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Die Planung des Informationsprodukts “Thematische Karte”

Die Planung des Informationsprodukts “Thematische Karte”. Übersicht. Ziele und Inhalt der Planung Form: Redaktionsplan Teile eines Redaktionsplans: Kartenfunktion Fragestellung Kartenentwurf Ausgangsdaten Herstellungsverfahren Ressourcen. Ziele der Planung.

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Die Planung des Informationsprodukts “Thematische Karte”

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  1. Die Planung des Informationsprodukts “Thematische Karte”

  2. Übersicht • Ziele und Inhalt der Planung • Form: Redaktionsplan • Teile eines Redaktionsplans: • Kartenfunktion • Fragestellung • Kartenentwurf • Ausgangsdaten • Herstellungsverfahren • Ressourcen

  3. Ziele der Planung • Nutzer und Nutzung definieren • Ergebnis klarstellen • Auftraggeber überzeugen • Ressourcen sicherstellen • Rollen verteilen: • Auftraggeber • Fachleute • Evtl. Kartograph • Kunde • Schnittstellen festlegen

  4. Inhalte der Planung • Kartenfunktion wählen • Fragestellung genau festlegen • Karte konzipieren • Ressourcen realistisch einschätzen • Herstellungsverfahren beschreiben • Aktualisierungsverfahren planen

  5. Form der Planung • Dokument: Redaktionsplan • enthält mindestens: • Funktion und Fragestellung(Zweck der Karte) • Kartenentwurf (inkl. Titel, Legende und Produktionsmaßstab) • Ausgangsdaten (Thema, Geometrie, Basiskarte) • Herstellungsverfahren (schrittweise) • Ressourcenplan (Zeit- und Kosten-kalkulation) • klare und präzise Konzeption

  6. Funktion (1) • Bisher keine fundierte Theorie von Kartenfunktionen • Mehrere empirische Sammlungen • Z.B. [Hake 1979]: • Wissensvermittlung • Orientierung im Raum • Analyse • Organisation • Entscheidung • Entwicklung von Zielvorstellungen • Überprüfung von Hypothesen • Gewinnung neuer Erkenntnisse

  7. Funktion (2) • aber auch: • Forschung • Planung • Rechtssprechung • Propaganda und Werbung • Entscheidungsunterstützung • Soziale Funktion

  8. Fragestellung / Aufgabe (1) • Einzelfragen • wieviel x in y? welche x in y? wie groß ist x in y? wo ist x? • Gruppenfragen • Vergleiche, Abfolgen, Entwicklungen • Verteilungen, Muster • Gesamtfragen • Zusammenhang von x mit y • Maxima, Minima, Ausreißer

  9. Fragestellung / Aufgabe (2) Systematischer in [Board 1978, 1984]: • Navigation • Messung • Visualisierung • Sowie Fragestellungen höherer Ordnung • Lage und Ausbreitung räumlicher Phänomene • Verteilung und Muster räumlicher Phänomene • Räumliche Verbindungen • Räumliche Wechselwirkungen • Räumliche Veränderungen

  10. Kartenentwurf • Titel • Entwurfslegende: Zeichenschlüssel • Abgrenzung, Format und Maßstab • Netzentwurf • Beschriftung • Kartenskizze • Varianten mit Begründungen

  11. Ausgangsdaten • Sachdaten Herkunft • z.B. aus relationalen Datenbanken oder Excel Raumbezug • Punkte, Linien, Flächen Detaillierung, Klassenbildung, Auswertung • Extreme, Mittel, Summen, Durchschnitte, Relativwerte usw. Form • analog: wie erfassen? • digital: wo liegen sie vor? in welchem Format?

  12. Ausgangsdaten (2) • Geometriedaten Herkunft • z.B. aus GIS oder CAD Inhalt • Punkte, Linien, Flächen Projektionssystem • z.B. Gauß-Krüger Form • analog: Digitalisierung nötig (Bildschirm?, Tablett?) • digital: in welchem Format?, Auflösung?

  13. Ausgangsdaten (3) • Basiskarte Herkunft • z.B. bestehende topographische Karte oder Luftbild Inhalt • vertraut und relevant (dient nur als Hintergrund!) Projektionssystem Form • analog: Scannen? • digital: Raster oder Vektor? in welchem Format? Ausschnitt?

  14. Ausgangsdaten (4) • Fragen zu den Ausgangsdaten Datenqualität • Aktualität, Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Vollständigkeit Rechtliche Fragen • Quellenangaben, Urheberrechte, Haftpflicht Technische Fragen • Schnittstellen zur Datenübernahme Mehrfachnutzung • Raumbezug klären, Datenbank anlegen, Metadaten dokumentieren

  15. Herstellungsverfahren • Prozess von den Ausgangsdaten zum fertigen Produkt definieren • keine “Magie”, sondern Schritt für Schritt • Datenverwaltung planen: technisch und organisatorisch • Möglichkeiten der Werkzeuge kennen • offene Fragen auf den Tisch bringen

  16. Ressourcenplanung • Software, Hardware, Peripherie • Personal • Vergabe • Daten und andere Rohstoffe • Auflage und Verteilung • Kalkulation und Nachkalkulation • Termine

  17. Zusammenfassung • Jeder Erfolg braucht Planung • Improvisieren auf gesicherter Basis • Kontrolle des tatsächlichen Ablaufs • Daraus lernen • Redaktionsplan als Planungsinstrument der Kartographie • Analogie: Kochrezept

  18. Zitierte Literatur • Board, C.: Higher order map-using tasks. Cartographica 21(1):85-97, 1984. • Dransch, D.: Handlungsorientierte Mensch-Computer-Interaktion für die kartographische Informationsverarbeitung in Geoinformationssystemen. Habilitationsschrift, FU Berlin, 2001. • Freitag, U.: Map functions. In: Kanakubo, T. (Ed): Report of ICA WG to define the main theoretical issues in cartography, 1993. • Hake, G.: Kartographie. De Gruyter, Berlin, 1979. • Papay, G.: Funktionen der kartographischen Darstellungsformen. Petermanns Geographische Mitteilungen 117(3):234-239, 1973. • Witt, W.: Lexikon der Kartographie. Deuticke, Wien, 1979.

  19. Legende Autoren- und Quellenangabe Maßstab

  20. WarentestKartennutzung und Kartenkritik

  21. Wie “gut” ist eine thematische Karte? Ansatz zur Kartenkritik: • vom Nutzer und dessen Aufgaben ausgehend • orthogonal zu den besprochenen Produktions-Aspekten Antworten möglich aus der Sicht der • Qualität der Information • Nutzbarkeit der Karte • Ästhetik der Karte

  22. Warnende Beispiele Graphische Darstellung der Entwicklung von Salären für Angestellte und Vorgesetzte Choroplethenkarten zu Telefonanschlüsse im Nordosten der USA • Karten unterliegen den gleichen Gefahren wie Statistiken • “wertfreie” Information ist auch in Karten selten • mit Karten (und Statistiken) “lügt” man immer • absichtlicher Betrug ist selten, Halbwahrheiten oder Fehlinterpretationen sind sehr häufig

  23. Qualität der Information • Klarheit • Relevanz • Korrektheit • Vollständigkeit • Aktualität

  24. Klarheit der Information • Die Kartenerstellung erfordert völlige Klarheit über das Thema, die Fragestellung und die Aussage(n) • Beschränkung auf das Wesentliche • Ausrichtung auf das Medium Karte

  25. Relevanz der Information • wen interessiert die Aussage? • welches ist der wesentliche Aspekt? • welche nebensächlichen Aspekte können weggelassen werden? • was bleibt dann noch übrig? • ist diese Information nützlich?

  26. Korrektheit der Information • stimmen die Ausgangsdaten? • wie genau sind sie? (Geometrie- und Sachdaten) • welches ist die räumliche Auflösung? • passen die Generalisierungsstufen zueinander? • stehen die Symbole am richtigen Ort?

  27. Vollständigkeit der Information • liegen Daten für den ganzen Kartenausschnitt vor? • liegen alle relevanten Fakten vor? • wo die Karte schweigt, gibt es dort nichts? • wurde zulässig interpoliert oder extrapoliert?

  28. Aktualität der Information • Welche Information ist zur Zeit gefragt? • Von wann stammen die Sachdaten? Sind sie noch aktuell? • Passen die Sachdaten, Geometriedaten und Basiskarte zeitlich zusammen?

  29. Nutzbarkeit der Karte • Erfassbarkeit und Lesbarkeit • Verständlichkeit • Interpretationstreue

  30. Erfassbarkeit und Lesbarkeit • lässt sich die Aussage der Karte intuitiv erfassen? • ist die Legende vollständig? • ist die gesamte Karte mit Hilfe der Legende (und diese selbst) lesbar? • sind Minimaldimensionen eingehalten?

  31. Verständlichkeit • ist die Information verständlich dargestellt? • verstehen die Nutzer die verwendeten Begriffe? • wurden besondere Nutzer oder Nutzungssituationen beachtet?

  32. Interpretationstreue • interpretiert der Nutzer die Karte so wie beabsichtigt? • ergeben sich Verzerrungen durch • Kartenprojektion • Wahl des Ausschnitts • Auswahl der Sachdaten • in welchem Kontext • stehen die Daten? • interpretiert der Nutzer?

  33. Ästhetik der Karte • Gleichgewicht • Harmonie • Beschränkung • Mehrstufigkeit

  34. Gleichgewicht • zwischen Inhalt und Verpackung • Optisches Gleichgewicht der Teile • Größenverhältnisse der Teile

  35. Harmonie • von Form und Inhalt • der Farben • von Beschriftung und Karte

  36. Beschränkung • nur eine Aussage, diese aber klar • Aussage mit minimalen Mitteln • Variation der Mittel nur wo nötig

  37. Mehrstufigkeit • die Karte “sieht insgesamt schön aus” - warum? • Karte kommuniziert auf mehreren Auflösungsstufen • Gesamteindruck • Muster • Vergleiche • Einzelwerte • Hypothese: Ästhetik beruht auf der Möglichkeit, sich zwischen diesen Stufen hin und her zu bewegen

  38. Zusammenfassung • Kartenkritik kann verschiedene Ansätze verfolgen: • ausgehend von den Kriterien guter Kartenproduktion • Produktgestaltung (v.a. Symbolisierung) • Dimensionierung (v.a. Projektion und Maßstab) • Verpackung (v.a. Legende und Layout) • ausgehend von der Kartennutzung • Aussage • Nutzbarkeit • Ästhetik • beide Ansätze sind nützlich und notwendig • es gibt bisher wenig gesicherte Theorie.

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