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Pflegetagung 9. Sept. 2011

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Pflegetagung 9. Sept. 2011. François Höpflinger Drittes und viertes Lebensalter im Wandel – Trends und Perspektiven Teil I: Aktives Rentenalter Teil II: Hohes Lebensalter www.hoepflinger.com. Lebenserwartung im Alter 65. Gesunde Lebenserwartung im Alter 50+ (Share-Daten 2006).

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Presentation Transcript
pflegetagung 9 sept 2011

Pflegetagung 9. Sept. 2011

François Höpflinger

Drittes und viertes Lebensalter im Wandel – Trends und Perspektiven

Teil I: Aktives Rentenalter

Teil II: Hohes Lebensalter

www.hoepflinger.com

sozio kulturelle verj ngung
Sozio-kulturelle Verjüngung

Soziologische Analysen deuten darauf, dass die demographische Alterung gesellschaftlich weitgehend durch eine sozio-kulturelle Verjüngung älterer Menschen kompensiert wird.

Alt, lernbereit und innovativ wird immer mehr zum Lebensprogramm, mit der Tendenz, dass ältere Menschen häufiger von jüngeren Menschen lernen (müssen) als früher

Dies gilt vor allem für neue Generationen älterer Menschen (Babyboomer), die schon früh mit einer globalen Jugendkultur und ständigem Wertewandel konfrontiert waren

.

babyboomer 2008 09 ende jungsein und beginn altsein
Babyboomer 2008/09: EndeJungsein und Beginn Altsein

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Quelle: European Social Survey, 2008/09

4. Juni 2010

verj ngung des dritten lebensalters als gesellschaftliches ph nomen
Verjüngung des dritten Lebensalters - als gesellschaftliches Phänomen
lebenszyklische herausforderungen der lter werdender babyboom generation
Lebenszyklische Herausforderungen der älter werdender Babyboom-Generation
  • Nahendes Ende des Berufslebens und Neuorientierung in die nachelterliche Phase
  • Geburt von Enkelkindern, Altern und Tod der eigenen Eltern (= ältestes Familienmitglied)
  • Endgültiger Abschied von der eigenen ‚Jugendlichkeit‘ und aktive Gestaltung des Alterns.
  • Gesundheitliche Einschränkungen werden vermehrt sichtbar.

e) Spannungsfeld zwischen ‚anti-ageing‘ und ‚pro-ageing‘.

beim bergang in die pensionierung sind drei sachverhalte zu beobachten
Beim Übergang in die Pensionierung sind drei Sachverhalte zu beobachten

Erstens müssen die meisten pensionierten Menschen rasch erkennen, dass niemand auf sie ‚gewartet hat’ und dass sich berufliche Kollegenkontakte rasch verdünnen. Als frisch pensionierte Person ist man/frau ‚freigestellt’.

Zweitens wird im Wechsel vom Berufsleben zur Pensionierung oft mehr geplant als später realisiert.

Drittens erscheint es häufig – wenn auch nicht immer – sinnvoll, sich nach der Pensionierung einmal genügend Zeit zu geben, um eventuell zusammen mit der Lebenspartnerin bzw. dem Lebenspartner die ‚späte Freiheit’ vorerst zu geniessen nach anstrengenden Erwerbsjahren.

hohes lebensalter als neue lebensphase
Hohes Lebensalter – als neue Lebensphase

Erwartete Zahl (in 1000) von Menschen 90+ nach verschiedenen Szenarien

pflegequoten anteil alltagsbezogen pflegebed rftig 2008

Pflegequoten: Anteil alltagsbezogen pflegebedürftig 2008

Alter: 65-69 70-74 75-79 80-84 85-89 90+

Alle 1.4 3.5 6.3 13.3 26.3 54.6

Männer 1.1 3.4 7.2 9.0 16.0 41.5

Frauen 1.7 3.6 5.7 15.9 31.0 59.2

Quelle: Höpflinger, Bayer-Oglesby, Zumbrunn 2011

gesundheitlich epidemiologische trends
Gesundheitlich-epidemiologische Trends

Lebenserwartung im Alter dürfte weiter ansteigen, wobei Frauen und Männer insgesamt später pflegebedürftig werden (aber nicht unbedingt länger beschwerdefrei bleiben)

Dies führt zu erhöhtem Bedarf nach ambulanten Leistungen (auch um zu verhindern, dass Beschwerden zu Pflegebedürftigkeit führen).

Trend zu ambulanter Pflege wird verstärkt durch Ausbau betreuter Wohnformen, mehr hindernisfreien Wohnungen und Entwicklungen in Richtung Tele-Medizin.

demenzielle erkrankungen im alter aktualisierte pr va lenzdaten
Demenzielle Erkrankungen im Alter - aktualisierte Prävalenzdaten

Häufigkeit demenzieller Störungen pro 100 Personen

Altersgruppen:

65-69 70-74 75-79 80-84 85-89 90-94 95+

1.6 3.5 7.4 15.7 26.0 41.0 46.3

Umgerechnet:

2010: gut 126‘00 ältere demenzerkrankte Menschen

2020: nahezu 160‘000 betroffene Menschen

Quelle: EuroCoDe (European Collaboration on Dementia, PrevalenceofDementia in Europe, Workpackage 7/06, Final Report, 7.Aug. 2009 (mimeo.)

wandel des alters und gesellschaftliche konsequenzen
Wandel des Alters und gesellschaftliche Konsequenzen
  • Neue Generationen altern anders als frühere Generationen. Feststellungen über heutige alte Menschen sagen wenig aus über die Zukunft.
  • Demografische Alterung führt nicht zur gesellschaftlichen Alterung.
  • Das Altern wird zur (selbstverantwortlich zu gestaltenden) Lebensaufgabe.
  • Die Heterogenität des Alterns steigt, und Gleichaltrige werden sozial ungleicher.
  • Kluft zwischen ‚drittem Alter‘, wo vieles machbar ist, und ‚viertem Alter‘, wo sich Grenzen des Machbaren zeigen, verstärkt sich.
einige internet plattformen

Einige Internet-Plattformen

www.zukunftswohnen.ch (gemeinschaftliches Wohnen)

www.innovage.ch (Netzwerk für neue Aktivitäten)

www.seniorweb.ch (Internetplattform der Senioren)

www.intergeneration.ch (Generationenprojekte)

www.isa-platform.eu (Internationale Plattform zur Gestaltung von Quartieren/Lebensräume im Alter)

www.silberfuchs-netz.ch (Netzwerk zum Thema Arbeit 50+)

www.senline.net (Plattform für eine neue Alterskultur)