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Thema: Zusammenarbeit mit dem Elternhaus

Thema: Zusammenarbeit mit dem Elternhaus. Begleitseminar „Pädagogische Psychologie“ in Praxissemester 24 .06.2013 Dozentin: P. Taskinen. Heutige Themen. Welche Aspekte des Elternhauses bedingen das Lernen der Kinder? Warum ist Kooperation mit den Eltern wichtig ?

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Thema: Zusammenarbeit mit dem Elternhaus

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Presentation Transcript


  1. Thema: Zusammenarbeit mit dem Elternhaus Begleitseminar „Pädagogische Psychologie“ in Praxissemester 24.06.2013 Dozentin: P. Taskinen

  2. Heutige Themen • Welche Aspekte des Elternhauses bedingen das Lernen der Kinder? • Warum ist Kooperation mit den Eltern wichtig? • Wie kann Kooperation mit den Eltern gestaltet sein? • Praktische Übung: Rollenspiel

  3. Lernförderliche Aspekte des Elternhauses: Erziehungsstil • Autoritärer Erziehungsstil • Versuch, das Verhalten der Kinder zu formen und kontrollieren • Vorstellungen von angemessenem Verhalten (Religion, Moral, soziale Konventionen) • Traditionelle Werte wie Respekt vor Autoritäten und Gehorsam • Strafen bei Verstoß gegen elterliche Regeln • Autoritativer Erziehungsstil • Überzeugungsarbeit, verbale Aushandlungsprozesse • angemessene Ansprüche stellen und durchsetzen • Fürsorgliches, responsives Verhalten, Unterstützung • ernst nehmen von Bedürfnissen, emotionale Verbundenheit • Permissiver (nachsichtiger) Erziehungsstil • liebevoll, unterstützende, jedoch Konfliktvermeidung • Vernachlässigender Erziehungsstil • Verzicht auf Strukturen und Setzen von Grenzen • Abwesenheit eines liebevollen, unterstützenden Elternhauses

  4. Lernförderliche Aspekte des Elternhauses: Erziehungsstil Bedeutung für das Lehrer-handeln??

  5. Lernförderliche Aspekte des Elternhauses: Erziehungsstil • Eltern & Lehrer können sich in ihren Erziehungsstilen/ -zielen ähneln bzw. unterscheiden • Anpassungsschwierigkeiten beim Kind • Probleme in der Eltern-Lehrer-Interaktion • Auch Lehrer unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Erziehungsstile • Autoritativer Erziehungsstil auch für die Lehrer-Schüler-Interaktion optimal • Jedoch: komplexere Kontext im Klassenraum (mehr Kinder, Möglichkeiten der individuellen Förderung durch 1 Lehrkraft begrenzt)

  6. Bedeutsamkeit der Kooperation zwischen Elternhaus und Schule • Größere Verhaltenssicherheit von Eltern im Umgang mit schul. Belangen • Positiveres Lehrerbild bei Eltern • Bessere Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern • Höhere Kommunikationsbereitschaft seitens der Lehrer • Lehrer profitieren von besserem Schulimage (Anerkennung) • Besseres Klima im Lehrerkollegium • Positiveres Elternbild • Schätzen Entlastung durch Elternarbeit höher ein als den Aufwand • Beziehungsorientierte Supervision (mit Blick auch auf Lehrer-Eltern-Gespräche) erhöht Widerstandskraft von Lehrern, beugt Burnout vor • Günstige Leistungs- und Motivationsentwicklung bei den Schülern • Weniger Gewalt und Fehlzeiten • Weniger Unterrichtsstörungen Quelle: Wild & Florenz (2010, S. 163-165) Eltern Lehrer Schüler

  7. Bedeutsamkeit der Kooperation zwischen Elternhaus und Schule • Der Einfluss der Familie auf Schulleistungen ist größer als der der Schule! (insbesondere Frühförderung) • Der (potenzielle) Einfluss auf kognitive bzw. intellektuelle sowie soziale, emotionale und Persönlichkeitsentwicklung der Eltern ist größer als die des Lehrers/der Lehrerin. Aber (!): Schulen sind viel stärker als früher gefordert einen abnehmenden und vereinzelt ausfallenden Einfluss von Eltern hinsichtlich der Sozialisation und Enkulturation ihrer Kinder zu kompensieren.

  8. Diskussion der Kooperationsmöglichkeiten 1. Eltern kommen als „Kunden“ in die Schule 2. Mitbestimmung 3. Aktive Unterstützung der schulischen Arbeit Tauschen Sie sich kurz mit dem Sitznachbarn aus: Welche Formen können Sie sich jeweils vorstellen? (5 Min)

  9. Diskussion der Kooperationsmöglichkeiten 1. Eltern als „Kunden“ der Schule • Einzelangebote (Beratungsgespräche, Vermittlung von Hilfsangeboten, Hausbesuche, Telefonkontakte, Elternbrief, Bildungs- und Erziehungsverträge) • Gruppenangebote (Information der Eltern durch Elternabende; Tag der offenen Tür etc., Informationsveranstaltungen über spezifische Themen, Elterntrainings, Elterncafé, Elternselbsthilfe, schwarzes Brett) • Familienangebote (Feste, Spielnachmittage, Eltern-Kind-Kurse, etc.) 2. Mitbestimmung • Elternbefragung, Elternbriefkasten, Elternvertretung • Besprechung der Ziele und Methoden der pädagogischen Arbeit • Arbeitsgemeinschaften • Eltern als Fürsprecher der Schule in außerschulischen Gremien (Stadtrat etc.) 3. Aktive Unterstützung der schulischen Arbeit • In der Schule (Eltern als Experten im Unterricht, Mitwirkung bei Lernaktivitäten, Schülernachmittagsbetreuung, Hausaufgabenhilfe, Vorlesenachmittage etc., Begleitung der Klasse bei außerschulischen Aktivitäten, etc.) • Zu Hause (Hausaufgabenhilfe, Unterstützung der schulischen Erziehungsziele)

  10. Rollenspiel: Elterngespräch bilden Sie 4-6er Teams Verteilen Sie die Rollen: 1 x Lehrer/in, 1 x Elternteil & Beobachter lesen Sie sich die allgemeinen Informationen zum Fall gemeinsam durch:Es handelt sich um die erste Einladung der Eltern in die Schule. Sie sind seit einem Jahr neu in die Stadt eingezogen. Lehrerrolle: Denken Sie kurz nach, wie Sie professionell auftreten könnten. (Was ist besonders wichtig bei Sozialkontakten?) Elternrolle: Setzen Sie sich voll und ganz in die Rolle der Mutter oder des Vaters ein. Beobachterrolle: Überlegen Sie kurz, wie die Situation verlaufen könnte; lesen Sie den Bewertungsbogen.

  11. Rollenspiel: Elterngespräch Sie haben 15 Minuten Zeit für das Rollenspiel. Das Rollenspiel wird danach anhand von Fragebögen ausgewertet. Beginnen Sie das Rollenspiel!

  12. Auswertung Rollenspiel Umgangsformen • Akzeptanz der anderen Sichtweise • Wertschätzung gegenüber die „Arbeit der Eltern“ • Aktives Zuhören Gesprächsführung • Bleiben beim Thema • Einholen von zusätzlichen Informationen • …

  13. Auswertung Rollenspiel zweierlei Reaktionen sind möglich: • a. akzeptieren der anderen Meinung (Sie bleiben im Erwachsenen-Ich) • b. ablehnen der anderen Meinung (Sie gehen in das Eltern- oder Kind-Ich, mit den Begleiterscheinungen Vorwürfe, Aggressionen (EL) oder Resignation, Beleidiqtsein (K)) Unterstützung durch die Person mit dem Wunsch nach Veränderung • Betroffenen verstehen und ihnen Wertschätzung entgegenbringen (= Trennung von Leistungs-und Personenbeurteilung) • Den Prozess und das Ergebnis der Beurteilung transparent machen und zur Subjektivität der Entscheidung stehen • Sich bewusst machen, dass man für sein eigenes Handeln. nicht aber für die (Gefühls-) Reaktionen der anderen verantwortlich ist. (Zum Beispiel: Die Unzufriedenheit über die Beurteilung drückt sich dann in Vorwürfen, Anschuldigungen ... aus.) • Hilfen zum Weiterlernen, zu Verbesserungen, zu Änderungen anbieten.

  14. Ziel eines Elterngespräches? • Alle wollen das Beste für das Kind!

  15. Der Weg zum Ziel 1. Begrüßung Eltern bzw. Lehrer kommen freiwillig und wollen von sich aus eine Schlichtung. Sie haben Entscheidungsfreiheit und werden zu nichts verpflichtet oder gezwungen. 2. Darstellung der verschiedenen Sichtweisen Beide stellen aus ihrer Sicht den Fall, das Problem, den Streit dar. Die Lehrkraft sorgt dafür, dass die Darstellungen möglichst kurz erfolgen (Blockierung von Langatmigkeit) Zulassen von Emotionen (STOPP und Schutz nur bei Verletzungen) Aktives Zuhören 3. Klärung durch kommunikatives "Ping-Pong" Ursachen und (Hinter-)Gründe des Streits - Gefühle, Benachteiligungen, Verletzungen der P - Motive, Wünsche, Bedürfnisse, Absichten

  16. Der Weg zum Ziel 4. Sichtwechsel Standpunkt des Gegenübers einzunehmen; nur sinnvoll wenn beide es wollen. • „Wie würde es Ihnen in meiner Situation gehen?„ • "Was hätten Sie in meiner Stelle gemacht?/ Was würden Sie in meiner Stelle tun?„ 5. Lösungsvorschläge Beide bringen Vorschläge ein, wägen ab, diskutieren die Vor- und Nachteile, sprechen über Realisierungsmöglichkeiten. Sie sagen klar und unmissverständlich a) was sie vom Gegenüber brauchen, sich von ihm wünschen und b) zu welchen Schritten sie selbst bereit sind, was sie geben können Wichtig: Das Aufeinanderzugehen beider Seiten!)

  17. Der Weg zum Ziel 6. Lösung, Vereinbarungen Beide einigen sich auf eine Lösung und vereinbaren das weitere Vorgehen, z. B.: Wiedergutmachung, Änderungsabsichten, Handlungsschritte ... 7. Beendigung Beide haben Gelegenheit • das Schlichtungsgespräch zu bewerten (war hilfreich; brachte Erfolg, ermutigt ... ) • noch Wünsche zu äußern Ein Nachtermin zur Überprüfung der Vereinbarungen eventuell sinnvoll. Es gibt professionelle Schlichter und Weiterbildung zu Moderationstechniken!

  18. Rollenspiel: 2. Phase

  19. Phasen der Konfliktbearbeitung 1. Latenz: etwas "liegt in der Luft", ist am "Brodeln" 2. Ausbruch/Eskalation: konkrete Mitteilungen, Emotionen, Vorwürfe 3. Beruhigung: Darstellung der Positionen 4. Klärung: "Aushandeln" durch kommunikatives Ping-Pong 5. Sichtwechsel: über den eigenen Tellerrand gucken 6. Lösungsvorschläge: keine Verlierer! (Win-Win-Modelll 7. Lösungen: Vereinbarungen, ggf. auch Trennung

  20. „Eltern sind unfähig: „Sie sollten Elternkurse besuchen und Erziehungsgespräche mit Lehrkräften führen“ Günter Öttinger, 2005 „Eltern sind kompetent: Lehrer/innen sollten eng mit ihnen Zusammenarbeiten und nach einer Bildungspartnerschaft trachten“ Martin Textor, 2009

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