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Medienpädagogik In Zeiten des Internet

Medienpädagogik In Zeiten des Internet. Wir müssen alle neu lernen, mit dem neuen gesellschaftlichen Betriebssystem umzugehen. Referent Lambert Zumbrägel. Übersicht. Medien gefährlich? Herkunft der Medienpädagogik Ein neues Leitmedium und die Folgen Was sind neue Medien

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Medienpädagogik In Zeiten des Internet

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Presentation Transcript


  1. Medienpädagogik In Zeiten des Internet Wir müssen alle neu lernen, mit dem neuen gesellschaftlichen Betriebssystem umzugehen. Referent Lambert Zumbrägel

  2. Übersicht Medien gefährlich? Herkunft der Medienpädagogik Ein neues Leitmedium und die Folgen Was sind neue Medien Gunter Dueck – das Internet als gesellschaftliches Betriebssystem Ziele von Medienkompetenz nach J.Ertelt Wie sieht es in der Zukunft aus? Was sind denn die Piraten?

  3. Ein Fallbeispiel Dicklicher, gemobbter 11jähriger, Vater alleinerziehend Klaut einen Medienträger zum Konsum Durch Konsum wird Schule und Familie vernachlässigt Das Medium ist interaktiv, der Nutzer wird selbst zentrale Figur der Geschichte – er wird Held. Durch die hohe Attraktivität gibt er die Wirklichkeit auf und will nur noch in der Fantasiewelt leben. Dadurch verliert er in beiden Welten seine Identität – das „Spiel“ und sein Leben drohen zu „enden“. Lösung in diesem Fall: Die anderen Akteure des Mediums helfen positive Erfahrungen zu transferieren und einen Ausgleich zwischen Mediennutzung und „wahrem“ Leben herzustellen.

  4. 1979

  5. Geschichte der Medienpädagogik Bewahrpädagogik Beginn 18. / 19. bis Anfang 20. Jh. - "Schutz" des Bürgers vor Buch / Presse / Varietee Die bewahrpädagogischen Ansätze: - bewahren vor unseren Kinder/ Jugendlichen, da die kindliche Fantasie einer aggressionsauslösenden Medienwirkung ausgesetzt sind. - bewahren vor dem Verfall geistiger und moralischer Werte "Medienpädagogik" im Dritten Reich Medienbildung-/pädagogik weicht der durch Medien eingesetzte Propaganda "Medienpädagogik" bedeutete das absolute Vorheucheln einer Scheinwelt, die als Realität angesehen werden sollte. Die kritische Betrachtung von Medien wurde unterdrückt.

  6. Von der Fremdbewahrung zur Selbstbewahrung nach 1945 entsteht eine starke Medienskepsis (aufgrund der Medien während des Nationalsozialismus) Die Idee der Bewahrpädagogik wurde wieder aufgegriffen. Unsere Gesellschaft vor den "schädlichen Einflüssen" der Medien zu bewahren. Es entstand eine präventiv orientierte Filmerziehung - (Western). (Die Illusions- und Manipulationskraft der Medien als große Gefahr) ð Jugendmedienschutz, eine Reihe von Maßnahmen durch den Staat, aber auch durch die Filmwirzschaft selbst: (FSK Freiwillige Selbstkontrolle, JSchGÖ Gesetz zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit, GjS Gesetz zur Verbreitung jugendgefährdender Schriften, BPjS Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften) alle in den 50ern entstanden. Ziel der Medienbildung war es, den Bürger zur selbstbeschränkenden Auswahl der Medienangebote zu befähigen. (Selbstbewahrung) Von der kritisch-rezeptiven zur emanzipatorisch-politischen Medienpädagogik Die Jugend fühlte sich aufgrund der bisherigen Medienerziehung stark bevormundet. Die präventive Medienerziehung verlor an Bedeutung. Anfang 60er etablierte sich die "kritische Rezeption" Der Rezipient soll für die Mechanismen medialer Beeinflussung sensibilisiert und zum Durchschauen kommunikativer Abläufe und Hintergründe befähigt werden

  7. Die bildungstechnologische Medienpädagogik Medien gewinnen allmählich Bedeutung in der Didaktik bzw. als didaktisches Mittel. Es entstand regelrecht ein Medienbildungsboom an Schulen, Hochschulen, Universitäten. Im Rahmen polit. Bildung wurden die Schulen etc. mit Medientechnik ausgestattet. Medien wurden als „Retter der Bildung“ suggeriert “Learning by doing” war die Devise. Lehrende wie Lernende sollten Medien einsetzten um eine Gestaltungs- und Urteilskompetenz zu erwerben. (1970) Von der handlungs- zur lebensweltorientierten Pädagogik · In der 2. Hälfte der 70er Jahre entwickelte sich eine sogenannte „handlungs- und lebensweltorientierte“ Medienpädagogik · Das Ziel war nicht mehr: Was machen die Medien mit den Bürgern, sondern: Was können die Bürger mit den Medien machen? · Praktisch-reflexives Handeln ist angesagt. Das bedeutet: Durch das „Selber machen“ von Medien, wird die Handlungskompetenz gesteigert, man lernt wie Medien wirken, wie man sie für sich beeinflussen bzw. nutzen kann. · Aktive Medienarbeit gewinnt Anfang der 80er stark an Bedeutung. Besonders im Bereich Videoarbeit.

  8. Auf dem Weg zur Multimedia-Pädagogik? Durch das immer vielfältigere Angebot konsumieren wir verstärkt und stumpfen immer mehr ab. Medienkompetenz können im Prinzip nur die soziale Schicht der Mediengebildeten erwerben. Daher sieht die Medienpädagogik sich dafür verantwortlich dies Wissen durch theoretische wie aktive Medienarbeit zu stärken und somit allen gesellschaftlichen Schichten eine Chancengleichheit gegenüber den Medien zu gewähren – sie auf ein Level zu heben. Das waren die 90er Jahre!!! Aus: Hüther, J.: Von Comenius zum Computer. Zur Geschichte der Bildungsmedien, in: Didacta Jahrbuch 1989, Frankfurt 1990, S. 15 - 27. Schorb, B.: Medienalltag und Handeln. Medienpädagogik in Geschichte, Forschung und Praxis, Opladen 1995. Internetquelle: http://www.gugeli.de/kunst/medientheorie/Geschicht.htm (04.2012)

  9. Neues Leitmedium = neue Epoche Schrift = Hochkulturen Sprache = Stammeskultur Foto: Christian Rosenbaum Foto: Hannelore Vonier Foto: John S Turner Internet = ???? Buch = Industriezeitalter

  10. Wir bezahlen dafür, wenn wir das Internet nicht nutzen: In der Bank, der Bahn, im Buchhandel …. Wenn wir nicht mit dem Internet zu tun haben wollen, dann kommt es zu uns. (Google. Bing) Gesetze die für das Internet gemacht werden scheitern (Kinderpornosperre, Jugendmedienschutz, Facebookpartyverbot...)

  11. Infografik: 60 Seconds – Things That Happen On Internet Every Sixty Seconds – by: Shanghai Web Designers

  12. Neue Medien.... ...sind die alten Medien (Ton, Bild, Film, Text) digital + Interaktion und Kommunikation Der Empfänger wird auch Sender Das Internet ist die Plattform für alle Medien! Das Internet ist global. Das Internet ist das Medium der Massen!

  13. Quelle: allfacebook.de

  14. Video Gunter Dueck http://www.youtube.com/watch?v=MS9554ZoGu8 Ab 15:40

  15. Ziel-Beschreibung von Medienkompetenz laut Jürgen Ertelt: Die viel beanspruchte (oben genannte) Medienkompetenz braucht Ziel-Beschreibungen, sonst macht sie keine Aussage. Meine Aufstellung anzustrebender Ziele: Angstfreie Nutzung des Netzes und der Medien Aneignung, Vermittlung und kreative Interpretation von Anwendungswissen Medien als soziales Element verstehen und nutzen Medien nutzen für Solidarität und Vernetzung Medien kommunikativ nutzen und selber mediale Inhalte produzieren. Mit Medien und Inhalten kreativ experimentieren Medien als Quelle sinnlicher Erfahrung wahrnehmen und ästhetisch einordnen können, Ästhetik digitaler Werke weiterentwickeln Wert medialer Inhalte (be)achten, selber Werte schaffen und teilen. Problemlagen von Medieninhalten erkennen Ethische Fragen zu Medieninhalten positionierend diskutieren Medien nutzen um eigene Interessen zu artikulieren Meinungen respektieren und für die Freiheit der Meinungsvielfalt eintreten Wissen über Besitzverhältnisse von Medien Kritisches Bewusstsein hinsichtlich Macht der Medien und ihrer Besitzer-Interessen

  16. Und die Zukunft?

  17. Das Internet ist auch in der Politik angekommen und mischt sie auf! http://www.youtube.com/watch?v=6U82ig37TaE Rede von Hr. Lauer im Berliner Abgeordneten Haus.

  18. Was verändert sich? Wie verändert es sich? Was haben Sozialpädagogen damit zu tun?

  19. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und viel Erfolg bei der Medienerziehung. Lambert Zumbrägel Medienfachberatung für den Bezirksjugendring Unterfranken und das JFF – Institut für Medienpädagogik www.medienfachberatung.de

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