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Manfred Burghardt

ILEB Modul „Leistungsfeststellung / Leistungsbeschreibung“. Manfred Burghardt Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung - Abteilung Sonderschulen - Bereichsleiter im Fachbereich PdL/PdE Oltmannsstraße 22 79100 Freiburg. FAQ zum Baustein Leistungsfeststellung.

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Presentation Transcript


  1. ILEB Modul „Leistungsfeststellung / Leistungsbeschreibung“ Manfred Burghardt Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung- Abteilung Sonderschulen -Bereichsleiter im Fachbereich PdL/PdEOltmannsstraße 2279100 Freiburg

  2. FAQ zum Baustein Leistungsfeststellung Was sind die Ziele von Leistungsfeststellung? Evaluation von Unterricht Hinweise für die qualitative Weiterentwicklung von Unterricht Optimierung der Lernumgebung Sicherung der Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages Individualisierung der Bildungsangebote Weiterentwicklung prozesshafter Diagnosequalitäten Individuelle Leistungserwartungen fördern Professionalisierung der individuellen Lern- und Entwicklungsbegleitung Schulentwicklung Professionalisierung der Zusammenarbeit Fortschreibung der Bildungsangebote

  3. FAQ zum Baustein Leistungsfeststellung • Was sind die rechtlichen Grundlagen? • Schg §114 • (2) Das Kultusministerium kann Schüler und Lehrer verpflichten, an Lernstandserhebungen von internationalen, nationalen oder landesweiten Vergleichsuntersuchungen teilzunehmen, die schulbezogene Tatbestände beinhalten und Zwecken der Schulverwaltung oder der Bildungsplanung dienen; die Erhebung kann sich auch auf außerschulische Bildungsdeterminanten beziehen, soweit es den Schülern und Lehrern zumutbar ist. • Notenbildungsverordnung § 7 • Allgemeines(1) Grundlage der Leistungsbewertung in einem Unterrichtsfach sind alle vom Schüler im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten Leistungen (schriftliche, mündliche und praktische Leistungen). Schriftliche Leistungen sind insbesondere die schriftlichen Arbeiten (Klassenarbeiten und schriftliche Wiederholungsarbeiten). Der Fachlehrer hat zum Beginn seines Unterrichts bekanntzugeben, wie er in der Regel die verschiedenen Leistungen bei der Notenbildung gewichten wird. • Versetzungsordnung • Verwaltungsvorschrift Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf – vgl. Nachteilsausgleich • Schulbesuchsverordnung – Regelung zur Umsetzung des Beschlusses des Ministerrats vom 3. Mai 2010 „Schulische Bildung von jungen Menschen mit Behinderung“

  4. FAQ zum Baustein Leistungsfeststellung Was sind die rechtlichen Grundlagen? Bildungspläne Es wird die Leistung gefördert und gefordert, die den Voraussetzungen des einzelnen Schülers entspricht (BP Fö Seite 8) Individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung: Im Rahmen von ILEB werden Potenziale und Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern umfassend erhoben ( BP Fö Seite 11) Bildungsbereich Anforderungen und Lernen – Lernleistungen feststellen BP Fö S77 / BP E S. 88 Können Klassenarbeiten geschrieben werden? Gemäß §7 Abs.1 können Klassenarbeiten Teil der schriftlich erbrachten Leistungen sein.

  5. FAQ zum Baustein Leistungsfeststellung Was ist eine Leistung? Leistung ist ein Konstrukt, das als Beurteilungsmerkmal angibt, was Personen in ihrer gegenwärtigen, tatsächlichen Umwelt tun. Leistung berücksichtigt das Einbezogensein einer Person in ihre Lebensbereiche. ICF-CY Verlag Hans Huber 2011, S. 276

  6. FAQ zum Baustein Leistungsfeststellung Was ist Leistungsfähigkeit? Leistungsfähigkeit ist ein Konstrukt, das als Beurteilungsmerkmal das höchstmögliche Niveau der Funktionsfähigkeit, das eine Person in einer Domäne der Aktivitäten- und Partizipationsliste zu einem gegebenen Zeitpunkt erreicht, angibt. Die Leistungsfähigkeit wird in einer uniformen oder Standardumwelt gemessen und spiegelt daher das umwelt-adjustierte Leistungsvermögen wider. ICF-CY Verlag Hans Huber 2011, S. 276

  7. FAQ zum Baustein Leistungsfeststellung Was ist eine Kompetenz? Es handelt sich um eine Disposition, die Personen befähigt bestimmet Arten von Problemen erfolgreich zu lösen, also konkrete Anforderungssituationen eines bestimmten Typs zu bewältigen. (Klieme 2003) Die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen. (Weinert) Wissens- und Könnensleistungen unter Bezugnahme auf Einstellungen und Haltungen (v.Hentig) Ein Problem in eigener Zuständigkeit und Verantwortung lösen können. (Kirchgeßner)

  8. FAQ zum Baustein Leistungsfeststellung Was kennzeichnet Sonderpädagogische Diagnostik? Sonderpädagogische Diagnostik befasst sich mit der Frage, welche Barrieren (Hemmnisse) Schüler/innen in ihrer Aktivität und Teilhabe so einschränken, dass sich daraus die Notwendigkeit eines sonderpädagogischen Bildungsangebots ableitet. Aufgabe sonderpädagogischer Diagnostik ist es den Schlüssel zu finden mit dem sich Barrieren öffnen und Ressourcen entwickeln lassen. Sie sucht nach Unterstützung und Angeboten mit denen die Funktionsfähigkeit eines Menschen in seinen Kontexten im Hinblick auf Aktivität und Teilhabe gesichert werden kann? Eine so verstandene Diagnostik kann nur systemisch betrieben werden, umfasst alle Lern- und Lebensbereiche und geht stets vom Kinde aus.

  9. FAQ zum Baustein Leistungsfeststellung Zwischen Diagnostik und Leistungsfeststellung und –beschreibung besteht ein enger Zusammenhang und entsprechend Schnittmengen. Diagnostik soll erfassen wie ein Kind vorgeht, wie es lernt, denkt und handelt, welche Kontexte sein Handeln dabei beeinflussen und welche Körperfunktionen sein Handeln ggf beeinträchtigen. Insofern sind Umweltfaktoren (Kontexte) und Körperfunktionen vertiefende Kategorien einer möglichen Hypothesenbildung. Bei Leistungsfeststellung und –beschreibung sind die Dimensionen von Aktivität und Teilhabe die vornehmlichen Bezugsgrößen Was unterscheidet Diagnostik und Leistungsfeststellung?

  10. FAQ zum Baustein Leistungsfeststellung Wie individuell kann die Note sein? Mit Leistungsfeststellungen und der Bewertung erbrachter Leistungen fördert die Schule die Entwicklung einer realistischen Einschätzung der eigenen Kompetenz. Die Schule orientiert sich dabei als Vergleichsmaßstab an vorherigen individuellen Leistungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler, bezieht aber auch allgemein anerkannte Bezugsnormen mit ein. Ist Selbsteinschätzung Teil von Leistungsfeststellung? Muss sie einbezogen werden? Durch die Feststellung und Bewertung von Lernerfolgen werden Schülerinnen und Schüler ermutigt, ihren Lernprozess zunehmend selbstständig zu gestalten. Das Wissen um eigene Möglichkeiten, Chancen und Grenzen hilft ihnen, sich eigene realistische Ziele zu setzen und ihre erreichten Leistungen zu bilanzieren. Damit lernen sie, ihren Lernprozess zu reflektieren sowie aufgetretene Schwierigkeiten zu überwinden Bildungsplan Förderschule / Bildungsbereich Anforderungen und Lernen / Lernleistungen feststellen

  11. FAQ zum Baustein Leistungsfeststellung • Die Förderschule entwickelt mit ihren Partnern Übergabekonzepte, klärt die rechtlichen Grundlagen, informiert die Eltern und begleitet die Schülerinnen und Schüler in berufsvorbereitende Maßnahmen und Ausbildung. Darüber hinaus beteiligt sich die Schule an der Entwicklung und Sicherung passender Anschlussmöglichkeiten. Wie vergleichbar müssen Noten sein? Quelle: Bildungsplan Förderschule / Bildungsbereich Arbeit / Berufsvorbereitende Maßnahmen und Ausbildungswege Fazit: Transitionsprozesse sind grundsätzlich dialogorientiert anzulegen und machen einen Beratungs- und Übergabeprozess notwendig. Grundlage solcher Prozesse sind u.a. auch verbale Leistungsbeschreibungen wie sie die Notenbildungsverordnung vorsieht.

  12. FAQ zum Baustein Leistungsfeststellung Wie vergleichbar müssen Noten sein? Nachteilsausgleich bei zielgleichem Unterricht Voraussetzung ist die Vorlage eines aussagekräftigen ärztlichen Attests an die Schule. Der Nachteilsausgleich kann sich zum Beispiel beziehen auf: Bewertung von Klassenarbeiten nach krankheitsbedingten Fehlzeiten Anzahl der Klassenarbeiten (die Leistungsbewertung kann auch mündlich, durch Hausaufgaben oder andere Arbeiten vorgenommen werden) Reduzierung der Unterrichtsangebote auf die Kernfächer (Befreiung von Musik, Kunst, Religion und Sport bzw. Veränderung der Bewertung erkennbarer Leistungen in der Schule oder im außerschulischen Lebensumfeld) Verteilung eines Schuljahres auf zwei Schuljahre (stets mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Tübingen) Zulassung von Diktiergeräten zur Wiedergabe des Sprachausdrucks bei psychogenen Sprachstörungen Zulassung bzw. Bereitstellung spezieller Arbeitsmittel wie Alphasmart, Laptop, PC, Kassettenrekorder, spezifisch gestaltete Arbeitsblätter, größeres Schriftbild und besondere Heftgestaltung usw. differenzierte Aufgabenstellungen im Kunst-, Musik- und Sportunterricht Variation der Arbeitszeit bei Klassenarbeiten und Prüfungen (individuelle Verlängerung, Unterbrechungen, Räumlichkeiten etc.) Gewähr von Phasen der Entspannung (z.B. eine Runde ums Schulhaus joggen, kleiner Expander, Musikhören mit dem Discman etc.)siehe auch Landesbildungsserver des Kultusministeriums unter Schule für Kranke.

  13. FAQ zum Baustein Leistungsfeststellung Welche Gestaltungsräume hat die Schule? • im Jahreszeugnis können die Noten durch eine verbale Leistungsbeschreibung ergänzt werden (Notenbildungsverordnung) • dem Jahreszeugnis können Anhänge beigefügt werden beispielsweise in Form von Kompetenzprofilen • Halbjahresinformationen: (1) Für das erste Schulhalbjahr erhalten die Schüler, soweit nichts Abweichendes bestimmt ist, eine schriftliche Information über ihre Leistungen in den einzelnen Unterrichtsfächern, wobei ganze Noten, ganze Noten mit Notentendenz (Plus oder Minus) und halbe Noten zulässig sind. • Pflicht ist ein Zeugnis in den Abschlussklassen mit Noten. • (6) In den Klassen 7 und 8 der Werkrealschule und Hauptschule werden im Jahreszeugnis die Noten durch eine verbale Leistungsbeschreibung ergänzt, wenn dies insbesondere im Hinblick auf den späteren Übergang des Schülers in weitere Bildungs- oder Ausbildungsgänge notwendig ist. (Notenbildungsverordnung)

  14. Mögliche Fragestellungen von Kollegien & passende Medien • Welche Qualitätskriterien sind vorgegeben? • Welche Bezugsnormen liegen Leistungsfeststellungen zugrunde? • Welche Verfahren gibt es? • Was sind Erprobungsfelder? • Was ist Profil AC? • Was ist ein Schülerportfolio? • Was ist ein Entwicklungsspiegel? • Hat die Schule das Recht eigene Zeugnisse zu gestalten?

  15. Qualitätskriterien zu Leistungsfeststellung wird in möglichst alltagsbezogenen und lebensnahen Situationen durchgeführt ist Anlass für die Fortschreibung von Zielvereinbarungen mit allen Beteiligten. gibt Auskunft darüber, welche Kompetenzen Schüler/innen auf welchem Niveau entwickelt haben wird mit Schüler/innen und Eltern regelmäßig reflektiert ist eine Grundlage für die Ausweisung individueller Bildungsangebote Leistungsfeststellung

  16. Bezugsnormen von Leistungsfeststellung Welche Bezugsnormen liegen Leistungsfeststellungen zugrunde? Projektprüfungen Kompetenzprofile

  17. Verfahren zur Leistungsfeststellung Welche Verfahren gibt es? Dialogorientiertes Übergabeverfahren Dokumentation Zeugnis inkl. Anhänge Klassenarbeiten Individuelle Lernzielkontrollen Schulleistungstests Fehleranalysen Strukturierte Erprobungssituationen z.B. Profil AC VERA Projektprüfungen Erprobungsfelder (vgl. Schulfrühstück) Strukturierte Beobachtungen z.B. Kompetenzanalysen Entwicklungsspiegel Schülerportfolio INKOS – Schülerbeobachtungssoftware Selbsteinschätzungsbögen

  18. Erprobungssituation für Leistungsfeststellung • Erprobungsfelder zeichnen sich durch die im folgenden aufgeführten Konstruktionsmerkmale aus: • Sie fordern Schüler/innen zu einem eigenaktiven Handeln heraus. • Sie gewährleisten eine Kontextbezogenheit der schulischen Lerninhalte. Die Schüler/innen können schulisches Wissen und erlernte Fertigkeit anwenden, auch in Verbindung mit angemessenen Einstellungen und Haltungen. • Die Erprobungssituation bildet Inhalte ab, die von den Schüler/innen als bedeutsam für ihre persönlichen Teilhabemöglichkeiten erkannt werden können. • In der Erprobungssituation sind Kompetenzen erforderlich, die in einem Zusammenhang mit schulisch angebotenen Inhalten stehen. • In Erprobungssituationen können metakognitive Kompetenzen wie Handlungsplanung, Selbststeuerung, reflexives Handeln etc. in ihrer bedeutsamkeit für ein eigenständiges, kompetentes Handeln beobachtet werden. • Erprobungssituationen geben Aufschluss, ob in den zu überprüfenden Kompetenzbereichen Routinen ausgebildet wurden. Was sind Erprobungsfelder?

  19. Beispiel Erprobungssituation Schulfrühstück Erprobungssituation Eine lebensbedeutsame Situation innerhalb eines Handlungsfeldes in dem Schüler/innen Kompetenzen erwerben, erproben und vertiefen können Kompetenzbeschreibungen Die Schülerinnen und Schüler können für andere verständliche Texte schreiben (Fach Sprache) Anhaltspunkte mit qualitativen Skalierungen • kann einen Einkaufszettel weitgehend orthografisch richtig und eigenständig gemäß den • getroffenen Absprachen abfassen • kann einen Einkaufszettel selbstständig nach den getroffenen Absprachen so abfassen, dass er • auch für Mitschüler lesbar ist • kann einen Einkaufszettel unter Einbeziehung von Merkhilfen lesbarabfassen • kann einen Einkaufszettel lesbar abschreiben • orthographische Probleme des Schülers verhindern ein befriedigendes Arbeitsergebnis eines • ansonsten guten mündlichen Lösungsvorschlags

  20. Beispiel Erprobungssituation: Wir frühstücken gemeinsam (Schulfrühstück) • Kompetenzen / Niveaustufen • Erstsituation Frühstück planen • Die Schülerinnen und Schüler können Handlungsstrategien anwenden (Anforderungen und Lernen) • macht eigenständige Vorschläge (im Sinne: entwickelt neue Strategien) •  zur Planung der erforderlichen und gewünschten Lebensmittel, •  möglicher Aufgabenverteilungen, •  hat Vorschläge wie der Einkauf organisiert werden kann • orientiert sich bei der Planung des Frühstücks erkennbar an früheren Vorgehensweisen • orientiert sich bei der Planung an seinen eigenen Bedürfnissen • orientiert sich an den Vorschlägen anderer • Die Schülerinnen und Schüler können für andere verständliche Texte schreiben (Fach Sprache) • kann einen Einkaufszettel weitgehend orthografisch richtig und eigenständig gemäß den getroffenen Absprachen abfassen • kann einen Einkaufszettel selbstständig nach den getroffenen Absprachen so abfassen, dass er auch für Mitschüler lesbar ist • kann einen Einkaufszettel unter Einbeziehung von Merkhilfen lesbarabfassen • kann einen Einkaufszettel lesbar abschreiben • orthographische Probleme des Schülers verhindern ein befriedigendes Arbeitsergebnis eines ansonsten guten mündlichen Lösungsvorschlags

  21. Beispiel Erprobungssituation Schulfrühstück

  22. Diagnose- und Vergleichsarbeiten Was ist VERA? • Die Kultusministerkonferenz hat Bildungsstandards für die Grundschule verabschiedet. Bildungsstandards beschreiben, welche Fähigkeiten und Kenntnisse alle Schüler/innen am Ende ihrer Grundschulzeit erworben haben sollten. VERA 3 zeigt auf, wie weit Drittklässler auf dem weg zur Erreichung der Bildungsstandards sind. • Die Leistungen der Schüler/innen werden in • - Deutsch – Lesen • - Deutsch – Sprachgebrauch • - Mathematik – Muster und Strukturen, Größen und Messen • auf 5 Leistungsstufen ermittelt. Die Aufgaben werden im Mai jeden Jahres den Grundschulen vom Landesinstitut für Schulentwicklung zugestellt. Die Schülerarbeiten werden nach bundesweit einheitlichen Auswertungsanleitungen korrigiert. Die Ergebnisse werden vom Landesinstitut für Schulentwicklung teststatistisch analysiert und aufbereitet. Die Schulleitungen und die Lehrkräfte erhalten Ergebnisrückmeldungen. • http://www.schule-bw.de/entwicklung/dva/vavera/aahgfvera/

  23. Schülerportfolio Was ist ein Schülerportfolio? Ein Schülerportfolio beinhaltet eine systematische Auswahl von Arbeiten, welche die individuellen Bemühungen, Fortschritte und Leistungen eines Schülers in einem oder mehreren Lernbereichen darstellen. Es handelt sich um eine reflektierte Sammlung von ausgewählten Belegen, die informieren über Fähigkeiten, Fertigkeiten, Interessen und Kenntnisse eines Schülers. Selbst- und Fremdeinschätzungen zu unterschiedlichen Lernbereichen können ebenso Bestandteil eines Schülerportfolios sein wie Ergebnisse von Kompetenzanalysen und Kompetenzrückmeldungen bzw. –raster. Link: www.schloss-schule-pfullingen.de Lit.: Häcker, Thomas(2006): Portfolio: Ein Entwicklungsinstrument zum selbstbestimmten Lernen. Baltmannsweiler. Schneider

  24. Entwicklungsspiegel Der Entwicklungsspiegel ist ein Verfahren zur individuellen Lern- und Entwicklungsbegleitung, das im Jahr 2006 von einer Arbeitsgruppe des MKJS gemeinsam mit Förderschulen entwickelt wurde. Zitat: „Er schildert individuelle Lern- und Lebenssituationen von Schülerinnen und Schülern. Er richtet dabei den Blick auf den Einzelnen und berücksichtigt, dass jedes Kind bzw. jeder Jugendliche sein eigenes Thema hat. Dies zieht Schwerpunktsetzungen bei der Formulierung von möglichen Inhalten eines Entwicklungsspiegels nach sich. Der Entwicklungsspiegel dient in erster Linie der Intensivierung der individuellen Förderung eines jeden Kindes und Jugendlichen in gemeinsamer Erziehungspartnerschaft von Eltern, Schule und außerschulischen Partnern und Institutionen im Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler. Der Entwicklungsspiegel erleichtert die Kommunikation zwischen Erziehungspartnern, er beleuchtet die jeweilige Lebenssituation des Kindes und Jugendlichen, er klärt mögliche Bedingungshintergründe und dient dem Vereinbaren von Förderschwerpunkten und Förderplanungen innerhalb und außerhalb der Schule. Der Entwicklungsspiegel begleitet die Schülerin und den Schüler während seiner gesamten Schulzeit. ...... Der Bildungsverlauf und die Bildungserfolge eines Kindes bzw. Jugendlichen finden im Entwicklungsspiegel sichtbaren Ausdruck“. (ESP-Projektbericht 2006) Was ist ein Entwicklungsspiegel?

  25. Beispiel Entwicklungsspiegel

  26. Beispiel Entwicklungsspiegel

  27. FAQ zum Baustein Leistungsfeststellung Was ist Profil AC? • Profil AC ist ein Verfahren zur Feststellung von überfachlichen Kompetenzen, das verbindlich in Klasse 7 an allen Schulen (mit Ausnahme der SfG) durchgeführt wird. • Das Kompetenzprofil entsteht durch systematisierte Beobachtungen von 2 Beobachtern. • Das Ergebnis - ein Kompetenzprofil - wird von den Beobachtern mit dem Schüler zunächst besprochen und reflektiert, danach werden gemeinsam individuelle Bildungsziele und -angebote vereinbart. Elemente von Profil-AC können den Bausteinen von ILEB zugeordnet werden.

  28. Profil AC in der ILEB-Schleife Fördergespräch Kompetenz-profil Umsetzung der Fördervereinbarung Hypothesenbildungvertiefende Ursachensuche Profil-AC Förderverein-barung

  29. Beispiel Profil AC

  30. Kompetenzanalysen Die Kompetenzanalysen bilden die Kompetenzerwartungen der Bildungsplanvorgaben ab – inhaltlich-sachliche Bezugsnormen werden einbezogen Individuelle Vergleichmaßstäbe können mit den in den Bildungsplänen ausgewiesenen Lernstandserwartungen & Kompetenzen abgeglichen werden. Die einzuschätzenden Kompetenzen lassen sich über mehrere Indikatoren identifizieren. Die Leistungserhebung lässt sich prozesshaft gestalten. Sie bieten eine Grundlage für eine diagnostische Reflexion von individuellem Lernstand und eröffnen Möglichkeiten für eine sachbezogene Rückmeldekultur. Sie ermöglichen eine Verständigung für eine kooperative Förderplanung und die Planung individueller Bildungsangebote. Was sind Konstruktionsmerkmale von Kompetenzanalysen?

  31. Beispiel

  32. Beispiel Beispiel

  33. Beispiel Pränumerik

  34. Zeugnisse • Für Jahreszeugnisse, Halbjahreszeugnisse, Halbjahresinformationen und Schulberichte gibt es Rahmenvorgaben. Innerhalb des vorgegebenen Rahmens können die Zeugnisse grafisch gestaltet werden. • Den Abschluss- und Abgangszeugnissen der Sonderschulen kann auf Antrag der Erziehungsberechtigten eine Beschreibung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, die im beruflichen Bereich von Bedeutung sind, beigefügt werden. • Entsprechend können Jahreszeugnissen ergänzend Beschreibungen von Fähigkeiten und Fertigkeiten beigefügt werden, die aus Sicht von Schule bedeutsam sind. Vgl dazu : Verwaltungsvorschrift über Zeugnisse, Halbjahresinformation und Schulbericht;Verwaltungsvorschrift vom 3. Januar 2002; Az.: 6610.4/55; Fundstelle: K.u.U. 2002, S. 73. Zuletzt geändert durch Verwaltungsvorschrift vom 11. November 2009 (K.u.U. 2009, S. 223) Hat die Schule das Recht eigene Zeugnisse zu gestalten?

  35. Beispiel Zeugnis

  36. Beispiel Zeugnis

  37. Mögliche Fragestellungen von Kollegien, für die vor Ort Lösungen gefunden werden sollten: • Wie können Stärken und Schwächen in der Leistungsbeschreibung so abgebildet werden, dass sich Hinweise für Unterstützungs- und Hilfeangebote ableiten lassen? • Wie oft sollen Leistungen festgestellt werden? • Was sind günstige Zeitpunkte für Leistungsfeststellung? • Wer sollte bei Leistungsfeststellungen beteiligt werden? • Wie können Leistungsanforderungen und Kriterien der Leistungsfeststellung transparent gegenüber Beteiligten und Betroffenen gemacht werden?

  38. Offene Fragen der Praxis • Welche Kompetenzen sollen bei Leistungsüberprüfungen in den Blick genommen werden? • Beim Übergang von Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren an allgemeine Schulen, welche Vergleichbarkeit muss in der Leistungsbeschreibung und Notengebung berücksichtigt werden.

  39. Gruppenarbeit – Vorschläge:Sichtung Kompetenzprofilen / -analysen • Suchen Sie sich Beispiele aus, in denen sich nach Ihrem Dafürhalten die angeführten Gütekriterien verständlich abbilden. • Gehen Sie der Frage nach, welche Aspekte bei der Konstruktion von Kompetenzanalysen noch zu bedenken sind.

  40. Gruppenarbeit – Vorschläge:Erprobungssituationen • Bauen Sie eine Brücke. • Überlegen Sie sich, welche Kompetenzen bei dieser Aufgabe beobachtet werden können? • Nehmen Sie einen Bildungsplan und versuchen Sie exemplarisch für einige wenige Kompetenzen eine Skalierung zu erstellen (vgl. dazu Bsp. Schulfrühstück).

  41. ILEB Modul „Leistungsfeststellung / Leistungsbeschreibung“ Manfred Burghardt Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung- Abteilung Sonderschulen -Bereichsleiter im Fachbereich PdL/PdEOltmannsstraße 2279100 Freiburg

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