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  1. Bildung • Augustinus: Er bemüht sich nicht mehr um philosophische Glückstechniken für das Diesseits, sondern um das Verhältnis zur Transzendenz Gottes.

  2. Bildung • Augustinus: Brief von 414. Augustin äußert sich über das törichte Unterfangen der heidnischen Philosophen, Glückseligkeit schon in diesem Leben und auch noch aus eigener Kraft erlangen zu wollen. Die Philosophie, die von Gott nichts wissen konnte oder wollte, ist am Ende.

  3. Bildung „Jene aber, die in diesem trübseligen Leben, in diesem sterblichen Leibe, unter dieser Last des verweslichen Fleisches die Urheber ihrer Glückseligkeit und gleichsam deren Schöpfer sein wollen - meinen sie doch, sie aus ei­genen Kräften erlangen zu können und gleichsam schon zu besitzen, ohne sie vonjener Tugendquelle zu erbitten und zu hoffen -, konnten vonGott nichts merken, da er dem Stolze widersteht.“

  4. Bildung Die Bedingungen für das Christsein änderten sich in der Spätantike grundlegend. Mit der Hinwendung der römischen Kaiser zum Christentum und der Förderung der Kirche verbreitete sich die christliche Religion in einem zuvor ungekanntem Tempo und Ausmaß. Christliches und Nichtchristliches verschmolzen - und es wurde immer schwieriger zu bestimmen, was überhaupt das Christsein ausmacht.

  5. Bildung • Entscheidende und bedeutende Phase von der konstantinischen Zeit bis zum Tod Augustinus‘. • Eine Epoche, in der "the most crucial changes in the way Christians viewed their place in the world".

  6. Bildung • Grundlegend: Frage nach Verhältnis d. Christen zu ihrer weltlichen Umgebung = Konfrontation und Assimilation.

  7. Bildung • Mittelpunkt d. patristischen Literatur: Diskussionen, Reflexionen über d. inneren Zustand der Kirche und ihrer Mitglieder. • Prägungen: dogmatische Kontroversen, asketische Gegenmodelle. Versuch vieler christlicher Autoren, eine drohende Säkularisierung d. Kirche zu verhindern. • Lösung: Distanz u. Abgrenzung. • Gesteigertes Bedürfnis, sich mit der Frage nach christlicher Identität auseinanderzusetzen.

  8. Bildung • Zentrale Themengebiete: - Hinwendung zum Christentum bzw. d. Phänomen christlicherconversio, - Frage nach d. Zugehörigkeit zur Kirche, - Zugehörigkeit von Christen zu verschiedenen Gemeinschaften (Normen- und Rollenkonflikte), - Auseinandersetzung mit d. paganen Religion, - Beziehung von Christen zur klassisch-antiken Bildung, Philosophie und Rhetorik.

  9. Bildung • Spätantike Christen aus d. Oberschichten (v.a. im städtischen Milieu): die Inhalte der traditionellen Bildung bleiben für sie weiterhin unverzichtbar. Nähe bestimmter philosophischer Richtungen zur christlichen Lehre (Akademie, Neuplatonismus, Stoa) wirkt teilweise integrativ. Entscheidend bleibt d. Kriterium der Nutzanwendung.

  10. Bildung • Was Christentum ausmacht: Gehorsam und Demut. Sie verbinden sich in d. christl. Erziehungslehre zu einer einheitlichen Formel. Augustinus nennt Gehorsam "das Kennzeichen der Demütigen". Benedikt von Nursia formuliert in seiner Ordensregel: "Die höchste Stufe der Demut ist der Gehorsam ohne Zögern."

  11. Bildung • Gottesfurcht, Verzicht auf den eigenen Willen, vollkommener Gehorsam gegenüber Oberen, Standhaftigkeit u. Ausdauer im Gehorsam, Offenbarung aller bösen Gedanken u. Taten gegenüber d. Abt, Zufriedenheit mit allem Geringen u. Letzten u. sich als e. schlechten u. unwürdigen Arbeiter betrachten, sich als den niedrigsten und geringsten von allen bekennen u. dies im tiefsten Herzensgrund glauben, im Tun der Regel d. Klosters u. d. Beispiel der Älteren folgen, im Schweigen verharren u. nicht ungefragt reden, nicht leicht u. gern zum Lachen bereit sein, wenig u. wohlbedacht u. nicht laut sprechen, Demut durch geneigtes Haupt u. gesenkten Blick auch in der Körperhaltung zeigen.

  12. Bildung Benedikt von Nursia

  13. Bildung • Voraussetzung für d. Rigorismus: Verschärfung d. christl. Bewußtseins v. d. Unausweichlichkeit menschlicher Sündhaftigkeit seit Adams Fall u. d.Unmöglichkeit ihrer Aufhebung aus eigener Kraft. • Gregor von Nazianz (gest. um 390) bleibt in der ungebrochenen Selbstsicherheit hellenistischen Erzieherselbstverständnisses, wenn er vom Erzieher nur die Annäherung an d. Tugendideal fordert.

  14. Bildung • Augustinus ("de ordine„): „Die menschliche Autorität ist (...) meist trügerisch.“ Dennoch hält er d. Ausübung von Autorität in der Erziehung für unverzichtbar. Vernünftiges Überlegen (ratio) steht höher, zeitlich geht ihm d. Autorität (auctoritas) voran. Verständig wird man nur aus d. Unverständigsein heraus, d. Unverständige muß überhaupt erst einmal belehrbar (docilis) werden. Er ist dies nicht von sich aus.

  15. Bildung • Wahre und sichere Autorität ist nur die göttliche. Diese vermittelt sich für Augustinus kollektiv durch die katholische Kirche und ihre Tradition.

  16. Weisheit und heidnische Bildung • Gehorsamspostulat► Das Christentum mußte auch im Unterricht und d. Bildung eine Lösung finden. • ► 1. Überlegung: Göttliche Offenbarung steht höher als weltliches Denken und Wissen. 2. Überlegung: Das Schulwesen u. die in ihm vermittelte Tradition griechischer Literatur, griechischer Philosophie und Naturwissenschaft gehört zur Realität weltlichen Lebens.

  17. Weisheit und heidnische Bildung • Die kirchliche Lehre opponierte der hellenistischen Bildungstradition. Sie war mit ihr zunächst unverträglich. (Nicht nur hinsichtlich der heidnischen Götter und Dämonen). • Die Opposition galt v.a. für den Wahrheitsbegriff selbst.

  18. Weisheit und heidnische Bildung • Problem: Verpflichtung auf den (alttestamentlichen) Kanon geheiligter Schriften mit der hellenistischen Wissenschaft verträglich zu machen (schon im hellenisierten Judentum).

  19. Weisheit und heidnische Bildung • Klemens von Alexandrien: Weisheit ist lehrbar. • Es heißt, „sei nicht viel bei der Fremden“ = Mahnung, von d. weltlichen Wissenschaft Gebrauch zu machen, sich aber nicht dabei aufzuhalten und darin stehen zu bleiben. • Die enzyklischen Wissenschaften tragen zur Philosophie bei, diese wiederum wirkt am Besitz der Wahrheit mit.

  20. Weisheit und heidnische Bildung Titus Flavius Clemens

  21. Weisheit und heidnische Bildung • Klemens: Einbezug der hellenistischen Bildungstradition in den Aufbau der christlichen Lehre: legitimiert durch Spekulationen, d. Philosophie müsse wohl den Griechen von Gott gegeben sein. Sie sei eine Erzieherin des Hellenenvolkes gewesen, so wie das Gesetz den Hebräern, auf Christus hin.

  22. Weisheit und heidnische Bildung • „Es gibt also nur einen Weg der Wahrheit, aber in ihm fließen wie in einen ewigen Strom die Bäche von verschiedenen Seiten zusammen.“ • Klemens nimmt e. Pauluswort auf, das geschichtsphilos. d. Verbindung zwischen alttestamentlicher Tradition und Evangelium herstellt: Das Gesetz ist Zuchtmeister (paidagogós) auf Christus hin.

  23. Weisheit und heidnische Bildung • Christentum: = der zusammenfassende glückliche Abschluß aller Menschheitsgeschichte. Christliche Bildung und Kultur sind abschließende und zugleich summierende auch der griechischen.

  24. Weisheit und heidnische Bildung • Basilius: Das Nützliche soll gesammelt, das Schädliche abgelehnt werden. „Wir dürfen die Dichter nicht loben, wenn sie schmähen und spotten, Buhler und Betrunkene schildern, die Glückseligkeit nach einer reich besetzten Tafel und ausgelassenen Liedern bemessen, und wir dürfen schon gar nicht auf sie hören, wenn sie von Göttern reden. Aber wir können aus den heidnischen Schriftstellern gleichsam einen Schattenriß der Tugend entwerfen.“

  25. Weisheit und heidnische Bildung • Beispiele, die „fast mit unseren Lehren übereinstimmen“: ► Herkules, der den Weg der Tugend wählte, ► Sokrates (Sohn d. Sophroniskus), d. sich ins Gesicht schlagen ließ, ► Perikles u. Euklid, die geduldig gegen ihre Verfolger waren, ► Alexander, d. die gefangenen Töchter des Darius nicht sehen wollte, um nicht in Gefahr zu geraten, sich von Weibern überwinden zu lassen.

  26. Weisheit und heidnische Bildung Als sich H. in die Einsamkeit zurückgezogen hat, um sich über seinen Lebensweg klar zu werden, erscheinen ihm zwei junge Frauen (Laster u. Tugend), d. ihm d. Wege u. Ziele zeigen. H. neigt sich dem Laster zu (Leben mit Theaterspiel, Musik u. Kartenspiel), die Tugend steht zur Rechten, züchtig bekleidet. Sie weist auf d. steilen Pfad, der Herkules ewigen Ruhm einbringen wird.

  27. Weisheit und heidnische Bildung Hannibale Caracci, 1596

  28. Weisheit und heidnische Bildung • Abendland: Maßgeblich wird Augustinus. • Das Heil d. Menschen hängt nicht davon ab, ob einer Zugang zur wissenschaftlichen Bildung findet oder nicht („de ordine“). • Gleichzeitig: Hochschätzung der freien Künste: Ein vernünftiger und maßvoller Umgang mit ihnen „macht uns als Liebende geweckter, beharrlicher und schöner; unser Verlangen nach der Geliebten, nach der Wahrheit, wird heftiger, und die Umarmung schließlich wird zärtlicher sein.“

  29. Weisheit und heidnische Bildung • Augustinus: Wissenschaftliche Bildung = „das höchste Maß“ zu erreichen, über das hinaus d. Mensch weder kann noch soll noch will, und wohin er dann viele zu führen vermag. • Den höchsten Gott jedoch „kennt (besser), wer Ihn nicht kennt“. • Die hellenistische Bildung ist nichts anderes als Vorbereitungswissenschaft.

  30. Weisheit und heidnische Bildung • Damit d. Mensch nicht gerade durch sein Erkenntnisstreben infolge der Schwäche des menschlichen Geistes verderblichen Irrtümern verfällt, benötigt er göttliche Unterweisung, „der er in Sicherheit gehorcht“. Und da der Mensch, solange er im „sterblichen Leibe weilt, fern vom Herrn dahinpilgert, wandelt er im Glauben und nicht im Schauen“.

  31. Weisheit und heidnische Bildung • = Unterordnung weltlicher Bildung. Dennoch: Differenzierung im konkreten Detail. • Kriterium: = Notwendigkeit u. Verwertbarkeit für d. Verständnis der heiligen Schrift, den Beruf des Geistlichen, das künftige Berufsleben. • Rechtfertigung: allegorische Deutung. ► Origenes verwies auf den göttlichen Befehl, beim Auszug aus Ägypten d. goldenen u. silbernen Gerätschaften mitzunehmen. • Das Christentum hatte genug Selbstbewußtsein erlangt, um über d. antike Bildungserbe frei und nach eigenem Bedürfnis verfügen zu können.

  32. Weisheit und heidnische Bildung • Aus der stoischen, auf Affektkontrolle abzielenden Diätetik wird Erziehung zur Bereitschaft, in demütigem Gehorsam das Kreuz des irdischen Lebens auf sich zu nehmen.

  33. Weisheit und heidnische Bildung • Die enkyklios paideia wird der Offenbarungswahrheit als deren Vorstufe untergeordnet. • Konflikt ohne eindeutige Lösung ► Verbindung zwischen der pädagogischen Frage und der soteriologischen = Frage nach der Erlösung des Menschen. • Führen gute Werke, führen Tugend und Wissen zum Heil?

  34. Niedergang und neuer Aufbruch Gregor von Tours: „Wehe über unsere Tage, dass die Pflege der Wissenschaften bei uns untergegangen ist, und niemand im Volke sich findet, der das, was zu unseren Zeiten geschehen ist, zu Pergament bringen könnte."

  35. Niedergang und neuer Aufbruch • Bischof, fränkischer Geschichtsschreiber, 30.11. 538/39 in Averna (Clermont-Ferrand, - 17.11. 594, Tours.) Aus gallorömischen Senatorengeschlecht. Frühe Entscheidung für d. geistlichen Stand. Nach d. Diakonatsweihe Wallfahrt nach Tours (563). Heilung am Grab des hl. Martin. 573 Bischof von Tours. Gehört zu den kirchlich u. politisch einflußreichsten Männer des Merowingerreichs. • Hauptwerk: Historia Francorum (bis 591)

  36. Niedergang und neuer Aufbruch Historia francorum

  37. Niedergang und neuer Aufbruch Überall (im merowing. Reich) blieben zunächst die Romanen (wie Gregor oder Venantius Fortunatus, Träger der römischen Kultur, die bald ganz zu versiegen schien: „Zwischen 660 und 770“ gab es „keinen einzigen einheimischen Autor von literarischem Rang“.

  38. Niedergang und neuer Aufbruch Venantius (530-609) studierte die artes. Auf der Flucht vor d. Langobarden kam er schließlich nach Poitiers. Priesterweihe. Um 600 Bischof. Bedeutendester Dichter der Merowingerzeit, letzter Vertreter d. Dichtung in lateinischer Sprache. Werke: viele liturgische Dichtungen. Biografien von Martin von Tours, Königin  Radegund, der er in enger Freundschaft verbunden war, Hilarius von Poitiers, u.a.

  39. Niedergang und neuer Aufbruch 1862

  40. Niedergang und neuer Aufbruch Kulturbegriff heute: so weit gefaßt, daß ganz neue Erzeugnisse und Leistungen in den Blick geraten. Merowingerzeit: Briefe, Gedichte, viele Heiligenviten (rund 50 erhalten). Ebenso Urkunden, Formelsammlungen = Fortleben d. Schriftlichkeit in d. Verwaltung (v.a. in Nordfrankreich ►Anschluß an die spätantike Schriftkultur.

  41. Niedergang und neuer Aufbruch Von großer Bedeutung: Britannien und Irland im frühen Mittelalter. Entwicklung e. bemerkenswerten Schriftkultur, die über die Mission auch auf den Kontinent einwirkte. Iren: Erstaunliche Leistungen in d. Buchkunst, auf dem Gebiet klösterlichen Schrifttums.

  42. Niedergang und neuer Aufbruch Angelsachsen: Aldhelm von Malmesbury (gest. 709) begründet mit asketischen und poetischen Werken sowie Schulschriften e. lateinische Schriftkultur. Beda Venerabilis (673/74-735), Priestermönch im Kloster Jarrow (Wearmouth): Schriften, die nahezu alle Wissensgebiete umfaßten ► einer d. größten Gelehrten seiner Zeit. Bonifatius: Briefwechsel = reger Schriftverkehr und Bücheraustausch mit dem Kontinent.

  43. Niedergang und neuer Aufbruch

  44. Niedergang und neuer Aufbruch Gelehrte wie Boethius (- 524, Vermittler d. griechisch­philosophischen Gedankengutes an d. MA, Cassiodor (- nach 580, Ostgotenreich, Isidor von Sevilla (- 636, Westgotenreich = große intellektuelle Autoritäten des Mittelalters.

  45. Niedergang und neuer Aufbruch Erst seit der karolingischen Zeit erlangte die abendländische Kultur e. gewisse Einheitlichkeit: während Karolingischen Renaissance. Diente der Einheit der Christenheit, brachte d. Frankenreich in engeren geistigen Kontakt mit Spanien, Italien und England.

  46. Niedergang und neuer Aufbruch Freilich auch: Kulturverengung. Einschränkung d. Kultur/Bildung auf vorwiegend geistliche Belange u. kirchliche Institutionen. Weitgehende, nie ausschließliche Beschränkung der Schriftlichkeit auf Klerus und Mönche. Das Buch wurde zum Attribut der Geistlichen, der schreibende Mönch geradezu zu einem Standardbild der Buchmalerei.

  47. Niedergang und neuer Aufbruch

  48. Niedergang und neuer Aufbruch Karolingische Renaissance: Ergebnis war ein Aufschwung wie eine Erneuerung von Bildung, Wissenschaft und Schreibkultur. Abschreibetätigkeit; literarische Produktion, Förderung des Schulwesens, inhaltliche/textkritische Revision der Überlieferung Reinigung d. Umgangssprache am Maßstab des antiken Lateins = correctio.

  49. Niedergang und neuer Aufbruch Neue, einheitliche Schrift (karolingische Minuskel = Ausbreitung über d. ganze Abendland; Aufbau einer Art Hofschule; Blüte der Kunst auf fast allen Gebieten. Spätes 8. Jht.: Anwachsen d. Anzahl d. Handschriften: sieben- bis achttausend Hss d. Karolingerzeit (740-900) sind erhalten. Forcierung d. Schriftlichkeit.

  50. Niedergang und neuer Aufbruch KAROLINGISCHE MINUSKEL