1 / 15

Sitzung IX: Experiment

Patrick Rössler Methoden der Datenerhebung und -auswertung Vorlesung BA Kommunikationswissenschaft (G21). Sitzung IX: Experiment. Befragung: basale Methode der empirischen Sozialforschung Nachteile: Kausalitätsnachweis / Rationalisierung

jake
Download Presentation

Sitzung IX: Experiment

An Image/Link below is provided (as is) to download presentation Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author. Content is provided to you AS IS for your information and personal use only. Download presentation by click this link. While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server. During download, if you can't get a presentation, the file might be deleted by the publisher.

E N D

Presentation Transcript


  1. Patrick RösslerMethoden der Datenerhebung und -auswertungVorlesungBA Kommunikationswissenschaft (G21)

  2. Sitzung IX: Experiment Befragung:basale Methode der empirischen SozialforschungNachteile: Kausalitätsnachweis / Rationalisierung Möglichkeit zur kausalen Beweisführung:1. Untersuchung zu mehreren Zeitpunkten (Panel)2. Experimentaldesign als alternative Erhebungsstrategie(Untersuchungsanordnung, keine eigene Methode!) Forschungstradition: Experimentelle Psychologie-> Weiterentwicklung von Methode und Instrumenten

  3. Nicht-experimentelles und experimentelles Design: Kausalitätslogik A - z.B. TV-Nutzung Problem in Befragungen durch Längsschnitt-Design gemildert(ex post bei der Analyse) aber: keine Sicherheit, dass alle relevanten Drittvariablen erhoben wurden, Methodeneffekte Z Kovariation z.B. Urbanität B - z.B. Bedrohung

  4. Nicht-experimentelles und experimentelles Design: Kausalitätslogik A - z.B. TV-Nutzung Experiment: konstante Randbedingungen, kontrollierte Stimuli Z z.B. Urbanität B - z.B. Bedrohung A1 - z.B. hohe TV-Nutzung konstant z.B. Bedrohung Z B A2 - z.B. geringe TV-Nutzung

  5. Experimentaldesign: Manipulation und Kontrolle A1 - z.B. hohe TV-Nutzung konstant z.B. Bedrohung Z B A2 - z.B. geringe TV-Nutzung • untersucht den Einfluss von einer oder mehreren unabhängi- gen Variablen auf eine oder mehrere abhängige Variablen • unabhängige Variable wird durch die Verabreichung unter-schiedlicher experimenteller Stimuli ex ante gezielt variiert • Vergleich von Experimental- und Kontrollgruppe bzw. mehreren Experimentalgruppen • mögliche Einflüsse von Drittvariablen werden durch Rando-misierung oder Parallelisierung der Gruppen ausgeschlossen

  6. Experimentaldesign: Manipulation und Kontrolle A1 - z.B. hohe TV-Nutzung konstant z.B. Bedrohung Z B A2 - z.B. geringe TV-Nutzung • untersucht den Einfluss von einer oder mehreren unabhängi- gen Variablen auf eine oder mehrere abhängige Variablen

  7. Experimentaldesign: Manipulation und Kontrolle A1 - z.B. hohe TV-Nutzung konstant z.B. Bedrohung Z B A2 - z.B. geringe TV-Nutzung • untersucht den Einfluss von einer oder mehreren unabhängi- gen Variablen auf eine oder mehrere abhängige Variablen • ggf. mehrfaktorielles Design (= mehrere unabhängige V.)2x3faktorielles Design z.B.:

  8. Experimentaldesign: Manipulation und Kontrolle A1 - z.B. hohe TV-Nutzung konstant z.B. Bedrohung Z B A2 - z.B. geringe TV-Nutzung • untersucht den Einfluss von einer oder mehreren unabhängi- gen Variablen auf eine oder mehrere abhängige Variablen • ggf. mehrfaktorielles Design (= mehrere unabhängige V.)2x3faktorielles Design z.B.:(1) Gewalt hoch/niedrig, (2) Schnitt schnell, mittel, langsam • Überprüfung von Interaktionseffekten möglich • mindestens 20 Vpn pro Bedingung (Zelle),bei einfaktoriellen Designs 30 Vpn pro Bedingung

  9. Experimentaldesign: Manipulation und Kontrolle A1 - z.B. hohe TV-Nutzung konstant z.B. Bedrohung Z B A2 - z.B. geringe TV-Nutzung • unabhängige Variable wird durch die Verabreichung unter-schiedlicher experimenteller Stimuli ex ante gezielt variiert • Herstellung des Stimulusmaterials oft problematisch • Laborexperiment: Manipulation der UV perfekt möglich, Kontrolle der Erhebungssituation -> interne Validität • Feldexperiment: nur „natürliche“ Manipulation der UV, Erhebungssituation höchstens nachträglich kontrollierbar -> externe Validität

  10. Experimentaldesign: Manipulation und Kontrolle A1 - z.B. hohe TV-Nutzung konstant z.B. Bedrohung Z B A2 - z.B. geringe TV-Nutzung • unabhängige Variable wird durch die Verabreichung unter-schiedlicher experimenteller Stimuli ex ante gezielt variiert • Laborexperimente verbreitet in (Medien-)Psychologie,in Sozialforschung eher Feldexperimente (Analyse von mittel- bis langfristigen Effekten)

  11. Experimentaldesign: Manipulation und Kontrolle A1 - z.B. hohe TV-Nutzung konstant z.B. Bedrohung Z B A2 - z.B. geringe TV-Nutzung • Vergleich von Experimental- und Kontrollgruppe bzw. mehreren Experimentalgruppen

  12. Experimentaldesign: Manipulation und Kontrolle A1 - z.B. hohe TV-Nutzung konstant z.B. Bedrohung Z B A2 - z.B. geringe TV-Nutzung • mögliche Einflüsse von Drittvariablen werden durch Rando-misierung oder Parallelisierung der Gruppen ausgeschlossen • Zuordnung der Gruppen erfolgt nicht durch Selbstselektion(keine Kontrolle der Randbedingungen -> Feldexperiment)

  13. Beispiel: Experimentaldesigns R | X1 O1Versuchsgr. 1 R | X2 O2Versuchsgr. 2 R | X3 O3Versuchsgr. 3 R | X O Versuchsgr. R | O Kontrollgr. einfaches Experiment Experiment mit Gruppenvergleich R | OV X ON Versuchsgr. 1 R | OV ON Versuchsgr. 2 R | X ON Versuchsgr. 3 R | ON Versuchsgr. 4 R | OV X ON Versuchsgr. R | OV ON Kontrollgr. Vorher-Nachher-Design Solomons Vier-Gruppen-Design R = Randomisierung, O = Messung (Observation), X = Treatment

  14. Ausgewählte Probleme von Experimentaldesigns • Repräsentativität • systematische Fehler • Versuchsleiter-Effektephysische/soziale Effekte, Gewöhnungseffekte, ErwartungenKontrolle: standardisierte Instruktion, „Doppelblind-Experiment“

  15. Zusammenfassung: Experimentaldesign • Überprüfung kausaler Zusammenhänge • Manipulation und Kontrolleunter kontrolliert konstanten Randbedingungen wird ein Stimulus gezielt variiert • Vergleich von ExperimentalgruppenErgebnis sind Unterschiede in den gemessenen abhängigen Variablen, die auf Stimulus (unabhängige Variable) beruhen • Bedingung: Randomisierung der Gruppen • hohe interne vs. geringe externe Validitätunnatürliche Laborsituation, keine Repräsentativität

More Related