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20 Jahre OBA

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Presentation Transcript

  1. Offene Behindertenarbeit(OBA)als Säule eines modularen Versorgungssystems im Spannungsfeld zwischenFürsorge und Inklusion

  2. 20 Jahre OBA • In der Behindertenarbeit verkörpert OBA ergänzend zu teil- und vollstationären Hilfesystemen den Bereich der Ambulanten Versorgung. • In der Praxis konnte dieser Anspruch rein quantitativ nicht eingelöst werden. • In vielen Landkreisen werden überwiegend refinanzierbare Leistungen angeboten, die zudem nur einem kleinenKreis behinderter Menschen zugänglich sind. • Als Pflänzchen wird sie gehegt und gepflegt, als Experimentier- feld schafft sie innovative, bedarfsorientierte Angebote. • Die fehlende Zugrundelegung verbindlicher Standards bei zugleich unzureichender Mittelausstattung verhinderte die Ausbildung einer klaren Identität.

  3. Ziele der OBA • Ermöglichen einer eigenverantwortlichen und selbständigen Lebensführung im eigenen Haushalt • Unterstützung der versorgenden Angehörigen • Interessenvertretung (über Beteiligung!) mit dem Ziel Chancengleichheit herzustellen • Weiterentwicklung und Vorbereitung der Gesellschaft auf inklusive Formen des Miteinander (Neu!)

  4. Zielgruppen der Angebote … mit direktem Bezug • Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung jeglichen Alters und jedweder Behinderungsart • Menschen die von einer Behinderung bedroht sind • Angehörige und Bezugspersonen der vorstehenden Gruppierungen • Kontakt- und Selbsthilfegruppen sowie sonstige Initiativen … mit indirektem Bezug • Menschen ohne Behinderung • Behinderungsrelevante Bezugsgruppen

  5. Gegenwärtige Angebote der Offenen Behindertenarbeit • Ambulante pflegerische Versorgung (ISB, MSHD, …) • Familienentlastende- / -unterstützende Dienste • Schul- und berufsbegleitende Hilfen • Beratung / Einzelfallhilfen • Angehörigen- und Geschwisterarbeit • Gruppen- und Begegnungsmaßnahmen • Freizeiten, Kultur- und Bildungsmaßnahmen • Gewinnung, Begleitung und Fortbildung von Ehrenamtlichen • Fahrdienste für Menschen mit Behinderung • Öffentlichkeitsarbeit und Soziale Aktionen • Gemeinwesenorientierte Entwicklung der Infrastruktur • Vernetzung regionaler Hilfestrukturen

  6. Angebote der OBA im Lebensverlauf

  7. Finanzielle Situation der OBA Im Vergleich zu Investitionen für die stationäre Versorgung entsprachen staatliche Aufwendungen in Formen ambulanterVersorgung bisher lediglich einem Anteil von 4 Prozent. Der Betrieb einer Stelle der OBA nötigt viele Träger heute zur Erbringung eines Eigenanteils jenseits von 40 Prozent. Diese Situation führte in der Vergangenheit dazu, dass sich die OBA vom Bild eines ganzheitlichen Versorgungssystems verabschiedete, und sie sich zu Lasten niederschwelliger Beratungsangebote hin zu einem segmentiven, da refinanzierbarem Leistungssektor entwickelte.

  8. Neue Rahmenbedingungen ermöglichen Neuorientierung • Ansiedelung der Eingliederungshilfe auf Ebene der Bezirke • Stärkere Gewichtung des Wunsch- und Wahlrechtes der Leistungsempfänger. • Einführung eines neuen Leistungsprinzips auf Basis des „Persönlichen Budgets“

  9. Trennen nach Grund- und Bedarfsversorgung • Die Grundversorgung ist verbindlich vorzuhalten. Auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte angesiedelte (Kontakt-)Stellen sind niederschwellige Angebote, welche keine entgeltfinanzierten Leistungen erbringen. Ihr Betrieb ist durch eine kostendeckende Bezuschussung (für Fach-, Verwaltungskräfte und Sachkosten!) sicherzustellen. • Angebote der Bedarfsversorgung sollen den regionalen Erfordernissen entsprechend vorgehaltenund unter Zugrundelegung der Leistungen aus den Sozialgesetzbüchern über die diversen Kostenträger verursachungsgerecht vergütet werden.

  10. Grundleistungen der OBA • Zentrale (Kontakt-)Stelle für Beratung u. Vermittlung • Vernetzung von ambulanten, teil- und vollstationären Hilfen • Weiterentwicklung des Hilfesystems (Koordination des Bed.plans) • Aufbau einer sozialen Infrastruktur • Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements • Interessensvertretung über Partizipation • Sicherstellung von Freizeit-, Bildungs- u. Begegnungsmaßnahmen

  11. Bedarfsleistungen der OBA Alle refinanzierbaren Dienstleistungen • Ambulante Eingliederungshilfen im häuslichen Bereich • Leistungen zur Mobilität • Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft • Hilfen zur Kommunikation und Information • Hilfen zum Erwerb einer Schul-/Ausbildung

  12. Standards für OBA • Schlüssel für (Kontakt-)Stellen (1 FK auf 30.000 Einw.) • Zuständigkeit für alle Menschen mit Behinderung u. chron. Erkrankung (unabhängig von Alter u. Art d. Beh.) • Absicherung des Leistungsspektrums auf der Grundlage der Zielvorgabe in einer Rahmenvereinbarung • Festschreibung des Eigenanteils für (Kontakt-)Stellen auf maximal 10% der Gesamtkosten (keine Pauschale!) Identitätsbildung setzt verlässliche Standards voraus!

  13. Maßnahmen der Neugestaltung 1. Im Vordergrund steht nicht allein die gerechtere Verteilung bereits eingestellter Mittel, sondern die gerechtere Mittelzuweisung aus dem Gesamthaushalt der Behindertenhilfe um die Stärkung der ambulanten Hilfen voranzutreiben und dem allseits proklamierten Perspektivwechsel zur Geltung zu verhelfen.

  14. Maßnahmen der Neugestaltung 2. Um dem Anspruch gerecht zu werden, die OBA als zentrale Anlaufstelle mit wichtigen Schnittstellen- und Steuerungsfunktionen zu etablieren ist der weiteren „Zersiedelung des Hilfesystems“ entgegenzusteuern und der Versuch zu unternehmen – nicht zuletzt im Sinne eines effektiveren Mitteleinsatzes – wesensverwandte Strukturen (unter einem Dach) zusammenzuführen.

  15. Maßnahmen der Neugestaltung 3. Als Signal für einen neuenAnfang und um den Prozess der Identitätsbildung in Gang zu setzen sollte unter Einbeziehung der Praktiker ein Seminar anberaumt werden, welches bisherige Leistungen im Sinne von „best-practice-Beispielen“ vorstellt, neue Herausforderungen aus künftigen Anforderungen formuliert und daraus notwendige Handlungsschritte ableitet.

  16. Offene Behindertenarbeitist die Chance für den Einstieg in den geforderten Perspektivwechsel. ist eine Investition im Kampf um Kostenvor dem Hintergrund eines stetig steigenden Bedarfs!ist Kooperationspartner und Kristallisationspunktaller in der Behindertenhilfe Tätigen.

  17. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Peter Pabst (VKIB) Neuorientierung der Offenen Behindertenarbeit Vortrag am 15. April auf der Mitgliederversammlung der VKIB