humanistische ans tze ein berblick l.
Download
Skip this Video
Loading SlideShow in 5 Seconds..
Humanistische Ansätze – Ein Überblick PowerPoint Presentation
Download Presentation
Humanistische Ansätze – Ein Überblick

Loading in 2 Seconds...

play fullscreen
1 / 63

Humanistische Ansätze – Ein Überblick - PowerPoint PPT Presentation


  • 412 Views
  • Uploaded on

Humanistische Ansätze – Ein Überblick. Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze Dozentin: Dr. Ch. Eichenberg Referentin: Jutta Dilfer Datum: 17.01.08. Gliederung. 1. Humanistische Ansätze 1.1 Vertreter 1.2 Philosophische Wurzeln

loader
I am the owner, or an agent authorized to act on behalf of the owner, of the copyrighted work described.
capcha
Download Presentation

PowerPoint Slideshow about 'Humanistische Ansätze – Ein Überblick' - sandra_john


An Image/Link below is provided (as is) to download presentation

Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author.While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - E N D - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Presentation Transcript
humanistische ans tze ein berblick

Humanistische Ansätze – Ein Überblick

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze

Dozentin: Dr. Ch. Eichenberg

Referentin: Jutta Dilfer

Datum: 17.01.08

gliederung
Gliederung

1. Humanistische Ansätze

1.1 Vertreter

1.2 Philosophische Wurzeln

1.3 Menschenbild der Humanistischen Psychologie

2. Gestalttherapie

2.1 Einflüsse und Hintergründe

2.2 Theorie und Therapie-Praxis

2.2.1 Zentrale Begriffe

2.2.2 Kontaktstörungen und Bewältigungsstrategien

2.2.3 Kontakt- und Therapiephasen

2.3 Aspekte und Techniken der Intervention

2.4 Effektivität

gliederung3
Gliederung

3. Gesprächspsychotherapie

3.1 Entwicklung der GT

3.2 Rogers Menschenbild und Persönlichkeitstheorie

3.3 Grundhaltungen des Therapeuten

3.4 Psychische Beeinträchtigungen und der therapeutische

Prozess

3.5 Experiencing und Focusing

3.6 Sonderformen:

3.6.1 Logotherapie (Frankl)

3.6.2 Psychodrama (Moreno)

3.7 Effektivität und Klientenvariablen

3.8 Kritik

1 1 humanistische ans tze vertreter
1.1 Humanistische AnsätzeVertreter
  • Charlotte Bühler
  • Abraham Maslow
  • Carl Rogers
  • Fritz Perls
  • Humanistische Psychologie als „Dritte Kraft“
  • Lockerer Verbund unterschiedlichster Ansätze
  • Alle eher durch ein ähnliches Menschenbild und einige grundsätzliche Prinzipien verbunden als durch eine gemeinsame Theorie
  • Gegen das monokausale, mechanistische und deterministische Verständnis des Menschen (PA und Behaviorismus)
1 2 humanistische ans tze philosophische wurzeln
1.2 Humanistische AnsätzePhilosophische Wurzeln
  • Einfluss des Existenzialismus durch Martin Buber
  • Existenzialismus: Verständnis des Menschen in seiner „nackten“ Existenz ohne Normen, Rollen und Fassaden
  • Das traditionell vorgegebene „Wesen des Menschen“, das eine objektive Dimension der Existenz eröffnet hatte, wird bezweifelt
  • Sartre: „Der Mensch ist zur Freiheit verdammt, er selbst oder nicht er selbst zu sein und zu werden.“

 Verantwortung und Entscheidungsspielraum führen zu Autonomie, Identität und menschlicher Würde

1 2 humanistische ans tze philosophische wurzeln7
1.2 Humanistische AnsätzePhilosophische Wurzeln
  • Renaissance: Humanismus als Gegenströmung zum mittelalterlichen Dogmatismus

 Der neue Mensch ist ein Individuum und einmalig

  • Einfluss der Phänomenologie
  • geht von der sinnlichen Erfahrung des Menschen aus und sucht hinter der Abfolge von Erscheinungen deren eigentliches Wesen
  • Im Zentrum der Betrachtung: Mensch- Umwelt- Beziehung
  • Verhalten ist immer intentional
  • „verurteilt zum Sinn“ (Merleau-Ponty)
1 3 humanistische ans tze menschenbild der humanistischen psychologie
1.3 Humanistische AnsätzeMenschenbild der Humanistischen Psychologie

Menschenbild der Humanistischen Psychologie

a) Autonomie und soziale Interdependenz

  • Mensch strebt nach Unabhängigkeit, entwickelt ein aktives Selbst
  • Autonomie ist sozialverantwortlich zu sehen

b) Selbstverwirklichung

- Mensch strebt u.a. danach, seine schöpferischen Fähigkeiten zu entfalten

- Wachstumsbedürfnisse als grundlegende Antriebskräfte des Organismus; sind in ständigem Austausch mit der sozialen Umwelt

1 3 humanistische ans tze menschenbild der humanistischen psychologie9
1.3 Humanistische AnsätzeMenschenbild der Humanistischen Psychologie
  • Ziel- und Sinnorientierung

- Handlungen sind grundsätzlich intentional, d.h. sinnstrukturierend und zielorientiert

  • Ganzheit
    • Der menschliche Organismus als ein bedeutungsvolles Ganzes
    • Betonung der Ganzheitlichkeit von Gefühl und Vernunft, von Leib und Seele
2 1 gestalttherapie einfl sse und hintergr nde
2.1 GestalttherapieEinflüsse und Hintergründe
  • Konzepte wurden erst langsam aus der PA heraus entwickelt
  • Namensänderungen, um sich von den nihilistischen Strömungen im Existenzialismus deutlich abzugrenzen
  • Übernahme psychoanalytischen Gedankenguts durch Perls Lehranalyse bei Karen Horney
  • Perls Beitrag über ‚orale Widerstände‘ sorgte bei einem PA-Kongress 1936 für Kritik

 Wesentlich für die spätere Abgrenzung Perls gegenüber der Psychoanalyse

2 1 gestalttherapie einfl sse und hintergr nde12
2.1 GestalttherapieEinflüsse und Hintergründe
  • Kurz darauf mehrjährige Krise von Perls, setzte sich intensiv mit der Phänomenologie und dem Existenzialismus auseinander
  • 1947 und 1949 Kontakte mit Moreno
  • Paul Goodman: Chicagoer Schule (Pragmatismus)

 weitere Entwicklung der Gestalttherapie

  • Zen-Buddhismus: starke Einflüsse durch z.B. „autonome Selbstregulation“ und „Gleichgewicht aller Kräfte“
2 1 gestalttherapie einfl sse und hintergr nde13
2.1 GestalttherapieEinflüsse und Hintergründe
  • 60er Jahre: In den USA bildeten sich 2 unterschiedliche Strömungen heraus:
    • Westküste: eher individualistische und persönlichkeitsentfaltende Richtung
    • Ostküste: Gestalttherapie als psychotherapeutischer Behandlungsansatz
2 2 gestalttherapie theorie und therapie praxis
2.2 GestalttherapieTheorie und Therapie-Praxis

9 Kern-Gebote:

(1) Lebe jetzt. Kümmere Dich um die Gegenwart, statt um die Vergangenheit und die Zukunft.

(2) Lebe hier. Beschäftige Dich mit dem Anwendenden statt mit dem Abwesenden.

(3) Höre auf, Dir etwas vorzustellen. Erfahre die Realität.

(4) Höre auf, unnötig zu denken. Besser: Probier und schau!

(5) Drücke dich lieber aus, anstatt zu manipulieren, zu erklären, zu rechtfertigen und zu urteilen.

2 2 gestalttherapie theorie und therapie praxis15
2.2 GestalttherapieTheorie und Therapie-Praxis

(6) Vermeide nichts!

(7) Akzeptiere keine „sollte“ und „müsste“ außer Deinen

eigenen.

(8) Übernimm die volle Verantwortung für Deine

Handlungen, Gefühle, Gedanken.

(9) Akzeptiere Dich (und die anderen) wie du jetzt bist (wie

sie jetzt sind).

2 2 gestalttherapie theorie und therapie praxis16
2.2 GestalttherapieTheorie und Therapie-Praxis
  • Menschliches Leben = fortwährender Prozess, ein Gleiten von Situation zu Situation; Innen und Außen ganzheitlich miteinander verwoben
  • im Bewusstsein sind nur einzelne „Figuren“
  • Leugnung von Bedürfnissen etc.  Ausdruck einer Störung und erhält diese gleichzeitig aufrecht
  • „Wachstum“ bzw. „Selbstaktualisierung“ immer im „Hier und Jetzt“
  • „Awareness“: Zustand des lebendigen Organismus, mit sich und der Umwelt in Kontakt, ohne dass Blockierungen die bewusste Wahrnehmung seiner selbst oder des anderen trüben oder einschränken
2 2 1 gestalttherapie zentrale begriffe
2.2.1 GestalttherapieZentrale Begriffe

1) Assimilation

  • Leben und Wachstum können nur in Auseinandersetzung mit der Umwelt stattfinden
  • Auseinandersetzen = Akt der Aggression

 Notwendige und positive Grundvoraussetzung menschl. Lebens

  • Assimilation = Aufnahme und Verarbeitung von (zunächst) fremden Bestandteilen zum Zweck des eigenen Wachstums (Bsp.: Nahrungsaufnahme)
  • geglückte Transformation von Fremdmaterial in Eigenmaterial
2 2 1 gestalttherapie zentrale begriffe18
2.2.1 GestalttherapieZentrale Begriffe

2) Wachstum

  • Voraussetzung: Assimilation
  • Außerdem: Organismus muss zwischen Brauchbarem und Unbrauchbaren unterscheiden können und entsprechend seinen Bedürfnissen den Kontakt mit der Umwelt gestalten und diese strukturierend wahrnehmen.
  • Koffka: entsprechend der jeweiligen Bedürfnislage hebt sich die Figur vom Grund ab
2 2 1 gestalttherapie zentrale begriffe19
2.2.1 GestalttherapieZentrale Begriffe

2 Assimilationsstörungen:

  • Introjektion: Aufnahme unbekömmlichen Materials, das dann als fester Bestandteil integriert bleibt (z.B. übernommene Gebote und Verbote)
  • Projektion: Verweigerung jeglicher Aufnahme von Material – sogar von Material, das ursprünglich und eigentlich zum Organismus gehörte

 bestimmte Teile werden als „fremd“ in die Umwelt projiziert

 Unterscheidung zw. innerer und äußerer Welt ungenügend

2 2 1 gestalttherapie zentrale begriffe20
2.2.1 GestalttherapieZentrale Begriffe

3) Dialog, Begegnung, Selbstregulation

  • Mensch als soziales Wesen
  • Doch nicht alle Betroffenen haben sich ideal ergänzende Bedürfnisse, deshalb müsse gemeinsame Lösungen ausgehandelt werden
  • Optimaler Fall: menschliche Begegnung
  • In jedem Fall verändert sich etwas durch den Dialog in den Partnern selbst, in ihrer Beziehung und der restlichen Umwelt
2 2 1 gestalttherapie zentrale begriffe21
2.2.1 GestalttherapieZentrale Begriffe
  • Selbst wird im Kontakt Organismus-Umwelt gestaltet
  • ist Integrator des Organismus (nur im Kontakt existent)
  • Teilsysteme: „Es“, „Ich“ und „Persönlichkeit“
    • „Es“: Sitz der Bedürfnisse
    • „Ich“: nimmt die Bedürfnisse auf und erscheinen als bewusste, zielgerichtete Handlungsintentionen gegenüber der Umwelt
    • „Persönlichkeit“: Verantwortungsstruktur des Selbst

Das „Ich“ hat eine Art Verwaltungsfunktion, es verbindet

Handlungen des Organismus mit seinen vordringlichen

Bedürfnissen (Perls)

2 2 1 gestalttherapie zentrale begriffe22
2.2.1 GestalttherapieZentrale Begriffe

4) Kontaktzyklus (mit der Umwelt)

  • Vorkontakt: Aus dem Organismus oder der Umwelt taucht ein Verlangen bzw. ein Reiz auf, der zur Figur wird. Wahl des Elements durch „Interesse“
  • Kontaktnahme: Figur als Suchbild für die Möglichkeiten der Befriedigung; diese werden vom Ich differenziert und ausgewählt
  • Kontaktvollzug: Körper+Umwelt sind Hintergrund, die Figur und der Kontakt werden intensiv erlebt, d.h. die ganze Person ist nun vom Erleben erfasst
  • Nachkontakt: das Selbst verblasst, Figur tritt in den Hintergrund zurück
2 2 1 gestalttherapie zentrale begriffe23
2.2.1 GestalttherapieZentrale Begriffe

Im optimalen Fall gab es einen Wachstums- oder

Reifeschritt. Organismus ist nun bereit für den nächsten

Kontaktzyklus

Organismische Selbstregulation = permanente Aufeinanderfolge solcher Kontaktzyklen mit flexiblen und intakten Gestaltbildungsprozessen

  • Nur wenige Menschen lassen alle ihre Bedürfnisse zur Figur werden
  • Kontaktaufnahme wird unterbunden  unvollendete Gestalt, die nach ihrer Schließung drängt (Zeigarnik-Effekt!)
2 2 2 gestalttherapie kontaktst rungen und bew ltigungsstrategien
2.2.2 GestalttherapieKontaktstörungen und Bewältigungsstrategien
  • Nur da, wo eine Grenze ist, kann auch Kontakt stattfinden, sonst nur undifferenzierte Verschmelzung
  • Grenze = Ort der Begegnung und Trennung
  • Man muss tätig werden, um Kontakt zu haben!
  • Kontaktvermeidung: Einerseits wird dadurch der Organismus in seiner vollen Entfaltung zwar behindert, andererseits hat der Organismus aber offensichtlich in seiner bisherigen Entwicklung guten Grund gehabt, bestimmte Kontakte zu vermeiden um zu überleben
2 2 2 gestalttherapie kontaktst rungen und bew ltigungsstrategien25
2.2.2 GestalttherapieKontaktstörungen und Bewältigungsstrategien
  • Das dialektische Gegenteil von Widerstand ist Beistand
  • Therapeut: Nur erfolgreich, wenn gewürdigt wird, dass der Klient seinen Widerstand als Beistand sieht
  • Neurose ist demnach ein Verteidigungsmanöver gegen zu starke Bedrohung
2 2 2 gestalttherapie kontaktst rungen und bew ltigungsstrategien26
2.2.2 GestalttherapieKontaktstörungen und Bewältigungsstrategien

6 Mechanismen:

  • Introjektion
  • Projektion
  • Retroflektion: Impulse, die sich normalerweise nach außen richten, richten sich auf sich selbst zurück (Folgen: Bsp: Muskelverspannungen, Schuldgefühle)
  • Konfluenz: Kontakte, die den Organismus mit der Umwelt verschmelzen lassen sind wichtiger als die eigene Person  Aufweichung der Ich-Grenzen
2 2 2 gestalttherapie kontaktst rungen und bew ltigungsstrategien27
2.2.2 GestalttherapieKontaktstörungen und Bewältigungsstrategien
  • Deflektion: fast jeder engere Kontakt mit der Außenwelt wird vermieden
  • Desensitivierung: Gewahrsein und Empfindungen werden auf ein Minimum reduziert. Organismus wird gegen Kontakterfahrungen abgestumpft.
  • Kontaktstörungen machen Assimilationsprozesse unmöglich oder beeinträchtigen diese zumindest
  • Störung von Wachstum und Selbstaktualisierung
  • „zwiebelschalen-förmiges“ Modell abnehmender Kontakte des Organismus zu seinen Bedürfnissen, Empfindungen und der Außenwelt
  • Modell ist auch für die Abfolge der therapeutischen Interventionen wichtig
2 2 3 gestalttherapie kontakt und therapie phasen
2.2.3 GestalttherapieKontakt- und Therapie-Phasen
  • 5 Phasen, die das Individuum wie Zwiebelschalen um sein eigentliche authentisches Selbst gelegt hat und die in der Therapie von außen nach innen bearbeitet werden müssen:

(von außen nach innen):

1. Klischeephase

2. Rollenspielphase

3. Blockierungsphase

4. Implosionsphase

5. Explosionsphase

2 2 3 gestalttherapie neurose neurotische symptome
2.2.3 GestalttherapieNeurose/neurotische Symptome

Neurose/neurotische Symptome

  • Neurose: entsteht durch Entfremdung, d.h. externe Teile werden introjiziert, aber mangelhaft assimiliert und bestimmte Teile, die wir nicht wahrhaben wollen, werden nach außen projiziert

 die entfremdeten Teile sind im körperlichen Ausdruck und in Träumen zu finden, deshalb verbalen Aussagen nur vom geringen Interesse (was drückt sich in welchen Kanälen aus?)

2 2 3 gestalttherapie neurose neurotische symptome30
2.2.3 GestalttherapieNeurose/neurotische Symptome

Neurotische Symptome:

  • Angst = Spannung zwischen dem, was ich jetzt bin und dem, was in der Zukunft ist (--< kein „Hier und Jetzt“!)
  • Schuld = projizierter Ärger (Ressentiment) gegen andere Personen. Das Ressentiment kann man nicht akzeptieren und verlegt es nach außen
  • Langeweile = Indikator dafür, dass etwas Unangenehmes nicht in Angriff genommen wird, dass sich davor ein Block stellt  Nicht-Bewusstsein eines Bedürfnisses
  • Frustration = nicht neg., sondern etwas Konstruktives = momentane Hilflosigkeit, die darauf hindeutet, dass eine Veränderung stattfindet
2 3 gestalttherapie aspekte und techniken der intervention
2.3 GestalttherapieAspekte und Techniken der Intervention
  • Gestalttherapie ist im Kern eine Widerstandsanalyse
  • Widerstand wird jedoch nicht gedeutet, sondern als Gestalt prägnant und dem Klienten erfassbar gemacht
  • Nicht das (wegzensierte) Material, sondern der Prozess selbst steht im Zentrum
  • Der Therapeut nutzt die Kraft der Selbstregulation, bringt sich selbst als Partner für die Begegnung in die Beziehung ein

 Soll helfen, den Klienten mehr in Kontakt mit sich selbst und der Umwelt zu bringen

2 3 gestalttherapie aspekte und techniken der intervention32
2.3 GestalttherapieAspekte und Techniken der Intervention
  • 5 Fragen:
    • „Was tust Du?“
    • „Was fühlst Du?“
    • „Was möchtest Du?“
    • „Was vermeidest Du?“
    • „Was erwartest Du?“

Nur Leitlinien für die therapeutische Arbeit!

Große Bedeutung haben Konfrontation und

Frustration! Voraussetzung ist eine tragbare

Therapeut-Klient-Beziehung)

2 3 gestalttherapie aspekte und techniken der intervention33
2.3 GestalttherapieAspekte und Techniken der Intervention
  • „Support“
  • „skillful frustration“
  • Voraussetzung: stabile Ich-Grenzen (Kontraindikation bei Psychosen)
  • Ziel: Awareness des Klienten steigern, z.B. Konzentration auf das Hier und Jetzt
2 3 gestalttherapie aspekte und techniken der intervention34
2.3 GestalttherapieAspekte und Techniken der Intervention
  • Abgespaltene Teile sollen erfahrbar gemacht werden, der Klient soll sie als eigen anerkennen und für sie Verantwortung übernehmen

 die verleugneten, abgespaltenen Anteile werden in das Selbst re-integriert

  • Energiefreisetzung  Bereit fürs Experimentieren
  • In einer sicheren Umgebung werden neue Verhaltensweisen erprobt
  • Dieses erprobte Verhalten soll auf Alltagssituationen generalisiert werden
2 3 gestalttherapie aspekte und techniken der intervention35
2.3 GestalttherapieAspekte und Techniken der Intervention
  • Wichtigste Gestalttechnik: der Dialog der Person mit sich selbst
  • Perls unterscheidet 3 Arten von Geschwätz, das er in der Therapie vermeiden möchte:

1) Floskeln

2) Rechfertigungen, Erklärungen, Rationalisierungen

3) Philosophien, ideologische Überbauten

2 3 gestalttherapie aspekte und techniken der intervention36
2.3 GestalttherapieAspekte und Techniken der Intervention

Interventionstechniken:

  • Der „leere Stuhl“
  • Darstellungen
  • Phantasie-Übungen
  • Reizüberflutung
  • Träume
2 4 gestalttherapie effektivit t
2.4 GestalttherapieEffektivität
  • Simkin (1976): Zielgruppe der Gestalttherapie sind
    • Übersozialisierte, emotional eingeengte Personen, Psychosomatiker und Psychotiker
  • Nicht indiziert erscheint sie wg. ihres ausagierenden Charakters bei Personen, die ohnehin zu hysterischen Verhalten neigen
  • Systematische Untersuchungen zur Effektivität sind bisher selten
  • Mehr als für die GT sind in der Gestalttherapie die Aha-Momente des Klienten von Bedeutung, deren Nachwirkungen in der Umsetzung den Therapeuten leider nicht immer interessieren
3 1 gespr chspsychotherapie entwicklung der gt
3.1 GesprächspsychotherapieEntwicklung der GT
  • Phase der nichtdirektiven Therapie (40er Jahre)
  • Erste Grundkonzepte entwickelt
  • „nicht-direktive Beratung“
  • Ziel: dem Klienten eine Situation zu bieten, in der er sich sicher und geborgen fühlen kann
  • Kennzeichen der Intervention: Permissivität, Wärme, Anteilnahme, Akzepttanz
  • Störungen werden weniger als Krankheiten verstanden, sondern als Defizit an Bewusstheit und damit Mangel an Wachstum
3 1 gespr chspsychotherapie entwicklung der gt40
3.1 GesprächspsychotherapieEntwicklung der GT

2) Gefühlsverbalisierende Phase (50er – Mitte 60er Jahre)

  • Verschiebung der Perspektive von Nichtdirektivität zu Klientenzentrierung
  • Breites Interventionsspektrum im Rahmen der Basisvariablen
  • Zentrum der Therapie: Auseinandersetzung des Klienten mit seiner eigenen Gefühlswelt
  • Aufgabe des Th.: dem Klienten zu einer höheren Selbstwahrnehmung und Reflexion verhelfen
  • Verbalisierung von Gefühlen, keine kogn. Erklärungen von Problemen
  • Die drei Basisvariablen wurden entwickelt
3 1 gespr chspsychotherapie entwicklung der gt41
3.1 GesprächspsychotherapieEntwicklung der GT

3) Phase der Erlebniszentrierung (ab den 60er Jahren)

  • Wichtiger als VEE wurden die Beziehung zw. Therapeut und Klient in dem konkret ablaufenden Prozess
  • Schwerpunkt liegt auf dem intensiven Kontakt, dieser darf nicht abreißen
  • Mehr erlebnisfördernde Interventionsformen wurden in die GT integriert
  • Grund: Zweifeln der Schüler Rogers, ob die Bedingungen wirklich „notwendig und hinreichend“ seien
  • Abspaltung: Rogers nahm immer mehr existenzialistische/phänomenologische Aspekte in sein Denken auf, andere GTler stellten zunehmend lern- oder kommunikationstheoretische Aspekte in der Vordergrund
3 1 gespr chspsychotherapie entwicklung der gt42
3.1 GesprächspsychotherapieEntwicklung der GT

4) Phase der Erweiterung und Integration (ab den 70er Jahren)

  • Integration von theoretischen Konzepten und Interventionstechniken aus anderen Therapieformen

- Konflikttheoretische Aspekte

- Kommunikationstheoretische Aspekte

- Auch entwicklungs- und sozialpsychologische Aspekte

  • Von zunehmender Bedeutung wurden Encoutergruppen bzw. Gruppenpsychotherapie
3 2 gespr chspsychotherapie rogers menschenbild und pers nlichkeitstheorie
3.2 GesprächspsychotherapieRogers Menschenbild und Persönlichkeitstheorie
  • zentrales Konstrukt: das „Selbst“, das sich erst im Verlauf der frühkindlichen Entwicklung aus den Körperwahrnehmungen in Interaktion mit der Umwelt herausdifferenziert
  • Aktualisierungstendenz: bewegt den Menschen auf das zu, was als Wachsen, Reife, Lebensbereicherung bezeichnet wird
  • „Inkongruenz“: Diskrepanz zw. Dem Erleben des Organismus und dem Selbstkonzept
  • Organismus und Selbst drängen in unterschiedliche Richtungen, der daraus deutlich werdenden Konflikt ist die Grundlage der Angst
3 2 gespr chspsychotherapie rogers menschenbild und pers nlichkeitstheorie44
3.2 GesprächspsychotherapieRogers Menschenbild und Persönlichkeitstheorie

Zentrale Annahmen:

  • In jedem Menschen ist das Bedürfnis nach einer positiven Auseinandersetzung mit sich und seiner Umwelt, insbesondere der sozialen.
  • Die Begegnung mit einem Gesprächspartner, der bestimmte Bedingungen der Gesprächssituation erfüllt, dem Klienten hilft, sich mit seiner eigenen Person derart auseinanderzusetzen, dass die verschütteten, positiven Seiten und Erlebnisqualitäten wieder freigelegt werden
3 3 gespr chspsychotherapie grundhaltungen des therapeuten
3.3 GesprächspsychotherapieGrundhaltungen des Therapeuten
  • Positive Wertschätzung und emotionale Wärme
  • Echtheit
  • einfühlendes Verstehen
3 4 gespr chspsychotherapie psychische beeintr chtigungen und der therapeutische prozess
3.4 GesprächspsychotherapiePsychische Beeinträchtigungen und der therapeutische Prozess
  • Die Therapeut-Klienten-Beziehung vermag einen Prozess auszulösen, der die im Individuum verschütteten Selbstheilungs- und Selbstaktualisierungskräfte freilegt
  • Es soll erreicht werden die „fully functioning person“
  • Unter dem therapeutischen Beziehungsangebot erfährt der Klient ein Freisein von Bedrohung
  • Jeder Aspekt seines Selbst, den er vorsichtig freilegt und erkundet, wird gleichermaßen akzeptiert
  • Dabei kommen auch bedrohliche Erfahrungen und Einsichten ans Tageslicht, bei denen sich der Klient zurückzieht, sie dann aber in einer neue und revidierte Struktur aufnimmt
3 4 gespr chspsychotherapie psychische beeintr chtigungen und der therapeutische prozess47
3.4 GesprächspsychotherapiePsychische Beeinträchtigungen und der therapeutische Prozess

Merkmale einer Neurose

  • Dysmorphe Gefühle wie Angst, Schuld und Depression
  • Eingeschränkte Selbstachtung
  • Vermeidungsverhalten (Symptome)
  • Verminderte Problemlösefähigkeit
  • Neurosen sind Folgen einer mangelhaften Symbolisierung (bestimmte Erfahrungen passen nicht zum Selbstbild, das von einer rigiden, nicht assimilierten Norm bestimmt ist
  • Folgen: Angst und daraufhin Vermeidung der problematischen Inhalte
3 5 gespr chspsychotherapie experiencing und focusing konzepte von gendlin 1961
3.5 GesprächspsychotherapieExperiencing und Focusing (Konzepte von Gendlin, 1961)

1) Experiencing

  • Theoretisches Konstrukt, Bemühung, die Prozessskala von Rogers zu verbessern
  • = Skala, mit der versucht wird, den Therapieprozess auf einen zentralen Aspekt, das unmittelbare Gefühlserleben des Klienten, zu reduzieren
  • „Experiencing soll das konkrete, im Augenblick vor sich gehende Erleben eines Individuums bezeichnen, bei dem die Aufmerksamkeit auf einen zugrunde liegenden Erlebnisgegenstand gerichtet ist“ (Dahlhoff & Bommert,1978, in Kriz, 2001)
  • Körperlich fühlbare Beziehung
3 5 gespr chspsychotherapie experiencing und focusing konzepte von gendlin 196149
3.5 GesprächspsychotherapieExperiencing und Focusing (Konzepte von Gendlin, 1961)

1) Experiencing

7-stufige deutsche Fassung der Skala

  • Stufen 1-3: der Standpunkt des Sprechenden liegt außerhalb des eigenen unmittelbaren Erlebens
  • Stufen 4-7: Die Betrachtung der ausgeführten Inhalte wird von einem inneren, d.h. im unmittelbaren Fühlen+Erleben liegenden Standpunkt aus vorgenommen
  • Der Klient wird aufgefordert, sein Erleben zu vertiefen

 Focusing

3 5 gespr chspsychotherapie experiencing und focusing konzepte von gendlin 196150
3.5 GesprächspsychotherapieExperiencing und Focusing (Konzepte von Gendlin, 1961)

2) Focusing

4 Phasen

  • Direkte Bezugnahme: Klient soll sich auf etwas beziehen und konzentrieren, was er unmittelbar erlebt. Oft spricht der Klient nur vage von „dies“
  • Entfaltung: Aus dem vagen „dies“ wird ein Gefühl „ich hab‘s“, oft mit Überraschung verbunden
  • Erweiterte Anwendung: Der Klient erreicht direkten Zugang zu verschiedenen Erlebnisbereichen
  • Neue Perspektive: Implizite Bedeutungen werden erweitert wahrgenommen und können ausgeweitet werden
3 6 1 gespr chspsychotherapie sonderformen
3.6.1 GesprächspsychotherapieSonderformen
  • Logotherapie (Viktor Frankl)

= „Existenzanalyse“

  • Leiden am sinnlosen Leben ist eins der Hauptprobleme, denen sich die Logotherapie widmet
  • Dem „existenziellen Vakuum“ liegen z.B. Phobien, Zwänge, Süchte zu Grunde

Die noogene Neurose und andere Neuroseformen

  • Während Frankls 50-jähriger Tätigkeit als Psychiater haben sich die Probleme erheblich gewandelt (von sexuellen zu nun suizidalen Problemen)
  • Ein „Nein auf die Sinnfrage“ steht im Vordergrund
  • Ätiologie nach Frankl: „Im Gegensatz zum Tier sagt dem Menschen kein Instinkt, was er muss, und im Gegensatz zum Menschen in früheren Zeiten sagt ihm keine Tradition mehr, was er soll […]“
3 6 1 gespr chspsychotherapie sonderformen52
3.6.1 GesprächspsychotherapieSonderformen
  • „noogene Neurose“ = psychogene Erscheinung, die nicht auf Komplexe und Konflikte im herkömmlichen Sinn zurückgeht, sondern eben auf das Sinnlosigkeitsgefühl, das existenzielle Vakuum, sowie Gewissenskonflikte und Wertkollisionen zurückgeht
  • Mit der Vergrößerung des Freizeitanteils hat eine zu geringer Auseinandersetzung um neue Ziele stattgefunden
  • Frankl warnt aber vor der Verallgemeinerung, dass alle existenzielle Frustration in eine noogene Neurose münde oder jeder noogene Neurose auf Verzweiflung zurückzuführen sei.
3 6 1 gespr chspsychotherapie sonderformen53
3.6.1 GesprächspsychotherapieSonderformen

Neurosenformen

  • Noogene Neurose
  • Somatogene Neurose (körperliche Ursachen und Auswirkungen im psychischen Bereich)
  • „psycho-somatische Erkrankung“ (psych. Ursachen und körperliche Beeinträchtigungen)
  • „reaktive Neurosen“ (Psyche und Körper gemeinsam, Hauptsymptome sind aber psychisch)
  • „psychogene Neurose (psychisch verursacht)
3 6 1 gespr chspsychotherapie sonderformen54
3.6.1 GesprächspsychotherapieSonderformen

Einstellungsmodulation und Dereflexion

  • Den Sinn des Lebens muss der Klient selbst finden, Th. kann nur bei der Suche helfen
  • breites Spektrum an konkreten Interventionsansätzen (z.B. „Sinnfindungsgesprächen“)
  • Doch guter Therapeut improvisiert
  • Dereflexion: Ignorieren von Symptomen, indem die Aufmerksamkeit von ihnen abgelenkt wird
  • Hintergedanke: viele Symptome entstehen erst dadurch, dass bestimmten Phänomenen übermäßige Aufmerksamkeit geschenkt wird
3 6 1 gespr chspsychotherapie sonderformen55
3.6.1 GesprächspsychotherapieSonderformen

Paradoxe Intention

  • Grundgedanke: Erwartungsangst
  • Der Patient wird angewiesen, seine befürchteten Symptome herbeizuwünschen bzw. sie sich vorzustellen
  • Es sollte dabei so humoristisch wie möglich vorgegangen werden

Die Wirkungsweise der logotherapeutischen Interventionskonzepte wurde in vielen Untersuchungen belegt

3 6 2 gespr chspsychotherapie sonderformen
3.6.2 GesprächspsychotherapieSonderformen

2) Psychodrama (Moreno)

  • Menschliches Handeln ist an die Ausübung von Rollen gebunden
  • Dadurch entwickelt sich das menschliche Selbst
  • Lebenswelt des Menschen ist nach Moreno durch 4 Aspekte bestimmt:
    • „Raum“: psychologisch und soziologisch; Rekonstruktion dieses Raumes auf der Bühne
    • „Zeit“: Vergangenheit und Zukunft werden in die Gegenwart geholt, weil sie nur dann existieren
    • „Realität“: innerhalb der dargestellten Lebenswelt kann eine Szene real sein, in der Alltagswelt dagegen nicht
    • „Kosmos“: der gesamte Kontext, in dem der Mensch seinen Entwicklungsprozess vollzieht und zu seiner eigentlichen Bestimmung, der schöpferischen Selbstverwirklichung findet
3 6 2 gespr chspsychotherapie sonderformen57
3.6.2 GesprächspsychotherapieSonderformen

2) Psychodrama (Moreno)

Praxis der Psychodrama-Therapie

  • Wesentlich: Katharsis (heilende Wirkung des Nacherlebens und Ausagierens von belastenden Erfahrungen)
  • „Monodrama“ oder Psychodrama in Gruppen

Bestandteile

  • Bühne oder Spielfläche: wird symbolisch mit Hilfe der Vorstellungskraft geschaffen
3 6 2 gespr chspsychotherapie sonderformen58
3.6.2 GesprächspsychotherapieSonderformen

b) Protagonist: derjenige aus der Gruppe, der als Problemsteller alles das spontan in Szene setzt, was ihm in den Sinn kommt  es soll ein möglichst hoher Realitätsgehalt erreicht werden

c) Spielleiter: Regisseur, der dem Protagonisten beiseite steht und ihm ein möglichst intensives Siel ermöglichst (oft der Th.)

d) Mitspieler: stellen reale oder fantasierte Personen dar, aber auch Symbolfiguren z.B. Ehrgeiz. Müssen versuchen, sich gut in die Lebenswelt des Protagonisten einzufühlen

3 6 2 gespr chspsychotherapie sonderformen59
3.6.2 GesprächspsychotherapieSonderformen

Bestandteile

e) Andere Teilnehmer: dienen als Publikum und geben Feedback. Wichtig ist dabei eine unterstützende Anteilnahme!

  • Die Psychodrama-Techniken sollen Prozesse, Fragen, Probleme, Beziehungen usw. deutlich machen
  • Psychodrama in 3 Phasen untergliedert:

1.) Initialphase (Warm-Up)

2.) Handlungsphase

3.) Abschlussphase

Petzold (1978a): 4.) Neuorientierungs-Phase (neue Verhaltensweisen werden erprobt und gefestigt)

3 7 gespr chspsychotherapie effektivit t der gt
3.7 GesprächspsychotherapieEffektivität der GT
  • Kaum Untersuchungen zu drop-outs und nur sehr wenige zu Verschlechterungsraten
  • Fehlend: Betrachtung individueller Differenzen und differentieller Indikationsstellungen
  • In einem direkten Vergleich von psychoanalytischer Kurztherapie und GT waren die Unterschiede bzgl. der Effektivität unerheblich
  • Oft wird der Beziehungsaspekt allein für die Wirksamkeit verantwortlich gemacht (manche Autoren bezweifeln dies aber)
  • Mögliche Erklärung für die Wirksamkeit der GT ist lerntheoretisch, d.h. Verstärkung
  • Insgesamt heterogene Ergebnisse zur Wirksamkeit
  • Mitchel et al. (1977): „Die Therapie hat weder viel genützt noch geschadet.“
3 7 gespr chspsychotherapie klientenvariablen
3.7 GesprächspsychotherapieKlientenvariablen

Welche Klienten sprechen besonders gut auf die GT an?

  • Intelligenz spielt keine Rolle
  • Entscheidend: Freiwillige Teilnahme
  • Klienten, die sich in die GT begeben, haben oft folgende Störungen
    • 58% Kontaktstörungen
    • 55% allgemeine Unsicherheit
    • 34% sexuelle Störungen
    • 33% berufliche Schwierigkeiten
    • 31% psychosomatische Beschwerden
    • 30% allgemeine Ängste
    • 25% familiäre Probleme
3 8 gespr chspsychotherapie kritik nach ford urban 1963
3.8 GesprächspsychotherapieKritik (nach Ford & Urban, 1963)

1. Abstraktionsniveau der Persönlichkeits- und Störungstheorie ist zu hoch. Viele Konzepte sind unklar definiert

2. Viele Begriffe werden wie Glaubenssätze hingestellt

3. Voraussetzungen für Wahrnehmungsprozesse werden nicht hinreichend berücksichtigt

4. Das objektiv beobachtbare Klientenverhalten wird zu undifferenziert gesehen und nicht in Beziehung zu inneren Prozessen gesetzt

5. Keine Berücksichtigung der Erkenntnisse aus psychologischen Teildisziplinen

6. Prognosen, wenn sie gemacht werden, zielen auf innere Prozesse ab und nicht auf operationale Größen

literatur
Literatur
  • Kriz, J. (2001). Grundkonzepte der Psychotherapie (5. Auflage). Weinheim: Beltz. S. 171 - 224
  • Revenstorf, D. (1993). Psychotherapeutische Verfahren III. Humanistische Therapien. Stuttgart: Kohlhammer. Kap. 9 + 10