Aufgabe des hausarztes in der betreuung von tumorpatienten
Download
1 / 31

Aufgabe des Hausarztes in der Betreuung von Tumorpatienten - PowerPoint PPT Presentation


  • 117 Views
  • Uploaded on

Aufgabe des Hausarztes in der Betreuung von Tumorpatienten.

loader
I am the owner, or an agent authorized to act on behalf of the owner, of the copyrighted work described.
capcha
Download Presentation

PowerPoint Slideshow about 'Aufgabe des Hausarztes in der Betreuung von Tumorpatienten' - roy


An Image/Link below is provided (as is) to download presentation

Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author.While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - E N D - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Presentation Transcript
Aufgabe des hausarztes in der betreuung von tumorpatienten l.jpg
Aufgabe des Hausarztes in der Betreuung von Tumorpatienten

„ Das Aufgabengebiet des Hausarztes in der onkologischen Versorgung aus der Sicht des Klinikers umfasst die Prävention, also Aufklärung und Vorsorge, die Zuweisung bei Verdacht an ein Onkologisches Zentrum, supportive und palliative Maßnahmen wie Schmerzlinderung etc., das Monitoring (Diagnostik), die Koordination und Kontrolle der Nachsorge sowie die Sterbebegleitung.

Als Grenzen der Versorgung durch den Allgemeinmediziner sind der Qualitätsverlust durch mangelndes Wissen und Umsetzbarkeit, z.T. durch ökonomische Grenzen, Präsenzprobleme, die Immobilität des Patienten und die Unwirtschaftlichkeit der aufwendigen Betreuung zu sehen.“

Prof. Dr. Günther Alois Gastl Univ.-Klinik für Innere Medizin, Abteilung für Hämatologie, Innsbruck , Graz 2002


Palliativbetreuung l.jpg
Palliativbetreuung

  • Behandlung von Patienten, die an einer nicht heilbaren Erkrankung leiden, die progredient verläuft und eine begrenzte Lebenserwartung mit sich bringt.


Palliativbetreuung3 l.jpg
Palliativbetreuung

  • Der Tod steht nicht immer unmittelbar bevor

  • Die Patienten sind häufig noch ohne schwere Beeinträchtigungen (hoher Barthel- und Karnofskyindex)

  • Palliativtherapie setzt früh ein

  • Einbeziehung des gesamten Umfeldes - Kooperation

  • Die Behandlung orientiert sich am Symptom

  • Vermeidung unnötiger Behandlung

  • Ständige Kommunikation mit dem Patienten


Patientenw nsche l.jpg
Patientenwünsche

  • Würde des Patienten achten

    • Selbstbestimmung und respektvoller Umgang

    • Achtung der weltlichen und religiösen Überzeugungen

    • Wert der Hygiene und Intimität

    • Lebenssituation gewohnt weiterführen: persönliche Dinge des Lebens, Kleidung, Schmuck etc.


Patientenw nsche5 l.jpg
Patientenwünsche

  • Teilhabe am Leben

    • Bedürfnis von Zuneigung und Liebe

    • Integration in Familie und Freundeskreis

    • Kulturelles und spirituelles Leben

    • Gefühl gebraucht zu werden und nützlich zu sein

  • Hilfe im Sterben

    • Aufklärung über Krankheit

    • Kompetenz der Helfenden

    • Gefühl der Sicherheit

    • Hilfe bei Schmerzen


  • Erkrankungs und therapienebenwirkungen l.jpg
    Erkrankungs- und Therapienebenwirkungen

    Belastungsintensität Ihrer Betreuung bei Tumorpatienten in Ihrer Praxistätigkeit

    Befragte Praxen: 57 Geantwortet: 25

    Unproblematisch

    Problematisch


    Ern hrungsprobleme l.jpg
    Ernährungsprobleme

    • Vermeidung von oraler Nahrungsaufnahme

      • Appetitstörungen

      • Geschmacksstörungen

      • Geruchsstörungen

      • Bauchschmerzen

      • Unverträglichkeiten

  • Unmöglichkeit der oralen Nahrungsaufnahme

    • Kachexie

    • Schluckstörungen

  • Sondenprobleme


  • Ern hrungsprobleme8 l.jpg
    Ernährungsprobleme

    • Kleine appetitlich zubereitete Mahlzeiten

    • Wunschkost

    • Unterstützung durch Trink- und Sondennahrung

    • Hunger und Durst als subjektive Empfindung stillen (Sterbende verhungern und verdursten nicht !!)

    • Gute Mundpflege : Zahnhygiene, Schleimhautpflege

    • Sicherstellung der Flüssigkeitsmenge über subkutane Infusionen möglich

      • Physio. Kochsalzlösung

      • Ringerlösung

      • 5% Glucoselösung

      • Zusatz von subkutan applizierbaren Medikamenten möglich


    Stuhlgangsprobleme l.jpg
    Stuhlgangsprobleme

    • Diarrhoe

      • Als Therapienebenwirkung z.B. Chemo/Strahlentherapie (Mucositis)

      • Als Infektion : Bakteriell, Viral,

        • Clostridien z.B. nach Antibiose

    • Flüssigkeit und Elektrolytsubstitution

    • Perocur, Omniflora, Mutaflor

    • Loperamid, Tinctura opii 20 – 30 gtt


    Stuhlgangsprobleme10 l.jpg
    Stuhlgangsprobleme

    • Obstipation

      • Imobilisation

      • Ballaststoffarme Kost

      • Reduzierte Trinkmenge

      • Medikamente (z.B.Opiode)

      • Darmerkrankungen: Divertikulose, Tumore

      • Morbus Parkinson

      • Hypothyreose


    Stuhlgangsprobleme wann liegt eine obstipation vor l.jpg
    Stuhlgangsprobleme: Wann liegt eine Obstipation vor

    • Keine allgemein anerkannte Definition

    • Rom III Kriterien (modifiziert):

      • Heftiges Pressen

      • Knollige , harte Stühle

      • Gefühl der inkompletten Entleerung

      • Zwei oder weniger Entleerungen/Woche

      • Gefühl der analen Blockierung

      • Manuelle Manöver

  • 2 aus 6 bei ¼ der Stühle in 3 Monaten


  • Stuhlgangsprobleme12 l.jpg
    Stuhlgangsprobleme

    • Imobilisation, Kost, Flüssigkeitszufuhr sind nur in einzelnen Fällen zu beeinflussen

    • Daher möglichst rascher Einsatz von Laxantien

    • Lactulose eher weniger geeignet, da es zu Meteorismus führt und vielen Patienten zu süß ist.



    Belkeit erbrechen l.jpg
    Übelkeit/Erbrechen

    • Bis zu 70% der Patienten leiden darunter

    • Unterschiedliche Organstrukturen und Nervenimpulse dienen als Auslöser

    • Vielzahl von Gründen

      • Gastrointestinale Beeinträchtigungen

        • Schluckstörungen

        • Reflux

    • Arzneimittel

      • Chemotherapie

      • Opiode

  • Metabolische Veränderungen

    • Ketoazidose

    • Urämie

  • Störung der cerebralen/neuronalen Funktion

    • Hirnmetastasen

  • Schmerz und psychische Alteration


  • Belkeit erbrechen15 l.jpg
    Übelkeit/Erbrechen

    • Akutes Erbrechen/Übelkeit:tritt innerhalb von 24 Stunden nach Chemotherapie auf

    • Verzögertes Erbrechen/Übelkeit:wird definiert bei Auftreten 24 Stunden  bis fünf Tage nach der Chemotherapie.

    • Antizipatorisches Erbrechen/Übelkeit:ist Folge einer so genannten Konditionierung nach vorausgegangener Übelkeit und Erbrechen. Diese Form ist medikamentös schwer beeinflussbar


    Belkeit erbrechen16 l.jpg
    Übelkeit/Erbrechen

    • Übelkeit, die sich nach dem Erbrechen bessert

    • Schwallartiges, intermittierendes Erbrechen

    • Ständige Übelkeit


    Belkeit erbrechen nichtmedikament se therapie l.jpg
    Übelkeit/ErbrechenNichtmedikamentöse Therapie

    • Alles vermeiden was durch Aussehen, Geruch und Geschmack Erbrechen auslöst

    • Kleine , appetitliche Mahlzeiten

    • Angenehme Atmosphäre

    • Zeit die Mahlzeit zu sich zu nehmen


    Belkeit erbrechen medikament se therapie l.jpg
    Übelkeit/ErbrechenMedikamentöse Therapie

    • Basismedikamente mit Rezeptorbindung und Wirkort

    • Additiv: Dexamethason


    Belkeit erbrechen stufenschema der medikation l.jpg
    Übelkeit/ErbrechenStufenschema der Medikation


    Belkeit erbrechen regeln der therapie l.jpg
    Übelkeit/ErbrechenRegeln der Therapie

    • Antiemetikumwahl erfolgt nach Pathophysiologie der Ursache

    • Applikationsschema entsprechend der Wirkdauer

    • Bedarfsmedikation zur Dosisanpassung dazuverordnen

    • Initial: rektal, subkutan, intravenös

    • Additives Antiemetikum, wenn nach 24 h keine Besserung


    Atmungsprobleme l.jpg
    Atmungsprobleme

    • In den letzten Lebenswochen 70 – 80 % der Patienten

    • Dyspnoe = erschwerte Atmung ist in ihrer Schwere eine subjektive Empfindung

    • Gestörte Atmung macht Angst: dem Patienten und seiner Umgebung

    • Rasseln als Ausdruck des nahenden Todes: Hypersekretion des Pharynx, in der Regel keine Atemnot

    • Wenn möglich nicht Absaugen


    Atmungsprobleme ursachen l.jpg
    Atmungsprobleme: Ursachen

    • Obstruktion

      • Asthma bronchiale

      • COPD

      • Trachealstenose

  • Restriktion

    • Pleuraerguß

    • Tumoren

    • Atelektase

    • Pneumonie

    • Kardial

    • Neuromuskulär

    • Psychogen


    Atmungsprobleme therapie l.jpg
    Atmungsprobleme: Therapie

    Empfindung der

    Atemnot

    Tachypnoe

    Atemarbeit

    Sedativa

    Diazepam

    Lorazepam

    Midazolam

    Promethazin

    Levomepromazin

    Opiate

    Morphine oral

    oder subcutan

    Entzündung

    Ödem

    Bronchodilatation

    Betamimmetika

    Theophylline

    Anticholinergika

    Kortikosteroide

    Dexamethason

    16 – 24 mg/dl

    AllgemeinMaßnahmen:

    Lagerung, Frischluft

    Kleidung


    Fategue l.jpg
    Fategue

    • Chronische Müdigkeit und Abgeschlagenheit

    • Nicht immer Symptom einer Depression

    • Ernährung

    • Sport/Bewegung

    • Kunst /Musik/Literatur

    • Soziale Kontakte



    Psychische st rungen l.jpg
    Psychische Störungen

    • Differenzierung: Vorerkrankung oder Neuerkrankung

    • Bis zur Terminalphase 80% der Patienten mit psychischen Störungen

    • Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Orientierung

    • Koinzidenz für Depressionen 30 -50 %

    • 80% haben Suizidgedanken

    • 10 % aller Depressiven versterben durch Suizid

    • Depressive Tumorpatienten begehen Suizid geplant und nicht im Affekt


    Depression vs trauerreaktion l.jpg
    Depression vs. Trauerreaktion

    • Kriterien der Depression

      • Depressive Stimmung

      • Freud und Interesselosigkeit

      • Verminderung des Antriebs

      • Erhöhte Ermüdbarkeit

        • Verminderte Aufmerksamkeit

        • Vermindertes Selbstwertgefühl

        • Schuldgefühle

        • Grübelzwang

        • Schlafstörungen

        • Appetitstörungen

        • Libidoverlust

        • Unruhe und Getriebenheit

        • Somatisierung

        • Suizidgedanken

    • 2 x 2 Symptome für mehr als 2 Wochen

    • 5 Phasen nach Kübler-Ross

      • Nicht – Wahrhaben –Wollen

      • Zorn

      • Verhandeln

      • Niedergeschlagenheit

      • Zustimmung


    Depressionen behandlung l.jpg
    Depressionen: Behandlung

    • Diagnose ansprechen

    • Umfeld mit einbeziehen

    • Psychotherapie – Psychoonkologie Adresse für Regensburg: Fr. Micheline Geldsetzer

    • Medikation

      • Citalopram

      • Mirtazapin

      • Tavor



    Literatur l.jpg
    Literatur

    • Diagnose Krebs! Und dann auch noch die Depression, C. Notdurfter

      MMW Nr. 16/2007 27 – 30 www.mmw.de

    • Mit dem Krebs besser leben, E.Frick, MMW Nr. 16/2007 31– 33

    • Depressionen bei Krebserkranken: Rechtzeitig erkennen – adäquat behandeln, H.Csef, MMW 12/2001, 30 – 32,

    • Gute Symptomkontrolle für friedliches Sterben daheim, M.Thöns, M.Zenz Der Hausarzt 8/2006, 50 – 55

    • Übelkeit, Erbrechen und Obstipation in der palliativen Situation, K. Clemens

      www. aerzteblatt.de/artikel/07269

    • Der Hausarzt als Sterbebegleiter: Mundpflege in der Terminalphase P. Landendörfer , Der Allgemeinarzt 19/2004 ,1188 – 1190

    • Der Hausarzt als Sterbebegleiter: Unterstützung von Trauernden M. Müller u. E. Klaschik , Der Allgemeinarzt 20/2004 ,1262 – 1264

    • Der Hausarzt als Sterbebegleiter: Haben Sterbende Durst oder Hunger ? P. Landendörfer, Der Allgemeinarzt 1/2005 ,42 – 46

    • Der Hausarzt als Sterbebegleiter: So lindern Sie die Atemnot P. Landendörfer, Der Allgemeinarzt 3/2005 ,47 – 49


    Literatur31 l.jpg
    Literatur

    • Arzneimitteltherapie in der Palliativmedizin, C. Bausewein et.al. Urban & Fischer, 2005,1.Auflage

    • Lebensqualität bis zuletzt, M.Burst Notfall & Hausarztmedizin 2004;30 (11), 512 – 517

    • www.bundesaerztekammer.de : Rubrik: Richtlinien Leitlinien Empfehlungen: Sterbebegleitung