Entwurf einer historischen Darstellung der Fortschritte des menschlichen Geistes - PowerPoint PPT Presentation

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Entwurf einer historischen Darstellung der Fortschritte des menschlichen Geistes

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Entwurf einer historischen Darstellung der Fortschritte des menschlichen Geistes

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  1. Entwurf einer historischen Darstellung der Fortschritte des menschlichen Geistes Esquisse d‘un tableau historique des progrès de l‘esprit humain

  2. Marie Jean Antoine Nicolas Caritat, Marquis de Condorcet(1743 – 1794)

  3. Vorwort • Absicht des Werkes: • „Die Betrachtung dessen, was der Mensch war, und dessen, was er heute ist, wird uns dann zu den Mitteln führen, die weiteren Fortschritte, die seine Natur ihn noch erhoffen lässt, zu sichern und zu beschleunigen.“

  4. Ergebnis des Werkes: • „…sein Ergebnis wird sein, durch Vernunftschlüsse und den historischen Fakten gemäß darzutun, dass die Natur der Vervollkommnung der menschlichen Fähigkeiten keine Grenze gesetzt hat…“

  5. EpocheDer Mensch vereinigtsich zu Stämmen Les hommes sont rèunis en peuplades

  6. 1. Epoche • Eine Familie (wechselseitige Zuneigung)‏ • Bebaut Land  • Mehr Nahrung steht zur Verfügung  • Schnellere Fortpflanzung  • Stamm entsteht

  7. 1.Epoche • Stammesleben ermöglichte: • Waffen- und Werkzeugherstellung • Gemeinschaftliche Jagd  Zusammengehörigkeitsgefühl  Haß gegen Feinde • Bildung einer Führung (Ursprung erster politischer Institution)‏ • Weitere Institution: Medizinmänner

  8. 1.Epoche • „…so werden wir denn auch in dem, was die Eigenarten und Fähigkeiten des Menschen in der Frühzeit der Gesellschaft ausmacht, die Ursachen sowohl der Leichtgläubigkeit der ersten Betrogenen als auch der plumpen Geschicklichkeit der ersten Betrüger entdecken können.“

  9. 1. Epoche • Unterschiedliche Arten von Fortschritt: • Langsam (zB: Entstehung der Sprache): gesamte Gesellschaft beteiligt • Rasch (zB: Erfindung des Bogens): nur eine Person beteiligt

  10. 1. Epoche • Fortschritte in dieser Epoche: • Musik, Tanz • Kunst der Rede • Rohe astronomische Kenntnis • Verwendung von Heilpflanzen

  11. 2. EpocheDie Hirtenvölker und der Übergang zur Stufe der Ackerbauvölker Les peuples pasteurs, passage de cet `ètat `à celui de peuples agriculteurs

  12. 2. Epoche • Tiere bei der Jagd gefangen  • Herdenhaltung  • Unterschiede im Reichtum • „So verfiel man darauf, die Erträgnisse der eigenen Herden mit dem zu teilen, der keine Tiere besaß und der dafür seine Zeit und Kraft ihrer Pflege zu widmen hatte. Man erkannte, dass die Arbeit eines jungen und gesunden Menschen mehr wert war, als sein unbedingt notwendiger Lebensunterhalt kostete; und man gewöhnte sich daran, die Kriegsgefangenen als Sklaven zu behalten, anstatt sie zu töten.“

  13. 2. Epoche • Eigentumsbegriff erweitert  • Bildung von Gesetzen (zB: für Erbschaften)‏ • Priesterfürsten bildeten eigene Klasse • „…die von den Menschen sich absondert, um sie leichter zu unterdrücken, die andere von der Ausübung der Heilkunst und von der Astronomie auszuschließen sucht, um ja alle Mittel zur Unterjochung der Geister in der Hand zu haben und auch nicht ein einziges den Unterjochten zu lassen, womit diese die Heuchelei jener entlarven und ihre Tyrannei abschütteln könnten.“

  14. 2. Epoche • Pflanzenbeobachtung  • Nützliche/nahrhafte Pflanzen angebaut  • Ackerbau

  15. 2. Epoche • Fortschritte dieser Epoche: • Ernährung von Haustieren • Deren Arten veredeln • Aus Wolle Kleidung produzieren • Kleinere Fortschritte in der Astronomie • Sprachen: vielfältiger, feiner • Gesang, Instrumente, Poesie weiterentwickelt  Mensch lernt, eigene Empfindungen zu reflektieren

  16. 3. Epoche Fortschritte der Ackerbauvölker bis zur Erfindung der Schrift Progrès des peuples agricultures jusq‘à l‘invention de l‘invention de l‘ècurite alphabetètique

  17. Weitreichende Folgen der Sesshaftwerdung • Arbeitsteilung, Erweiterung des Handels, Möglichkeit der Anhäufung von Reichtum durch Nahrungsmittelüberschuss • Neue Klassen von Menschen: • Alle Arten von Arbeitern • Kaufleute • Bildung von Städten • Gemeinschaftserziehung der Kinder • Ursprung der Republik • Verjagung privilegierter Familien, die ihre Macht missbrauchten, durch das Volk • Ursprung der Tyrannis • Unumschränkt herrschende Könige • Ursprung des Lehnwesens • Sieg eines Volkes über ein Anderes • Hindernis des Fortschritts • „…die Gewöhnung an gegorene Säfte, an Opium, Tabak und Betelpfeffer..“ • Untätigkeit des menschlichen Geistes

  18. Fortschritt der Künste durch Eroberungen • Durch intensive Beobachtung bereits einige allgemeingültige Folgerungen über die Naturerscheinungen hergeleitet • Die Kasten (Nachfahren der Medizinmänner und Zauberer): • Zwei verschiedene Ziele: • Selber neue Kenntnisse erwerben • Mit ihrem Wissen das Volk beherrschen • Fortschritt als Mittel zur Erweiterung ihrer Macht • Veränderung der Sprache – von einer bildlichen zu einer abstrakten • Wesentliche Festigung ihrer Doppellehre; eigene „Geheimsprache“ • Ursprung fast aller Religionen • Erziehung der Menschen durch die Kasten • Die Menschen daran gewöhnt, „…geduldig ihre Ketten zu tragen.“

  19. 4.EpocheFortschritte des menschlichen Geistes in Griechenland bis zur Aufteilung der Wissenschaft im Zeitalter Alexanders des Großen. Progrès de l‘esprit humain dans la Grèce jusqu‘au temps de la division de sciences vers le siècle d‘Alexandre

  20. Griechenland • Als „…Vorbild aller Nationen und Zeitalter. Kein anderes Volk hat diese Ehre bis heute mit ihm geteilt.“ • Viele Kenntnisse von den Völkern des Orients übernommen • Die Priester • Beschränkten sich auf den Gottesdienst • Gleiches Recht auf Erkenntnis und Wahrheit für alle Menschen • Große Unabhängigkeit des menschlichen Geistes • Tod des Sokrates • Krieg zwischen Aberglauben und Philosophie kündigt sich an • Priester erkannten, dass die Menschen sich von ihren Dogmen abwenden werden, wenn sie ihre Vernunft gebrauchen. • Die Philosophen • Erheblichen Einfluss auf die Vernunft der Griechen • Machten niemals Politik und beanspruchten auch keine politische Existenz • Die Philosophie umfasst alle Naturwissenschaften mit Ausnahme der Medizin • Die griechischen Republiken dienten als Modell für alle Staatsentwürfe der Neuzeit

  21. Erste Spuren der politischen Ökonomie • Sklaverei • Als Voraussetzung für fast alle Einrichtungen der Griechen • Freiheit und Glück für höchstens die Hälfte der Menschen • Erziehung als wichtiger Teil der Politik • Ausbildung der Menschen für das Vaterland

  22. 5. EpocheDer Fortschritt der Wissenschaft seit ihrer Teilung bis zu ihrem Niedergang Progrès de sciences depuis leur division jusqu‘à leur dècadence

  23. Niedergang der Wissenschaften • Abspaltung der verschiedenen Teile der Wissenschaften • Mathematik und Naturwissenschaften als Abteilung • Philosophie: Metaphysik, Dialektik und Moral (Politik) • Verfall Griechenlands • Die Wissenschaften fanden Zuflucht in der Hauptstadt Ägyptens • Große Fortschritte: Lehre vom Hebel, hydrostatisches Prinzip, erste Spuren der Algebra, Fortschritte in der Astronomie. • Medizin als reine Beobachtungswissenschaft. • Verfall macht sich in der Philosophie bemerkbar. „Deren Glanz verschwand mit der Freiheit.“ • Zwei neue Schulen • Stoiker (Tugend und Glück = gegen Schmerz und Lust unempfindlich) • Epikuräer (Glück = Genuss der Lust in Abwesenheit des Schmerzes, Tugend folgt ihren natürlichen Neigungen) • Der Zerfall der griechischen Republiken zog den Verfall der politischen Wissenschaften nach sich.

  24. Die Stadt Rom • Stieg zur herrschenden Macht auf • Übernahme der Sprache, der Wissenschaften und der Philosophie von den Griechen • Wissenschaften, Philosophie und Malerei „…. blieben stets fremdländische Gewächse auf römischen Boden.“ • Cicero und andere schrieben zwar über die Philosophie, aber über die Philosophie Griechenlands • Pflege des Studiums der Rechtswissenschaften • Einzige neue Wissenschaft, die wir den Römern verdanken • Die Priester • Beraterfunktion der Politik durch Orakel udgl. • Übten aber weder auf Politik, noch auf Gesetzgebung entscheidenden Einfluss aus. • Geburt des Christentums • Schwächung des römischen Reiches • Verachtung des menschlichen Wissens. Furcht vor dem Vertrauen auf die eigene Vernunft. • Triumph des Christentums => völliger Niedergang der Wissenschaften und der Philosophie

  25. 6. EpocheNiedergang der Aufklärung bis zu ihrer Erneuerung zur Zeit der Kreuzzüge Dècadence des lumières jusqu‘à leur restauration vers le temps des croisades

  26. Niedergang des Abendlandes und des Orients aufgrund der Eroberung durch die Barbaren • Sklaverei durch Leibeigenschaft ersetzt • „barbarische“ (willkürliche) Gesetzgebung • Dreifache Tyrannei des Volkes: Könige (Despoten), Priester, Heerführer • Priester • schufen Gesetze um Widerstand zu zerschlagen • erfanden Sünden und Pflichten: Absolution, Hölle • unterdrückten Menschen auch aufgrund besserer Bewaffnung

  27. Orient • Religiöse Unduldsamkeit nicht so grausam • Bildung verschwand durch Barbareneinfall • wurde später politisch und religiös geeint • beschäftigten sich wieder mit Literatur und Wissenschaft • waren dennoch nicht frei, da unter der Herrschaft eines Despoten

  28. 7. EpocheVon den ersten Fortschritten der Wissenschaften nach ihrer Wiederherstellung im Abendland bis zu Erfindung des Buchdruckes Depuis les premieres progrès des sciences lors de leurs restauration dans l‘Occident jus‘à l‘intervention de l‘imperie

  29. Menschen verachteten religiösen Aberglauben, appellierten an die Vernunft • In Italien entstanden Republiken nach griechischem Vorbild • Studium der Rechtswissenschaften • Internationaler Handel • Fortschritte in der Wissenschaft • Schießpulver, Zeitmessung etc. • Sitten blieben jedoch roh • Religiöse Unduldsamkeit wurde stärker • „Epoche bereitete den menschlichen Geist auf die Revolution vor, welche durch den Buchdruck in Gang gesetzt wurde“

  30. 8. EpocheVon der Erfindung des Buchdruckes bis zu der Zeit, in der Wissenschaft und Philosophie sich vom Joch der Autorität freimachten Depius l‘invention de l‘imprimerie jusqu‘au temps où le sciences et la philosophie secouèrent le jong de l‘autoritè

  31. Buchdruck • es entstand eine öffentliche Meinung • befreite die Menschen von politischen und religiösen Fesseln • Entdeckung der Neuen Welt • Einnahme Konstantinopels durch die Türken • Philosophen flüchteten nach Italien • Reformation • Menschen sind nur Gott Rechenschaft schuldig • reinigte Moral: Abschaffung des Ablasshandels • Wissenschaften • entdeckten: Gleichungen, Naturgesetze • „Die Behörden (Despoten) sind dem Volk beamtet“ • „Menschliche Geist war noch nicht frei, aber zur Freiheit bestimmt“

  32. 9. Epoche Von Descartes bis zur Entstehung der französischen Republik Depuis Descartes jusqua‘à la formation de la republique francaise

  33. Präambel der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung • We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness. — That to secure these rights, Governments are instituted among Men, deriving their just powers from the consent of the governed, — That whenever any Form of Government becomes destructive of these ends, it is the Right of the People to alter or to abolish it, and to institute new Government, laying its foundation on such principles and organizing its powers in such form, as to them shall seem most likely to effect their Safety and Happiness.[…]

  34. 9. Epoche • Amerikanische Unabhängigkeitserklärung Vorbild für Condorcet. • Alle Menschen haben gleiche Rechte • Entscheidungsgrundlage: Wille der Mehrheit • Staat zuständig für: Schutz nach Innen und nach Außen, Einführung eines Tausch und Wertmaß, Errichtung von Einrichtung für die Allgemeinheit

  35. Entwicklung der Wissenschaften in der 9. Epoche • Seit dem Frieden von Utrecht ► starker Aufschwung • Zentrale Personen: Descartes, Locke, Leibnitz • Empirische Ausrichtung • Eigene Sprache • Zerstörung von Vorurteilen • Interdisziplinarität • Wissenschaft soll zum Allgemeingut werden • Wissen kann nicht mehr in Vergessenheit geraten

  36. 10. Epoche Von den zukünftigen Fortschritten des menschlichen Geistes Des progrès futurs de l‘esprit humain

  37. 10. Epoche • Voraussagen der Zukunft • -durch Beobachtung • -analog zu Naturwissenschaften

  38. 10. Epoche • Beseitigung der Ungleichheit zwischen den Nationen • Herstellung der Gleichheit innerhalb eines Volkes • Wirkliche Vervollkommnung des Menschen

  39. 10. Epoche • Kritik an Kolonialisierung: • Bekehrung durch Priester • Forderung: Freier Handel

  40. 10. Epoche • Condorcet's Forderungen: • Eine Art Rente/Pension • Gleichheit des Unterrichts • Gleichheit zwischen den Geschlechtern • Verschwinden der Kriege

  41. Allgemeine Mittel zur Vervollkommnung: • Technische Methoden • Universalsprache„Alle diese Ursachen der Vervollkommnung des Menschengeschlechts, alles Mittel und Wege, welche sie sichern müssen ihrer Natur nach einestetige Wirkung ausüben und an Umfang ständig zunehmen“