Wohlfühlen mit Insulin
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Wohlfühlen mit Insulin Insuline, Pens und Insulininjektion Leitfaden zur Schulung von Menschen mit Diabetes mellitus. Themen der Fortbildung. Zuckerstoffwechsel und Diabetes Möglichkeiten der Insulintherapie Insulinarten und -lagerung Injektionstechnik Injektionsgeräte (Pens) und -nadeln

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Slide1 l.jpg

Wohlfühlen mit Insulin

Insuline, Pens undInsulininjektion

Leitfaden zur Schulung vonMenschen mit Diabetes mellitus


Themen der fortbildung l.jpg
Themen der Fortbildung

  • Zuckerstoffwechsel und Diabetes

  • Möglichkeiten der Insulintherapie

  • Insulinarten und -lagerung

  • Injektionstechnik

  • Injektionsgeräte (Pens) und -nadeln

  • Unterzuckerung


Themen l.jpg
Themen

  • Zuckerstoffwechsel und Diabetes

  • Möglichkeiten der Insulintherapie

  • Insulinarten und -lagerung

  • Injektionstechnik

  • Injektionsgeräte (Pens) und -nadeln

  • Unterzuckerung


Insulinaussch ttung beim gesunden l.jpg
Insulinausschüttung beim Gesunden

  • Insulinbedarfbeim Gesunden

Insulinspiegel

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Uhrzeit

Schematische Darstellung


Zuckerstoffwechsel bei typ 1 diabetes l.jpg
Zuckerstoffwechsel bei Typ 1 Diabetes

  • Bei Typ 1 Diabetes liegt durch Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen ein absoluter Insulinmangel vor, der meist im Kindes- oder Jugendalter beginnt und nur durch Spritzen von Insulin behandelt werden kann.

  • Typ 1 Diabetes wird in der Regel in Form einer intensivierten Insulintherapie (ICT) oder mit einer Insulinpumpentherapie behandelt. Dabei werden sowohl der Insulin-Grundbedarf als auch der Mahlzeitenbedarf ersetzt.


Insulinaussch ttung bei typ 2 diabetes l.jpg
Insulinausschüttung bei Typ 2 Diabetes

  • Insulinbedarf beim Gesunden

    Restsekretionbei Typ 2 Diabetes

Insulinspiegel

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Uhrzeit

Schematische Darstellung


Nachlassende insulinaussch ttung im weiteren verlauf des typ 2 diabetes l.jpg
Nachlassende Insulinausschüttung im weiteren Verlauf des Typ 2 Diabetes

  • Insulinbedarfbeim Gesunden

    Restsekretionbei Typ 2 Diabetes

Insulinspiegel

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3:00

7:00

Uhrzeit

Schematische Darstellung


Blutzuckerwerte l.jpg
Blutzuckerwerte

Diabetisches Koma

Nierenschwelle

ca. 180 mg/dl (10,0 mmol/l)

Überzuckerung(Hyperglykämie)

< 140 mg/dl (7,8 mmol/l)*

nach dem Essen

< 100 mg/dl (5,5 mmol/l)*

Zielbereich

nüchtern

< 80 mg/dl (4,4 mmol/l)

Unterzuckerung(Hypoglykämie)

≤ 50 mg/dl (2,8 mmol/l)

*nach IDF 2007, Leitlinie für die postprandiale Glukoseeinstellung


Therapie des typ 2 diabetes l.jpg
Therapie des Typ 2 Diabetes

  • Patientenschulung

  • Mehr Bewegung

  • Gesunde Ernährung

  • Blutzuckersenkende Tabletten

  • GLP-1-Analoga

  • Insulin


Themen10 l.jpg
Themen

  • Zuckerstoffwechsel und Diabetes

  • Möglichkeiten der Insulintherapie

  • Insulinarten und -lagerung

  • Injektionstechnik

  • Injektionsgeräte (Pens) und -nadeln

  • Unterzuckerung


Intensivierte insulintherapie ict bei typ 1 diabetes l.jpg
Intensivierte Insulintherapie (ICT) bei Typ 1 Diabetes

  • Kurz wirksames Insulin zu den Mahlzeiten

  • Basisinsulin

  • Insulinbedarf

  • Kurz wirksames Insulin

  • Lang wirksamesInsulin

Insulinspiegel

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Schematische Darstellung


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Therapiestrategie bei Typ 2 Diabetes: Basisinsulin plus OAD

  • Hinzufügen von 1-mal täglicher Insulingabe zu bestehender Tablettentherapie

  • Insulinbedarf

Orales Antidiabetikum*

  • Lang wirksamesInsulin

Insulinspiegel

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Schematische Darstellung

* Je nach Wirkstoff werden Tabletten i.d.R. 1–3-mal täglich genommen


Therapiestrategie bei typ 2 diabetes konventionelle insulintherapie ct l.jpg
Therapiestrategie bei Typ 2 Diabetes: Konventionelle Insulintherapie (CT)

  • Meist 2-mal täglich Mischinsulin

  • Insulinbedarf

  • Mischinsulin

Insulinspiegel

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Schematische Darstellung


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Therapiestrategie bei Typ 2 Diabetes: Supplementäre Insulintherapie (SIT)

  • Kurz wirksames Insulin nur zu den Mahlzeiten, solange noch ausreichend eigenes Insulin für den Grundbedarf vorhanden ist

  • Insulinbedarf

  • Kurz wirksames Insulin

Insulinspiegel

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Uhrzeit

Schematische Darstellung


Typ 2 diabetes sit bei erh hten blutzuckerwerten n chtern und nach dem essen l.jpg
Typ 2 Diabetes: SIT bei erhöhten Blutzuckerwerten nüchtern und nach dem Essen

  • Kurz wirksames Insulin zu den Mahlzeiten

  • Basisinsulin über Nacht bei Bedarf

  • Insulinbedarf

  • Kurz wirksames Insulin

  • Lang wirksamesInsulin

Insulinspiegel

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Uhrzeit

Schematische Darstellung


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Themen

  • Zuckerstoffwechsel und Diabetes

  • Möglichkeiten der Insulintherapie

  • Insulinarten und -lagerung

  • Injektionstechnik

  • Injektionsgeräte (Pens) und -nadeln

  • Unterzuckerung


Kurz wirksames insulin l.jpg
Kurz wirksames Insulin

Verwendung:

  • als Bolusinsulin zu den Mahlzeiten

  • zum Korrigieren zu hoher Blutzuckerwerte

  • Insulinbedarf

  • Humaninsulin

  • Schnell und kurzwirksames modernesInsulin

Insulinspiegel

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Schematische Darstellung


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Kurz wirksames Insulin

  • Vorteile

  • von schnell und kurz wirksamem modernen Insulin

  • gegenüber kurz wirksamem Humaninsulin

  • schnellerer Wirkbeginn

  • höherer Wirkspiegel

  • kürzere Wirkdauer

Insulinspiegel

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Uhrzeit

Schematische Darstellung


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Verzögerungsinsulin

Verwendung:

  • als Basisinsulin zur Deckung des Grundbedarfs

  • Insulinbedarf

  • NPH-Insulin

  • Lang wirksames modernes Insulin

Insulinspiegel

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Uhrzeit

Schematische Darstellung


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Verzögerungsinsulin

  • Vorteile

  • von lang wirksamem modernen Insulin gegenüber NPH-Insulin:

  • geringere Spitzenwirkung

  • längere Wirkdauer

Insulinspiegel

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Schematische Darstellung


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Mischinsulin

Vorgefertigte Kombination aus kurz wirksamem und Verzögerungsinsulin

  • Insulinbedarf

  • Humanes Mischinsulin

  • Modernes Mischinsulin

Insulinspiegel

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Uhrzeit

Schematische Darstellung


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Mischinsulin

  • Vorteile

  • von modernem Mischinsulin gegenüber humanem Mischinsulin:

  • schnellerer Wirkbeginn

  • höherer Wirkspiegel

Insulinspiegel

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Schematische Darstellung


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Lagerung und Haltbarkeit von Insulin

  • Insulinvorrat im Kühlschrank lagern: z. B. im Butterfachnicht in der Nähe der Rückwand oder des Tiefkühl-Elements

  • Pen mit angebrochenem Insulin bei Raumtemperatur lagern

  • Unterschiedliche Haltbarkeitsdaten beachten

  • Insulin vor hohen Temperaturen, direkter Sonneneinstrahlungund Frost schützen


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Themen

  • Zuckerstoffwechsel und Diabetes

  • Möglichkeiten der Insulintherapie

  • Insulinarten und -lagerung

  • Injektionstechnik

  • Injektionsgeräte (Pens) und -nadeln

  • Unterzuckerung


Insulin wird in das unterhaut fettgewebe gespritzt l.jpg
Insulin wird in das Unterhaut-Fettgewebe gespritzt

Hautfalte bilden und

senkrecht zur

Hautoberfläche einstechen

Injektion erfolgt in das

Unterhaut-Fettgewebe (subkutan, s.c.)

Haut

Unterhaut-Fettgewebe

Muskulatur


Geeignete spritzstellen f r die insulininjektion l.jpg
Geeignete Spritzstellen für die Insulininjektion

Schnellere Insulinaufnahmein den Bauch

Langsamere Insulinaufnahmein Oberschenkel und Gesäß


Ungeeignete spritzstellen l.jpg
Ungeeignete Spritzstellen

Blaue Flecke Narben

„Schwangerschafts-streifen”


Fettgewebe ver nderungen l.jpg
Fettgewebe-Veränderungen

Achtung! Bei falscher Injektionstechnik bzw. häufigen Injektionen in dieselbe Stelle kann es zur verminderten, oft aber vermehrten Fettgewebs- bildung und -verhärtung (Lipodystrophie) kommen

Deshalb: Innerhalb einer Spritzregion regelmäßig die Spritzstelle wechseln


Anleitung zur insulininjektion l.jpg
Anleitung zur Insulininjektion

  • Die Angaben in der Ihrem Arzneimittel beigefügten Gebrauchsinformation genauestens befolgen

  • Den mit Insulin gefüllten Pen in die Hand nehmen

  • Bei Misch- und NPH-Insulin den Pen mindestens 20-mal schwenken (nicht schütteln!)

  • Neue Nadel aufschrauben und Schutzkappe abziehen

  • Funktionsprüfung des Pens: 1–2 Einheiten einstellen und abgeben, bis ein Tropfen Insulin an der Nadelspitze erscheint

  • Insulindosis einstellen

  • Hautfalte bilden

  • Nadel senkrecht in die Mitte der Hautfalte einführen

  • Auslöseknopf herunterdrücken

  • Langsam bis 10 zählen, dann die Hautfalte loslassen und den Pen heraus ziehen

  • Nadel abschrauben und sicher entsorgen

  • Blutzuckerwert und Insulindosis in das Tagebuch eintragen



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Themen

  • Zuckerstoffwechsel und Diabetes

  • Möglichkeiten der Insulintherapie

  • Insulinarten und -lagerung

  • Injektionstechnik

  • Injektionsgeräte (Pens) und -nadeln

  • Unterzuckerung


Aufbau eines insulinpens l.jpg
Aufbau eines Insulinpens

Insulinbehälter mit Restmengenskala

Verschlusskappe

Dosisanzeige

Auslöseknopf

Dosierknopf


Fertig und mehrwegpens l.jpg
Fertig- und Mehrwegpens

Fertigpens

(z. B. FlexPen®)

Mehrwegpens

(z. B. NovoPen® 4)



Abnutzung von injektionsnadeln l.jpg
Abnutzung von Injektionsnadeln

Neue Nadel

Mehrfach gebrauchte Nadel

Elektronenmikroskopische Aufnahmen von Dr. K. Strauß, BD Medical


Hinweise zur verwendung von nadeln l.jpg
Hinweise zur Verwendung von Nadeln

  • Die Injektion mit stumpfen Nadeln kann deutlich schmerzhafter sein und zu Verhärtungen des Fettgewebes führen

  • Insulin-Rückstände in der Nadel können die Öffnung verstopfen und eine zuverlässige Insulin-Abgabe verhindern

  • Über die Nadel kann Luft eindringen und zu einer Insulin-Unterdosierung führen

Deshalb: Injektionsnadeln immer nur 1-mal verwenden!


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Themen

  • Zuckerstoffwechsel und Diabetes

  • Möglichkeiten der Insulintherapie

  • Insulinarten und -lagerung

  • Injektionstechnik

  • Injektionsgeräte (Pens) und -nadeln

  • Unterzuckerung


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Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Ursachen können sein:

  • Zu viel Insulin

  • Zu wenige Kohlenhydrate/Broteinheiten

  • Zu langer Spritz-Ess-Abstand

  • Zu viel Alkohol

  • Ungeplante Bewegung/körperliche Anstrengung

Anzeichen können sein:

  • Heißhunger Konzentrationsmangel

  • Zittern Sprachstörungen

  • Schweißausbrüche Sehstörungen

  • Blasse Gesichtsfarbe Aggressivität

  • Herzrasen Verwirrtheit

  • Unruhe Kopfschmerzen


Behandlung der hypoglyk mie l.jpg
Behandlung der Hypoglykämie

Wenn deutliche Symptome einer Unterzuckerung auftreten:

Erst essen, dann messen!

Bei einem Blutzucker von unter 70 mg/dl (3,9 mmol/l)

mit oder ohne Symptome:

  • Zunächst 1–2 „schnelle” BE bzw. KHE* (z. B. 2–4 Plättchen Traubenzucker, 1 Glas Cola bzw. Fruchtsaft)

  • Dann je nach gemessenem Blutzuckerwert ggf. noch eine weitere „langsame” BE bzw. KHE* (z. B. Obst, Brot)

Wichtig:

  • Der Patient sollte immer Traubenzucker griffbereit haben (z. B. Auto, Handtasche, Mantel)

  • Angehörige, Bekannte, Arbeitskollegen sollten über die Anzeichen einer Unterzuckerung und deren Behandlung informiert sein

*BE=Broteinheit bzw. Berechnungseinheit, KHE=Kohlenhydrateinheit


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Wohlfühlen mit Insulin

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

und viel Erfolg bei der Schulung Ihrer Patienten!