Textverständlichkeit - PowerPoint PPT Presentation

textverst ndlichkeit l.
Download
Skip this Video
Loading SlideShow in 5 Seconds..
Textverständlichkeit PowerPoint Presentation
Download Presentation
Textverständlichkeit

play fullscreen
1 / 34
Textverständlichkeit
126 Views
Download Presentation
lin
Download Presentation

Textverständlichkeit

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - E N D - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Presentation Transcript

  1. Textverständlichkeit Kerstin Späth, Thomas Koch & Anette John

  2. Gliederung 1. Begriffsabgrenzung: Textverständnis/ Textverständlichkeit 2. Lesbarkeitsforschung 3. Dimensionen der Textverständlichkeit • Hamburger Forschergruppe • Groebens Ansatz 4. Techniken der Textoptimierung Medienpsychologie SoSe 2006

  3. Textverständnis Fähigkeit des Lesers Anpassung des Lesers an den Text Textverständlichkeit Textmerkmale Anpassung des Textes an den Leser 1. Begriffsabgrenzung Medienpsychologie SoSe 2006

  4. Textverständlichkeit • relevant für Informationstexte • Verständlichkeitseffekte • Behalten • Interesse Medienpsychologie SoSe 2006

  5. Was macht einen Text verständlich? Medienpsychologie SoSe 2006

  6. 2. Lesbarkeitsforschung • Lesbarkeit beschreibt den sprachlichen Schwierigkeitsgrad eines Textes • Ziel der Lesbarkeitsforschung ist es, die Eignung eines Textes für verschiedene Lesergruppen zu ermitteln • Methode: Lesbarkeitsformeln Medienpsychologie SoSe 2006

  7. Lesbarkeitsformeln • Lesbarkeitsformeln messen den Schwierigkeitsgrad von Texten • Beziehen sich auf die Oberflächenstruktur: • Satzlänge • Länge der Wörter und Silben Medienpsychologie SoSe 2006

  8. Beispiel:Reading-Ease-Index von Flesch (1948) R. E. I. = 206,835 – 0,846xWL– 1,015xSL Ergebnis: normierter Wert zw. 0 (schwer) und 100 (leicht) 90-100 5. Klasse 80- 89 6. Klasse 70- 79 7. Klasse 60- 69 8. / 9. Klasse 50- 59 10.- 12. Klasse (high school) 30- 49 college 0- 29 college graduate Medienpsychologie SoSe 2006

  9. Validierung (bzw. Gültigkeitsprüfung) der Lesbarkeitsformeln Hierzu müssen Außenkriterien einbezogen werden: • Experteneinschätzungen • Lesegeschwindigkeit • Verständnistests (Cloze Tests): Lückentexte zur Messung der Behaltensleistung eines vorab gelesenen Textes Medienpsychologie SoSe 2006

  10. Unter Lesekompetenz ist nicht _______ die Fähigkeit zum Entziffern ________ schriftlichem Material (Decodieren) zu_______ . Lesekompetenz wird viel mehr als______ Auseinandersetzung mit Texten aufgefasst. _________ Prozess desTextverstehens ist _______ Konstruktionsleistung des Individuums zu _______.Lesen ist keine passive _______ dessen, was im jeweiligen ________ an Information enthalten ist, _______ aktive (Re-) Konstruktion der Textbedeutung. Beispiel für einen Cloze-Test (Lückentext) Medienpsychologie SoSe 2006

  11. Gibt es eine Korrelation zw. Lesbarkeitsformeln und den Außenkriterien? • Lesegeschwindigkeit: erfolgreich • Experteneinschätzung: ein Drittel nicht positiv • Cloze-Test: die Hälfte nicht positiv Medienpsychologie SoSe 2006

  12. Wo liegen die Grenzen, bzw. Nachteile, der Lesbarkeitsforschung bezogen auf die Verständlichkeit von Texten? Medienpsychologie SoSe 2006

  13. Nachteile: Lesbarkeitsforschung vernachlässigt die inhaltlichen und kognitiven Aspekte von Texten Gliederung und Aufbau eines Textes werden nicht untersucht Lesbarkeitsforschung Medienpsychologie SoSe 2006

  14. Forschungsansätze: 1. Ansatz der Hamburger Forschergruppe (1970) (Langer, Schulz von Thun, Tausch, Wieczerkowski) 2. Ansatz von Groeben (1982) 3. Dimensionen der Textverständlichkeit Medienpsychologie SoSe 2006

  15. Hamburger Forschergruppe • Signifikanter Unterschied der Herangehensweise an Texte im Vergleich zur Lesbarkeitsforschung • Lesbarkeitsforschung - Oberflächenstruktur von Texten (Lesbarkeitsformeln) • Induktiver Ratingansatz- Leser beurteilen die Verständlichkeit von Texten (Textmerkmale, die nicht quantitativ messbar sind) Medienpsychologie SoSe 2006

  16. Medienpsychologie SoSe 2006

  17. Dimensionen der Verständlichkeit (Hamburger Forschergruppe) 1. Sprachliche Einfachheit 2. Gliederung – Ordnung 3. Kürze – Prägnanz 4. Zusätzliche Stimulans Medienpsychologie SoSe 2006

  18. 1. Sprachliche Einfachheit Medienpsychologie SoSe 2006

  19. 2. Gliederung - Ordnung Medienpsychologie SoSe 2006

  20. 3. Kürze - Prägnanz Medienpsychologie SoSe 2006

  21. 4. Zusätzliche Stimulanz Medienpsychologie SoSe 2006

  22. Textvergleich • Optimierte Texte wurden erstellt • Vergleiche zwischen der Verständlichkeit des Originaltextes und des optimierten Textes wurden durchgeführt • Verständlichkeit wurde durch optimierte Fassung erhöht • Ansatz wurde somit bestätigt Medienpsychologie SoSe 2006

  23. Medienpsychologie SoSe 2006

  24. Vorteile: universell erschöpfend messbar handlich differenziert valide trainierbar Nachteile: Messung ist relativ subjektiv Motivationale Variablen werden vernachlässigt Verständlichkeit ist nicht gleich Verbesserung des Behaltenserfolges kein prinzipieller Ansatz zur Textoptimierung Hamburger Forschungsansatz Medienpsychologie SoSe 2006

  25. Fazit - Hamburger Forschergruppe • höchster Stellenwert: Sprachliche Einfachheit • Rang zwei: Gliederung/ Ordnung • weniger bedeutend: Kürze/ Prägnanz • zusätzlich: Stimulanz nur in Kombination mit den anderen Dimensionen Medienpsychologie SoSe 2006

  26. Groebens Ansatz (1982) Erweiterung der Textdimensionen: • Semantische Redundanz • Kognitive Struktur Hauptunterschied zum Hamburger Ansatz: • Textgestaltung, nicht Text-Einfachheit ist am wichtigsten Medienpsychologie SoSe 2006

  27. 4. Techniken der Textoptimierung 1. Sprachliche Einfachheit und semantische Kürze/Redundanz 2. Kognitive Gliederung/Ordnung 3. Stimulierender, kognitiver Konflikt Medienpsychologie SoSe 2006

  28. 1. Sprachliche Einfachheit und semantische Kürze/Redundanz • kurze, geläufige, konkrete Worte • kurze Sätze • Veranschaulichung durch Bilder • Redundanz: einprägungsfördernder Effekt Medienpsychologie SoSe 2006

  29. 2. Kognitive Gliederung/Ordnung • Sequentielles Arrangieren • Zusammenfassungen in Form von Fragen • Vorstrukturierung • Unterstreichungen Medienpsychologie SoSe 2006

  30. 3. Stimulierender, kognitiver Konflikt • Inkongruente, widersprüchliche Informationen • Neuheit und Überraschung • Inkohärenz und Komplexität Medienpsychologie SoSe 2006

  31. Vergleich der Modelle • Lesbarkeitsforschung : Oberflächenstruktur eines Textes • Hamburger Modell: Textimmanenter Fokus, Textmerkmale • Groeben: Textmerkmale und linguistische, psychologische Aspekte Medienpsychologie SoSe 2006

  32. Warum verständlich schreiben? • Gesellschaftliche Dimension: Demokratie, Teilhabe an Information • Finanzielle Dimension: Unverständlichkeit erhöht die Kosten (Formulare, Gebrauchsanweisungen) Medienpsychologie SoSe 2006

  33. Abschlussdiskussion • Findet ihr diese Ratschläge für euer Schreiben anwendbar und sinnvoll? • Fallen euch Beispiele ein, für Sachbücher oder Zeitschriften die die Vorschläge zur Textoptimierung berücksichtigen? Medienpsychologie SoSe 2006

  34. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit! Medienpsychologie SoSe 2006