einf hrung in die volkswirtschaftslehre
Download
Skip this Video
Download Presentation
Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Loading in 2 Seconds...

play fullscreen
1 / 110

Einführung in die Volkswirtschaftslehre - PowerPoint PPT Presentation


  • 73 Views
  • Uploaded on

Einführung in die Volkswirtschaftslehre. e in theoriegeschichtlicher Überblick. Vortragende: Christian Gehrke / Heinz D. Kurz. Inhalt und Programm. Scholastik Merkantilismus Physiokratie Klassik Neoklassik Ausblick auf moderne Mikroökonomik Ausblick auf moderne Makroökonomik.

loader
I am the owner, or an agent authorized to act on behalf of the owner, of the copyrighted work described.
capcha
Download Presentation

PowerPoint Slideshow about 'Einführung in die Volkswirtschaftslehre' - lazar


An Image/Link below is provided (as is) to download presentation

Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author.While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - E N D - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Presentation Transcript
einf hrung in die volkswirtschaftslehre

Einführung in die Volkswirtschaftslehre

ein theoriegeschichtlicher Überblick

Vortragende: Christian Gehrke / Heinz D. Kurz

inhalt und programm
Inhalt und Programm
  • Scholastik
  • Merkantilismus
  • Physiokratie
  • Klassik
  • Neoklassik
  • Ausblick auf moderne Mikroökonomik
  • Ausblick auf moderne Makroökonomik
inhalt und programm1
Inhalt und Programm
  • Ökonomische Theorien
    • ihre geschichtlichen Entwicklungen und politischen Einflüsse
    • die vereinfachte systematische Darstellung ihrer Überlegungen
  • Ökonomen
    • ihre Motive
    • ihre analytischen Interpretationen
inhalt und programm2
Inhalt und Programm
  • Ergänzende Literatur
    • Kurz, Heinz (2013): Geschichte des ökonomischen Denkens. München: Beck.
    • Rosner, Peter (2012): Die Entwicklung Ökonomischen Denkens: Ein Lernprozess. Berlin: Duncker & Humblot.
    • Söllner, Fritz (2012): Die Geschichte des ökonomischen Denkens. Berlin: Springer.
    • Kurz, Heinz [Hrsg.] (2008): Klassiker des ökonomischen Denkens. München: Beck.
  • Alte Hilfsunterlagen auf der ÖH
    • Tutoriumsskript (Eichert/Strohmaier)
inhalt und programm3
Inhalt und Programm
  • Grundinformationen zur Prüfung
    • Elektronisch am PC
    • 3 Termine pro Semester
    • Maximal 60 Punkte
    • Theorie und analytische Anwendung
  • Zusätzliche Prüfungsvorbereitung
    • Tutorien jeweils eine Kalenderwoche vor Prüfungstermin
einleitung
Einleitung
  • Kenneth Pomeranz
    • detektiert für Europa und dessen überseeische Siedlungsgebiete hohes und anhaltendes Wirtschaftswachstum
    • erkennt ein sich vergrößerndes Wohlstandsgefälle zum Rest der Welt
    • Wachstum und Verteilung, sowohl in globalem als auch regionalem Maßstab, als Schwerpunkt innerhalb volkswirtschaftlicher Forschung und Rechtfertigung derselben

(vgl. Pomeranz, Kenneth (2000): The Great Divergence, Princeton: University Press.)

einleitung1
Einleitung
  • Friedrich Schiller
    • fragt in seiner Antrittsvorlesung nach der Bedeutung von „Universalgeschichte“ und dem Zweck ihres Studiums
    • unterscheidet zwischen „Brotgelehrten“ und „philosophischen Köpfen“
    • Volkswirtschaftslehre auch als umfassendes und integrierendes Studium der Empirie als Ganzes

(vgl. Schiller, Friedrich (1789): Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte? in Der Teutsche Merkur, 1773-89, 4. Bd. 1789, S.105-135, Weimar: Hofmann.)

slide8
Einleitung
  • Joseph Alois Schumpeter
    • erkennt etwa Innovationen als “die überragende Tatsache in der Wirtschaftsgeschichte der kapitalistischen Gesellschaft”
    • beschäftigt sich mit unterschiedlichen Zyklen, dahintersteckenden Kalkülen und dem Einfluss des Unternehmertums
    • beschreibt Zusammenhänge zwischen Konkurrenz, „schöpferischer Zerstörung“ und Globalisierung
    • Volkswirtschaftslehre als Untersuchung und Deutung realökonomischer Vorgänge

(vgl. Schumpeter, Alois (1911): Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung.)

einleitung2
Einleitung
  • Arthur Cecil Pigou
    • “When a man sets out upon any course of inquiry, the object of his search may be either light or fruit – either knowledge for its own sake or knowledge for the sake of the good things to which it leads”
    • “In the sciences of human society, be their appeal as bearers of light ever so high, it is the promise of fruit and not of light that chiefly merits our regard”
    • Praktische Ausrichtung und Zielsetzung als oftmaliges Hauptanliegen an die Volkswirtschaft

(vgl. Pigou, Arthur C. (1920): The Economics ofWelfare, S.2-3, London: Macmillan.)

einleitung3
Einleitung
  • Fritz Machlup
    • “fruit can grow and ripen only where there is enough light, and that most inquiries that shed light on problems, societal or not, eventually prove useful to society”
    • “I fear, however, that a requirement to justify each research project in the social sciences by its ‘promise of fruit’ can become a stultifying constraint”
    • Erleuchtung im Sinne von Aufklärung als wichtiger theoretischer Beitrag der Volkswirtschaftslehre

(vgl. Machlup, Fritz (1980): KnowledgeandKnowledgeProduction, S.11, Princeton: University Press.)

einleitung4
Einleitung
  • David Ricardo
    • erkennt, nichtsist so praktischwieeineguteTheorie
    • “Leuten, die nur etwas für Tatsachen, nichts aber für die Theorie übrig haben, ist mit Skepsis zu begegnen. Sie sind kaum imstande, ihre Tatsachen zu ordnen. Sie sind notwendigerweise leichtgläubig, weil sie kein Bezugsystem besitzen.”
    • Strukturerkennung, Formulierung und Erklärung als Auftrag der Volkswirtschaftslehre

(vgl. Ricardo, David (1820) im Briefwechsel.)

einleitung5
Einleitung
  • Joan Robinson
    • “Eine Theorie, die die ganze Wirklichkeit abzubilden versuchte, wäre ähnlich nützlich zur Orientierung wie eine Landkarte im Maßstab 1:1”
    • Abstraktion als notwendiger Bestandteil volkswirtschaftlicher Theorien und Modelle
  • Francis Picabia
    • “Notre tête est ronde pour permettre à la pensée de changer la direction”
    • Volkswirtschaftalsoffene und verbindendeWissenschaft

(vgl. Picabia, Francis (1922).)

einleitung6
Einleitung
  • Johann Wolfgang von Goethe
    • sagtalsMephisto: “Was diese Wissenschaft betrifft, es ist so schwer den falschen Weg zu meiden, es liegt in ihr so viel verborgnes Gift, und von der Arznei ist’s kaum zu unterscheiden“
    • Volkswirtschaftslehre als Gemenge unterschiedlich motivierter Theorien unter politischen, ideologischen und institutionellen Einflüssen
einleitung7
Einleitung
  • John Maynard Keynes
    • “The ideas of economists and political philosophers, both when they are right and when they are wrong, are more powerful than is commonly understood.“
    • “Indeed the world is ruled by little else.”
    • Volkswirtschaftslehre selbst als einflussreiche Wissenschaft auf Politik und deren Institutionen
einleitung8
Einleitung
  • Adam Ferguson
    • “History is the result of human action, but not the execution of any human design”
    • erkennt die Relevanzvon nicht intendierten (und häufig unvorhersehbaren) Konsequenzen zweckgerichteten menschlichen Handelns
    • Volkswirtschaftslehre auch als verarbeitende Wissenschaft von externen Effekten und fehlender Rationalität

(vgl. Ferguson, Adam (1793): An Essay on the History of Civil Society, 6. Aufl. (1. Aufl. 1767))

scholastik
ScholastikScholastik
  • als vor allem normative Denkweise wirtschaftlicher Zusammenhänge
  • getragen von Mönchen, Klerikern und Wanderpredigern
  • gekennzeichnet durch Rückgriffe auf Bibelzitate und antike Philosophen
  • mit klarem Schwerpunkt auf Gerechtigkeitsüberlegungen
  • mit nahezu gänzlich unterschiedlichen Schlussfolgerungen zur modernen Theorie
zins und wucher
ScholastikZins und Wucher
  • „Wenn Du Geld verleihst an einen aus meinem Volk, an einen Armen neben Dir, so sollst Du an ihm nicht wie ein Wucherer handeln;
  • Du sollst keinerlei Zinsen von ihm nehmen.“

(vgl. Exodus 22, 24)

zins und wucher1
ScholastikZins und Wucher
  • „Zins nehmen für geborgtes Geld ist an sich ungerecht; denn es wird verkauft, was nicht ist, wodurch ganz offenbar eine Ungleichheit gebildet wird, die der Gerechtigkeit entgegen ist.“

(vgl. Thomas von Aquin (1225-1274), Summa Theologica, SecundaSecundae, quaestio 78)

zins und wucher2
ScholastikZins und Wucher
  • „Der Wucherer leiht dem Schuldner nichts, was ihm gehört, sondern nur die Zeit, die Gott gehört.“
  • „Die Wucherer sind Diebe, denn sie handeln mit der Zeit, die ihnen nicht gehört, und mit dem Eigentum eines anderen gegen den Willen des Besitzers zu handeln ist Diebstahl.“
  • „Die Wucherer sündigen gegen die Natur, indem sie aus Geld Geld erzeugen wollen, wie ein Pferd aus einem Pferd oder einen Esel aus einem Esel.“

(vgl. Thomas von Chobham, Summa confessorum)

zins und wucher3
ScholastikZins und Wucher
  • Debatten über Herkunft und Rechtfertigung des Zinsgewinns sind bis heute nicht verstummt
  • moralische Vorbehalte wurden in Europa politisch missbraucht, finden sich aber auch in anderen Gebieten und Weltreligionen
  • Kollision mit modernen Grundannahmen von Profitrate, Risikozuschlag und Zeitpräferenz
zins und wucher4
ScholastikZins und Wucher
  • „Der Wucherer möchte, ohne zu arbeiten und selbst im Schlafe, einen Gewinn erzielen, was gegen das Gebot des Herrn verstößt, welches sagt: „Im Schweiße deines Angesichts sollst Du dein Brot essen.““

(vgl. Genesis 3, 19)

gerechter preis
ScholastikGerechter Preis
  • Gerechtigkeit beim Tausch liegt vor
    • „…wenn der Schuhmacher und der Landwirt so miteinander tauschen, dass die Arbeit des einen der Arbeit des anderen entspricht und jeder das hat, was ihm gebührt.“
    • „…wenn der Unterschied, der zwischen dem Landwirt und dem Schuhmacher vorhanden ist, ebenso als Unterschied zwischen dem Produkt des Schuhmachers und dem Produkt des Landwirts wiederkehrt.“

(vgl. Aristoteles (384-322 BC), Nikomachische Ethik)

gerechter preis1
ScholastikGerechter Preis
  • Der Preis eines Gutes muss
    • die Kosten der Produktion decken
    • dem Produzenten ein standesgemäßes Leben ermöglichen
  • Standesgemäße Entlohnung ergibt sich aufgrund
    • der Schwere der Arbeit
    • der notwendigen Qualifikation
    • der öffentlichen Meinung über den Beruf
  • Öffentliches Ansehen berücksichtigt die
    • Abgeltung positiver Verantwortung (Lehrer)
    • Abgeltung negativer Wahrnehmung (Henker)
gerechter preis2
ScholastikGerechter Preis
  • „Ich kann, ebenso wie der Ackerbauer gegen den Schuhmacher in einem gewissen Verhältnis steht, auch die Produkte beider in ein bestimmtes Verhältnis gegeneinander setzen.“

(vgl. Aristoteles (384-322 BC), Nikomachische Ethik)

gerechter preis3
ScholastikGerechter Preis
  • Individuum A
    • kann eine gewisse Menge eines Gutes herstellen
    • benötigt eine gewisse Menge an Gütern, um standesgemäß leben zu können
gerechter preis4
ScholastikGerechter Preis
  • Individuum A
    • bedarf daher eines entsprechenden Preisverhältnisses, um sich das standesgemäße Konsumbündel leisten zu können

=

!

gerechter preis5
ScholastikGerechter Preis
  • Individuum B
    • ist in seiner Möglichkeit standesgemäß zu leben nach selbem Muster vom gewissen Preisverhältnis abhängig

=

!

gerechter preis6
ScholastikGerechter Preis
  • Individuum A und B
    • müssen zum gerechten Preis vorteilhaft tauschen und sich ihre standesgemäßen Konsumbündel leisten können
gerechter preis7
ScholastikGerechter Preis
  • Es muss also gelten
  • der Spielraum für das gerechte Preisverhältnis wird durch ein minimales Konsumbündel normativ festgesetzt
  • Kollision mit moderner Marktphilosophie
zehent
ScholastikZehent
  • Staatliche Eingriffe müssen das standesgemäße Leben ermöglichen
  • Besteuerungsmöglichkeit ergibt sich daher nur bei Überschuss unter Berücksichtigung aktueller Preise
  • Alternativ ergibt sich eine Subvention, sofern die Bedingung für standesgemäßes Leben nicht erfüllt ist
zehent1
ScholastikZehent
  • Individuum A
    • kann eine absolute Steuer in Form einer Naturalabgabe entrichten
    • kann selbige auch in Form eines proportionalen Anteils am hergestellten Gut entrichten
zehent2
ScholastikZehent
  • eine an die Möglichkeiten und Bedürfnisse angepasste Besteuerung und Subvention korreliert durchaus mit Ausgestaltungen des modernen Leistungsfähigkeitsprinzips
  • normatives Festlegen von Steuersätzen an einem Stand oder Status kollidiert aber mit liberalen Gleichheitsvorstellungen
merkantilismus
MerkantilismusMerkantilismus
  • als wirtschaftspolitische Auffassung
  • als ökonomische Ausrichtung auf starke nationale Konkurrenz
  • mit hoch regulierten Zinssätzen zur Ermutigung von Investoren
  • mit expansiver Bevölkerungspolitik und Förderung von Einwanderung
  • mit Kolonialisierung und Eroberung

(vgl. Thomas Mun (1664), England’s Treasure by Forraign Trade. Or, the Balance of our Forraign Trade is the Rule of our Treasure.)

merkantilismus1
MerkantilismusMerkantilismus
  • strebt letztlich nach höherer Geldmenge
    • aufgrund des Bestandskonzepts von Reichtum
    • im Sinne gezielter Anhäufung von Edelmetallbeständen
    • mittels positiver Handelsbilanz und entsprechender Abgeltung von Exportüberschüssen
quantit tstheorie
MerkantilismusQuantitätstheorie
  • widerspricht merkantilistischen Überlegungen
    • zeigt deren Vernachlässigung von Preiseffekten im Spiel von Angebot und Nachfrage auf
    • beschreibt sich vereinfacht in einer Identität
    • mit M für die Geldmenge
    • mit V für die Umlaufgeschwindigkeit
    • mit P für das Preisniveau
    • mit Y für das Produktionsniveau
quantit tstheorie1
MerkantilismusQuantitätstheorie
  • betrachtet Veränderungen
quantit tstheorie2
MerkantilismusQuantitätstheorie
  • impliziert die Neutralität des Geldes
  • langfristig wächst mit einer Erhöhung der Geldmenge nur das Preisniveau
  • der konsumierte Wohlstand der Bevölkerung ergibt sich jedoch aus dem eigenen Produktionsniveau und Importen
  • der Merkantilismus übersah sowohl dies als auch komparative Kostenvorteile
physiokratie
PhysiokratiePhysiokratie
  • als Denkschule, die bei ihren Untersuchungen von den Gesetzen der Natur ausging
  • beschäftigte sich mit der Entstehung, Verteilung und Verwendung des gesellschaftlichen Reichtums
  • betrachtete unterschiedliche Gesellschaftsklassen
  • fasste es als zweckmäßig in landwirtschaftliche, handwerkliche und grundbesitzende Klasse zu unterteilen
physiokratie1
PhysiokratiePhysiokratie
  • unterstellte einzig der Landwirtschaft als produktive Klasse das Potenzial, einen Überschuss über die eingesetzten Inputs zu erwirtschaften
  • unterstellte dem Handwerkals sterile Klasse reineTransformation von Güternohne Mehrwert zu schaffen

(vgl. François Quesnay (1758), Maximes générales du gouvernement économique d’un royaume agricole.)

physiokratie2
PhysiokratiePhysiokratie
  • lässt folgern, dass sich Reformen und Investitionen in der Landwirtschaft wirkungsvoller darstellen als im Handwerk
  • fordert eine Alleinsteuer auf die Grundrente
  • empfiehlt freien Handel für landwirtschaftliche Produkte als Widerspruch zum protektionistischen Merkantilismus
tableau conomique
PhysiokratieTableau Économique
  • berücksichtigt zirkuläreProduktion in einem stationären Modell
  • als frühe Gleichgewichts-Analyse

(vgl. François Quesnay (1758), Tableau économique.)

tableau conomique1
PhysiokratieTableau Économique
  • als Vorgänger der Input-Output-Tabelle
  • verzeichnet Güter- und/oder Finanzströme zwischen den Sektoren

(vgl. Wassily Leontief (1905-1999)).

tableau conomique2
PhysiokratieTableau Économique
  • findet in moderner Form auch Anwendung in nationalstaatlichen Statistiken
tableau conomique3
PhysiokratieTableau Économique
  • in vereinfachter Form
tableau conomique4
PhysiokratieTableau Économique
  • in analytischer Anwendung
tableau conomique5
PhysiokratieTableau Économique
  • vereinfacht wertmäßige Verflechtung von arbeitsteiliger Wirtschaft
    • tatsächliche Auftrennung und eindeutige sektorale Zuordnung äußerst komplex
  • legt kritische Betrachtung der Wertschöpfung nahe
    • erhaltener Anteil am Preis muss nicht zwangsläufig mit positiv gemessener und normativ bewerteter Leistung korrelieren
klassik
KlassikKlassik
  • als Revolution in der politischen Ökonomie
  • berücksichtigt die kapitalistische Produktionsweise
    • mittels privaten und produzierten Produktionsmitteln
    • mittels angeheuerter Lohnarbeit
  • hebt die Wirkung von Arbeitsteilung, Spezialisierung und technischem Fortschritt auf wirtschaftliches Wachstum hervor (virtuouscircle)

(vgl. Adam Smith (1776), Eine Untersuchung über die Natur und die Ursachen des Wohlstands der Nationen.)

klassik1
KlassikKlassik
  • unterstellt eigennützigem Handeln unter geeigneten Regeln positive externe Effekte auf das Gemeinwohl (invisible hand)
  • forciert Marktwirtschaft als System der natürlichen Freiheit

(vgl. Adam Smith (1776), Eine Untersuchung über die Natur und die Ursachen des Wohlstands der Nationen.)

klassik2
KlassikKlassik
  • erkennt jedoch die Möglichkeit des Marktversagens, etwa durch
    • externe Effekte
    • meritorische Güter
    • Nichtrivalität und/oder Nichtausschließbarkeit
  • benennt daher wichtige staatliche Aufgabengebiete, wie etwa
    • innere und äußere Sicherheit
    • Justiz und Verwaltung
    • Bildungswesen
    • Infrastruktur

(vgl. Adam Smith (1776), Eine Untersuchung über die Natur und die Ursachen des Wohlstands der Nationen.)

preistheorie
KlassikPreistheorie
  • unterstellt Preisen eine direkte Beziehung zu den Produktionskosten
  • versteht unter Produktionskosten alle Ausgaben für Arbeit, Material und Finanzierung des dafür notwendigen Kapitals
  • nimmt für die Produktion freien Wettbewerb und konstante Skalenerträge an
  • geht daher von uniformen Preisen aus
preistheorie1
KlassikPreistheorie
  • ortet einen natürlichen Preis als Gravitationszentrum für Marktpreise
  • unterscheidet dabei zwischen Tausch- und Gebrauchswert
  • ignoriert vorerst Knappheit und Wertparadoxon, aber weiß um deren Einfluss
  • lässt sich in der Form daher nur auf reproduzierbare Güter anwenden

Marktpreis

Natürlicher Preis

Zeit

preistheorie2
KlassikPreistheorie
  • „In diesem frühen und rohen Zustande der Gesellschaft ist offenbar das Verhältnis zwischen den Mengen an Arbeit, die man einsetzen muss, um die einzelnen Gegenstände zu erlangen, der einzige Anhaltspunkt, um eine Regel für deren Austausch festzulegen.“
  • baut auf bestehender Arbeitswertlehre auf
  • beschränkt reine Arbeitswertlehre aber auf Spezialfälle

(vgl. Adam Smith (1776), Eine Untersuchung über die Natur und die Ursachen des Wohlstands der Nationen.)

preistheorie3
KlassikPreistheorie
  • in „entwickelten Gesellschaften“ gilt die Arbeitsmengentheorie der relativen Preise nur, wenn
    • ausschließlich direkte Arbeit eingesetzt wird
    • direkte und indirekte Arbeit in gleichen Proportionen eingesetzt werden
    • keine Profitrate aufgeschlagen wird
  • im Allgemeinen sind die Preisrelationen jedoch abhängig von den Produktionsbedingungen und der Einkommensverteilung

(vgl. David Ricardo (1815), Essay on Profits.)

preistheorie4
KlassikPreistheorie
  • „Der Preis einer Ware [enthält] den Kapitalprofit als weitere Komponente, die völlig verschieden ist vom Arbeitslohn und durch ganz andere Gesetze bestimmt wird.“
    • w als uniformer Lohnsatz
    • l als direkter Arbeitsinput
    • a als Güterinput, welcher indirekte Arbeit fasst
    • p als Preis eines Gutes
    • r als Profitrate auf jenes Kapital, das zur Beschäftigung aller Inputs vorzuschießen war

(vgl. Adam Smith (1776), Eine Untersuchung über die Natur und die Ursachen des Wohlstands der Nationen.)

preistheorie5
KlassikPreistheorie
  • „Die Menge an Arbeit, die gewöhnlich eingesetzt wird, um eine Ware zu produzieren, ist nicht mehr der einzige Faktor, der die Menge an Arbeit bestimmt, die von der Ware gekauft, kommandiert, oder gegen sie eingetauscht werden kann.“
  • unterscheidet zwischen geleisteter und wertmäßig verrechneter Arbeit

(vgl. Adam Smith (1776), Eine Untersuchung über die Natur und die Ursachen des Wohlstands der Nationen.)

preistheorie6
KlassikPreistheorie
  • definiert die kommandierte Arbeit als Antwort auf die Frage: Wie viele Arbeitsstunden kostet das Gut?
  • im vereinfachten „Ein-Güter-Modell“:
preistheorie7
KlassikPreistheorie
  • definiert die enthaltene Arbeit als Antwort auf die Frage: Wie viele Arbeitsstunden stecken im Gut?
  • im vereinfachten „Ein-Güter-Modell“:
preistheorie8
KlassikPreistheorie
  • verzinst Kapital entsprechend der Dauer (als Anzahl der Produktionsperioden), die es (in Form indirekter Arbeit) gebunden ist
  • in einem vereinfachten „Ein-GüterModell“:
preistheorie9
KlassikPreistheorie
  • in einem vereinfachten „Zwei-Güter-Modell“:
    • definiert ganze Produktionssysteme mit von einander abhängigen Prozessen
    • definiert Überschusspotenzial und Lebensfähigkeit einer Ökonomie
preistheorie10
KlassikPreistheorie
  • streift somit auch die Verteilungsthematik
    • im einfachsten Fall als Konflikt zwischen Arbeiterinnen und Kapitaleigentümern
    • und ihren Einfluss auf relative Preise
preistheorie11
KlassikPreistheorie
  • deckt sich bezüglich sozialem Konfliktpotenzial mit neoklassischen und modernen Interpretationen
  • erkennt fehlende Verhandlungsmacht der Arbeiterklasse und geht meist von Subsistenzlöhnen aus
  • erwartet eine mit Produktionsniveau und Auslastung sinkende Profitrate
preistheorie12
KlassikPreistheorie
  • „Sobald in einem Land aller Boden Privateigentum ist, möchten auch die Grundbesitzer, wie alle Menschen, dort ernten, wo sie nie gesät haben. Sie fordern dann sogar für den natürlichen Ertrag des Bodens eine Rente.“
  • berücksichtigt Rente als dritten Preisbestandteil

(vgl. Adam Smith (1776), Eine Untersuchung über die Natur und die Ursachen des Wohlstands der Nationen.)

rententheorie
KlassikRententheorie
  • unterstellt Privateigentum an Boden, Kapital und Arbeit
  • nimmt an, dass alle Preise auf freien Wettbewerbsmärkten bestimmt werden
  • betrachtet langfristige Positionen des jeweiligen ökonomischen System
  • beschäftigt sich mit der begrenzten Gültigkeit der bisherigen Annahme konstanter Skalenerträge

(vgl. David Ricardo (1817), On the Principles of Political Economy, and Taxation.)

rententheorie1
KlassikRententheorie
  • betrachtet vereinfachend die Produktion eines einzelnen Getreideguts
  • berücksichtigt in der hier dargelegten Form nur Arbeit und Boden als Inputs
    • abstrahiert vereinfachend also von Produktionsmitteln wie Saatgut und Pflügen
    • nimmt außerdem homogene Arbeit an
    • geht davon aus, dass der Boden in der jeweiligen Qualität vorhanden ist und erhalten bleibt
  • berücksichtigt als exogen
    • die verfügbare Fläche an Boden
    • die verfügbaren technischen Methoden
    • die zu produzierende Menge
extensive rente
KlassikExtensive Rente
  • „…es eine Fülle reichen und fruchtbaren Bodens gibt, von dem nur ein sehr geringer Teil für den Unterhalt der vorhandenen Bevölkerung bebaut zu werden braucht, … wird es keine Rente geben. … [da] nichts für den Gebrauch von … Naturgaben gegeben wird, die in unerschöpflicher Menge vorhanden sind.“
  • „Nur weil die Menge des Bodens nicht unbegrenzt und an Qualität nicht gleich ist, und weil mit der Zunahme der Bevölkerung Boden geringerer Qualität oder in weniger günstiger Lage in Kultur genommen wird, wird also für seine Benutzung überhaupt eine Rente gezahlt.“

(vgl. David Ricardo (1817), On the Principles of Political Economy, and Taxation.)

extensive rente1
KlassikExtensive Rente
  • wenn Böden unterschiedlicher Qualität mittels derselben Methode bewirtschaftet werden
  • wenn sich die Reihenfolge der Bewirtschaftung nur aus der geringeren Höhe des zu investierenden Kapitals ergibt
extensive rente2
KlassikExtensive Rente
  • berücksichtigt
    • das Grenzprodukt (der Arbeit) eines Bodens
    • und die verfügbare Fläche desselben
extensive rente3
KlassikExtensive Rente
  • beschreibt eine Produktionsfunktion mit
    • sinkendem Grenzprodukt
    • sinkendem Durchschnittsprodukt
extensive rente4
KlassikExtensive Rente
  • wählt den Getreideoutput als Numeraire
  • berechnet am Grenzboden die Profitrate
  • berechnet für alle vollständig bewirtschafteten Böden einen Rentsatz
extensive rente5
KlassikExtensive Rente
  • „Der Preis des Getreides ist nicht hoch, weil eine Rente gezahlt wird, sondern eine Rente wird gezahlt, weil der Preis des Getreides hoch ist.“

(vgl. David Ricardo (1817), On the Principles of Political Economy, and Taxation.)

rententheorie2
KlassikRententheorie
  • würdigt den Knappheitseffekt auf den Preis eines Gutes
  • erkennt den Einfluss von Verhandlungsmacht auf die Verteilung der Erlöse
  • berücksichtigt die kurz- und langfristig begrenzten Produktionsmöglichkeiten einer Volkswirtschaft
  • vernachlässigt die Nachfrage bei der Bestimmung der Produktionsmenge
intensive rente
KlassikIntensive Rente
  • “Die Kostspieligkeit des Baugrundes in den Städten ist bekanntlich die Ursache des Erbauens der … sogenannten Wolkenkratzer; existierte jener Umstand nicht, so würde man annehmbarer Weise alle Häuser nur einstöckig oder höchstens zweistöckig bauen, wie es auf dem Lande meistens geschieht.”
  • berücksichtigt die absolute Knappheit des Bodens

(vgl. Knut Wicksell (1913), Vorlesungen über Nationalökonomie auf Grundlage des Marginalprinzipes, S. 139)

intensive rente1
KlassikIntensive Rente
  • wenn ein Boden einheitlicher Qualität mit unterschiedlichen Methoden bebaut wird
  • wenn sich die Reihenfolge der Verwendung aus zu investierendem Kapital und realem Ertrag ergibt
intensive rente2
KlassikIntensive Rente
  • berücksichtigt die stetige Substitution der Methoden
intensive rente3
KlassikIntensive Rente
  • beschreibt eine Produktionsfunktion mit
    • sinkendem Grenzprodukt
    • sinkendem Durchschnittsprodukt
intensive rente4
KlassikIntensive Rente
  • wählt den Getreideoutput als Numeraire
  • bestimmt Rentsatz und Profitrate simultan
rententheorie3
KlassikRententheorie
  • erwartet eine mit dem Kapitalkoeffizienten sinkende Profitrate
  • berücksichtigt unterschiedliche technische Produktionsformen
  • legt wie die Physiokratie und moderne Theorien über die Mobilität von Kapital die Besteuerung von Grund und Boden nahe
kostenvorteile
KlassikKostenvorteile
  • in absoluter Form liegen vor, wenn die Produktion eines bestimmten Gutes günstiger scheint
  • „Wenn das Ausland uns mit einer Ware billiger versorgen kann, als wir [es] selbst in der Lage wären, … dann ist es besser, diese Ware im Ausland zu kaufen im Austausch gegen einen Teil des Produkts, bei dem wir selbst einen Vorteil gegenüber dem Ausland haben.“

(vgl. Adam Smith (1776), Eine Untersuchung über die Natur und die Ursachen des Wohlstands der Nationen.)

kostenvorteile1
KlassikKostenvorteile
  • in komparativer Form liegen vor, wenn sich die relativen Produktionspreise zweier zu vergleichender Volkswirtschaften unterscheiden
  • werden in einfachster Form unter
    • konstanten Skalenerträgen
    • und Vernachlässigung von Transportkosten untersucht
kostenvorteile2
KlassikKostenvorteile
  • ergeben sich unter Annahme reiner Arbeitswertlehre aus den technischen Produktionsmöglichkeiten der Volkswirtschaften
    • der notwendigen Arbeitsmenge je Einheit
    • und dem daraus resultierenden relativen Preis
    • dem vorhandenen Arbeitskräftepotenzial
    • und der maximalen Produktionsmenge
kostenvorteile3
KlassikKostenvorteile
  • im einfachen „Zwei-Güter-Länder-Modell“:
    • besteht der komparative Kostenvorteil bei jenem Gut, dessen relativer Preis niedriger ist als in der zu vergleichenden Volkswirtschaft
    • wird sich jede Volkswirtschaft auf jenes Gut spezialisieren, in dessen Produktion es einen komparativen Kostenvorteil behauptet
kostenvorteile4
KlassikKostenvorteile
  • im einfachen „Zwei-Güter-Länder-Modell“:
kostenvorteile5
KlassikKostenvorteile
  • definieren Außenhandel und entsprechende Spezialisierung als prinzipiell wohlfahrtsfördernd
  • werden auch von neoklassischen Modellen und darauf aufbauender liberaler Politik gewürdigt
  • vernachlässigen Struktur- und Abhängigkeitseffekte der Spezialisierung
  • vernachlässigen fehlende qualitative und quantitative Flexibilität von Produktionsfaktoren
wachstumstheorie
KlassikWachstumstheorie
  • beschäftigt sich mit der Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens
    • Y als Volkseinkommen
    • N als Gesamtbevölkerung
    • L als Produktivbeschäftigte
    • B als Beschäftigte
    • E als Erwerbsbevölkerung
wachstumstheorie1
KlassikWachstumstheorie
  • unterstellt vorwiegend konstante Bevölkerungsstruktur
  • ortet größtes Potenzial zur Steigerung des Wohlstands daher in der Steigerung der Produktivität

(vgl. Adam Smith (1776), Eine Untersuchung über die Natur und die Ursachen des Wohlstands der Nationen.)

wachstumstheorie2
KlassikWachstumstheorie
  • sieht Potenzial zur Steigerung der Produktivität
    • in technischem Fortschritt
    • und höherer Kapitalintensität
  • betrachtet bereits den Einfluss von Sparquote und Investitionen
  • betrachtet beim Aufbau des Kapitalstocks
    • sowohl Freisetzungseffekt
    • als auch Kompensationseffekt

(vgl. David Ricardo.)

neoklassik
NeoklassikNeoklassik
  • als Ergebnis der marginalistischen Revolution
  • bis heute der neue Mainstream in der ökonomischen Lehre
  • zeichnet sich durch zunehmende Formalisierung aus
  • als Versuch, die Politische Ökonomie an eine naturwissenschaftliche Disziplin heranzuführen
neoklassik1
NeoklassikNeoklassik
  • „Was einem Kopernikus zur Erklärung des Zusammenseins der Welten im Raum zu leisten gelang, das glaube ich für die Erklärung des Zusammenseins der Menschen auf der Erdoberfläche zu leisten.“
  • „Und wie die Entdeckungen jenes Mannes es möglich machten, die Bahnen der Weltkörper auf unbeschränkte Zeit zu bestimmen; so glaube ich mich durch meine Entdeckungen in den Stand gesetzt, dem Menschen mit untrüglicher Sicherheit die Bahn zu bezeichnen, die er zu wandeln hat, um seinen Lebenszweck in vollkommenster Weise zu erreichen.“

(vgl. Hermann H. Gossen (1854): Entwickelung der Gesetze des menschlichen Verkehrs, und der daraus fließenden Regeln für menschliches Handeln.)

neoklassik2
NeoklassikNeoklassik
  • prozessiert den methodologischen Individualismus
  • arbeitet mit dem Dogma des rationalen Homo Oeconomicus
    • Produzenten maximieren Profite
    • Konsumentinnen optimieren Nutzen
neoklassik3
NeoklassikNeoklassik
  • „Der Mensch wünscht sein Leben zu genießen und setzt seinen Lebenszweck darin, seinen Lebensgenuss auf die möglichste Höhe zu steigern.“
  • „ To satisfy our wants to the utmost with the least effort, … in other words, to maximize pleasure, is the problem of economics.“

(vgl. Hermann H. Gossen (1854): Entwickelung der Gesetze des menschlichen Verkehrs, und der daraus fließenden Regeln für menschliches Handeln.)

(vgl. William S. Jevons (1835-1882), Theoryof Political Economy.)

neoklassik4
NeoklassikNeoklassik
  • berücksichtigt exogen
    • den Satz der verfügbaren technischen Alternativen
    • die Präferenzen oder Nachfragefunktionen der Konsumenten
    • die Anfangsausstattung der Ökonomie mit allen produktiven Ressourcen inklusive der Eigentumsrechte daran
  • ermittelt endogen
    • die relativen Preise der Güter und Faktorleistungen
    • die Mengen der produzierten Güter und die Allokation der Faktorleistungen auf die verschiedenen Aktivitäten
nutzenmaximierung
NeoklassikNutzenmaximierung
  • „Die Größe eines und desselben Genusses nimmt, wenn wir mit der Bereitung des Genusses ununterbrochen fortfahren, fortwährend ab, bis zuletzt Sättigung eintritt.“
  • berücksichtigt das „Erste Gossensche Gesetz“ des abnehmenden Grenznutzen

(vgl. Hermann H. Gossen (1854): Entwickelung der Gesetze des menschlichen Verkehrs, und der daraus fließenden Regeln für menschliches Handeln.)

nutzenmaximierung1
NeoklassikNutzenmaximierung
  • „Der Mensch, dem die Wahl zwischen mehreren Genüssen freisteht, dessen Zeit aber nicht ausreicht, alle vollaus sich zu bereiten, muss … sie alle teilweise bereiten, und zwar in einem solchen Verhältniss, dass die Größe eines Genusses in dem Augenblick, in welchem seine Bereitung abgebrochen wird, bei allen noch die gleiche bleibt.“
  • durch das „Zweite Gossensche Gesetz“

(vgl. Hermann H. Gossen (1854): Entwickelung der Gesetze des menschlichen Verkehrs, und der daraus fließenden Regeln für menschliches Handeln.)

nutzenmaximierung2
NeoklassikNutzenmaximierung
  • im vereinfachten „Zwei-Güter-Modell“:

PartiellerNutzen

Indifferenzkurve

konstantes Nutzenniveau

PartiellerNutzen

nutzenmaximierung3
NeoklassikNutzenmaximierung
  • im vereinfachten „Zwei-Güter-Modell“:
    • Nutzenfunktion
    • Budgetbeschränkung
nutzenmaximierung4
NeoklassikNutzenmaximierung
  • im vereinfachten „Zwei-Güter-Modell“:

Indifferenzkurven

Budgetgerade

isolierter tausch
NeoklassikIsolierter Tausch
  • im vereinfachten Zwei-Güter-Modell
    • gegeben
      • zwei Individuen
      • deren Präferenzen
      • deren Anfangsausstattungen
    • gesucht
      • gleichgewichtige Preise
      • gleichgewichtige Mengen
isolierter tausch1
NeoklassikIsolierter Tausch
  • mittels Abgleich der individuellen Präferenzen und Güterbündel

(vgl. Francis Y. Edgeworth.)

isolierter tausch2
NeoklassikIsolierter Tausch
  • als Pareto-Verbesserung
    • mindestens ein Individuum wird besser gestellt
    • kein Individuum wird schlechter gestellt
isolierter tausch3
NeoklassikIsolierter Tausch
  • als Pareto-Optimum
    • wenn keine Pareto-Verbesserung möglich
    • mit gleichgewichtigem Preisverhältnis
isolierter tausch4
NeoklassikIsolierter Tausch
  • als Pareto-Optimum
    • ohne Aussage über die Gerechtigkeit der Verteilung
    • entlang der Kontraktkurve
isolierter tausch5
NeoklassikIsolierter Tausch
  • im Nutzenmöglichkeitsraum
    • als realisierbare Nutzenkombinationen
    • mit der Nutzenmöglichkeitenkurve als Grenze
partialanalyse
Ausblick auf moderne MikroökonomikPartialanalyse
  • eines Marktes
    • berücksichtigt die marginale Zahlungsbereitschaft (MWP) von Konsumenten zur Bildung der Nachfragefunktion (D)
    • berücksichtigt die marginalen Kosten (MC) von Produzentinnen zur Bildung einer Angebotsfunktion (S)
    • findet Gleichgewichtsmenge und –preis im Schnittpunkt von Angebot und Nachfrage

(vgl. Alfred Marshall, Antoine Cournot, Joan Robinson.)

partialanalyse2
Ausblick auf moderne MikroökonomikPartialanalyse
  • fundiert fallende Nachfragefunktion auf der Annahme sinkenden Grenznutzens
  • unterscheidet bei der Angebotsfunktion zwischen
    • konstanten Skalenerträgen
    • steigenden Skalenerträgen
    • sinkenden Skalenerträgen

je nach Annahme bezüglich Größenvorteile und kurzfristiger Flexibilität von Faktoren

prinzip effektiver nachfrage
Ausblick auf moderne MakroökonomikPrinzip effektiver Nachfrage
  • „The initial novelty of [the General Theory] lies in my maintaining that is not the rate of interest, but the level of income, which ensures equality between savings and investment.”
  • “Given the psychology of the public, the level of output and employment as a whole depends on the amount of investment.”

(vgl. John M. Keynes (1937, 1936).)

prinzip effektiver nachfrage1
Ausblick auf moderne MakroökonomikPrinzip effektiver Nachfrage
  • widerspricht Sayschem Gesetz, laut welchem sich jedes Angebot seine Nachfrage schafft
  • würdigt Investitionen als treibende Kraft für Wirtschaft und Wachstum
  • berücksichtigt die Nachfrageabhängigkeit des Absatzes potenzieller Produktion
prinzip effektiver nachfrage2
Ausblick auf moderne MakroökonomikPrinzip effektiver Nachfrage
  • berücksichtigt das kurzfristige Ausbleiben von Gleichgewichten
prinzip effektiver nachfrage3
Ausblick auf moderne MakroökonomikPrinzip effektiver Nachfrage
  • berücksichtigt den Multiplikatoreffekt, insbesondere hinsichtlich der Investitionen
abschlie ende information
Abschließende Information
  • elektronische Prüfung mit Rechen-, Verständnis- und Theoriefragen
  • dreimal im Semester mit notwendiger Anmeldung im Uni Graz Online
  • mit jeweiligem Tutorium zu analytischen Anwendungen eine Woche vor Prüfungstermin
ad