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  1. Einführung ins Christentum Grundlagen einer Weltreligion

  2. Strukturen der katholischen Kirche • Jede christliche Kirche ist Communio • Es gibt kein „Ein-Personen-Christentum“ • Problemlagen: • Organisatorische Erfordernisse • Homogenität der Lehre • allgemeines vs. besonderes Priestertum

  3. Strukturen der katholischen Kirche • Vorgeschichte: • frühe Hauskirchen • Vorsitzfunktion (repräsentiert im Gedächtnisauftrag Jesus Christus) • frühes Herrenmahl ist nicht sakramentale Eucharistie • verschiedene Verkündigungsschwerpunkte • Judenchristen / Heidenchristen

  4. Strukturen der katholischen Kirche • Vorgeschichte: • frühe Hauskirchen • Vorsitzfunktion (repräsentiert im Gedächtnisauftrag Jesus Christus) • frühes Herrenmahl ist nicht sakramentale Eucharistie • verschiedene Verkündigungsschwerpunkte • Judenchristen / Heidenchristen

  5. Strukturen der katholischen Kirche • Judenchristliche Gemeinden: • Presbyter • Heidenchristliche Gemeinden: • Episkopen • Diakone Zwei verschiedene Gemeindeordnungen verschmelzen

  6. Strukturen der katholischen Kirche • „Allgemeines“ Priestertum: Erwählung durch die Gemeinde und Bestätigung durch die Apostel bzw. Episkopen • Hintergrund: Paulinische Auffassung vom „Leib Christi“ (z.B. 1 Kor, Eph, Kol) • Im Lauf der Zeit: Zurückdrängen des Erwählens hin zur individuellen Berufung

  7. Strukturen der katholischen Kirche • Änderungen im Selbstverständnis: • Zunächst integrative Teile der Gemeinde (keine Gegenüberstellung Laien-Klerus, sondern Volk Gottes – ethnoi) • 1 Clemens (um 100) erste Strukturen („jeder an seinen Platz“) • Pastoralbriefe: Anforderungskatalog • Ignatius von Antiochien, um 160: Klare Hierarchie

  8. Strukturen der katholischen Kirche 1 Tim 3,2-13 • 2 Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet, nüchtern, besonnen, von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren; 3 er sei kein Trinker und kein gewalttätiger Mensch, sondern rücksichtsvoll; er sei nicht streitsüchtig und nicht geldgierig. 4 Er soll ein guter Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen. 5 Wer seinem eigenen Hauswesen nicht vorstehen kann, wie soll der für die Kirche Gottes sorgen? 6 Er darf kein Neubekehrter sein, sonst könnte er hochmütig werden und dem Gericht des Teufels verfallen. 7 Er muss auch bei den Außenstehenden einen guten Ruf haben, damit er nicht in üble Nachrede kommt und in die Falle des Teufels gerät. 8 Ebenso sollen die Diakone sein: achtbar, nicht doppelzüngig, nicht dem Wein ergeben und nicht gewinnsüchtig; 9 sie sollen mit reinem Gewissen am Geheimnis des Glaubens festhalten. 10 Auch sie soll man vorher prüfen, und nur wenn sie unbescholten sind, sollen sie ihren Dienst ausüben. 11 Ebenso sollen die Frauen ehrbar sein, nicht verleumderisch, sondern nüchtern und in allem zuverlässig. 12 Die Diakone sollen nur einmal verheiratet sein und ihren Kindern und ihrer Familie gut vorstehen. 13 Denn wer seinen Dienst gut versieht, erlangt einen hohen Rang und große Zuversicht im Glauben an Christus Jesus.

  9. Strukturen der katholischen Kirche • Ignatius: Ohne Bischöfe, Priester und Diakone verdient keine Gemeinschaft den Namen „Kirche“ (Ep. ad Tralles 3,1) • Clemes von Alexandrien (um 200): Gegenüberstellung von Laien und Klerikern (vollendet bei Origenes um 220) • aber: Noch Augustinus spricht vom Priestertum aller Gläubigen!

  10. Strukturen der katholischen Kirche • Zeichen des Dienstamtes: Weihe • Sakrament • Unterschiedliche Auslegung der Anzahl von Weiheämtern • In der Ostkirche bis ca. 650 Diakoninnen (Taufhelferinnen) • In der Urkirche: Diakonin namentlich erwähnt, Vorsitzende einer Hauskirche erschließbar

  11. Strukturen der katholischen Kirche • In der Scholastik Erweiterung auf bis zu sieben Weiheämter • Ostiarius, Akolyth, Lektor, Subdiakon • In den orthodoxen Kirchen nach wie vor „niedere Weihen“ • Zölibatsverpflichtung: Seit der Synode von Elvira 306 vorgeschrieben (Praxis wird Regel) • Endgültige Festschreibung II. Laterankonzil 1139

  12. Strukturen der katholischen Kirche • Weiheämter: • Bischof • Leiter einer Diözese oder Auxiliarbischof; Ernennung durch den Papst mit anschließender Weihe • Priester • voll in der Nachfolge Christi stehender Mann. Individuelle Bereitschaft, Weihe nach Ausbildung • Diakon • zum „Dienst“ an der Communio geweiht, wird von einer konkreten Gemeinde vorgeschlagen

  13. Strukturen der katholischen Kirche • Funktionale Ämter • Papst – gewählt aus den Reihen der Kardinäle, auf Lebenszeit. Lehramts- und Jurisdiktionsprimat • Kardinal – vom Papst ernannter Bischof oder Priester; bilden das Papstwahlkollegium und haben kuriale Ämter inne • Bischofsvikar – vom Bischof ernannt und in bestimmten Aufgabenbereichen an der Diözesanleitung beteiligt

  14. Strukturen der katholischen Kirche • Funktionale Ämter • Generalvikar – vom Bischof ernannt, Verwaltungsleiter einer Diözese • Dechant – Priester, der von den Pfarrern eines Dekanates zum „Vorsitzenden“ gewählt wird • Pfarrer – Priester, der eine Pfarre leitet • Kaplan – Priester, der einen Pfarrer unterstützt, aber selbst nicht Pfarrleiter ist

  15. Strukturen der katholischen Kirche • Funktionale Ämter • PastoralassistentIn: Laie, der als Angestellter der Diözese einen konkreten seelsorglichen Dienst ausübt • KommunionhelferIn: Laie, der nach einer speziellen Ausbildung und Beauftragung durch den Bischof beim Verteilen der Kommunion hilft

  16. Strukturen der katholischen Kirche • Funktionale Ämter • LektorIn: Laie, der nach Beauftragung durch den Bischof die Schriftstellen im Gottesdienst vorträgt • KantorIn: Person, die im Gottesdienst den Gesang der Gemeinde leitet

  17. Strukturen der katholischen Kirche • Ehrentitel • Geistlicher Rat: Bischöfliche Auszeichnung für Priester und Diakone • Monsignore: Päpstliche Auszeichnung für Weltpriester („päpstlicher Ehrenkaplan“) • Prälat: • Leiter einer Ordensgemeinschaft • Mitglied des Domkapitels • päpstlicher Ehrentitel (Steigerung von Monsignore)