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Conjoint-Analyse

Conjoint-Analyse. Stefanie Heinzle Prof. Dr. Rolf Wüstenhagen Institut für Wirtschaft und Ökologie (IWÖ-HSG) Universität St. Gallen Mannheim, 4. Juni 2008. stefanie.heinzle@unisg.ch rolf.wuestenhagen@unisg.ch. Übersicht. Überblick der Methode

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Presentation Transcript


  1. Conjoint-Analyse Stefanie Heinzle Prof. Dr. Rolf Wüstenhagen Institut für Wirtschaft und Ökologie (IWÖ-HSG) Universität St. Gallen Mannheim, 4. Juni 2008 stefanie.heinzle@unisg.ch rolf.wuestenhagen@unisg.ch

  2. Übersicht • Überblick der Methode • Conjoint-Analysen im Bereich Wärmeversorgung von Gebäuden • Conjoint-Analyse im Bereich der Wahl von Stromprodukten • Conjoint-Analyse im Bereich der Wahl von Haushaltsgeräten • Schlussfolgerungen für BMBF-Projekt

  3. Überblick der MethodeAttribute in Beispiele • Wasch-maschinen Glühbirnen PKW Heizungen • Marke • Ausstattung • Wasser-verbrauch • Energie-verbrauch • Energieeffizienz • Preis Marke Form Leistung (Watt) Lebensdauer Energie-effizienz Preis Marke& Modell Hubraum in l Treibstoff-verbrauch Effizienzklasse Preis Brennstoffart Anschaffungs-kosten Unterhalts-kosten/a Deckung des Strombedarfs Umweltbelastung Anschaffungsart Bedarf eines Tankraumes Garantie

  4. Überblick der MethodeFragestellung einer Conjoint-Analyse Welchen Beitrag leisten die einzelnen Attribute meines Produktes zur Präferenzbildung bei den Konsumenten?

  5. Überblick der MethodeProblem bei konventionellem Vorgehen Wie wichtig ist Ihnen bei einem Waschmaschinenkauf der Preis? Sehr wichtig Wie wichtig ist Ihnen bei einem Waschmaschinenkauf der Wasserverbrauch ? Sehr wichtig Die direkte Abfrage, wie wichtig die einzelnen Merkmale eines Angebots für Kaufentscheidungen sind, führt zu wenig differenzierten Angaben („Fast alles ist wichtig!“)

  6. Überblick der Methode • Conjoint-Measurement ermittelt die „Wichtigkeit“ indirekt anhand konkreter Entscheidungssituationen. • Der Befragte muss zwischen verschiedenen Produktmerkmalen abwägen (trade-off). • Bei einer Vielzahl von Auswahlakten lassen sich die dahinterstehenden Bedürfnisse mathematisch ableiten • Die Aufgabe, die den Befragten gestellt wird, entspricht einer natürlichen Kaufentscheidung

  7. Überblick der MethodeBeispiel Waschmaschine • Präferenzurteil aus Paarvergleich in einer realen Entscheidungssituation mit jeweils variierten Produktmerkmalen • Nutzenberechnung erfolgt auf Basis der Kaufentscheidung der Konsumenten • Respondenten werden nicht explizit nach dem Nutzen bzw. der Wichtigkeit gefragt, sondern treffen Entscheidung auf Basis „kompletter“ Produkte!

  8. Überblick der MethodeTypische Fragestellungen einer CJ-Analyse • Welche Merkmale haben welches Gewicht bei der Produktbeurteilung? • Wie würden sich Produktveränderungen auswirken? • Welches Pricing ist sinnvoll? • Wie groß ist die Zahlungsbereitschaft für ein Produktmerkmal? • Welche Merkmale sollen durch das Marketing hervorgehoben werden?

  9. Übersicht • Überblick der Methode • Conjoint-Analysen im Bereich dezentraler Energie und Wärmeversorgung von Gebäuden • Conjoint-Analyse im Bereich der Wahl von Stromprodukten • Conjoint-Analyse im Bereich der Wahl von Haushaltsgeräten • Schlussfolgerungen für BMBF-Projekt

  10. Customer Value dezentraler EnergieversorgungRelevante Leistungsattribute von Blockheizkraftwerke BHKW • Studie von Benjamin Karrer (2006), IWÖ • Ziel der Studie: Untersuchung der relevantesten Produktattribute von BHKW aus Kundensicht • Welche Produktattribute leisten einen wesentlichen Beitrag zum Customer Value? • Resultat: besonders Umwelt bzw. Umweltschutz betreffende Attribute sowie Sicherheitsaspekte prägen das Produkturteil • Gewonnene Erkenntnisse Basis, um Ansätze für BHKW-Marketing zu entwickeln

  11. Methodisches Vorgehen und Daten • Qualitative Vorbefragung (N=40) zu präferierten Heizungstypen bei der Sonderschau „Haus & Energie“ anlässlich der OFFA-Messe • Teilnahmeeinladung an 251 Personen (BHKW-Besitzer) • Korrekt ausgefüllte Online-Fragebögen von 85 Personen (33,9%) • Design der Choice Tasks und Auswertung mit Adaptive Conjoint Analysis

  12. Attributenliste

  13. Screenshot Befragung

  14. Darstellung einzelner Teilnutzenwerte aller Attributsausprägungen • Brennstoffe im Zsh. mit erneuerbaren Energien hoch im Kurs • Weit abgeschlagen Heizöl • Niedrige Umweltbelastung eindeutig bevorzugt • Kein Tankraum deutlich bevorzugt

  15. Auswertung zur relativen Wichtigkeit der Attribute • Auch wenn einzelne Ausprägungen sehr hohe Teilnutzenwerte aufweisen, kann daraus noch nicht auf die Wichtigkeit des gesamten Attributs geschlossen werden • Individuellen Spannweiten der Teilnutzenwerte innerhalb der verschiedenen Attribute miteinander verglichen • Relative Wichtigkeit errechnet sich für jeden Befragten aus den Utility-Spannen vom besten zum schlechtesten Level jedes Attribut

  16. Sozialdemographische Auswertungen • Bei der Auswertung nach soziodemographischen Kriterien sollen die durch die Aggregation verloren gegangenen Streuungen wieder sichtbar gemacht werden • Dadurch können Aussagen über spezifische Personengruppen gemacht werden • Diese Erkenntnisse bilden dann Ansatzpunkte für ein erfolgreiches BHKW-Marketing

  17. Teilnutzenwerte zum Attribut Brennstoff nach Alter

  18. Implikationen für Marketing • Die aus der Analyse gewonnen Einsichten dienten sodann, zusammen mit den soziodemographischen Auswertungen, um Ansatzpunkte für ein kundenorientierte BHKW-Marketing zu entwickeln. • Produktgestaltung stärker auf erneuerbare Brennstoffe konzentrieren, um bestmöglich auf die Kundenbefürfnisse eingehen zu können • Produktkommunikation primär an den herausgearbeiteten Werten der Nachhaltigkeit und Sicherheit orientieren • Kommunikationsinhalten in sich stimmig gestalten • Adäquate gesetzliche Förderung von nachhaltigen Proukte kann Diffusion von BHKW vorangetrieben werden

  19. Übersicht • Überblick der Methode • Conjoint-Analysen im Bereich dezentraler Energie und Wärmeversorgung von Gebäuden • Conjoint-Analyse im Bereich der Wahl von Stromprodukten • Conjoint-Analyse im Bereich der Wahl von Haushaltsgeräten • Schlussfolgerungen für BMBF-Projekt

  20. Quelle: Sankt Galler Stadtwerke

  21. Kundenpräferenzen für Stromprodukte – Ergebnisse einer Choice-Based Conjoint Analyse • Burkhalter, A., Känzig, J., Wüstenhagen, R. • Ziel der Untersuchung: Analyse der Präferenzen von CH Privatkunden für relevante Attribute von Stromprodukten  Ermittlung, welchen Beitrag die Attribute des Produktes aus Kundensicht zu dessen Gesamtnutzen beisteuern • Forschungsfragen • Wie wichtig sind bestimmte Produkteigenschaften bei der Wahlentscheidung des Kunden im Strommarkt? • Welchen Kundennutzen stiften erneuerbare Energien im Vergleich zu konventionellem Strom? • Welchen Kundennutzen stiftet ein Öko-Label? • Welche Schlussfolgerungen ergeben sich darauf für die Sortimentsgestaltung der Anbieter?

  22. Design der Befragung: Attribute und Ausprägungen

  23. Methodisches Vorgehen und Daten • Experteninterviews und telefonische Vorbefragung (N=30) zur Validierung der Attribute • Schriftliche Teilnahmeeinladung an 10‘000 Stromkunden in der Region Ostschweiz • 774 Teilnehmer an der Online-Befragung • davon 666 vollständig ausgefüllte Fragebögen • 628 Datensätze mit je 15 Choice Tasks flossen nach einer abschliessenden Konsistenzprüfung in die Endauswertung ein • Design der Choice Tasks und Auswertung mit Sawtooth CBC

  24. Ergebnisse (1): Wichtigkeiten der Attribute Attribut indirekt (CBC) direkte Abfrage Strommix 37.58 % 31.75 % Monatliche Stromkosten 25.01 % 19.18 % Ort der Stromproduktion 15.11 % 17.03 % Stromlieferant 7.85 % 12.94 % Preismodell 6.14 % 12.04 % Vertragsdauer 4.41 % 2.83 % Zertifizierung (Öko-Label) 3.89 % 4.24 % • Der Strommix ist die wichtigste Produkteigenschaft, gefolgt von Preis (monatliche Stromkosten) und Ort der Stromproduktion. • Die anderen Eigenschaften sind demgegenüber weniger wichtig.

  25. Ergebnisse (2): Implizite Zahlungsbereitschaften für Ausprägungen der einzelnen Attribute / Monat / Monat / Monat / Monat / Monat / Monat N=628

  26. N=628

  27. Schlussfolgerungen zum Thema Strom • Der Strommix ist das mit Abstand wichtigste Produktmerkmal, welches die Wahlentscheidung Ostschweizer Stromkunden beeinflusst. • Das Öko-Labelling spielt beim Strom eine wesentlich geringere Rolle als z.B. bei Waschmaschinen. • Im Vergleich von fünf verschiedenen Strom-Mixes belegt ein dem heutigen Ostschweizer Strommix nachempfundenes Produkt nur den vorletzten Platz. • Ein Mix aus fossilem Strom plus 5 % Solar/Wind stiftet mehr Kundennutzen als Strom aus Kernenergie. • Kunden haben eine starke Vorliebe für erneuerbare Energien. • Dies eröffnet Chancen für die Positionierung proaktiver Anbieter. • Bei der Beurteilung der Ergebnisse ist allerdings die geringe Wechselbereitschaft der Kunden zu beachten.

  28. Übersicht • Überblick der Methode • Conjoint-Analysen im Bereich dezentraler Energie und Wärmeversorgung von Gebäuden • Conjoint-Analyse im Bereich der Wahl von Stromprodukten • Conjoint-Analyse im Bereich der Wahl von Haushaltsgeräten • Schlussfolgerungen für BMBF-Projekt

  29. Vergleichbare Bsp.:Studie zu Waschmaschinen • Katharina Sammer und Rolf Wüstenhagen: The influence of Eco-Labelling on Consumer Behaviour – Results of a Discrete Choice Analysis for Washing machines • Hauptziel: Studie evaluierte primär den Einfluss der Energie-Ettikette auf die Kaufentscheidung der Konsumenten

  30. Design der Befragung: Attribute und Ausprägungen

  31. Methodisches Vorgehen und Daten • Experteninterviews zur Validierung der Attribute • Discrete Choice Analyse am Verkaufspunkte („Point ofSale“) • 151 Teilnehmer an der Befragung • Jeweils 11 Wahlexperimente (Choice Tasks) • 1661 Datensätze flossen in die Endauswertung ein • Design der Choice Tasks und Auswertung mit Sawtooth CBC

  32. Resultate • CBC Analyse ermöglicht Berechnung der Zahlungsbereitschaft für relative Veränderung der Merkmalsausprägung einer Produkteigenschaft

  33. Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Stefanie Heinzle Prof. Dr. Rolf Wüstenhagen Institute for Economy and the Environment University of St. Gallen Tigerbergstrasse 2 CH-9000 St. Gallen / Switzerland Telephone: +41-71-224 25 87 Mobile: +41-76-306 43 13 E-mail: stefanie.heinzle@unisg.ch rolf.wuestenhagen@unisg.ch http://www.iwoe.unisg.ch

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