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Sprachbildung und Sprachförderung Kindergarten - Grundschule

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Ina Vix. Sprachbildung und Sprachförderung Kindergarten - Grundschule. Gliederung des Vortrags. Alltagssprache – Bildungssprache Sprachliche Bildung als Aufgabe von Kita und Schule Sprachbildung im Kindergarten - Dialogisches Bilderbuchlesen - Rollenspiele

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Presentation Transcript
gliederung des vortrags
Gliederung des Vortrags
  • Alltagssprache – Bildungssprache
  • Sprachliche Bildung als Aufgabe von Kita und Schule
  • Sprachbildung im Kindergarten

- Dialogisches Bilderbuchlesen

- Rollenspiele

- Naturwissenschaftliche Experimente

  • Sprachbildung im Fachunterricht

- Möglichkeiten durchgängiger Sprachbildung im Sachunterricht

- Sprachbildung in Mathematik

- Methoden im sprachsensiblen Unterricht

alltagssprache bildungssprache
Alltagssprache - Bildungssprache

Alltagssprache

Basic Interpersonal Communicative Skills

(BICS)

  • Sprachregister in unmittelbarem persönlichem Austausch
  • Kontextgebundene, wenig anspruchsvolle Alltagskommunikation
  • Konzeptionell mündlich
  • Bildungssprache
  • Cognitive Academic Language Proficiency
  • (CALP)
  • Sprachregister zum Aufnehmen und Ausdrücken komplexer und abstrakter Inhalte
  • Kontextungebundene, kognitiv anspruchsvolle Kommunikation
  • Konzeptionell schriftlich
von alltags zu bildungssprache
Von Alltags- zu Bildungssprache

„Obwohl der Igel kurze Beine hat, ist er schnell und flink. Ein weiteres Kennzeichen des Igels ist…“

„Der Igel hat kurze Beine. Und trotzdem kann er schnell laufen.“

„Da läuft der!“

„So kurze Beine da unten!“

warum bildungssprache
Warum Bildungssprache?
  • Die Beherrschung der Bildungssprache...

... ist Voraussetzung für Bildungs- und

Leistungsentwicklung.

... ist entscheidend für den Schulerfolg.

... ermöglicht eine angemessene

berufliche Zukunft und gesellschaftliche

Partizipation.

sprachliche bildung als aufgabe von kita und schule
Sprachliche Bildung als Aufgabe von Kita und Schule

Die Beherrschung der Bildungssprache kann nicht vorausgesetzt werden.

Die Vermittlung der Bildungssprache ist Aufgabe jeder Bildungseinrichtung.

sprachbildung im kindergarten laut nieders chsisches kultusministerium 2011
Sprachbildung im Kindergarten (laut Niedersächsisches Kultusministerium, 2011)
  • „Ein den Spracherwerb förderndes Kommunikationsangebot ist (...) ein integraler Bestandteil der professionellen Gestaltung aller Bildungs- und Lernprozesse in der frühen Kindheit.“
  • Sprachbildung im Kindergarten meint somit eine systematisch geplante, sprachbewusste und sprachanregende Gestaltung von vielfältigen Kommunikationsanlässen.
  • Vielseitige Sprechanlässe sollen Kinder dazu anzuregen, ihre sprachlichen Kompetenzen aktiv zu erproben und zu erweitern.
  • Der Dialog und die Gesprächsführung mit den Kindern ist somit die zentrale methodisch-didaktische Herausforderung für die Sprachbildung und Sprachförderung.
sprachbildung im kindergarten drei bausteine
Sprachbildung im Kindergarten – drei Bausteine
  • Dialogisches Bilderbuchlesen

(auch das zweisprachigeDialogische Lesen)

  • Das Rollenspiel
  • Naturwissenschaftliche Experimente
merkmale des dialogischen lesens
Merkmale des Dialogischen Lesens
  • Erwachsener anfangs aktiv (Fragen/Impulse), dann zunehmend passive Haltung
  • Zunehmende Aktivität des Kindes
  • Ständige Interaktion zwischen dem Erwachsenen und den Kindern
techniken
Techniken
  • Fragetechniken:

erweiterte „W“-Fragen, gezielte Rück- und

Erinnerungsfragen, offene Fragenformulierungen

  • Reaktionen auf kindliche Aussagen:

Anknüpfung an die Antworten des Kindes,

Wiederholung des Aussagen, Expansion, Lob

  • Aufforderung:

Sätze vervollständigen lassen, die Geschichte in eigenen

Worten zu Ende erzählen lassen, Expansionen vom Kind

wiederholen lassen

ziele
Ziele
  • Steigerung und Verbesserung der Sprech- und Sprachfähigkeit des Kindes
  • Erweiterung des Wortschatzes
  • Festigung grammatischer Strukturen im Kontext
  • Befähigung der Kinder zum Dialog
zweisprachiges dialogisches lesen
Zweisprachiges Dialogisches Lesen
  • „Murmelrunden“ in der Familiensprache im Rahmen der Vorlesegespräche
  • Förderung des Textverstehens
  • Wertschätzung der Muttersprache
das rollenspiel
Das Rollenspiel
  • Für eine gemeinsame Umsetzung des Rollenspiels ist die kognitive Handlungsplanung der Kinder und deren Versprachlichung gefragt.
  • Förderung metasprachlicher Fähigkeiten durch die Verhandlungen über die Rollenverteilung, den Inhalt, den Aufbau etc.
naturwissenschaftliche experimente nach jampert 2006
Naturwissenschaftliche Experimente (nach Jampert, 2006)
  • Eine frühe Förderung im Bereich der Naturwissen-schaften legt wichtige Grundlagen eines naturwissen-schaftlichen Verständnisses und führt Kinder an naturwissenschaftliche Erkenntnisprozesse heran.
  • Bei wesentlichen Teilschritten dieser Prozesse spielt Sprache und die sprachliche Interaktion eine zentrale Rolle.
  • Kinder können in einem Dialog mit der Fachkraft ihren Wortschatz um Fachbegriffe sowie ihre sprachliche Ausdrucksfähigkeit erweitern und die Bedeutung der Begriffe festigen.
sprachbildung im fachunterricht
Sprachbildung im Fachunterricht
  • Möglichkeiten durchgängiger Sprachbildung im Sachunterricht
  • Sprachbildung in Mathematik
  • Methoden im sprachsensiblen Unterricht
sprachf rderung im fach ist
„Sprachförderung im Fach ist...
  • wichtig, weil die Kommunikation ein wichtiges Bildungsziel jedes Faches ist;
  • sinnvoll, weil sich Fachlernen und Sprachlernen gegenseitig unterstützen;
  • unerlässlich, weil der Fachunterricht in und mit der Sprache stattfindet;
  • fachübergreifend, weil alle Fächer von der Sprachkompetenz profitieren;
  • verpflichtend, weil die Bildungsstandards das Sprachlernen im Fach fordern.“

(Leisen, 2010)

m glichkeiten durchg ngiger sprachbildung im sachunterricht
Möglichkeiten durchgängiger Sprachbildung im Sachunterricht
  • Sachunterricht ist ein Lernfeld, in dem Schüler in neuen Kontexten stets Sprachhandlungen vollziehen müssen.
  • Es gibt vier Aspekte einer systematischen Planung, die zu berücksichtigen sind, wenn Schüler zur „Sprache der Schule“ geführt werden sollen.
vier aspekte einer systematischen planung nach quehll scheffler 2008
Vier Aspekte einer systematischen Planung(nach Quehll/Scheffler, 2008)

1. Verwendung eines Planungsrasters

(fachintegrierte Sprachbildung)

2. Berücksichtigung einzelner Sprachhandlungen

3. Akzentuierung des Mündlichen

4. Sachtexte lesen und verstehen

(Lesestrategien)

1 verwendung eines planungsrasters
1. Verwendung eines Planungsrasters

(Quehl/Scheffler 2008, S. 70)

2 ber cksichtigung einzelner sprachhandlungen
2. Berücksichtigung einzelner Sprachhandlungen
  • SchülerInnen müssen lernen im Unterricht unterschiedliche Sprachhandlungen zu vollziehen.
  • In unterschiedlichen thematischen Zusammenhängen sollen mit den Schülern Redemittel erarbeitet werden, die zum Ausdruck eines bestimmten Mitteilungsbedürfnisses erforderlich sind.
  • Auch im schriftlichen Bereich sollten sprachliche Übungsformen ermöglicht werden.
3 akzentuierung der m ndlichkeit
3. Akzentuierung der Mündlichkeit
  • Modell einer Sachunterrichtssequenz mit einer dreischrittigenPhasierungals günstig erwiesen
  • Es sieht Unterrichtsaktivitäten vor, die unterschiedliche Formen des Sprechens erfordern und es den Schülern ermöglichen, von stark kontextabhängigen zu kaum kontextabhängigen Sprachhandlungen voranzuschreiten.
die drei phasen
Die drei Phasen
  • Phase 1: Aktivität in kleinen Gruppen – Umgangssprachliches Sprechen beim Experimentieren
  • Phase 2: Angeleitetes Berichten – Die Forscherkonferenz am Übergang von der Alltags- zur Fach-/Bildungssprache
  • Phase 3: Forschertagebuch – Versuchsbeschreibung – Lernplakat
4 sachtexte lesen und verstehen
4. Sachtexte lesen und verstehen
  • Die besonderen sprachlichen Merkmale solcher Texte müssen explizit gelehrt und thematisiert werden.
  • Es ist genau zu überlegen, an welcher Stelle in der Unterrichtseinheit das Lesen von Sachtexten vorgesehen / sinnvoll ist.
  • Schüler müssen in diesem Zusammenhang mit den Lesestrategien vertraut sein / werden.
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„Sprachförderung im Fach ist nicht alles, aber ohne Sprachförderung im Fach ist alles nichts.“ (Leisen, 2010)

verwendete und empfohlene literatur
Verwendete und empfohlene Literatur
  • Gogolin, I./Lange, I.: Durchgängige Sprachbildung. Eine Handreichung., Münster 2010.
  • Jampert, K./Leuckefeld, K./Zehnbauer, A./Best, P.: Sprachliche Förderung in der Kita. Weimar/Berlin 2006.
  • Kraus, K.: Dialogisches Lesen-neue Wege der Sprachförderung in Kindergarten und Familie. In: Textor, M. (Hrsg.): Kindergartenpädagogik. Online Handbuch.

http://www.kindergartenpaedagogik.de/1892.html

  • Leisen, Josef: Handbuch Sprachförderung im Fach. Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis., Bonn 2010.
  • Niedersächsisches Kultusministerium: Hilfen für den Deutschunterricht mit Kindern und Jugendlichen, deren Erstsprache nicht Deutsch ist. Hannover 1996.
verwendete und empfohlene literatur1
Verwendete und empfohlene Literatur
  • Niedersächsisches Kultusministerium: Sprachbildung und Sprachförderung. Handlungsempfehlungen zum Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder. Hannover 2011.
  • Quehl, Thomas: Die Möglichkeiten des SCAFFOLDING. Zur Gestaltung des Übergangs von der Alltagssprache der Kinder zur Fach- und Bildungssprache., in: Grundschulunterricht Deutsch 04/2010, S. 28-32.
  • Quehl, T./ Scheffler, U.: Möglichkeiten fortlaufender Sprachförderung im Sachunterricht. In: Bainski, C./Krüger-Potratz, M. (Hrsg.): Handbuch Sprachförderung., S. 66-79 Essen 2008.
  • Rösch, Heidi (Hrsg.): Deutsch als Zweitsprache. Grundlagen, Übungsideen, Kopiervorlagen zur Sprachförderung., Braunschweig 2009.
  • Schader, Basil: Sprachenvielfalt als Chance. Das Handbuch., Troisdorf 2004.