1 / 28

Serbisch und Slawenoserbisch Srpski i Slavenosrpski

Serbisch und Slawenoserbisch Srpski i Slavenosrpski. Patrizia Steinbauer WS 2006/07 Proseminar zur Synchronie des B/K/S. Serbisch Srpski. Sprachgebiet. Jugoslawien Bosnien und Herzegowina Minderheit in Kroatien Minderheit in Slowenien & Makedonien Minderheit in Rumänien & Ungarn

avian
Download Presentation

Serbisch und Slawenoserbisch Srpski i Slavenosrpski

An Image/Link below is provided (as is) to download presentation Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author. Content is provided to you AS IS for your information and personal use only. Download presentation by click this link. While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server. During download, if you can't get a presentation, the file might be deleted by the publisher.

E N D

Presentation Transcript


  1. Serbisch und SlawenoserbischSrpski i Slavenosrpski Patrizia Steinbauer WS 2006/07 Proseminar zur Synchronie des B/K/S

  2. SerbischSrpski

  3. Sprachgebiet • Jugoslawien • Bosnien und Herzegowina • Minderheit in Kroatien • Minderheit in Slowenien & Makedonien • Minderheit in Rumänien & Ungarn • Gastarbeiter in Europa & Übersee

  4. Sprecher • Gesamtzahl ca. 12,5 Millionen • Serbien: 65,8% Serben • Montenegro: 31,4% Serben • Kroatien: 12,2% Serben

  5. Einteilung der Dialekte • Torlakisch • Štokawisch

  6. Der torlakische Dialekt • Gesprochen von Prizren im Kosovo entlang der makedonischen Grenze nach Osten; von dort entlang der bulgarischen Grenze nach Norden (bis Timok)

  7. Unterschiede in der Phonetik • Verlust des musikalischen Akzents & der Quantitätsopposition • nur 1 exspiratorischer, freier Akzent • stimmhafte Obstruenten im Auslaut werden stimmlos zB.: gr‘at statt grad

  8. Weitere Unterschiede • Reduzierung der Deklination auf 2 Kasusformen + Vokativ • Funktion der Endungen wird durch Präpositionen übernommen zB.: s j‘ednu n‘ogu = „mit einem Bein“ • Entwicklung eines postpositiven Artikels

  9. Verdopplung der Personalpronomina zB.: men me pa sramota = „ich schäme mich“ • Komperativ & Superlativ mit po- ; naj- zB.: znaje = „er weiß“ poznaje = „er weiß besser“ • das silbische „l“ : zB.: slnce statt sunce

  10. Die štokawischen Mundarten • Šumadija-Vojvodina-Dialekt • Ostherzegowina-Dialekt • Zeta-Lovcen-Dialekt • Kosovo-Resava-Dialekt

  11. Sprachgebiet • Šumadija-Vojvodina-D.: Nord- und Nordwestserbien • Ostherzegowina-D.: Zentrale und östl. Herzegowina, Ostbosnien, westl. Serbien, Teile Montenegros, Insel Mljet, Halbinsel Pelješac, Kroatien (Serben)

  12. Zeta-Lovcen-D.: Montenegro, Sandzak • Kosovo-Resava-D.: vom Kosovo Richtung Osten u. Nordosten über die Resava bis zur Donau

  13. Merkmale des Štokawischen • Zusammenfall der beiden Jerlaute zu a zB.: dan = „Tag“ oder san = „Schlaf“ • auslautendes -l geht in -o über zB.: pital wird zu pitao = „gefragt“ • Zusammenfall von Dat., Instr., Lok. Im Pl. • Endung -a im Gen. Pl. • Stammerweiterung -ov- im Pl. zB.: gradovi = „Städte“

  14. Grammatik • Sechs Kasus + Vokativ • Zusammenfall von Dativ, Instrumental, Lokativ im Plural • Personal- und Reflexivpronomen zeigen Numerus- und Kasusunterschiede; in der 3.Person Genusunterschiede • häufig: Präsens, Futur, Präteritum • selten: Aorist, Imperfekt, Plusquamperf.

  15. Vier Akzente • Lang fallend • Lang steigend • Kurz fallend • Kurz steigend

  16. Distributionsregeln • In einsilbigen Wortformen sind Intonationen fallend • in mehrsilbigen Wortformen fällt der Akzent nicht auf die letzte Silbe • wenn Akzent in der Mitte einer mehrsilbigen Wortform, dann steigende Intonation

  17. Keine unbetonten Längen vor der Akzentstelle • Bis zu drei unbetonte Längen in einer Wortform • steigend u. fallend nur in der ersten Silbe einer zwei- oder mehrsilbigen Wortform

  18. Sprachgeschichte • 6.Jhd.: Einwanderung der vorerst schriftlosen Slawen auf die Balkanhalbinsel • 863: „Slawenmission“ von Konstantin und Method • 1217: Entstehung eines serbischen Reichs; folglich Förderung des Schrifttums • Ab 15.Jhd.: Genre der Chroniken

  19. 14.Jhd.: Türken drangen vor • 1389: Schlacht am Amselfeld • 15.Jhd.: Erfindung des Buchdrucks; Druckereien in Montenegro, Bosnien,... • 1690: „Große Wanderung“ = Kolonisierung der von Türken verlassenen Gebiete in Südungarn (Vojvodina) • 19.Jhd.: Vuk Karadzics Sprachreform

  20. 1878: Okkupation Bosniens und Herzegowina durch Österreich-Ungarn • „bosnische Sprache“ sollte zum Nationalgefühl beitragen • 1907: „Serbokroatisch“ • Nach Ende des 1.WK: Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen • 1954: Abkommen v. Novi Sad; Serben, Kroaten, Montenegriner - 1 Sprache

  21. Verfassungsmäßige Grundlagen • Kroatien: amtlicher Gebrauch von lat. Schrift & kroatischer Sprache • Jugoslawien: serbische Sprache & kyrillische Schrift • Bosnien / Herzegowina: Bosnisch, Serbisch, Kroatisch; beide Alphabete

  22. SlawenoserbischSlavenosrpski

  23. Sprache • Slawenoserbisch = die Sprache des weltlichen Schrifttums, die die serbische Bevölkerung der Habsburgermonarchie von ca. 1760 - 1850 verwendete • es verbindet Elemente verschiedener Sprachsysteme („Amalgamsprache“)

  24. Entwicklungungsphasen • 1760- 1780: Regierungszeit Maria Theresias • 1780 (Joseph 2.) - 1815 (Aufstand gegen Türken) • 1815- 1850: endgültiges Schwinden

  25. 1.) Regierungszeit Maria Theresias • Entstehung von ca. 100 Büchern; 40 geistliche, 15 Lehrbücher • neues Genre: Belletristik • Zaharija Orfelin • Pavle Julinac

  26. 2.) Blütezeit • Entstehung von mehr als 250 Büchern • Anzahl der Originalwerke übersteigt Übersetzungen • 1791: erste serbische Zeitung • Dositej Obradovic

  27. 3.) Endgültiges Schwinden • Anfang 19.Jhd.: Zahlreiche gescheiterte Reformversuche • Vuk Karadzic: fordert Bruch mit alter kirchenslawischer und vojvodinischer slawenoserbischer Tradition • Gegner: orthodoxe Kirche

  28. Zum Forschungsstand • Analyse ist auf rein sprachliche Aspekte beschränkt • Genre, Epoche und Autor bleiben unberücksichtigt • Ungeklärte Fragen: Elemente verschiedener Sprachsysteme und ihr jeweiliger Anteil in einzelnen Texten • Nichtöffentliches Schrifttum

More Related