüche in Bezug auf bestehende Organisationsformen
    • durch die gleichzeitige Präsentation von alternativen Möglichkeiten
  • Fördern durch Konflikt gleichzeitig die Stabilisierung von Funktionssystemen
    • fördern die Bildung eines Immunsystems, welches die veränderten Bedingungen unter Gesichtspunkten der Brauchbarkeit selektiert
    • verstärken die Selbstreproduktion von sozialen Systemen
potentiale von protestbewegungen1
Potentiale von Protestbewegungen
  • Generieren neue Formen der Selbstbeobachtung der Gesellschaft
  • Bearbeiten gezielt aktuell akute Problembereiche
  • Bewegungen und ihre funktionalen Leistungen sind unkalkulierbar
    • entstehen explosionsartig
    • lösen sich ebenso schnell wieder auf
  • Formelle Formen können sich dagegen gesellschaftlich institutionalisieren
verst rkung durch die genossenschaftsform
Verstärkung durch die Genossenschaftsform
  • Protestbewegungen nutzen systemimmanentes Vehikel einer formalen Organisationsform
    • Status/Rechtsform Genossenschaft und damit verbundene Ausstattung, wie finanzielle Mittel, Rechte/Pflichten legitimiert im wirtschaftlichen System zu operieren
  • Bestücken es mit grunddemokratischen Informations-, Handlungs- und Entscheidungsstrukturen
  • Implementieren Prinzipien- und Umgangsformen, die einer kapitalistischen Organisationsweise entgegenlaufen
verst rkung durch die genossenschaftsform1
Verstärkung durch die Genossenschaftsform
  • operiert ohne Kapitalverwertung/Renditen als Selbstzweck
  • Förderung der Mitgliederinteressen, häufig regional gebunden und noch visionsgetrieben in Richtung nachhaltige dezentrale Energieerzeugung
  • Struktur (Informations- und Entscheidungsformen) und Inhalt der ursprünglichen Protestbewegung können konstant gehalten werden
vorteile der genossenschaftsform
Vorteile der Genossenschaftsform

Vorteile bei der Anpassung des Systems an seine Umwelt in Bezug auf

  • Beobachtung (Wissensgenerierung)
  • Entscheidung
    • demokratische Ausgestaltung von Informations- und Entscheidungsprozessen ermöglicht die Nutzung der Intelligenz der Massen
    • keine verkürzten Informations- und Entscheidungsprozesse wie in stark hierarchisierten Organisationsformen
    • Ausdifferenzierung von Macht und Herrschaft
essenz
Essenz
  • „Eine wichtige gesellschaftspolitische Funktion der modernen Genossenschaften war es zweifellos, die Entstehung herrschaftsfreier Sektoren im Wirtschaftsleben zu fördern.“ (Fürstenberg, S. 74)
  • In Bezug auf die Mitgliederebene (Prosumenten) und die strukturelle Ebene, gerade wenn es um die Übernahme von Netzen geht und damit um deren Vergemeinschaftung in regionale Strukturen, besteht Hoffnung!