intelligenz und elementare informationsverarbeitung l.
Download
Skip this Video
Loading SlideShow in 5 Seconds..
Intelligenz und elementare Informationsverarbeitung PowerPoint Presentation
Download Presentation
Intelligenz und elementare Informationsverarbeitung

Loading in 2 Seconds...

play fullscreen
1 / 66

Intelligenz und elementare Informationsverarbeitung - PowerPoint PPT Presentation


  • 150 Views
  • Uploaded on

Intelligenz und elementare Informationsverarbeitung. Seminar Intelligenz SS 2004. Seminarleiterin: Dr. A. Pauls Referenten: Aaron Ruß Anna Seemüller. Übersicht. Einleitung Teil 1: Reaktionszeit-Test Inspektionszeit-Test Säuglings-Habituation/-Dishabituation Fazit Teil 2.

loader
I am the owner, or an agent authorized to act on behalf of the owner, of the copyrighted work described.
capcha
Download Presentation

PowerPoint Slideshow about 'Intelligenz und elementare Informationsverarbeitung' - kareem


An Image/Link below is provided (as is) to download presentation

Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author.While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - E N D - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Presentation Transcript
intelligenz und elementare informationsverarbeitung

Intelligenz und elementare Informationsverarbeitung

Seminar Intelligenz

SS 2004

Seminarleiterin: Dr. A. Pauls

Referenten: Aaron Ruß

Anna Seemüller

bersicht
Übersicht
  • Einleitung
  • Teil 1:
    • Reaktionszeit-Test
    • Inspektionszeit-Test
    • Säuglings-Habituation/-Dishabituation
    • Fazit
  • Teil 2
einleitung motivation
Einleitung: Motivation
  • Grund für unterschiedliche Intelligenz herausfinden
  • Zwei Ansätze:
    • Unterschiedliche Intelligenz beruht auf elementarer Informations-/Reizverarbeitung( Teil 1)
    • Basierend auf Entwicklungen in der kognitiven Psychologie wird die Aufgabenbewältigung in relativ komplexen Modellen nachgebildet( Teil 2)
einleitung zu teil 1
Einleitung zu Teil 1
  • Unterschiedliche Ansätze auch bei Untersuchungen elementarer Informationsverarbeitung:
    • Meist reduktionistischer oder bottom-up Ansatz
    • Intellektuelle Fähigkeiten werden durch unterschiede im Genotyp oder anderen biologischen Mechanismen begründet, die mit der Struktur oder Funktionsweise des Nervensystems zusammenhängen
einleitung teil 1 m gliche anwendung
Einleitung: Teil 1 – Mögliche Anwendung
  • Entwicklung von Intelligenz-Tests, die unabhängig von
    • Erfahrung / Bildung und
    • sozialer oder kultureller Herkunft

sind.

bersicht reaktionszeit test
Übersicht: Reaktionszeit-Test
  • Einleitung
  • Teil 1:
    • Reaktionszeit-Test:
      • Jensen Apparat
      • Odd-Man-Out Test
    • Inspektionszeit-Test
    • Säuglings-Habituation/-Dishabituation
    • Fazit
  • Teil 2
reaktionszeit nach jensen
Reaktionszeit nach Jensen
  • Der Großteil von Reaktionszeit-Untersuchungen basiert auf einem Ansatz von Jensen

Tasten

Lichter (Reize)

Basis-Taste

Jensen Apparat

jensen apparat
Jensen Apparat
  • Gemessene Größen beim Jensen Apparat:

Bewegungszeit

Reaktionszeit oder

Entscheidungszeit

Reiz

Basis-Taste

gemessene gr en
… gemessene Größen
  • Üblicherweise Durchgänge mit Darbietung von
    • 1, 2, 4, 8, … gleichzeitigen Reizen
  • Ermittelte Messwerte bei Reaktionszeit und Bewegungszeit
    • Median je Durchgang
    • Standartabweichung je Durchgang
    • Steigung/Verlauf der Reaktionszeit über die Durchgänge bezüglich der darin gleichzeitig dargebotenen Reizen
jensens arbeitshypothese
Jensens Arbeitshypothese

Reaktionszeit-Messungen spiegeln die Schnelligkeit und Effizienz von elementarer Informationsverarbeitung wider

  • Es gibt linearen, positiven Zusammenhang der Steigung von Reaktionszeit in Relation mit der Anzahl von gleichzeitig dargebotenen Reizen in der Durchgängen
  • Intelligenz hängt mit der Schnelligkeit zusammen, mit der wachsend komplexe Informationen verarbeitet werden können
jensens untersuchung 1987
Jensens Untersuchung (1987)
  • Zusammenfassung von insgesamt 31 Studien
    • Basiert hauptsächlich auf einer Studie von Detterman (1987) über 860 Angehörige der Luftwaffe
    • Allgemeines Ergebnis der Untersuchung:Es gibt negative Korrelation sowohl zwischen Reaktionszeit und Intelligenz als auch zwischen Bewegungszeit und Intelligenz
jensens untersuchung fazit
Jensens Untersuchung - Fazit
  • Reaktionszeit sagt insgesamt ca. 10 bis 15 % der Varianz von Intelligenz voraus
  • Grund für den Zusammenhang von Reaktionszeit und Intelligenz ist nicht geklärt Jensens Voraussage über den Zusammenhang der Steigung bzgl. der Komplexität ( gleichzeitige Reize) und Intelligenz konnte nicht bestätigt werden
odd man out test
Odd-Man-Out Test
  • Odd-Man-Out Test:Weiterentwicklung des Reaktionszeit-Tests durch Frearson & Eysenck (1986)

Ziel

korrelationen im odd man out test
Korrelationen im Odd-Man-Out Test
  • Odd-Man-Out Test liefert nicht durchgehend höhere Korrelationen als traditioneller Reaktionszeit-Test (Jensen Apparat)
  • Korrelationen zu nonverbaler Intelligenz prinzipiell höher als zu verbaler Intelligenz
interpretation der korrelation
Interpretation der Korrelation

Zwei unterschiedliche Argumentationsweisen:

 Reaktionszeit/Nervensystem Ursache:Die Reaktionszeiten spiegeln die Effizienz des Nervensystems wider, dem wiederum die Ausprägung der Intelligenz zu Grunde liegt

 Intelligenz Ursache:Je höher die Intelligenz, desto bessere Strategien zum Bewältigen der Reaktionszeit-Tests stehen zur Verfügung

kritik an reaktionszeit tests longstreth 1984 1986
Kritik an Reaktionszeit-Tests:Longstreth (1984, 1986)
  • Es ist bekannt, dass es einen Trainingseffekt bei Reaktions-Tests gibt Die Korrelation der Steigung von Durchgängen mit steigender Anzahl von gleichzeitigen Reizen zu Intelligenz beruht auf der Tatsache, dass intelligentere Versuchspersonen mehr von der Übung profitieren
  • Gegenargument (Jensen): Die niedrige Anzahl von Wiederholungen vermeidet den Trainingseffekt (15 Versuche je Durchgang).
    • Hinzu kommt, dass sich die ersten 3 Versuche eines Durchgangs kaum von den letzten 3 unterscheiden
kritik an reaktionszeit tests trainingseffekt
Kritik an Reaktionszeit-Tests:Trainingseffekt
  • Widaman & Carlson (1989):Korrelationen der Steigung mit Intelligenz:
    • In aufsteigender Ordnung (wie Jensen): -.26(d.h. erst die Durchgänge mit wenigen gleichzeitigen Reizen)
    • In absteigender Ordnung: +.21

 Intelligentere profitieren stärker von Übung

  • Dieser Einwand bezieht sich allerdings nicht auf den Zusammenhang einfacher Reaktionszeiten mit Intelligenz, der üblicherweise auf den ersten 15 Versuchen beruht
kritik an reaktionszeit tests detterman 1987
Kritik an Reaktionszeit-Tests:Detterman (1987)
  • Eine Reihe exogener Faktoren könnten die Reaktionszeit beeinflussen:
    • Verständnis der Instruktionen
    • Vertrautheit mit der Versuchsapparatur
    • Motivation
  • Der mögliche Einfluss dieser Faktoren lässt sich nicht widerlegen, allerdings teilweise eher unwahrscheinlich ( vor allem, wenn die Stichproben vorselegiert sind, z.B. nur aus Studenten bestehen)
kritik an reaktionszeit tests verlust von genauigkeit
Kritik an Reaktionszeit-Tests:Verlust von Genauigkeit
  • Detterman:Höhere Schnelligkeit wird durch mehr Fehler erkauft
    • Versuchspersonen, die schneller reagieren, machen mehr Fehler als die, die langsamer reagieren
  • Eher unwahrscheinlich, da die Fehleranzahl in den Tests negativ zur Intelligenz korreliert
kritik an reaktionszeit tests brewer smith 1984
Kritik an Reaktionszeit-Tests:Brewer & Smith (1984)
  • Untersuchung mit geistig zurückgebliebenen und normalen Versuchspersonen:
    • Vor einem Fehler verschnellerten die Versuchspersonen ihre Reaktionen
    • Nach einem Durchgang mit einem Fehler wurde die Geschwindigkeit verlangsamt

 Geschw. wird derart reguliert, dass sie möglichst nahe der Schwelle liegt, an der Fehler gemacht werden

    • Die geistig zurückgebliebenen Versuchspersonen übersteuerten in den Durchgängen nach einem Fehler
  • Dieses Phänomen trägt zu einer erhöhten Variabilität bei der Gruppe der geistig zurückgebliebenen im Vergleich zu den normalen Versuchspersonen bei
gegenargumente zu brewer smith 1 larson alderton 1990
Gegenargumente zu Brewer & Smith (1):Larson & Alderton (1990)
  • Nachuntersuchung mit Rekruten
    • Korrelationen mit Intelligenz:
      • Erhöhung der Reaktionszeit nach Fehler: -.17
      • Variabilität von Reaktionszeit: -.36
      • Partielle Korrelation der Variabilität von Reaktionszeit (bzgl. des Grades an Verlangsamung nach einem Fehler): -.35

 Es ist unwahrscheinlich, dass der Zusammenhang von Reaktionszeit und Intelligenz auf der Fähigkeit der Geschwindigkeitsanpassung nach einem Fehler basiert

gegenargumente zu brewer smith 2
Gegenargumente zu Brewer & Smith (2)
  • Bei Brewer & Smith machten die Versuchspersonen 200 Trainingsdruchgänge und 2000 Experimentdurchgänge
    • Bei Reaktionszeituntersuchungen werden die ersten 15 oder 30 Versuche für die Korrelation benutzt (nach kurzer Trainingsphase)
  • Fehler sind unwahrscheinlich für Durchgänge, in denen nur 1 Reiz gleichzeitig dargeboten wird.
    • … die Korrelation von Intelligenz zur Variabilität von Reaktionszeit unterscheidet sich aber nicht für Durchgänge mit nur 1 und Durchgängen mit mehreren gleichzeitigen Reizen.
konzentrationsf higkeit als mediator bei reaktions tests
Konzentrationsfähigkeit als Mediator bei Reaktions-Tests
  • Höher intelligente Versuchspersonen sind nicht prinzipiell schneller:
    • Maximale Reaktionszeiten von hochintelligenten unterscheidet sich nicht unbedingt von der niedriger intelligenter Versuchspersonen
    • Höher intelligente Versuchspersonen können dagegen ihre Leistung nahe an ihrem Optimum halten
konzentrationsf higkeit larson alderton 1990
Konzentrationsfähigkeit:Larson & Alderton (1990)
  • Durchschnittliche Reaktionszeit hängt wesentlich von den langsamsten Reaktionen in den Versuchen ab
  • Reaktionszeiten der Versuchspersonen wurden in eine Rangordnung gebracht
    • Dann jeweils zu 16 Gruppen zusammengefasst
    • Für jede Gruppierung der Durchschnitt bestimmt

 16 Durchschnittswerte je Versuchsperson

  • Es gibt monoton steigende Korrelationen der Durchschnittswerte mit Intelligenz:(schnellste Gruppierung) -.20 bis(langsamste Gruppierung) -.37
reaktionszeit intelligenz eine physiologische erkl rung
Reaktionszeit  Intelligenz:Eine physiologische Erklärung
  • Jensen:Neuronen von hochintelligenten Menschen haben eine kürzere Refraktärphase (regenerieren sich schneller nach Entladung)
    • Reaktionen erfolgen schnell, wenn sich die Neuronen gerade in der exzitatorischen Phase befinden
    • Bei hochintelligenten Menschen befinden sich die Neuronen häufiger in der exzitatorischen Phase
fazit zu reaktionszeit tests
Fazit zu Reaktionszeit-Tests
  • Es gibt keine Belege für die physiologische Erklärung. Erkenntnisse könnten
    • Physiologische Untersuchungen
    • Biologische/genetische Untersuchungen
    • Längsschnittstudien

liefern.

  • Bisher gibt es keine Untersuchungen, die eine der Argumentationsrichtungen belegen würde:
    • Reaktionszeit/Nervensystem bedingt Intelligenz
    • Intelligenz bedingt Reaktionszeit
bersicht reaktionszeit test29
Übersicht: Reaktionszeit-Test
  • Einleitung
  • Teil 1:
    • Reaktionszeit-Test:
    • Inspektionszeit-Test
      • Inspektionszeit-Test
      • Tonhöhenunterscheidungs-Tests
    • Säuglings-Habituation/-Dishabituation
    • Fazit
  • Teil 2
inspektionszeit nettlebeck 1973 und vickers 1970
Inspektionszeit:Nettlebeck (1973) und Vickers (1970)
  • Theorie:Ein Urteil über einen Reiz wird kumulativ durch diskrete Inspektionen gebildet bis schließlich ein bestimmtes Maß erreicht wurde
  • Es wird versucht, das Minimum von Inspektionen zu finden, die notwendig sind, um ein Urteil (mit gewisser Genauigkeit) über einen Reiz abgeben zu können
inspektionszeit versuchsanordnung
Inspektionszeit:Versuchsanordnung
  • Darbietung von 2 Linien, deren Länge sich im Verhältnis 1 : 1,4 unterscheidet
  • Die Linien werden gezeigt und dann maskiert
  • Die minimale Inspektionszeit wird ermittelt (für eine Genauigkeit von 95% der Urteile)
inspektionszeit erste untersuchungen
Inspektionszeit:Erste Untersuchungen
  • Nettlebeck & Lally (1976):Korrelation von Inspektionszeit zu Intelligenz: -.89
  • Brand & Deary (1982): ähnlich hohe Korrelationen
  • Untersuchungen basieren auf relativ kleinen Stichproben mit geistig zurückgebliebenen und normalen Versuchspersonen
    • Inspektionszeiten der geistig zurückgebliebenen waren teilweise extrem  beeinflussten sehr stark das Ergebnis
inspektionszeit metaanalyse von kranzler jensen 1989
Inspektionszeit: Metaanalyse von Kranzler & Jensen (1989)
  • Umfasst 31 Untersuchungen mit insgesamt 1120 Teilnehmern
  • Die einzelnen Untersuchungen unterscheiden sich merkbar von einander
    • Visuelle, auditorisch und taktile Inspektionszeit wurden untersucht. Bei Visueller Insp.-Zeit:
        • Tachistoskopische und Computer-Anzeigen
        • Ort der Stimuli änderte sich bei einigen Untersuchungen von Versuch zu Versuch
    • Unterschiedliche Methoden zur Schwellenbestimmung
    • Insgesamt große Bandbreite an Alter und IQ unter den Teilnehmern
inspektionszeit ergebnisse der metaanalyse
Inspektionszeit: Ergebnisse der Metaanalyse
  • Korrelation der Inspektionszeit mit Intelligenz
    • Unkorrigiert: insg. -.29
    • Korrigiert: Erwachsene -.54, Kinder -.47, insg. -.49
  • Nach Ausschluss von Studien, die bei einer Untersuchung von Nettlebeck (1987) aus methodischen Gründen kritisiert wurden:
    • Korrelation mit Intelligenz: -.54
auditorische inspektionszeit
Auditorische Inspektionszeit
  • Raz & Willerman (1983, 1985): Unterscheidung von Tönen bezüglich ihrer Tonhöhe
    • Zwei Töne werden nacheinander dargeboten und dann maskiert
    • Die Pause zwischen den Tönen wird variiert und die kürzeste Pause bestimmt, bei der noch ein gewisser Genauigkeitsgrad für die Tonhöhen-Unterscheidung von de Versuchspersonen eingehalten werden
  • Für die Untersuchung wurden Studenten mit auffallend hohen und auffallend niedrigen SAT-Ergebnissen ausgewählt
auditorische inspektionszeit ergebnisse
Auditorische Inspektionszeit:Ergebnisse
  • Korrelation der Insp.-Zeit mit SAT-Wert:
    • -.33, -.53 (für logarithmische transformierte Schwellenwerte)
  • Nachuntersuchung:
    • Töne wurden für 20 und 30 ms dargeboten
    • Inspektionszeiten wurden mit Intelligenz-Test korreliert: zwischen -.41 und -.73

Logarithmisch transformiert: zwischen -.69 und -.73

    • Höher intelligente Versuchspersonen können die Unterscheidung besser als weniger intelligente durchführen, wenn nur wenig Zeit zur Verfügung steht
auditorische inspektionszeit replikation der ergebnisse
Auditorische Inspektionszeit:Replikation der Ergebnisse
  • Raz & Willerman (1985)
    • Stimuli werden für eine Dauer zwischen 10 und 20 ms dargeboten
    • Versuchsteilnehmer werden angewiesen, die unterschiedliche Dauer zu ignorieren und nur sagen, welcher von beiden Tönen höher ist
  • Korrelationen mit Intelligenz für 3 verschiednen Darbietungszeiten:
    • -.47 -.44 -.53
tonh henunterscheidung raz willerman yama 1987
Tonhöhenunterscheidung:Raz, Willerman & Yama (1987)
  • 2 Töne werden für 20 ms mit einer Pause dazwischen von 85 ms unmaskiert dargeboten
  • Tonhöhe unterscheidet sich anfangs klar
    • Der Tonhöhenunterschied wird verringert
    • Tonhöhenunterschied, bei dem noch mit einer gewissen Genauigkeit eine Unterscheidung vorgenommen werden kann, wird ermittelt
tonh henunterscheidung raz willerman yama 198739
Tonhöhenunterscheidung:Raz, Willerman & Yama (1987)
  • Korrelation mit Intelligenz
    • zwischen -.42 und -.52
  • In einer Wiederholung mit Studenten, die extreme Ergebnisse im SAT erzielt hatten:
    • zwischen -.50 und -.52
vergleich zu traditioneller auditorischer inspektionszeit
Vergleich zu traditioneller auditorischer Inspektionszeit
  • Keine Korrelation dieser Untersuchung mit traditioneller auditorischer Inspektionszeit. Da beide aber mit Intelligenz korrelieren, ist eine Korrelation zwischen ihnen wahrscheinlich
  • Die beiden Untersuchungsarten haben starke Ähnlichkeiten
tonh henunterscheidung und auditorische inspektionszeit
Tonhöhenunterscheidung und auditorische Inspektionszeit
  • Urteil über Tonhöhen bei kurz dargebotenen Tönen
  • Darbietungszeit kritisch für beide Arten
    • Inspektionszeit: veränderter Parameter
    • Tonhöhenunterscheidung: kritische Variable
      • Dear, Cryl, Egan & Wight (1989): bei längeren Darbietungszeiten gibt es nahezu keine Korrelation zur Intelligenz
darbietungszeit bei inspektionszeit untersuchungen
Darbietungszeit bei Inspektionszeit-Untersuchungen
  • Scheinbar ist Darbietungszeit ein wesentlicher Faktor bei visueller und auditorischer Inspektionszeit
    • Weist darauf hin, dass sie etwas mit schneller Informationsverarbeitung zu tun haben
  • Deary (1989): Schnelligkeit wird wahrscheinlich nicht gegen Genauigkeit bei diesen Untersuchungen eingetauscht, da bei kurzen Darbietungszeiten i.d.R. genauer geurteilt wird
ergebnisse von inspektionszeit tests
Ergebnisse vonInspektionszeit-Tests
  • Raz & Willerman haben keine korrigierten Korrelationen veröffentlicht
    • Mit grob geschätzter Korrektur werden durch ihre Untersuchungen etwa 36% der Varianz von Intelligenz erklärt
  • Kranzler & Jensen (Metaanalyse): Inspektionszeit erklärt 25% der Varianz von Intelligenz
  • Höhere Korrelationen als bei Reaktionszeit-Tests
  • Hoch genung, um essentiellen Zusammenhang zu Fähigkeiten vermuten zu lassen, die in Intelligenz-Tests gemessen werden
zusammenhang verschiedener inspektionszeit untersuchungen
Zusammenhang verschiedener Inspektionszeit-Untersuchungen
  • Falls Inspektionszeit generell mit Informationsverarbeitung zusammen hängt, sollte sie unabhängig von der Modalität sein

 auditorische und visuelle Inspektionszeit sollten miteinander korrelieren

inspektionszeiten deary 1980
Inspektionszeiten:Deary (1980)
  • Deary fand perfekte Korrelation von visueller und auditorischer Inspektionszeit
  • Diese basierte auf geistig zurückgebliebene Versuchspersonen in der Stichprobe
  • Ließ man diese aus der Untersuchung weg, gab es nahezu keine Korrelation
inspektionszeiten irwin 1984
Inspektionszeiten:Irwin (1984)
  • Untersuchung mit 50 Schulkindern: keine Korrelation
  • Kritik an dieser Untersuchung:
    • Maskierungs-Ton bei der auditorischen Inspektionszeit war wahrscheinlich nicht effektiv
    • Einige Teilnehmer hatten extrem hohe Inspektionszeiten, die das Gesamtergebnis erheblich beeinflussten
inspektionszeiten deary et al 1989
Inspektionszeiten:Deary et al. (1989)
  • Nachuntersuchung:
    • Effektivere Maskierung für auditorische Insp.-Zeit
    • Versuchspersonen, die keine Unterscheidung bei unmaskierten Tönen machen konnten, wurden ausgeschlossen
  • Korrelation der angewandten auditorischen Inspektionszeit mit verschiedenen visuellen Inspektionszeiten:
    • Zwischen .24 und .53
kritik an interpretation von inspektionzeit untersuchungen
Kritik an Interpretation von Inspektionzeit-Untersuchungen
  • Korrelation zu Intelligenz:intelligentere Versuchspersonen verstehen die Instruktionen besser  schneiden besser ab
  • Zwei Gegenargumente:
1 gegenargument anderson 1986
1. Gegenargument:Anderson (1986)
  • Untersuchung an kleinen Stichproben von Kindern
    • 6-jährige: -.38
    • 8-jährige: -.55
    • 10-jährige: -.33

 Wenn 6-jährige die Instruktionen verstehen können, ist es unwahrscheinlich, dass das Verständnis von Instruktionen großen Einfluss auf das Ergebnis etwa bei Studenten hat

2 gegenargument raz et al 1987
2. Gegenargument:Raz et al. (1987)
  • Untersuchung zur Lauheitsunterscheidung
    • 2 Töne werden jeweils 20 ms dargeboten
      • Versuchperson soll beurteilen, welcher von beiden lauter war
    • 3 unterschiedliche Versuchsanordnungen mit maskierten und unmaskierten Darbietungen
  • Korrelationen mit Intelligenz:+.16 +.17 -.06

 Lauheitsunterscheidung hängt nicht mit Intelligenz zusammen

lauheitsunterscheidung und tonh henunterscheidung
Lauheitsunterscheidung und Tonhöhenunterscheidung
  • Katzen, bei denen der Kortex entfernt wurde, könnenLauheitsunterscheidung machen, aber so gut wie gar keineTonhöhenunterscheidungen
  • Untersuchung zu Lautheits- und Tonhöhen-Unterscheidung ähneln sich bezüglich
    • Instruktionen und
    • Motivations-/Konzentrationsanforderungen

 Diese Faktoren können nicht für die Korrelation von Tonhöhenunterscheidung mit Intelligenz verantwortlich sein

fazit inspektionszeit
Fazit - Inspektionszeit
  • Es gibt keine berechtigte Begründung, dass die Korrelation von Inspektionszeit zu Intelligenz auf den Gebrauch von Strategien zurück zu führen ist
  • Bisher gibt es noch keine Theorie zur Erklärung der Korrelationen. Beide Argumentationsrichtungen sind gleichberechtigt:
    • Inspektionszeit/Informationsverarbeitung  Intelligenz
    • Intelligenz  Inspektionszeit
  • Klarheit könnten weitere Untersuchungen bringen
    • Längsschnittstudien
    • Verhaltens-genetische Untersuchungen
    • Physiologische Untersuchungen
bersicht reaktionszeit test53
Übersicht: Reaktionszeit-Test
  • Einleitung
  • Teil 1:
    • Reaktionszeit-Test:
    • Inspektionszeit-Test
    • Säuglings-Habituation/-Dishabituation
    • Fazit
  • Teil 2
bersicht reaktionszeit test54
Übersicht: Reaktionszeit-Test
  • Einleitung
  • Teil 1:
    • Reaktionszeit-Test:
    • Inspektionszeit-Test
    • Säuglings-Habituation/-Dishabituation
    • Fazit – Teil 1
  • Teil 2
fazit teil 1 r ckblick
Fazit – Teil 1:Rückblick
  • 3 unterschiedliche Arten von Aufgaben, bei denen die Leistung zur Bewältigung mit der Leistung in Intelligenz-Tests in Verbindung gesetzt wurde
    • Reaktionszeit
    • Inspektionszeit
    • Säuglingshabituation/-Dishabituation
fazit teil 1 eigenschaften der untersuchungen
Fazit – Teil 1:Eigenschaften der Untersuchungen
  • Die verwendeten Reizarten waren
    • Töne
    • Linien
    • Lichter
    • Keine alphanumerischen Symbole
  • Unterschiede bzgl. Kultur, Bildung oder sozialer Herkunft sollten höchstens eine untergeordnete Rolle für die Interpretation der Ergebnisse spielen
fazit teil 1 einfache erkl rung
Fazit – Teil 1:Einfache Erklärung?
  • Unterschiedliche Vertrautheit mit
    • Blinkenden Lichtern
    • Abschätzungen der Länge von Linien
    • Unterscheidung von Tonhöhen

stellen keine ausreichende Erklärung für die Korrelationen der Untersuchungen mit Intelligenz dar

fazit teil 1 s uglingsuntersuchungen
Fazit – Teil 1:Säuglingsuntersuchungen
  • Die Reize bei den Säuglingsuntersuchungen sind wahrscheinlich für alle Säuglinge gleich neu
    • Die Reize könnten allerdings mehr oder weniger stark mit Reizen aus der jeweiligen Umwelt eines Säuglings korrespondieren
    • Es ist noch unklar, wie sich die Leistung der Säuglinge in den Untersuchungen ändert, wenn Versuchsmuster variiert werden
fazit teil 1
Fazit – Teil 1:
  • Die Lösung einiger Aufgaben steht in einem nicht-trivialen Zusammenhang mit Fähigkeiten, die in Intelligenz-Test geprüft werden
    • Eine substantielle Verbindung der Fähigkeiten zur Aufgabenbewältigung mit Intelligenz wurde nachgewiesen
    • Eine theoretische Analyse der Ursachen für die Aufgabenbewältigung sollte Aufschluss über die Natur der Fähigkeiten geben, die in Intelligenz-Tests geprüft werden
fazit teil 1 gemeinsamkeiten der untersuchungen
Fazit – Teil 1:Gemeinsamkeiten der Untersuchungen
  • Fähigkeit zur Lösung der Aufgaben:
    • Informationen genau und schnell zu verarbeiten
  • Hohe Korrelationen zu Intelligenz:
    • Wenn Unterschiede unter schwierigen Umständen erkannt werden müssen
    • Inspektionszeit: Maskierung & kurze Darbietung
    • Tonhöhenunterscheidung: Darbietung zu kurz, um Reiz eindeutig einordnen zu können
    • Säuglingshabituation: alte von neuen Reizen unterscheiden – auf Grund der eingeschränkten intellektuellen Fähigkeiten trotz unbegrenzter Zeit als schwierig für Säuglinge zu bewerten
fazit teil 1 m gliche ursachen
Fazit – Teil 1:Mögliche Ursachen
  • Kandidat: Unterscheidungsfähigkeit
    • Nicht per se, da z.B. Lautheitsunterscheidung nicht mit Intelligenz korreliert
    • Möglicherweise korrelieren Unterscheidungen bzgl. Reizintensität nicht mit Intelligenz
    • Übertragung der auditorischen Erkenntnisse auf visuelle Untersuchungen:

 Helligkeitsunterscheidung korreliert nicht mit IQ

 Farbwertunterscheidung korreliert mit IQ

fazit teil 1 m gliche erkl rungen
Fazit – Teil 1:Mögliche Erklärungen
  • Raz et al. (1987):
    • Parallele Informationsverarbeitung korreliert mit Intelligenz
    • Serielle Informationsverarbeitung korreliert nicht mit Intelligenz
fazit teil 1 parallele und serielle verarbeitung
Fazit – Teil 1:Parallele und Serielle Verarbeitung
  • Treisman (1982):
    • Parallele Verarbeitung:Verarbeitungszeit steigt nicht/unwesentlich mit Vergrößerung des Reizumfanges.
      • Beispiel: Länge von Linien – bei immer mehr Linien wird Unterscheidungsdauer kaum beeinträchtigt
    • Serielle Verarbeitung:Verarbeitungszeit steigt mit Vergrößerung der Reizumfanges.
      • Beispiel: Parallelität/Konvergenz von Linien
fazit teil 1 m gliche erkl rungen 2
Fazit – Teil 1:Mögliche Erklärungen (2)
  • Livingstone & Hubel (1988):
    • Einteilung des primären visuellen Systems in
      • Altes Magno-System: Wahrnehmung von Bewegung( Nichtkorrelation mit Intelligenz)
      • Neueres Parvo-System: visuelle Detailerkennung( Korrelation mit Intelligenz)
    • Weitere Untersuchungen könnten zeigen, was genau für die Korrelation in den untersuchten Aufgaben mit Intelligenz verantwortlich ist
fazit teil 1 schlussfolgerungen
Fazit – Teil 1:Schlussfolgerungen
  • Es gibt keine belegte theoretische Grundlage, die den Zusammenhang der Aufgabenlösungen mit Intelligenz erklärt
  • Die Art der verwendeten Fähigkeiten bzw. deren kausaler Zusammenhang mit den Fähigkeiten, die in Intelligenz-Tests geprüft werden, ist unklar
fazit teil 1 schlussfolgerungen 2
Fazit – Teil 1:Schlussfolgerungen (2)
  • Es ist nicht sicher ob reduktionistische bzw. bottom-up Interpretation der Untersuchungsergebnisse gerechtfertigt ist
    • Diese Erklärungen sind besten Falls plausibel
    • … können aber weder belegt noch widerlegt werden