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Geschichte

Aggro Berlin war ein Berliner Plattenlabel, das im Bereich Hip-Hop/Rap tätig war. Es wurde im Jahr 2001 als Independent-Label gegründet und war seit Ende 2007 vertraglich mit dem Label Universal Music Group verbunden. Am 1. April 2009 wurde das Label aufgelöst. Geschichte.

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Presentation Transcript


  1. Aggro Berlin war ein Berliner Plattenlabel, das im Bereich Hip-Hop/Rap tätig war. Es wurde im Jahr 2001 als Independent-Label gegründet und war seit Ende 2007 vertraglich mit dem Label Universal Music Group verbunden. Am 1. April 2009 wurde das Label aufgelöst.

  2. Geschichte • Das Label wurde im Jahr 2001 von Specter, Spaiche und Halil gegründet. Die Gewerbeanmeldung wurde rückwirkend zum 1. Januar 2001 ausgestellt. Als erste Künstler wurden Sido und B-Tight unter Vertrag genommen. Kurz darauf folgte Bushido, der später zunächst zu Universal Music und dann zu Sony BMG wechselte. • Das Plattenlabel wurde dafür bekannt, Musiker mit auffallend aggressiven Texten zu fördern - einige Titel sind der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien zur Indizierung vorgeschlagen worden. In den Fällen der Label-Sampler Aggro Ansage Nr. 2, Aggro Ansage Nr. 3, Aggro Ansage Nr. 4 und Aggro Ansage Nr. 5 (Normal und Premium Edition) führte dies letztendlich zur Indizierung. Auch das vielbeachtete Soloalbum Vom Bordstein bis zur Skyline von Bushido und das kurz vor Platinstatus stehende Album Maske von Sido wurden indiziert. • Die Texte sind meist sehr provokant und werden oft als massiv frauen- und/oder schwulenfeindlich und gewaltverherrlichend betrachtet. Trotzdem (oder gerade deswegen) sind sie auch bei vielen Jugendlichen sehr beliebt.

  3. Geschichte • Die Künstler des Labels spielen mit Klischees des „Gangsta-Rap“, insbesondere Sido bedient sich bewusst häufig erkennbarer Übertreibungen bzw. der Ironie, die nach Meinung vieler Fans einen gewissen Humor besitzen. Kritiker werfen dem Label vor, die bewusste und z. T. sehr platte Überschreitung der Grenzen des guten Geschmacks zu seinem Marketingkonzept gemacht zu haben. • 2003 wurde Fler von Aggro Berlin unter Vertrag genommen. Im Jahr 2004 verkaufte sich Sidos Debütalbum Maske innerhalb weniger Monate über 100.000 mal und erreichte Goldstatus. Im September 2004 erhielt er den Comet-Musikpreis in der Kategorie „Bester Newcomer National“. Seitdem ist Aggro Berlin eines der bekanntesten Hip-Hop-Labels Deutschlands. Aggro Ansage Nr. 4, erschien am 22. November 2004 und erreichte im Mai 2005 Goldstatus. • Am 2. Dezember 2005 erschien der Sampler der Aggro-Künstler Aggro Ansage Nr. 5. Darauf wurden auch die zwei neue Mitglieder G-Hot und Tony D vorgestellt. Außerdem erhielt Aggro auf dem Sampler Unterstützung von der Berliner Untergrundformation Berlin Crime. Die Aggro Ansage Nr. 5 erreichte bereits drei Wochen nach Veröffentlichung Goldstatus. Der letzte Sampler der Künstler des Labels erschien am 5. Dezember 2008 unter dem Titel Aggro Anti Ansage Nr. 8. • Das bisher unabhängige Plattenlabel Aggro Berlin kooperierte seit November 2007 mit dem Major-Label Universal Deutschland. Nach eigenen Angaben gingen sie eine „gleichberechtigte Zusammenarbeit ein, wobei Aggro Berlin in seiner Eigenständigkeit als Label und seinen kreativen Entscheidungen auch weiterhin unabhängig bleibt“. Die erste gemeinsame Veröffentlichungen sind die Alben Fremd im eigenen Land von Fler im Januar und Ich & meine Maske von Sido im Mai. Neffi Temur, Universal Director für R'n'B und Hip Hop, gab an das der Konzern seine „Stärken in Bereichen physischer und digitaler Vertrieb, Marketing und Promotion“ ausspielen werde.

  4. Rassismus-/Rechtsextremismusvorwürfe • Aggro Berlin wurde nicht nur wegen der häufigen Verwendung des Begriffes "Neger" in den Texten von B-Tight Rassismus vorgeworfen. Die Promotion für B-Tight wird als "eine rassistische Minstrel Show" (Joshua KwesiAikins), die gezielt gegen den afrodeutschen HipHop Zusammenschluss Brothers Keepers "positioniert" wird, kritisiert. Aggro Berlin verweist darauf, dass das Label einen hohen Ausländeranteil hat und B-Tight selbst ein schwarzer Deutsch-Amerikaner ist. Auch die Tatsache, dass viele afroamerikanische Rapper das Wort "Nigga" häufig in ihren Texten verwenden und damit u.a. die Relativierung und Aufwertung des diskriminierenden Ausdrucks erreichen wollen, wird den Vorwürfen entgegengehalten. • Das im Mai 2005 bei Aggro Berlin erschienene Album "Neue Deutsche Welle" von Fler geriet in die Kritik, da die zugehörige Marketingkampagne und das Album-Artwork national anmutende Symbole (verfremdeten Reichsadler, Frakturschrift, die häufige Verwendung der deutschen Flagge und insbesondere das abgewandelte Hitler-Zitat "Am 1. Mai wird zurückgeschossen") einsetzte. Besonders kritisiert wurde der Titelsong "NDW 2005", der auch bei Musiksendern wie MTV und VIVA ausgestrahlt wurde. Insbesondere die Textstellen "Das ist Schwarz-Rot-Gold, hart und stolz" und "Die Neue Deutsche Welle kommt, man sieht die Fahne am Himmel" erregten Aufsehen. • Bisher ist allerdings kein Musikstück von Fler oder B-Tight aufgrund von rassistischen oder rechtsextremen Liedpassagen indiziert worden. • Das Label wies sämtliche Vorwürfe bezüglich des Rechtsradikalismus bzw. Rassismus in einer Pressemitteilung mit den Worten "Keiner unserer Künstler oder Mitarbeiter ist rechtsradikal. Dieser Vorwurf ist absurd und entbehrt jeder Grundlage. In keinem unserer Musikvideos wird zu Gewalt gegen Frauen aufgerufen oder anderweitig Gewalt verherrlicht." zurück.

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