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  1. Zusammenspiel von professionell Pflegenden, Menschen mit Demenz und deren familiärem Umfeld als Thema ausgewählter Curricula der Pflegeausbildung in Nordrhein-Westfalen Stephanie Kraemer Laura Schwarz Katja Petrilos Universität Witten-Herdecke Masterstudiengang Demenz

  2. Aktuelle Diskussionen 1 • „Demenzkranke kommen in der Ausbildung nicht vor.“ • „...64,9 Prozent haben Probleme, die Bedürfnisse des an Demenz erkrankten Menschen zu erkennen.“ • Gut die Hälfte der Auszubildenden fühlt sich im Umgang mit den Angehörigen schlecht vorbereitet.“ Ärzte Zeitung, 24.02.2012 • „Ohne Familie geht beim Thema Demenz nichts.“ Ärzte Zeitung, 21.01.2010 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  3. Ursachen – Demografischer Wandel 2 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  4. Auswirkungen – Demografischer Wandel 3 • Steigende Lebenserwartung • Geburtenrückgang ...dass die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, mit dem Alter zunimmt, wird mit dem wachsenden Anteil über 65Jähriger auch die Zahl der Menschen mit Demenz ansteigen. 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  5. Wie häufig ist Demenz? 5 • Steigerung der Restlebenserwartung • Verschiebung der Pflege in ein höheres Lebensalter 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  6. Pflegebedürftige 2011 nach Versorgungsart 4 2,5 Mio. Pflegebedürftige insgesamt zu Hause versorgt 1,76 Mio. Personen (70%) In Heimen versorgt 743000 Personen (30%) zusammen mit/ durch ambulante Pflegedienste: 576000 Pflegebedürftige durch Angehörige: 1,18 Mill. Pflegebedürftige „der größte Pflegedienst Deutschlands“ durch 12300 ambulante Pflegedienste mit 291000 Beschäftigten in 12400 Pflegeheime mit 661000 Beschäftigten Quelle: Statistisches Bundesamt Pflegestatistik 2011, Deutschlandergebnisse 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  7. Stressoren in der häuslichen Pflege 6 • Allmähliche Übernahme von immer mehr Aufgaben für den Erkrankten • Allmählicher Verlust der Rollenfunktion • Mangelnde Regenerationsmöglichkeiten • Einschränkung sozialer Kontakte • Mangelnde Anerkennung 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  8. Anteil des Pflegeaufwandes nach Stunden in den verschiedenen Erkrankungsstadien 7 Grad der Demenz-erkrankung Datengrundlage: Alzheimer Europe (2006): Dementia in Europe – Yearbook 2006. Luxembourg 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  9. Modifiziertes Modell zur pflegebedingten Belastungnach Pearlin et al. (1990) und Zarit (1992) 8 Primäre Stressoren Sekundäre Stressoren • Objektive Indikatoren • Betreuungsaufgaben • Emotionale Unterstützung • Verhaltensprobleme • Objektive Indikatoren • Konflikte zwischen persönlichen Bedürfnissen und Pflege • Rollenkonflikte • (z. B. Arbeit-Familie) • Kontext • Alter • Geschlecht • Persönlichkeit • Verfügbarkeit v. Unterstützung • Subjektives Wohlbefinden • Konsequenzen • Gesundheit • Subjektives Wohlbefinden • Subjektive Indikatoren • Rollenüberlastung • Isolation, Einsamkeit • Subjektive Indikatoren • Überlastung • Aggressivität • Trauer, Verlust • Moderatoren • Coping • Soziale Unterstützung 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  10. Erwartungen an professionell Pflegende: 9 • Positive Einstellung - Menschen mit Demenz nicht nur an ihrem Krankheitsbild zu messen • Selbständigkeit erhalten und fördern • Wahrnehmung derKompetenzen und Bedarfe • Vertrauen und Kontinuität • Anerkennung der Pflegeleistung 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  11. Demenz ist ein Teil des Lebens 10 „Wenn ich drei Mal was frag`, ja gut, das ist halt so. Dass muss akzeptiert werden, ja.“ Karl-Heinz Kleine, München Quelle: Demenz Support Stuttgart (2010): „Ich spreche für mich selbst.“ Frankfurt/M. 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  12. Definition der Begrifflichkeiten 11 Es bedarf der Differenzierung – Pflegekräfte und Pflegefachkräfte werden oft synonym verwendet. Die amtliche Statistik verwendet die Begriffeder Klassifizierung der Berufe. Der Begriff der Pflegefachkraft ist im Sozialrecht definiert. Beschäftigte in Pflegeberufen Alle Beschäftigten einschl. ungelernter Hilfskräfte Pflegefachkräfte Dreijährige Ausbildung nach dem Krankenpflegegesetz oder Altenpflegegesetz 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  13. Ursachen - Demografischer Wandel 12 • Geringer werdendes Reservoir für Pflegenachwuchs • Steigende Anzahl der Pflegebedürftigen In 50 Jahren kommen auf 100 Personen zwischen 20-60 Jahren 92 Personen, die älter als 60 Jahre sind! 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  14. Derzeitige Arbeitssituation 13 • Überalterung des bestehenden Pflegepersonals • Defizitäre Ausbildungsstruktur • Steigende Berufsanforderungen • Mangelnde Aufstiegschancen • Eingeschränkte Verdienstmöglichkeiten 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  15. 14 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  16. Situation in der Altenpflegeausbildung 15 Bis 2003 unterlag die Altenpflegeausbildung einer föderalen Regelungskompetenz Seit 2003 bundeseinheitlicher Rahmen • 3-jährige Regelausbildung • Qualitative Anhebung des Ausbildungsziels • Beruflicher Fachunterricht nach berufspädagogischen Prinzipien • Stärker Systematisierung der prakt. Ausbildung • Vorgaben zur Qualifikation des Ausbildungspersonals 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  17. BEA-Studie 16 Bundesweiter Erhebung der Ausbildungsstrukturen an Altenpflegeschulen; 613 Schulen) Zentrales Ergebnis: Reihe innovativer Entwicklungen an den Altenpflegeschulen Modernisierung der inhaltlichen Profilbildung der Altenpflege Umsetzung neuer Ausbildungskonzepte Wirkt sich positiv auf die Gesamtqualität der neuen Altenpflegeausbildung aus 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  18. 17 Wie findet die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen Berücksichtigung in der Altenpflegeausbildung? 07.06.2013 – Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  19. Instrumente für die schulische und betriebliche Altenpflegeausbildung in NRW- und die Schwierigkeiten ihrer Verzahnung Universität Witten/Herdecke Masterstudiengang Demenz

  20. Regelungen nach Landesrecht • Schulische Ausbildung: Empfehlende Richtlinie NRW (2003) • Praktische Ausbildung: Praktischer Rahmenlehrplan für den Lernort Praxis (2006) • Hinweise zur gemeinsamen Anwendung (2007)

  21. Zentrale Ziele: Empfehlende Richtlinie: 1. Entwicklung des eigenen Urteilsvermögens 2. Einübung des sozialen Verhaltens und politischen Handelns (= nicht Regeln ausführendes, sondern interpretierendes Handeln) Quelle: Ausbildung in der Altenpflege - Empfehlende Richtlinie, Stand: Juni 2003, S. 15 Praktischer Rahmenlehrplan: 1. Sensibilisierung für die Bedürfnisse und die Wahrnehmung der Situation der zu Pflegenden in ihrem sozialen Kontext 2. Vorbereitung auf die Aufgabe einer (Pflege-) Fallmanagerin Quelle: Ausbildung in der Altenpflege – Praktischer Rahmenlehrplan, Stand: September 2006, S. 4 2 07.06.2013 – Fachtagung Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  22. Unterschiede: Empfehlende Richtlinie vs. Praktischer Rahmenlehrplan Thematisch-konzentrisch (geschlossene Lehr-Lern-Einheit mit Zielsetzungen und Inhalten) 41 Lern- und Teil-Lernfelder keine Zuweisung der Lernfelder zu Ausbildungsjahren Spiralcurriculum (stufenartiger Aufbau) Aufteilung der Lernfelder der Richtlinie mit ihren Zielsetzungen und Inhalten für die Lehr-Lern-Einheiten des Rahmenlehrplans in71 Teil-Lernfelder Wiederaufgreifen der Lernfelder (Komplexitätszuwachs)

  23. Demenzbetroffener, Pflegender und Familiein den Curricula der Richtlinie und des Rahmenlehrplans Richtlinie: Rahmenlehrplan: Lernbereich 1: Aufgaben und Konzepte der Altenpflege Lernfeld 1.3: Alte Menschen personen- und situationsbezo- gen pflegen Lernfeld 1.4: Anleiten, beraten und Gespräche führen TLF 1.3.8: Alte Menschen mit dementiellen Erkrankungen pflegen TLF 1.4.1: Grundlagen der Kommunikation u. Gesprächs- führung TLF 1.4.2: Adressaten- bezogen anleiten und beraten 4 Erstes Ausbildungsjahr Teil-Lernfeld 1.4.1: Grundlagen der Kommunikation und Gesprächsführung Zweites Ausbildungsjahr Teil-Lernfeld 1.3.8: Alte Menschen mit dementiellen Erkrankungen pflegen Drittes Ausbildungsjahr Teil-Lernfeld 1.3.8: Alte Menschen mit dementiellen Erkrankungen pflegen Teil-Lernfeld 1.4.2: Adressatenbezogen anleiten und beraten 07.06.2013 – Fachtagung Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  24. Auswirkungen: Grundsätzliches Kompatibilitätsproblem für eine theorie-praxis-verzahnte Ausbildung => Lernaufgaben als Transferinstrument Quelle: Ausbildung in der Altenpflege – Empfehlende Richtlinie, Stand: Juni 2003, Orientierende Hinweise für die Gestaltung der praktischen Ausbildung, S. 25 5 07.06.2013 – Fachtagung Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  25. Lernfeldtypen 6 Beispiel: „Pflegen Sie einen älteren dementiell erkrankten Menschen über einen längeren Zeitraum (mindestens 7 Tage) unter Berücksichtigung seiner biographisch orientierten Pflegeplanung, die Sie evaluieren.“ Quelle: Hinweise zur gemeinsamen Anwendung von Empfehlender Richtlinie und Praktischem Rahmenlehrplan, Stand: Januar 2007, S. 13 07.06.2013 – Fachtagung Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  26. Notwendige Rahmenbedingungen Ausreichende zeitliche und personelle Ressourcen z.B. muss die praktische Ausbildung durch Praxisanleiter sichergestellt werden können Koordinierung von Lehr-Lern-Prozessen z.B.: Praxisanleiter und Praxisbegleiter sind für die Planung, Durchführung und Evaluierung der Lernaufgaben gemeinsam verantwortlich 7 07.06.2013 – Fachtagung Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  27. Forschungsprojekt LoAD:Lernfeldorientierte Altenpflegeausbildung Pflege von Menschen mit Demenz Universität Witten/Herdecke Masterstudiengang Demenz

  28. Forschungsprojekt LoAD Auftraggeber: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Projektträger: Europ. Senioren-Akademie Ahaus FH Münster (Fachbereich Pflege) Laufzeit: 2003-2006 Projektbeteiligung: Berufsfachschule für Altenpflege am Stephanusstift in Delmenhorst (Niedersachsen) Fachseminar für Altenpflege an der VHS des Oberbergischen Kreises in Gummersbach (NRW) Caritas-Fachseminar in Rheine (NRW) 07.06.2013 – Fachtagung Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  29. Ziel des Forschungsprojekts: 9 Beitrag zur bundesweiten Umsetzung des Altenpflegegesetzes Entwicklung eines Handlungsleitfadens zur Herleitung und Umsetzung von Lernsituationen aus Lernfeldern Exemplarische Gestaltung, Durchführung und Evaluation einer Lernsituation „Pflege von Menschen mit Demenz“ Quelle: www.altenpflege-lernfelder.de 07.06.2013 – Fachtagung Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  30. Handlungsleitfaden 10 Betrieb Schule Analyse von Handlungen in verschiedenen Pflegearrangements Übertragung allgemeiner Bildungsziele auf pflegewissenschaftl. Erfordernisse Qualifikationsprofil Pflegewiss. Bildungsprofil Kompetenzprofil für die Pflege von MmD 07.06.2013 – Fachtagung Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  31. Handlungsleitfaden 11 Kompetenzprofil für die Pflege von MmD Betriebliche Lernsituationen Schulische Lernsituationen stationär ambulant teilstationär stationär ambulant teilstationär 07.06.2013 – Fachtagung Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  32. Handlungsleitfaden – SchritteQuelle: http://www.altenpflege-lernfelder.de/handlungsleitfaden/index.html I. Rahmenbedingungen klären (z.B. Thema, Einschätzung der Lerngruppe, Einbezug der Unterrichtspraxis) II. Lernsituation legitimieren (z.B. Einbezug Pflegepraxis, Bildungsgehalt, Inhalte gesetzlich legitimieren) III. Lernsituation planen (z.B. Kompetenzen formulieren, Methoden festlegen, Praxisauftrag formulieren) IV. Lernsituation durchführen (z.B. Stabübergabe gewährleisten) V. Lernsituation evaluieren (z.B. Gesamtevaluation mit Lernenden und mit Lehrerteam) 07.06.2013 – Fachtagung Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  33. Exemplarische Lernsituation:„Verhalten von MmD als sinnhafte Lebensäußerung verstehen und eigenes Handeln reflektieren“ konzipiert für 1. Ausbildungsjahr, 37 Unterrichtsstunden Unterteilung in 5 Lerneinheiten: Lerneinheit I: Gefühle und Handeln reflektieren Lerneinheit II: Verwirrtheit und Verstörtheit verstehen Lerneinheit III: Lebensäußerungen als Bedürfnisse einschätzen Lerneinheit IV: Personsein fördern Lerneinheit V: Interaktion gestalten Quell: http://www.altenpflege-lernfelder.de/lernsituation/index.html 07.06.2013 – Fachtagung Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  34. Lerneinheit V: Interaktion gestaltenMögliche Verortung im Altenpflegegesetz des BundesQuelle: Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 81, ausgegeben zu Bonnam 29. November 2002: Altenpflege-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung – AltPflAPrV, Anlage 1 (zu § 1 Abs.1) 07.06.2013 – Fachtagung Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  35. Lernaufgabe zur 1-wöchigen Lernsituation„Verhalten von MmD als sinnhafte Lebensäußerung verstehen und eigenes Handeln reflektieren“http://www.altenpflege-lernfelder.de/downloads/lernsituation/PraxisAuszubildende.pdf Praxisaufgabe: (im Anschluss an Theorieblock) „Gestalten Sie eine Interaktionssituation mit einem Menschen mit Demenz und reflektieren Sie diese. Wählen Sie die Situation aus der Fülle an täglichen Kontakten mit MmD selbst aus (z.B. Unterstützung beim Essen und Trinken).“ Ziel: theoretisches Wissen über die Interaktion mit MmD (Lernort Schule) in realen Praxissituationen (Lernort Betrieb) anwenden und erproben 07.06.2013 – Fachtagung Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  36. Und wie sieht es in der Praxis aus? Und wie sieht es heute in der Praxis aus?

  37. Demenz und Familie in der AltenpflegeausbildungTheorie-Praxis-Transfer am Beispiel zweier Schulen in NRW Universität Witten-Herdecke Masterstudiengang Demenz

  38. Wer begleitet in der Ausbildung? 07.06.2013- Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  39. Praxisbeispiel A • Teilnahme am LoaD-Projekt • Ziel: umfassende Handlungskompetenz • 41 (Teil-) Lernfelder • untergliedert in 75 spiralcurricular aufgebaute Lernfelder • verteilt auf die einzelnen Ausbildungsabschnitte 07.06.2013- Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  40. Praxisbeispiel A 07.06.2013- Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  41. Praxisbeispiel ATheorie-Praxis-Transfer • Berufliche Teil-Lernfelder in Form eines Übersichtkataloges an den Praxiseinsatz • Enthalten mögliche betriebliche Lernsituationen und/oder Lernaufgaben • Ausführliche Beurteilungsinstrumente für die Praxiseinsätze • „Berufliche Lernfelder sind die Übertragung der schulischen Lernfelder in den beruflichen Alltag. Sie zeigen allen an der Ausbildung beteiligten Personen die Verzahnung von Theorie und Praxis auf und bilden damit eine didaktische Einheit“ 07.06.2013- Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  42. Beispiel berufliches Teillernfeld 1.4.2: adressatenbezogen anleiten und beraten (Bsp. 3. LJ) Kenntnisstand des Auszubildenden/Unterrichtsinhalte FS: • Anleitung von Nicht-Pflegefachkräften, Konzepte, Anleitungsprozess, Methoden der Anleitung Zu erreichende Kernkompetenz: • Die Auszubildende berät Pflegebedürftige und Angehörige sowie Nicht-Pflegefachkräfte und leitet sie zielgerichtet an

  43. Beispiel berufliches Teillernfeld 1.4.2: adressatenbezogen anleiten und beraten (Bsp. 3. LJ) • Personalkompetenz

  44. Beispiel berufliches Teillernfeld 1.4.2: adressatenbezogen anleiten und beraten Mögliche betriebliche Lernsituationen und/oder Lernaufgaben • Leiten Sie eine Angehörige gezielt zu einer pflegerischen Handlung an und beraten Sie ausführlich über den jeweiligen Pflegebedarf (3. LJ) • Informieren Sie sich für einen Pflegebedürftigen in der ambulanten Pflege über Möglichkeiten und Ressourcen des sozialen Netzwerkes und beraten Sie ihn und seine Angehörigen angemessen (2. LJ)

  45. Praxisbeispiel A- Theorie-Praxis-Transfer • Praxisaufgaben werden aus dem Unterricht mitgenommen • Hohe Eigenverantwortung der Auszubildenden • Zentrale Bedeutung: Praxisanleiter • Regelmäßige Praxisanleiter-AGs • Praxisbesuche durch die Lehrenden • Einsatz Gerontopsychiatrie: 3. LJ • Einsatz ambulante Pflege: (Ende) 2.LJ 07.06.2013- Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  46. Praxisbeispiel AProbleme in der Praxis • nicht alle Betriebe haben tatsächlich ein strukturiertes Ausbildungskonzept • Praxisanleiter fehlen teilweise • In der Praxis häufig wenig Zeit für Anleitungssituationen • Ambulante Betriebe ohne eigene Auszubildende häufig nur Praktikumsstellen für max. 6 Wochen 07.06.2013- Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  47. Praxisbeispiel B • Modularisierung des Curriculums anhand des Modellversuchs FH Bielefeld/dip (Start: 1.4.2013) • „Module sind abgegrenzte Einheiten von Unterrichtsinhalten, die zeitlich zusammenhängend angeboten werden“ • Anpassung des Praxiscurriculums im Rahmen eines Workshops gemeinsam mit den praktischen Ausbildungsbetrieben im März 2013 • Thema Demenz wird im 2. Ausbildungsjahr gelehrt • Praxiseinsatz Gerontopsychiatrie im 3. Ausbildungsjahr 07.06.2013- Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  48. Praxisbeispiel B 07.06.2013- Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  49. Praxisbeispiel BTheorie-Praxis-Transfer • Praxisaufträge am Ende des Theorieblocks • geplante Anleitung nach schulischem und eigenem Ausbildungskonzept • Erfüllung und Prüfung der Praxisaufträge durch Praxisanleiter sowie in den Fachseminaren im nächsten Unterrichtsblock • Begleitung der Auszubildenden durch das Fachseminar vor Ort • Regelmäßige Praxisanleitertreffen im Fachseminar 07.06.2013- Fachtagung: Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

  50. Sichtweisen von Praxisanleitern „Das kann man denen nicht beibringen! Das wird in die Wiege gelegt, ob man empathisch ist oder nicht!“ „Meist sind die Angehörigen ja das Problem. Aber auch das können die Schüler oder sie können es nicht. Arbeitsaufträge dazu habe ich noch nie gesehen!“ „Ich wünsche mir, dass die Praxisaufträge wirklich mal auf theoretisch Gelerntem aufbauen und dass in der Schule auch Techniken praktisch geübt werden und nicht nur waschen auf Videofilmen gezeigt wird! Wo gibt’s denn sowas!!“ „Es nervt, wenn jede Schule auch noch andere Beurteilungsbögen wünscht. Ich muss dann Beispiele bringen, woran ich den Zuwachs von Sozialkompetenz festmache, das hält wirklich auf.“