slide1 n.
Download
Skip this Video
Loading SlideShow in 5 Seconds..
Das KStG-PL PowerPoint Presentation
Download Presentation
Das KStG-PL

Loading in 2 Seconds...

play fullscreen
1 / 39

Das KStG-PL - PowerPoint PPT Presentation


  • 131 Views
  • Uploaded on

Das EStG-PL. Das KStG-PL. Das SWZG. Das VATU. Überblick über das polnische Steuerrecht. von Prof. Dr. St. Kudert und Dr. Jaros ł aw Nabia ł ek. F. Das EStG-PL. Das KStG-PL. Das SWZG. Das VATU. Überblick über das polnische Steuerrecht.

loader
I am the owner, or an agent authorized to act on behalf of the owner, of the copyrighted work described.
capcha
Download Presentation

PowerPoint Slideshow about 'Das KStG-PL' - randall-hayes


An Image/Link below is provided (as is) to download presentation

Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author.While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - E N D - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Presentation Transcript
slide1

Das EStG-PL

Das KStG-PL

Das SWZG

Das VATU

Überblick über das polnische Steuerrecht

von Prof. Dr. St. Kudert undDr. Jarosław Nabiałek

slide2

F

Das EStG-PL

Das KStG-PL

Das SWZG

Das VATU

Überblick über das polnische Steuerrecht

von Prof. Dr. St. Kudert undDr. Jarosław Nabiałek

slide3

Die Einkommensteuer natürlicher Personen [EStG-PL]

(C) Kudert/Nabiałek

Rechtliche Grundlage ist das Gesetz vom 26.7.1991

Der Aufbau ist dem deutschen EStG ähnlich:

Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht

Grundsätzlich Nettobesteuerung mit Ausnahmen

Definition von 9 (anstatt 7) Einkunftsarten

VerlustbehandlungBemessungsgrundlage und progressiver Tarifverlauf

slide4

Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht

Grundsätzlich Nettobesteuerung mit Ausnahmen

Definition von 9 (anstatt 7) Einkunftsarten

Verlustbehandlung

Bemessungsgrundlage und progressiver Tarifverlauf

(C) Kudert/Nabiałek

  • Unbeschr. Steuerpflicht gem. Art. 3 Abs. 1 EStG-PL:

Wohnsitz in PL (kein gewöhnlicher Aufenthalt!)

Im Vergleich § 1 Abs. 1 EStG-D:

Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in D

  • Beschränkte Steuerpflicht gem. Art. 4 EStG-PL:

Kein Wohnsitz in PL, aber Einkünfte aus pl. Quellen

Im Vergleich § 1 Abs. 4 EStG-D:

Weder Wohnsitz noch gewöhnlicher Aufenthalt in D

aber Einkünfte aus deutschen Quellen

slide5

Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht

Grundsätzlich Nettobesteuerung mit Ausnahmen

Definition von 9 (anstatt 7) Einkunftsarten

VerlustbehandlungBemessungsgrundlage und progressiver Tarifverlauf

(C) Kudert/Nabiałek

Grundsätzlich gilt das

Zuflussprinzip, durchbrochen

vom Realisationsprinzip

Grundsatz:

Einnahmen

./. Erwerbsaufwendungen (sofern abzugsfähig)

= Einkünfte

Ausnahmen:

Pauschalierte Bruttobesteuerung (insbes. bei Dividenden)

slide6

Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht

Grundsätzlich Nettobesteuerung mit Ausnahmen

Definition von 9 (anstatt 7) EinkunftsartenVerlustbehandlung

Bemessungsgrundlage und progressiver Tarifverlauf

(C) Kudert/Nabiałek

Einkünfte aus

1 nichtselbständiger Arbeit

2 selbständiger Arbeit

3 wirtschaftlicher Tätigkeit

4 spezieller landwirtschaftlicher Tätigkeit

5 Liegenschaften oder ihren Teilen

6 Vermietung und Verpachtung

7 Kapitalvermögen und Vermögensrechten

8 (sonstigen) Verkaufs- und Tauschgeschäften

9 sonstigen Quellen

slide7

Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht

Grundsätzlich Nettobesteuerung mit Ausnahmen

Definition von 9 (anstatt 7) Einkunftsarten

VerlustbehandlungBemessungsgrundlage und progressiver Tarifverlauf

(C) Kudert/Nabiałek

Verluste aus einer Einkunftsart können, sofern es sich nicht um Verluste aus der Veräußerung von Liegenschaften oder um einen Verlust aus einkommensteuerbefreiten Quellen handelt, zumax. 50 % p. a. auf die fünf dem Verlustjahr folgenden Jahre vorgetragen werden. Sie dürfen aber nur mit Einkünften aus derselben Einkunftsart verrechnet werden.

(Art. 9 Abs. 3 EStG-PL)

slide8

Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht

Grundsätzlich Nettobesteuerung mit Ausnahmen

Definition von 9 (anstatt 7) Einkunftsarten

VerlustbehandlungBemessungsgrundlage und progressiver Tarifverlauf

(C) Kudert/Nabiałek

Einnahmen, sofern sie nicht steuerfrei sind

(Art. 10-21 EStG-PL, unter Beachtung von Art. 24 EStG-PL)

./. Einnahmen, die der Bruttobesteuerung unterliegen

(Art. 28-30 EStG-PL)

./. abziehbare Erwerbsaufwendungen

(Art. 22-23 EStG-PL, unter Beachtung von Art. 24 EStG-PL)

./. Verlustabzug, bezogen auf die einzelne Einkunftsart

(Art. 9 Abs. 3 EStG-PL, max. 50 % p.a., 5 Jahre vortragsfähig)

+./. Einkunftsberichtigungen(Art. 25 und 19 Abs. 3 EStG-PL)

= Einkommen

./. Sonderausgaben(Art. 26 EStG-PL)

+ Einkommen minderjähriger Kinder(Art. 7 Abs. 1 und 2 EStG-PL)

= zuversteuerndesEinkommen

slide9

Zu versteuerndes Einkommen (E)

(in Złoty)

Einkommensteuer

(in Złoty)

Ab

Bis

37.024

74.048

37.024

74.048

E*0,19-530,08

6.504,48+0,3*(E-37.024)

17.611,68+0,4*(E-74.048)

Einkommensteuertarif 2003

(C) Kudert/Nabiałek

slide10

Vergleich der Einkommensteuertarife 2003 in Deutschland und PolenUnterstellter Wechselkurs: 1 Euro = 3,6 PLN

(C) Kudert/Nabiałek

ESt-D/E

ESt-PL/E

ESt-D

ESt-PL

slide11

I

Das EStG-PL

F

Das KStG-PL

Das SWZG

Das VATU

Überblick über das polnische Steuerrecht

von Prof. Dr. St. Kudert undDr. Jarosław Nabiałek

slide12

Die Einkommensteuer juristischer Personen [KStG-PL]

(C) Kudert/Nabiałek

Rechtliche Grundlage ist das Gesetz vom 15.2.1992

Der Aufbau ist dem KStG-D inzwischen ähnlich:

Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht

Grundsätzlich Nettobesteuerung mit Ausnahmen

Bemessungsgrundlage und Tarif

Anrechnungsverfahren

slide13

Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht

Grundsätzlich Nettobesteuerung mit Ausnahmen

Bemessungsgrundlage und Tarif

Anrechnungsverfahren

(C) Kudert/Nabiałek

Insbesondere Kapitalgesellschaften

(und Kapitalgruppen):

  • Unbeschränkte Steuerpflicht gem. Art. 3 Abs. 1: Sitz und/oder Geschäftsleitung in PL

Identischer Tatbestand in D

  • Beschränkte Steuerpflicht gem. Art. 3 Abs. 2:

Weder Sitz noch Geschäftsleitung in PL

aber Einkünfte aus polnischen Quellen

Identischer Tatbestand in D

slide14

Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht

Grundsätzlich Nettobesteuerung mit AusnahmenBemessungsgrundlage und Tarif

Anrechnungsverfahren

(C) Kudert/Nabiałek

Grundsätzlich gilt das

Zuflussprinzip, durchbrochen

vom Realisationsprinzip

Grundsatz:

Einnahmen

./. Erwerbsaufwendungen (sofern abzugsfähig)

= Einkünfte

Ausnahme:

Pauschalierte Bruttobesteuerung

(insbes. bei Dividenden)

Aber Anrechung der QuSt

im Ergebnis also keine Doppelbesteuerung

slide15

Bemessungsgrundlage und Tarif:

Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht

Grundsätzlich Nettobesteuerung mit AusnahmenBemessungsgrundlage und Tarif

Anrechnungsverfahren

Einnahmen, sofern steuerpflichtig (Art. 12-14 KStG-PL)

./. Einnahmen, die der Bruttobesteuerung unterliegen

(Art. 21-22 KStG-PL)

./. Abziehbare Erwerbsaufwendungen (Art. 15-16 KStG-PL)

+./. Korrekturen bei schuldrechtlichen Beziehungen

(Art. 16 Abs. 1 Nr. 38, Art. 11, Art. 14 Abs. 1 KStG-PL)

= Einkommen

(C) Kudert/Nabiałek

./. max. 1/2 des abziehbaren Verlustes (Art. 7 Abs. 4 KStG-PL)

./. Sonderausgaben (insbes. Spenden bis max. 15% des Eink.)

(Art. 18 Abs. 1 Nr. 1 KStG-PL)

= zuversteuerndesEinkommen

* KSt-Tarif (27% des ZvE - Art. 19 KStG-PL)

= Tarifliche Körperschaftsteuer

./. Anrechenbare Quellensteuern (15 % - Art. 23KStG-PL)

./. anrechenbare ausländische Steuern (Art. 20 KStG-PL)

./. geleistete monatliche Vorauszahlungen

=Abschlusszahlung oder Erstattung

slide16

Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht

Grundsätzlich Nettobesteuerung mit AusnahmenBemessungsgrundlage und Tarif

Anrechnungsverfahren

(C) Kudert/Nabiałek

Die Tarifbelastung beträgt im VZ 2003

27 %

Die Weiterentwicklung ist unklar

(Minderung auf 22%?)

Wie wird aber die Doppelbesteuerung

bei Ausschüttung behandelt?

slide17

Beispiel 1: Anrechnungsverfahren bei Steuerinländern als Gesellschafter

(C) Kudert/Nabiałek

KStQuSt = 15 % ist anrechenbar

auf andere KSt-PL der Mutter

S.A. als inländische Mutter

und Dividendenempfänger

Belastung:

27 %

Spółka z o. o.

Einkommen vor KSt-PL 100

KSt-PL = 27 %

Finanzamt

EStQuSt = 15 %

Natürliche inländische Person

als Dividendenempfänger

Belastung:

27 + 0,15 * 73

= 37,95 %

slide18

Beispiel 2: Anrechnungsverfahren bei Steuerausländern als Gesellschafter

  • KStQuSt = 15 %, Kürzung auf
  • 15 % aufgrund des DBA und
  • Freistellung in D oder
  • 5 % und Freistellung in D

(C) Kudert/Nabiałek

KapGes als ausländische Mutter

und Dividendenempfänger

Belastung

27 + 0,15 * 73 = 37,95%

27 + 0,05 * 73 = 30,65%

Spółka z o. o.

Einkommen vor KSt-PL 100

KSt-PL = 27 %

Finanzamt

EStQuSt = 15 %

EStQuSt = 15 % wg. DBA D/PL

Natürliche ausländische Person

als Dividendenempfänger

Belastung:

27 (+ 0,15 * 73)und dazu ½ ESt-D,

(aber Anrechnung)

slide19

Tochter-GmbH

Spitzen-einheit

Polska

Deutschland

Problemstellung: Welcher Besteuerung unterliegen die Gewinne aus Polen beim Transfer nach D?

(C) Kudert/Nabiałek

69,35 * 1/2 * 0,485

G = 100

69,35

nationales

Steuerrecht

nationales

Steuerrecht

G in PL 100

KSt-PL 27

QuSt-PL 3,65

KSt-D 0

EK in D 69,35

Bei Ausschüttung an dt. Gesellschafter:

ESt-D 16,82

EK in D 52,58

Geltungsbereich DBA D/PL

Gesamtsteuerbelastung = max. 48 %

slide20

I

Das EStG-PL

I

Das KStG-PL

F

Das SWZG

Das VATU

Überblick über das polnische Steuerrecht

von Prof. Dr. St. Kudert undDr. Jarosław Nabiałek

slide21

Die Ertragsteuern aus Sicht eines deutschen Investors

(C) Kudert/Nabiałek

Wir können festhalten:Polen kann nicht als Steueroase bezeichnet werden. Daher war der Gesetzgeber gefordert, Investitions- anreize (auch für ausländische Unternehmen) zu schaffen.

  • Solche Anreize sollen die sogenannten „Sonderwirtschaftszonen“ gewähren.

Zur Zeit existieren 15 solcher SWZ, davon ist eineKostrzyń-Słubice.

slide22

Die Sonderwirtschaftszone Kostrzyń-Słubice

(C) Kudert/Nabiałek

Gdańsk

Bremen

Poznań

Berlin

Warszawa

Hannover

Dresden

Köln

Kraków

Frankfurt

Stuttgart

München

SWZ Kostrzyń-Słubice

slide23

Art. 12 Abs. 1 bis 6 SWZG gibt den rechtlichen Förderrahmen vor,der durch die jeweilige SWZVO auszufüllen ist.

Art. 12 Abs. 1 bis 6 SWZG:

Abs. 1: Die VO darf das Einkommen des Steuerpflichtigenfür die Hälfteder Zonenlaufzeitvon der ESt bzw. KSt befreien.

Abs. 2: Die VO darf für die Restlaufzeit bis zur Hälfte des Einkommens von der ESt bzw. KSt freistellen.

Abs. 3: Für Steuerpflichtige, bei denen Abs. 1 und 2 nicht greifen, sind Sofortabschreibungen gestattet.

Abs. 4: Für Steuerpflichtige, bei denen Abs. 1 und 2 nicht greifen, sind außerdem erhöhte Abschreibungen gestattet.

Abs. 2-4: gelten nur noch für Altfälle!

Seit 2001: Die Steuerminderung darf max.50 % der InvSumme betragen (Art. 17 I Nr. 34 KStG-PL).

  • §§ 5 und 8 der SWZVO Küstrin-Slubice:
  • § 5: Abs. 1 gewährt eine ESt- oder KSt-Befreiung für maximal 10 Jahre.
  • § 8: gewährt eine ESt- oder KSt-Minderung um 50 % für die Restlaufzeit.
  • Voraussetzung ist insbesondere, dass
  • die Investitionsausgaben mehr als 1 Mio. Euro betragenoder alternativ
  • mindestens 50 Arbeitnehmer dauerhaft in fester Anstellung beschäftigt werden.
  • SWZVO Deutschsprachige Versionunter www.kssse.pl

(C) Kudert/Nabiałek

slide24

Wir können als 1. Ergebnis festhalten:

(C) Kudert/Nabiałek

Bei allen Maßnahmen ist der Umfang derFörderung abhängig vom Investitionsvolumen und der Höhe des Einkommens!Ertrag- und finanzstarke Unternehmen erhalten auch eine hohe Förderung, während die Tarif- und Abschreibungsvergünstigungen für finanz- und ertragschwache Unternehmen sogar ins Leere laufen können!

slide25

Tochter-GmbH

Spitzen-einheit

Polska

Deutschland

Problemstellung: Welcher Besteuerung unterliegen die Gewinne aus der SWZ beim Transfer nach D?

(C) Kudert/Nabiałek

95 * 1/2 * 0,485

G = 100

95

nationales

Steuerrecht

nationales

Steuerrecht

G in PL 100

KSt-PL 0

QuSt-PL 5

KSt-D 0

EK in D 95

Bei Ausschüttung an dt. Gesellschafter:

ESt-D 23

EK in D 72

Geltungsbereich DBA D/PL

Gesamtsteuerbelastung = max. 28 %

slide26

Wir können als 2. Ergebnis festhalten:

Wenn eine deutsche Kapitalgesellschaft an einerTochter in der SWZ beteiligt ist, können die Gewinne mit einer minimalen Steuerbelastungnach Deutschland transferiert werden.

Werden diese Gewinne dann aber von der Spitzeneinheit an deren Gesellschafterausgeschüttet, geht die Steuerbefreiung verloren.Durch das Halbeinkünfteverfahren erfolgt aber nureine „halbe Nachversteuerung“.

Das Modell eignet sich also am besten für unter-nehmensbezogene Kapitalgesellschaften als Mutter, die Teile ihrer Gewinne regelmäßig thesau-rieren.

(C) Kudert/Nabiałek

slide27

Problemstellung: Wie bekommt man die Gewinneaus der SWZ zum deutschen Gesellschafter ohne eine Nachversteuerung?

(C) Kudert/Nabiałek

Gesellschafter=

Kommanditist derpolnischen KG

Tochter-GmbH&Co.KG

GA in PL 99

ESt-PL 0

ESt-D 0

EK in D 99

1 * 1/2 * 0,485

Polska

G = 100

GmbH=Komplementär derpolnischen KG

GA in PL 1

ESt-PL 0

QuSt-PL 0

KSt-D 0

EK in D 1

Bei Ausschüttung an dt. Gesellschafter:

ESt-D 0,24

EK in D 0,76

Geltungsbereich DBA D/PL

slide28

Der Wirtschaftsstandort Ostbrandenburg

(C) Kudert/Nabiałek

Gdańsk

Bremen

Poznań

Berlin

Warszawa

Hannover

Dresden

Köln

Kraków

Frankfurt

Stuttgart

München

Frankfurt (Oder)

slide29

Ergebnis

(C) Kudert/Nabiałek

  • Die Förderung in der SWZ Kostrzyń-Słubice zielt insbesondere auf große und ertragstarke Kapitalgesellschaften ab. Dabei können die Gewinne steuerlich marginal belastet zur ausländischen Mutter transferiert werden.
  • Dagegen ist Ost-Deutschland vor allem für KMU interessant. Sie erhalten hohe IZ bzw. IS.
  • Damit würde aus steuerlicher Sicht z. B. ein Szenario Sinn machen, bei dem sich einige finanz- und ertragstarke Großinvestoren in der SWZ Küstrin - Słubice ansiedeln und zugleich zahlreiche kleinere Zulieferbetriebe in Ostbrandenburg entstehen.
slide30

(C) Kudert/Nabiałek

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

slide31

I

Das EStG-PL

I

Das KStG-PL

I

Das SWZG

F

Das VATU

Überblick über das polnische SteuerrechtEine Einführung für deutsche Investoren

von Prof. Dr. St. Kudert undDr. Jarosław Nabiałek

slide32

Die Umsatzsteuer - Value Added Tax [VAT]

(C) Kudert/Nabiałek

Rechtliche Grundlage ist das Gesetz über die Steuerauf Waren und Dienstleistungen sowie über dieAkzisesteuer (kurz VATU) vom 8.1.1993.

Der Aufbau ist dem deutschen UStG ahnlich:

Allphasen-Netto-Umsatzsteuersystem

Importe und Exporte als steuerbare Handlungen

Bemessungsgrundlage und Steuersätze

Vorsteuerabzugsverfahren

slide33

Allphasen-Netto-Umsatzsteuersystem

VAT-pflichtige Leistung

VAT-pflichtige Leistung

VAT-pflichtige Leistung

(C) Kudert/Nabiałek

E

Der End-

verbraucher

U1

U2

U3

100 PLN +22 PLN

150 PLN + 33 PLN

200 PLN + 44 PLN

erhaltene VAT:22 PLN= Zahllast: 22 PLN

erhaltene VAT: 33 PLN./. VorSt: 22 PLN= Zahllast: 11 PLN

erhaltene VAT: 44 PLN./. VorSt: 33 PLN= Zahllast: 11 PLN

Wer zahltdie Zeche?

Der Unternehmer U1 führt an U2 eine vat-pflichtige Leistung aus.Er erhält neben dem Entgelt 22 % VAT.

Die VAT führt U1 an das Finanzamt ab. Damit ist er wirtschaftlich nicht belastet.

Der Unternehmer U2 führt an U3 eine vat-pflichtige Leistung aus.Er erhält neben dem Entgelt 22 % VAT.

Die Differenz aus der erhaltenen VAT und geleisteten VAT (Vorsteuer) führt U2 an das Finanzamt ab. Damit ist er wirtschaftlich nicht belastet.

Der Unternehmer U3 führt an den Endverbraucher E eine vat-pflichtige Leistung aus. Er erhält neben dem Entgelt 22 % VAT.

Die Differenz aus der erhaltenen VAT und der VorSt führt U3 an das Finanzamt ab. Damit ist er wirtschaftlich nicht belastet.

slide34

Allphasen-Netto-Umsatzsteuersystem

Importe und Exporte alssteuerbare HandlungenBemessungsgrundlage und Steuersätze

Vorsteuerabzugsverfahren

(C) Kudert/Nabiałek

Tätigkeiten im Waren- und Dienstleistungsverkehr

steuerbare

nicht steuerbare

  • Warenverkauf und entgeltliche Dienstleistungserbringung auf polnischem Gebiet
  • Verkauf eines Unternehmens oder einer selbständig bilanzierenden Betriebsstätte

steuerbefreit

  • Export und Import von Waren und Dienstleistungen

steuerpflichtig

  • Warenhingabe aufgrund eines Leihvertrages
  • sonstige steuerbare Tätigkeiten
  • Sachliche und
  • personelle Befreiungen
  • Tätigkeiten im Bereich von Lotteriespielen und Wetten auf Gegenseitigkeit, die der Wettspielsteuer unterliegen

VAT

  • Handlungen, die nicht Gegenstand eines rechtswirksamen Vertrages sein können
slide35

Allphasen-Netto-Umsatzsteuersystem

Importe und Exporte als steuerbare HandlungenBemessungsgrundlage und Steuersätze

Vorsteuerabzugsverfahren

(C) Kudert/Nabiałek

Warenimport

Wareneinfuhr in das polnische Zollgebiet, auch bei der Ausübung

der im VATU weit gefassten Vermittlungstätigkeiten

Warenexport

durch das Grenzzollamt bestätigte Warenausfuhr mit der Ausübung

von in Art. 2 Abs. 1 und 3 VATU genannten steuerbaren Tätigkeiten

aus dem polnischen Zollgebiet

Dienstleistungs-

import

  • die auf polnischem Gebiet ausgeführten Dienstleistungen
  • für deren Erfüllung die Vergütung an eine Person mit Sitz/Wohnsitz

im Ausland aufzubringen ist;

  • auch organisierte Auslandstouristik
  • die vom Steuerpflichtigen außerhalb der Staatsgrenzen der Republik Polen ausgeführten Dienstleistungen
  • sowie die im Art. 39 VATU genannten Handlungen, die vollständig oder zum Teil in Polen getätigt werden (z. B. internationale Transportdienstleistungen)
  • die vom Steuerpflichtigen innerhalb der Staatsgrenzen der Republik Polen an Nicht-Residenten ausgeführten Dienstleistungen.

Dienstleistungs-

export

slide36

Allphasen-Netto-Umsatzsteuersystem

Importe und Exporte alssteuerbare HandlungenBemessungsgrundlage und Steuersätze

Vorsteuerabzugsverfahren

(C) Kudert/Nabiałek

Bemessungs-grundlage

  • grundsätzlich das vereinbarte und dem Leistungser-bringer für den Verkauf von Waren/ Dienstleistungen zustehende Entgelt,
  • vermindert um die zu entrichtende Umsatzsteuer sowie handelsübliche Rabatte bzw. Boni, Skonti, sofern sie nicht später als ein Jahr nach Ablauf des Waren-verkaufs bzw. Dienstleistungserbringung eingeräumt werden.
  • der vereinnahmte Betrag (abzüglich der VAT) nur dann, wenn zumindest 50 % des vereinbarten Entgelts vor der Leistungserbringung erhoben wurde.

Sonderregelungen z. B. beim Waren- und Dienstleistungsimport

Steuertarif

  • Normalsteuersatz (22%),
  • ermäßigter Steuersatz (12, 7%),
  • Nullsteuersatz (0%)
slide37

Allphasen-Netto-Umsatzsteuersystem

Importe und Exporte alssteuerbare HandlungenBemessungsgrundlage und Steuersätze

Vorsteuerabzugsverfahren

(C) Kudert/Nabiałek

Regelung des Vorsteuerabzugs

Steuersubjekte, die steuerpflichtige Tätigkeiten ausüben, mindern die zu entrichtende VAT um den Vorsteuerbetrag, der sich aus den Rechnungen und Zolldokumenten für Vorleistungen ergibt.

Aufteilung und Ausschluss der Vorsteuer

Bei gleichzeitiger Tätigung steuerpflichtiger und steuerbefreiter Handlungen:

  • Wenn Abgrenzung möglich, trennen.
  • Wenn Abgrenzung nicht möglich,Schlüsselung der Vorsteuer entsprechend den Verhältnissen zwischen steuerpflichtigen und steuerbefreiten Umsätzen.

Vorsteuererstattungund –verrechnung

Wenn die Vorsteuer höher als die geschuldete VAT ist, erfolgt ein Vortrag in folgende Perioden.

slide38

(C) Kudert/Nabiałek

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

slide39

I

Das EStG-PL

I

Das KStG-PL

I

Das SWZG

I

Das VATU

Überblick über das polnische Steuerrecht

von Prof. Dr. St. Kudert undDr. Jarosław Nabiałek