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  1. Lohnverrechnung 2010 Eduard Müller

  2. Übersicht • Überblick über die Änderungen 2010 • Änderungen in der Lohnsteuer • Änderungen in der SV • Änderungen bei DB, DZ, KommSt

  3. Änderungen Lohnsteuer • Steuerfreiheit von Kinderbetreuungskosten • Reisekosten von Sportlern und Trainern von Vereinen • Verlängerung der erhöhten Sätze für Pendlerpauschale und Kilometergeld • Übergangsbestimmung 2010 für Sachbezug Dienstwohnung

  4. Änderungen Sozialversicherung • Neue Geringfügigkeitsgrenzen und neue Höchstbeitragsgrundlagen • Auftraggeberhaftung für das Baugewerbe • Entfall der Bonus-Malus-Regelung • Neue Altersteilzeit ab 1.9.2009 • Beihilfe für Ein-Personen-Unternehmen bei Aufnahme des ersten Beschäftigten • Entfall des AlV-Beitrages ab dem 58. Lebensjahr

  5. Änderungen DB, DZ, KommSt • Einbeziehung der freien Dienstverträge in die Beitragsgrundlage für DB, DZ und KommSt • Senkung des DZ in Niederösterreich und Salzburg • Haftungsbestimmungen bei der KommSt

  6. Steuerberechnung lt. StRefG • Formelberechnungen laut § 33 EStG (seit 2009): • Bis 11.000 € Einkommen: 0% • Einkommen >11.000 € bis 25.000 €(Einkommen – 11 000) x 5 11014 000 • Einkommen >25.000 € bis 60.000 €(Einkommen – 25 000) x 15 125 + 5 11035.000 • Einkommen über 60.000 Euro(Einkommen – 60 000) x 0,5 +20.235

  7. Steuerberechnung lt. StRefG

  8. LSt – Sachbezüge Dienstwohnung • Grundlage für die Berechnung bilden die (regelmäßig valorisierten) Richtwerte laut Richtwertegesetz (Stichtag 31.10. des Vorjahres) • Sachbezugswerte gelten für kostenlos oder verbilligt zur Verfügung gestellten Wohnraum • Kostenbeiträge des Arbeitnehmers mindern den Sachbezugswert • Richtwerte 2010 unverändert zu 2009, aber zweite Stufe der Übergangsbestimmung greift

  9. LSt – Sachbezüge Dienstwohnung • Sachbezugswerte 2009 + 2010 • je Bundesland • Euro je m2 Wohnnutzfläche

  10. LSt – Sachbezüge Dienstwohnung • Richtwerte: gelten für „Normwohnung“ (brauchbarer Zustand; Zimmer, Küche/Kochnische, Vorraum, Bad, WC, Etagenheizung oder gleichwertige Heizung) • Wohnraum mit niedrigerem Ausstattungsgrad: 30% Abschlag • Wohnungen von Hausbesorgern, Portieren: 35% Abschlag • Betriebskosten: in Richtwerten inkludiert, bei Kostentragung durch Arbeitnehmer daher 25% Abschlag • Heizkosten: nicht inkludiert, bei Übernahme durch AG Zuschlag von 0,58 Euro je m2

  11. LSt – Sachbezüge Dienstwohnung • Bei extremer Abweichung der Richtwerte vom tatsächlichen Markpreis (Marktpreis abzüglich 25% „Dienstwohnungsabschlag“ ist um mehr als 50% niedriger oder um mehr als 100% höher als der Richtwert) ist der fremdübliche Mietpreis abzüglich 25% anzusetzen • Bei angemieteten Wohnungen sind die tatsächlichen Mietkosten netto (inkl. Betriebskosten, exkl. Heizkosten; abzüglich 25%) dem Richtwert gegenüberzustellen. Als Sachbezug anzusetzen ist der höhere Wert. • Übergangsregelung für 2009 bis 2011 (für Dienst-wohnungen die bereits im Dez. 2008 vorhanden sind): Erhöhung 2009 nur 25% der Differenz auf den neuen Wert, 2010 50%, 2011 75%.

  12. LSt – Sachbezüge Dienstwohnung • Beispiel (Übergangsbestimmung 2010): • Der Sachbezugswert für eine 80 m² Wohnung (Baujahr 1970) in Wien beträgt nach der geänderten Verordnung im Jahr 2009 378,40 Euro. • Bis 2008 kam ein Sachbezugswert in Höhe von 144,80 Euro (80m2 zu 1,81 Euro) zum Ansatz. • Der Differenzbetrag zwischen dem neuen und dem bisherigen Sachbezugswert beträgt 233,60 Euro. • Der anzusetzende Sachbezugswert für das Jahr 2010 beträgt 144,80 Euro zuzüglich 50% des Differenzbetrages in Höhe von 116,80 Euro, insgesamt somit 261,60 Euro.

  13. Pendlerpauschale • Verlängerung bis inkl. 2010 von: • Pendlerzuschlag 15% der SV-Beiträge, max. 240 Euro Negativsteuer für Niedrigeinkommen bei Veranlagung • Höhe des Pendlerpauschales • Neu: Großes PP auch bei Blindheit

  14. Reisekostenallgemein • Trennung in FK, TG und NG bei Dienstreisen allgemein und in TG und NG aufgrund lohngestaltender Vorschriften • Ausdrückliche Steuerfreiheit von Familienheimfahrten • Tagesgeldberechnung wahlweise mit Zwölftel- oder Kalendertagsabrechnung • Auslandsreisen Zwölftel- o. Kalendertagsabrechnung • Steuerfreiheit der Fahrtkosten unabhängig von KV • Steuerfreiheit der Fahrkosten von der Wohnung zu Baustelle und Service- bzw. Montageort • Steuerfreiheit der Nächtigungsgelder bei lohngestaltenden Vorschriften analog zu den Tagesgeldern

  15. ReisekostenFahrtkosten • Steuerfreie Fahrtkosten auch für 1 Familienheimfahrt pro Woche wenn tägliche Rückkehr unzumutbar • Fahrtkosten zu einem Einsatzort überwiegend unmittelbar vom Wohnort: ab dem Folgemonat Fahrten zw. Wohnung und Arbeitsstätte (nur mehr Pendlerpauschale aber keine steuerfreien Fahrtkosten) • Baustellen oder Montageorte steuerfreie Fahrtkosten weiterhin möglich

  16. ReisekostenFahrtkosten - Beispiel • Wohnort: Pinkafeld • Ständige Arbeitsstätte: Oberwart • Vorübergehende Zuteilung nach Oberpullendorf vom 23.2. bis 25.4. • Ständige Arbeitsstätte Oberwart wieder ab 26.4. • 23.2. bis 31.3.: Steuerfreie Fahrtkosten (zB KmG) für die Fahrt von Wohnort Pinkafeld nach Oberpullendorf • 1.4. bis 25.4.: Pendlerpauschale für die Fahrt Wohnort Pinkafeld nach Oberpullendorf; Steuerfreie Fahrtkosten allenfalls nur für Fahrten zwischen den beiden Tätigkeitsorten

  17. ReisekostenFahrtkosten • Km-Geld • Seit 1.7.2008 bis 31.12.2010 • 0,42 € für PKW und Kombi • 0,15 € für Krafträder bis 250 ccm • 0,24 € für Krafträder über 250 ccm • 0,05 € für jede mitfahrende Person • Limitierung auf 30.000 km jährlich • unabhängig von kollektivvertragl. Regelungen • max 30.000 km x 0,42 = 12.600 Euro

  18. ReisekostenTagesgelder Anspruch • Tagesgelder bei täglicher Heimkehr • steuerfrei für 5 bzw 15 Tage • Tagesgeld bei unzumutbarer täglicher Heimkehr (über 120 km Entfernung) • steuerfrei für 6 Monate bzw. 183 Tage • Tagesgeld für Außendiensttätigkeit, Fahrtätigkeit, Baustellen- und Montagetätigkeit, Arbeitskräfteüberlassung, vorübergehende Tätigkeit an einem Einsatzort • steuerfrei ohne zeitliche Begrenzung soweit Zahlungsverpflichtung aufgrund lohngestaltender Vorschrift (zB Kollektivvertrag)

  19. Reisekosten Tagesgelder Anspruch lt lohngest. Vorschrift • Außendiensttätigkeit: Kundenbesuche, Vertretertätigkeit, Service bei Kunden • Fahrtätigkeit: Transportfahrten sowie Linen- und Gelegenheitsverkehr außerhalb des Betriebsgeländes • Baustellen- und Montagetätigkeit: außerhalb des Werksgeländes • Arbeitskräfteüberlassung: iSd AÜG • vorübergehende Tätigkeit an einem Einsatzort: bis zu 6 Monate, nicht aber Versetzung

  20. ReisekostenTagesgelder Berechnung • Inland • 26,40 Euro • je angefangene Stunde 1/12 (=2,20 je Stunde) • oder nach Kalendertag (unabhängig von KV!) • Ausland • Höhe je nach Land • je angefangene Stunde 1/12 • oder nach Kalendertag (unabhängig von KV!) • Ausland: unveränderte Ländersätze

  21. ReisekostenTagesgelder Beispiel • Dienstreise von Mo 10 h bis Di 15 h • Zwölftelberechung • Mo 10 h bis Di 10 h 26,40 Euro • Di 10 h bis Di 15 h 11,00 Euro • Gesamt 37,40 Euro • Kalendertagsberechnung • Mo 10 h bis Mo 24 h 26,40 Euro • Di 00 h bis Di 15 h 26,40 Euro • Gesamt 52,80 Euro

  22. ReisekostenNächtigungsgelder • Inland: 15 Euro pauschal oder tatsächliche Kosten inkl. Frühstück • Ausland: Ländersätze pauschal oder tatsächliche Kosten • Pauschale Nächtigungsgelder ohne lohngestaltende Vorschrift nur für max. 6 Monate bzw. 183 Tage, mit lohngestaltender Vorschrift wie Tagesgeld zeitlich unbegrenzt • Ersatz tatsächlicher Nächtigungskosten in allen Fällen zeitlich unbegrenzt

  23. ReisekostenSportler und Betreuer • Pauschale Fahrt- und Reiseaufwandsentschädigungen • von Vereinen u.ä. begünstigten Rechtsträgern • an Sportler, Schiedsrichter, Sportbetreuer (Trainer, Masseure) • bis max. 60 € pro Tag bzw. 540 € pro Kalendermonat pauschal (§ 3 (1) 16 c EStG) • nur dann, wenn keine Reisekosten gem. § 3 (1) 16 b oder § 26 Z 4 EStG steuerfrei ausgezahlt werden

  24. Sonstige Bezüge • 6% feste Steuer für 13. und 14. Gehalt • Sechstelberechnung unverändert • Freibetrag 620 Euro • Besteuerung der sonstigen Bezüge unterbleibt, wenn das Jahressechstel höchstens 2.100 € beträgt • Aufrollung: Die feste Steuer beträgt höchstens 30% des 2.000 € (Brutto abzüglich SV) übersteigenden Betrages • Auszahlung Bauarbeiter-Urlaubsgelder durch BUAK: lfd. LSt nach Tarif, feste LSt mit 6%

  25. Zulagen und Zuschläge • Freibetrag von 360 Euro (540 Euro) für • Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen • (Überstunden)Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit • 10 Zuschläge zu 50%, max. 86 Euro mtl. für andere Überstunden • bei Überstundenpauschale grundsätzlich Vereinbarung über Anzahl und Nachweis bzw. Glaubhaftmachung erforderlich, ohne Vereinbarung werden 20 Überstunden angenommen, Überstundenteiler 203 • 25%-iger Teilzeitmehrarbeitszuschlag steuerlich nicht begünstigt

  26. Lohnkonto • Notwendige Eintragungen • Arbeitslohn, LSt, SV, Freibeträge usw. • bei Betriebsstätten in mehreren Gemeinde die Betriebstätte • Ebenfalls in das Lohnkonto aufzunehmen • steuerfreie Bezüge (u.a. Auslandstätigkeit, Zukunftssicherungsmaßnahmen, Mitarbeiterbeteiligungen) • nicht steuerbare Leistungen (Reisekosten) • letztgültige Adresse der Arbeitsstätte • Zum Lohnkonto zu nehmen • Antrag auf Pendlerpauschale • Erklärung für Zuschuss Kinderbetreuungskosten • Keine Anträge an Finanzamt wegen Erleichterung in Bezug auf steuerfreie Bezüge und Reisekosten • Kein Lohnkonto für Politikerbezüge bis 200 € mtl.

  27. Lohnzettel und Beitrags-grundlagennachweis • Elektronischer Lohnzettel • verpflichtend wenn elektronische Übermittlung zumutbar (Internetzugang) • bis Ende Feber des Folgejahres • Übermittlung über ELDA oder • Übermittlung über Statistik Austria (für die größten Arbeitgeber)

  28. Lohnzettel und Beitrags-grundlagennachweis • Papierlohnzettel • nur wenn elektronische Übermittlung unzumutbar (kein Internetzugang) • bis Ende Jänner des Folgejahres • nur an das Betriebsstätten-Finanzamt (LZ inkl. BGN), nicht an die GKK • Seit Lohnzettel 2007 ist auch die letztgültige Arbeitsstätte anzuführen

  29. Lohnzettel und Beitrags-grundlagennachweis • Lohnzettel bei Beendigung des DV • Lohnzettel neu bis Beendigung dv (arbeitsrechtliches Ende) • Lohnzettel Insolvenzverfahren • bei Konkurseröffnung bis Ende des zweitfolg. Mo • bei Auszahlung von Insolvenz-Entgelt und Quotenforderung bis 31. Jänner des folg. Jahres (wenn Auszahlung für abgelaufenes Jahr, dann bis Ende des dem Auszahlungsquartal folgenden Kalendermonats) • Lohnzettel an Arbeitnehmer • Formular L 16 • bei Beendigung des DV • auf Verlangen des Arbeitnehmers

  30. Übersicht • Überblick über die Änderungen 2010 • Änderungen in der Lohnsteuer • Änderungen in der SV • Änderungen bei DB, DZ, KommSt

  31. SV - Meldepflichten • Seit 1.1.2008 Anmeldung der Dienstnehmer (auch der fallweise Beschäftigten) vor Arbeitsantritt (2 Varianten) • Vollanmeldung vor Arbeitsantritt • vollständige Anmeldung • bei Nichtantritt der Beschäftigung: Storno • Anmeldung in 2 Schritten • vor Arbeitsantritt Mindestangabenmeldung mit DG-Kontonr., Name, SV Nr., Tag und Ort des Arbeitsantritts; für fallweise Beschäftigte Mindestangabenmeldung für max 6 Tage möglich • innerhalb von 7 Tagen ab Arbeitsbeginn Nachmeldung der fehlenden Angaben

  32. SV - Meldepflichten • Mindestangabenmeldung • Elektronisch (www.elda.at unter Service/Formulare/Aviso-Meldung) • Fax Hotline 05/780 761 • Telefon Hotline 05/780 760 • Nachweis der Mindestangabenmeldung: ELDA-Empfangsbestätigung, Protokollnummer, Übertragungsnummer, Meldeabschnitt) • Folgen: Anzeige an BH und Geldstrafe, Beitragszuschlag GKK

  33. SV – MeldepflichtenSanktionen • Geldstrafe auf Grund von Anzeige an Bezirksverwaltungsbehörde • 730 bis 2.180 Euro • im Wiederholungsfall bis 5.000 Euro • Beitragszuschläge GKK im „Betretungsfall“ • 500 Euro je verabsäumter Meldung • 800 Euro für Prüfungseinsatz • Entfall/Verminderung nur in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen (erstmalig mit geringer Auswirkung)

  34. Geringfügig Beschäftigte • Geringfügigkeitsgrenzen • Entgelt bis • 28,13 Euro täglich bzw. • 366,33 Euro monatlich

  35. Geringfügig BeschäftigteKonsequenzen für DG • Summe der mtl. Entgelte aller beim DG geringfügig Beschäftigten <549,50 Euro • An- und Abmeldung • nur Unfallversicherung 1,4% • Beitragszeitraum: Kalenderjahr (mtl. Beitragsnachw. möglich) • Fälligkeit: 15. Jänner des Folgejahres (mtl. Zhlg mögl.) • Beitragsgrundlagennachw. • keine e-card • Beitragsgruppe N14, N24, L14, M24

  36. Geringfügig BeschäftigteKonsequenzen für DG • Summe der mtl. Entgelte aller beim DG geringfügig Beschäftigten > 549,50 Euro • An- und Abmeldung • Dienstgeberabgabe 16,4% + 1,4% UV = 17,8% • Beitragszeitraum: Kalenderjahr (mtl. Beitragsnachw. u. Zahlung möglich) • Fälligkeit: 15. Jänner des Folgejahres • eigener Beitragsgrundlagennachweis • keine e-card • Verrechnungsgruppe N72

  37. Geringfügig BeschäftigteKonsequenzen für DN • Summe aller ASVG-Entgelte bei allen DG<366,33 Euro mtl. • kein Versicherungspflicht • auf Antrag (Wohnsitz-GKK): Selbstversicherung in KV und PV • unabhängig von Beitragspflicht des DG

  38. Geringfügig BeschäftigteKonsequenzen für DN • Summe aller ASVG-Entgelte bei allen DG >366,33 Euro mtl. • Pflichtversicherung KV und PV • Vorschreibung der Beiträge nach Jahresende direkt dem DN, mtl. Vorschreibung möglich • unabhängig von Beitragspflicht des DG • e-card von GKK

  39. Beitragsgrundlage • Dienstnehmerbegriff unverändert • Entgeltbegriff unverändert • Befreiungen unverändert • Beiträge an BV-Kassen • Fehlgeldentschädigungen 14,53 Euro • Zukunftssicherungsmaßnahmen 300 Euro • Mitarbeiterbeteiligungen 1.460 Euro • Zinsersparnisse 7.300 Euro • neu: freie Station + KV + Kurse von Au-pair-Kräften

  40. Beitragsgrundlage • Befreiungen neu/geändert • Fahrt- und Reiseaufwandsentschädigungen für Sportler und Trainer bis 30 € (geplant analog zur LSt 60 €) täglich bzw. 540 € monatlich (soweit nicht Hauptberuf und Hauptquelle der Einnahmen) • Entfall der Befreiung für Freitabak, Freizigaretten usw. in tabakverarbeitenden Betrieben • Entfall der Begünstigung für stock options

  41. Beitragssätze • Beitragssätze 2010 • Arbeiter A1: 17,20%, DN, 20,65% DG • Angestellte D1: 17,07% DN, 20,78% DG • Freie Dienstnehmer: 17,62% DN, 22,81% DG • Senkung bei älteren Dienstnehmern • IESG enfälllt für DN ab 60 • UV-Beitrag entfällt für DN ab 60 (Beitragsgruppe A4u, D4u) • Entfall AlV ab 58 (57, wenn 57. Geburtstag vor dem 31.8.2009) • Senkung AlV für niedrige Einkommen (neue Werte 2010) • bis 1.155 Euro: 0% AlV (N25a) • über 1.155 bis 1.260 Euro: 1% AlV (N25b) • über 1.260 bis 1.417 Euro: 2% AlV (N25c) • über 1.417 Euro: 3% AlV (Normalsatz) • Begünstigung Lehrlinge unverändert • in ersten beiden Lehrjahren kein KV-Beitrag • Lehrlinge generell kein UV, kein IESG

  42. Höchstbeitragsgrundlagen • Laufende Bezüge • monatlich: 4.110 Euro • täglich: 137 Euro • Sonderzahlungen • 8.220 Euro

  43. Schwerarbeitsverordnung • Allgemeines Pensionsgesetz • seit 2007 Schwerarbeitspension statt Frühpension • frühestens nach Vollendung des 60. Lebensjahres, wenn und sobald 540 Versicherungsmonate (45 Jahre) vorliegen und mindestens 120 Monate Schwerarbeit innerhalb der letzten 240 Kalendermonate vor dem Pensionsstichtag vorhanden sind • Schwerarbeitsverordnung seit 1.1.2007 • Meldung der Schwerarbeitszeiten durch DG für Männer ab 40, Frauen ab 35 via ELDA • jährlich bis Ende Februar des folgendes Kalenderjahres • Meldung der Schwerarbeitstätigkeit, Namen und SV-Nr, Dauer der Tätigkeiten • Schwerarbeitsmonat wenn mindestens an 15 Tagen im Kalendermonat Schwerarbeit geleistet wurde

  44. Schwerarbeitsverordnung • Schwerarbeit • Schicht- und Wechseldienst auch während der Nacht (mind. 6 h an 6 Tagen im Monat) • Hitze und Kälte • chemische oder physikalische Einflüsse und daraus resultierender Erwerbsminderung von mind. 10% • schwere körperliche Arbeit laut Liste (Männer 2000, Frauen 1400 Kilokalorien) • berufsbedingte Pflege von erkrankten oder behinderten Menschen mit bes. Pflegebedarf • Minderung der Erwerbsfähigkeit von mind. 80% bzw. Pflegegeldstufe 3 • Zeiten nach dem NSchG

  45. Bonus-Malus • Bonus-Malus-System wurde mit 1.9.2009 aufgehoben • Am 31.8.2009 bestehende Bonusfälle bleiben aufrecht • Entfall des AlV-Beitrages von 3% wenn DN bei Einstellung das 50. Lebensjahr vollendet hatte • Eigne Betragsgruppen (Arbeiter: J1, J1a, J1l, Angestellte: Y1, Y1e, Y1p) • Bei Beendigung von Dienstverhältnissen nach dem 31.8.2009 fällt kein Malus mehr an

  46. Altersteilzeitgeld • Altersteilzeitvereinbarungen vor dem 1.9.2009 laufen unverändert weiter (ausgen. Auswirkungen Korridorpension, neue Zahlungsweise und Tariflohnindexerhöhung) • Grundlegende Änderungen mit 1.9.2009 u.a. in Bezug auf • Anspruchsalter • Ersatzkrafteinstellung • Abgrenzung kontinuierliche und geblockte Altersteilzeit • Höhe des Altersteilzeitgeldes • Zahlungsweise (Auszahlungsmodus)

  47. Altersteilzeitgeld neu • 2009 und 2010 können Frauen mit 53 und Männer mit 58 Altersteilzeit beantragen (ab 2011 bis 2013 steigt das Antrittsalter jährlich um ½ Jahr bis 55 bei Frauen und 60 bei Männern) - neu • Altersteilzeit für max 5 Jahre wenn danach Mindestalter für Alterspension vollendet • 15 Jahre AlV-pflichtige Beschäftigung in den letzten 25 Jahren (Anrechnung von Kindererziehung bis zum 15. Lj, Krankengeld und Arbeitslosenbezug) – wie bisher • Verkürzung der Arbeitszeit auf 40% bis 60% - wie bisher • Normalarbeitszeit darf im Jahr vor der Alters-teilzeit um 40% unterschritten werden - neu

  48. Altersteilzeitgeld neu • Ersatzkrafteinstellung nicht notwendig - neu • Anspruch auf Altersteilzeitgeld für 1 Jahr auch wenn Anspruch auf Korridorpension erfüllt - neu Grenzen zwischen kontinuierlicher und geblockter Altersteilzeit gelockert - neu • KV, PV und UV von vollem Entgelt – wie bisher • Abfertigung von vollem Entgelt – wie bisher • Lohnausgleich von mind. 50% des Unterschiedsbetrages, max. bis HBG – wie bisher • Auszahlung in monatlichen Teilbeträgen – neu • Lohnerhöhungen nach dem Tariflohnindex - neu

  49. Altersteilzeitgeld neu • Altersteilzeitgeld von AMS an Arbeitgeber - neu • 90% der auf den Lohnausgleich entfallenden Bruttolohnkosten bis zur HBG sowie • 90% der über den Lohnausgleich hinaus zu bezahlenden SV (KV, PV, UV, AlV; nicht aber KU, WBF usw; ebenfalls nicht DB, DZ, KommSt) • Bei geblockter Altersteilzeit werden nur 55% der oa. Kosten ersetzt

  50. Altersteilzeitgeld neu Beispiel: Gehalt volle Arbeitszeit: € 2.000,-- ,                         Gehalt für herabgesetzte Arbeitszeit (50 %): € 1.000,--   Dienstnehmer erhält: € 1.000,-- Gehalt €    500,-- Lohnausgleich    € 1.500,-- monatlicher Bruttobezug Betrieb zahlt: € 1.000,-- Gehalt €    500,-- Lohnausgleich €    436,60 SV-Beiträge (= 21,83 % v. € 2.000 D1) € 1.936,60