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SCHÜLER-. Sei der Star in Deiner Schule . Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Institut für Erziehungswissenschaft Steffen Schulz, Thomas Kubitza, Andre Litzroth, Andreas Mönk. 1. Einleitung.

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SCHÜLER-


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    Presentation Transcript
    1. SCHÜLER- Sei der Star in Deiner Schule Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Institut für Erziehungswissenschaft Steffen Schulz, Thomas Kubitza, Andre Litzroth, Andreas Mönk

    2. 1. Einleitung • Im Folgenden soll ein Leitfaden für ein Schulprojekt be zogen auf fächerübergreifendes Lernen gegeben werden. • Das Projekt macht sich die Idee der aktuellen Chartshows im TV zu eigen. • Ergebnis des Projekts ist die Ausrichtung einer großen Show bzw. Revue z.B. in der Aula oder auf dem Schulhof.

    3. 1. Einleitung • Gestaltet und ausgerichtet wird die Show von den Schülern. • Es werden drei Gruppen benötigt: • 1. TANZ • 2. MUSIK • 3. WERBUNG, FOTOGRAPHIE und TECHNIK

    4. 1. Einleitung • Die drei Gruppen planen und erarbeiten gemeinsam eine Schuljahresabschlussveranstaltung, an der die gesamte Schüler- und Lehrerschaft teilnimmt. • Da die Gruppen „Tanz“ und „Musik“ durch die Castingmethode ermittelt werden, bietet es sich an, den gesamten Vorgang zu dokumentieren. Dies geschieht durch die Gruppe „Werbung, Fotografie, Technik“

    5. 1. Einleitung • Zielsetzung des Projektes ist, dass Schüler in einem arbeitsteiligen Prozess produktiv wirken, in dem durch gemeinsames Beratschlagen, Planen, Üben, Erarbeiten, Werben, Dokumentieren, Berichten, Umsetzen und Präsentieren etc. ein abwechslungsreiches Programm erstellt und dargeboten wird und an dem die anderen Schüler als Leser und Zuschauer teilhaben können.

    6. 2. Ablauf des Projektes • Bevor die Lehrer mit Bekanntgabe des Projekts beginnen, müssen alle personellen und materiellen Gegebenheiten überprüft werden. • Erst nach der Beschaffung aller Materialien und Sicherstellung der Betreuung und Leitung der Gruppen sowie aller nötigen Räumlichkeiten kann mit Werbung für Projekt begonnen werden.

    7. 2. Ablauf des Projektes 1. Zusammenstellen der Gruppe für Fotografie und Design • Die Lehrer (besonders Kunst- und Deutschlehrer) werben zum Ende des Schuljahres, etwa 4-5 Wochen vor den Ferien, für das Vorabprojekt, in dem Flyer und Plakate, Artikel für die Schülerzeitung erstellt werden und somit die Werbung für dasGesamtprojekt erstellt wird. Dabei verraten die Lehrer nicht, dass dies lediglich ein kleiner Teil des eigentlichen Projektes ist. Sie fordern Schüler ab der 9.Klasse, die sich für Fotografie, Design, Werbung, Film und Journalismus interessieren, auf, sich zu bewerben.

    8. 2. Ablauf des Projektes • Geworben werden kann vonseiten der Lehrer z.B. mit der anstehenden Zusammenarbeit der Schüler mit der reg. Presse oder TV- u.Radiosendern. • Die Bewerbung der Schüler sollte in Form einer kurzen Bewerbung erfolgen, in dem die Schüler ihr Interesse bekunden und ihre Vorstellungen und Forderungen an das Projekt offenbaren. (max. 2 Seiten) • Nach der Überprüfung der eingegangenen Bewerbungen, wird eine Gruppe von maximal 10 Schülern zusammengestellt.

    9. 2. Ablauf des Projektes 2. Die Werbekampagne und Einschreibung • Unter der Leitung einer engagierten und kompetenten Lehrkraft werden bis zum Ende des Schuljahres Plakate designt und produziert und in der Schule ausgehängt. Zeitungsartikel für die Schülerzeitung werden verfasst. Sofern es keine Schülerzeitung gibt an der Schule, wird eine kleine Zeitung zum Thema „Schüler-Popstars“ als Sonderausgabe herausgegeben. Des weiteren werden kleine Flyer entworfen und angefertigt.

    10. 2. Ablauf des Projektes • Zwei Wochen vor Ende des Schuljahres beginnt die offizielle Einschreibung zum Schülerprojekt „Popstars“. • Die durch die Plakate, Artikel und Flyer umfassend informierten Schüler können sich gezielt für ihren speziellen Interessenbereich einschreiben. Durch die Einschreibung können sich die Schüler für das erste Casting qualifizieren.

    11. 2. Ablauf des Projektes • Für die Abteilung „Tanz“ werden maximal 20 Schüler benötigt. Für die Abteilung „Musik“ hingegen können höchstens 10 Schüler aufgenommen werden. • Bei der Vergabe der zu vergebenden Plätze sollte u.U. nicht nur die Rangfolge auf der Einschreibeliste entscheidend sein. Die beteiligten Lehrer sollten in einer Konferenz die endgültigen Nominierten festlegen. Dabei muss das Engagement, Talent und Motivation des Schülers ausschlaggebend sein, um einen erfolgreichen Verlauf des Projektes mit gesicherten Ergebnissen zu gewährleisten.

    12. 2. Ablauf des Projektes • Auf gedruckten Nominierungslisten können sich die Schüler davon überzeugen, ob sie es geschafft haben. • Es sollten für die Musikgruppe ca. 20 und für die Tanzgruppe ca. 40 Schüler nominiert werden (Zahlen sind nicht bindend) 3. Das erste Casting • Das erste Casting findet in der letzten Schulwoche des laufenden Schuljahres allein vor den Bewerbern und den direkt am Projekt teilnehmenden Lehrern statt. Eine Dokumentation durch Video, Foto o.ä. erfolgt noch nicht.

    13. 2. Ablauf des Projektes • Die nominierten Schüler bereiten ohne Vorgaben ihren Auftritt vor. Jeder soll zeigen, was er am besten kann. • Es werden 5 musikalische und 10 tänzerische Beiträge nicht weiternominiert. Die Entscheidung sollte beim ersten Casting noch in der Hand der Lehrer liegen.

    14. 2. Ablauf des Projektes 4. Das zweite Casting • Das zweite und zugleich abschließende Casting findet als Nachmittagsveranstaltung in der ersten bzw. zweiten Woche des neuen Schuljahres statt. • Alle interessierten Schüler und Lehrer nehmen daran als Zuschauer teil.

    15. 2. Ablauf des Projektes • Die endgültige Entscheidung liegt allein bei der Jury. • Auch beim zweiten Casting bleibt es den Nominierten überlassen, was sie vortragen bzw. vortanzen. • Nach einer kurzen Übereinkunft der Jurymitglieder werden die Teilnehmer des Projekts bekannt gegeben. • Das Casting wird mit Kameras mitgeschnitten. Fotos werden gemacht.

    16. 2. Ablauf des Projektes 5. Theoretische Erarbeitungsphase • Mit der Zielsetzung, eine aufwendige Show auszurichten beginnt zunächst der theoretische Teil der Projektarbeit. • Im Plenum einigen sich alle Beteiligten in Form eines Brainstormings über ein mögliches Motto etc.(inbegriffen Kostüme, Dekoration), den Ablauf, die Beiträge, die Lichttechnik, die Beschallung und auch über die Kosten bzw. Finanzierung der Show. Dabei werden Vorschläge gesammelt, diskutiert und demokratisch abgestimmt (geheime Wahl).

    17. 2. Ablauf des Projektes • Nach der Fertigstellung des Konzepts werden innerhalb der einzelnen Gruppen (Tanz, Musik, Foto) die grundlegenden Aufgaben verteilt. Außerdem wird ein detaillierter Arbeitsplan in jeder Gruppe erstellt. Die Gruppen müssen bei der Fertigstellung ihrer Planungen sich übereinkommen, wann sie welche Zwischenziele erreicht haben und in gemeinsamen Proben präsentieren wollen.

    18. 2. Ablauf des Projektes 6. Praktische Erarbeitungsphase • In den Gruppen beginnt nun der Übungs- und Trainingsteil des Projekts. Dieser Abschnitt ist der umfangreichste des gesamten Projekts. • Es werden die Tänze und musikalischen Beiträge erarbeitet. Ebenso wird der Umgang mit der für die Veranstaltung benötigten Technik geübt (Mikrofonierung, Licht etc.)

    19. 2. Ablauf des Projektes • Während der praktischen Erarbeitungsphase finden mehrere Gesamtproben statt. • Die Gruppe „Fotographie“ dokumentiert den gesamten Arbeitsprozess der Musiker und Tänzer und veröffentlicht ihre Ergebnisse in einer Schülerzeitung, im Schulradio o.ä.

    20. 2. Ablauf des Projektes • 7. Generalprobe und Aufführung • 8. „After-Show-Party“ – Reflexion aller Beteiligten im geselligen Rahmen • 9. Erstellung und schulinterne Veröffentlichung des offiziellen Videos der Aufführung

    21. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ 1. Problemstellungen zu Beginn des Projektes • Am Anfang ist die klar umrissene Zielsetzung besonders wichtig, weil auf dieser Basis Vertrautheit mit der Aufgabe und damit Lust und Spaß aufkommen [BLOOM/ BLAICH/LÖFFLER S.9] • dem Schüler muss der Lebens- und Zukunftsbezug des Projekts verdeutlicht werden- da er der Nährboden für Motivation sein kann [DRESCHER / HURYCH (Hrsg.) S.7] • Beispiel: bei „Kinder Popstars“ lernst Du tanzen- hier kannst Du üben, was Du in der Disco eines Tages können möchtest (Fernziel)

    22. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ • innerhalb der einzelnen Popgruppen sollte das Leistungsgefälle nicht zu groß sein, da Schwächere sonst schnell entmutigt werden [BLOOM/ BLAICH/LÖFFLER S.14] • schwache Schüler sollten bei schwacher Leistung nicht ausscheiden- gerade sie brauchen die Übungschance [BLOOM/ BLAICH/LÖFFLER S.16] • Gruppenarbeit ist der Endpunkt eines fortschreitenden Prozesses: Einzelarbeit  Partnerarbeit Gruppenarbeit [DRESCHER / HURYCH (Hrsg.) S.20]

    23. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ • 2. Mögliche Schwierigkeiten bei sozialen Interaktionen • OLAF-AXEL BUROW benannte 1999 drei Rahmenbedingungen, unter denen eine Gruppe am besten funktioniert’ und Kreativität entfalten kann: • I die Schüler konnten sich auf ein Thema einigen,dass alle faszinierend finden (bei Schüler-Popstars:alle sollten die Gruppe/ das Lied, das sie interpretieren, mögen) • IIdie Gruppe sollte vielfältig zusammen-gesetzt sein(Bei Schüler-Popstars: sind zu viele egozentrischeSchüler in einer Band, kann es schnell zuStreitereien kommen- Beispiel: gleich 2 Schülerhegen den Wunsch, Leadsänger zu sein)

    24. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ • III ein offener Zeitrahmen(ein Barishnikow fällt nicht über Nacht vom Himmel;Zeitdruck ist negativer Stress und hat eine demotivierende Wirkung) [BUROW S.27] • 1970 beschrieb der Psychologe KOUNINfolgendes Phänomen: Wenn Schüler wahrnehmen, dass einer ihrer Mitschüler Disziplinarregeln missachtet,ohne dass der Lehrer diesem Verhalten negative Konsequenzen folgen lässt,kann es zum sogenannten „ripple-effect“ („Wellen-Effekt“) kommen.  das unerwünschte Verhalten breitet sich wellenförmig aus [ MIETZEL S.121]

    25. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ • Beispiel: Ein „Popstar“ beleidigt seinen Bandkollegen mit wüsten Beschimpfungen („Du blöder Penner!“ etc.), weil der sich bei der Performance keine Mühe gibt. Der Lehrer sagt nichts dazu. Im Laufe der Zeit wird der Umgangston innerhalb der Band immer rauher, jeder Fauxpas wird mit einer derben Beschimpfung quittiert („ripple-effect“)  der Zusammenhalt in der Band löst sich auf  niemand hat mehr Lust, in einer solchen Bandmitzumachen  Schüler-Popstars läuft Gefahr, ‚abgesetzt’ zu werden.

    26. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ 3. Motivation durch den Lehrer • motivierende Worte können locker verpackt werden; Beispiel: „Ihr müsst Euch schon anstrengen! Zum Erfolg gibt es keinen Lift, ihr müsst schon die Treppe benutzen! [HEIDEMANN S.134] • Negatives sollte möglichst positiv ausgedrückt werden; Beispiel: statt „Das haben wir nicht geschafft“ sollte man lieber sagen: „Das müssen wir nächstes Mal noch erledigen!“ [HEIDEMANN S.143]

    27. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ • Belohnungen müssen von der Mehrheit der Schüler als gerecht eingeschätzt werden- auch von denen,die keinen Preis erhalten[SPRENGER S.65] • Beispiel: nachvollziehbar:Die Siegerband von „Schüler-Popstars“ bekommteinen Preis, weil sie gewonnen hat.Die Zweitplazierten bekommen nichts- sie haben halt verloren. • Beispiel: nicht nachvollziehbar:Einer aus der Siegerband bekommt eine Auszeichnung,die anderen 4 der Gruppe nicht.

    28. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ • Ein Lehrer, der bei „Schüler-Popstars“ brüllt, sorgt nur oberflächlich für Ruhe [GEBAUER S.96] • Lob und Ermutigung sind die besten Garanten für eine freudvolle Schülerarbeit [DRESCHER / HURYCH (Hrsg.) S.18]

    29. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ • 4. Lampenfieber- der kleine Teufel vor dem Auftritt • Lampenfieber wird zum emotionalen Problem, wenn es als intensives Gefühl erlebt wird, das von Dauer zu sein scheint [ULICH/MAYRING S.35] • das Lampenfieber schiebt sich dann als störender Faktor zwischen Können und Leistung [REDL, in: BIERMANN S.52]

    30. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ Ursachen: • A Schüler glaubt, zu wenig geübt zu habenund befürchtet, bei seinem großen Auftritt zu versagen und sich vor dem Publikum zu blamieren [REDL, in: MENG S.57] Lehrer kann tröstend eingreifend, indem er z.B. darauf aufmerksam macht, dass beider Generalprobe doch alles prima geklappt hat

    31. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ • B Schüler rechnet mit Hass aus derihm liebgewonnenen ‚Band’ ( Furcht vor aversiven Konsequenzen), wenn er den Auftrittvermasselt [REDL, in: MENG S.57]  Lehrer sollte regelmäßig darauf hinweisen, I dass jeder Fehler macht II dass Freundschaft wichtiger ist als ein Schulwettbewerb III dass dabei sein alles ist • Haben dies alle in der Band verstanden, ist übersteigerter Ehrgeiz im Keim erstickt und niemand muss mehr Sorge tragen, dass der große Auftritt zum Bumerang werden könnte

    32. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ • 5. Der große Auftritt der Schüler-Popstars- Die Gestaltung des Show-Events • Das Event „Schüler-Popstars“ kann in Verbindung mit einer Schülerdisco stattfinden (jene wiederum könnte Teil des Sommerfestes sein). Ist dies der Fall, sollte man auf gewisse Dinge achten. • Die 7 TODSÜNDEN bei der Eventplanung für „Schüler-Popstars“:

    33. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ • (1) “Sitznischen“ mit harten Stühlen bestücken(lieber Sessel, auf denen man bequem die Schüler-Popstars beobachten kann;oder Bänke aus der Turnhalle holen, auf denen können die Schüler eng zusammenrücken) [SCHILLING S.74/78] • (2) die Tanzfläche riesengroß machen (lieber eine kleine Tanzfläche: diese erweckt, selbst wenn nur wenige tanzen, den Eindruckvoll zu sein- das ist besser für die ‚Atmo’!)[SCHILLING S.82]

    34. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ • (3) jede Stelle des Saals ausleuchten (nicht das Publikum ist der Star, sondern der Popstarauf der Bühne; auch in der anschließenden Disco ist die Tanzfläche der lichte Mittelpunkt; der, der gerade nicht tanzt, will im Halbdunkel plaudern oder knutschen, ohne gleich von jedem dabei –dank guter Ausleuchtung- beobachtet werden zu können!)[SCHILLING S.78/82] • (4) als Lehrer alles selber dekorieren, ohne die Schüler nach ihrer Meinung zu fragen (Schüler wissen am besten, worauf das gleichaltrigePublikum abfährt!)[SCHILLING S.94]

    35. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ • (5) nirgends für das große Ereignis Werbung machen (Plakate sollten entworfen werden und dort aufgehängt werden, wo Schüler es ständig sehen!)[SCHILLING S.99] • (6) keine Spielzonen einrichten(viele Schüler sind unentschlossen und wissen nicht, ob sie sich diese „Schüler-Popstars“ ‚antun’ sollen; durch Spielangebote im Eingangsbereich werden sie angelockt und können erst einmal aus ‚sichererEntfernung’ –ganz nebenbei- einen ‚Blick riskieren’)[SCHILLING S.83]

    36. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ • (7) den Schülern zu Beginn von „Schüler-Popstars“ eine ellenlange Rede über die Verdorbenheit der geldgierigen Musikindustrie halten (Schüler möchten bei einem Schulfest Spaßhaben und nicht wie im Unterricht belehrt werden- eine Verpädagogisierung des Events wäre unangebracht!) [SCHILLING S.103f.]

    37. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ 6. Schlussbetrachtungen: • nach der Präsentation sollte sich die Gruppe noch einmal treffen, um den Verlauf und das Ergebnis des Projekts noch einmal Revue passieren lassen und zu beurteilen; falls erforderlich sollten in dieser Beurteilung Alternativen erarbeitet, Verbesserungsvorschläge formuliert und neue Projektideen vorgeschlagen werden [SCHADE S.329]

    38. 3. Didaktische Grundlagen für das Projekt‚Schüler-Popstars’ 7.Literatur: • BLOOM, JULCHEN/BLAICH, ERICH/ • LÖFFLER, RENATE: „Spielen und Lernen im Englischunterricht“, Berlin 1986 • BUROW, OLAF-AXEL: „Die Individualisierungsfalle- Kreativität gibt es nur im Plural“, Stuttgart 1999 • DRESCHER, REINHOLD/ • HURYCH, FRIEDRICH (Hrsg.): „ ‚Kunstfehler’ im Unterricht“, Regensburg 1976 • GEBAUER, KARL: „Turbulenzen im Klassenzimmer- Emotionales Lernen in der Schule“, Stuttgart 1997 • HEIDEMANN, RUDOLF: „Körpersprache im Unterricht“, Wiesbaden 1996 • MENG, HEINRICH (Hrsg.): „Psychoanalytische Pädagogik des Schulkindes“, München/Basel 1973 • MIETZEL, GERD: „Psychologie in Unterricht und Erziehung“, Göttingen 1993 • SCHILLING, JOHANNES: „Disko im Jugendhaus“, München 1986 • SPRENGER, REINHARD K.: „Mythos Motivation“, Frankfurt a.M. 1991 • STARK, HANS-JOACHIM/SCHADE, PETER: „Politisches Handeln gestern und heute“, Bad Homburg von der Höhe 2000 • ULICH, DIETER/MAYRING, PHILIPP: „Psychologie der Emotionen“, Stuttgart 1992

    39. 4. Vorabprojekt • Werbung für „Technik“-Gruppe: • Falls die durch das Bewerbungsverfahren gewonnenen Schülerinnen und Schüler, die im Vorabprojekt tätig sind, für den technischen Bereich nicht ausreichen, sollte weitere Unterstützung geworben werden. • Dazu können Aushänge, Flyer und auch die Unterstützung der Lehrerkollegen genutzt werden. • Bei dem Entwurf der Werbung ist hervorzuheben, dass Schülerinnen und Schüler gesucht werden, die sich für Fotographie, Videotechnik etc. interessieren.

    40. 4. Vorabprojekt • Wichtig ist auch eine Kontaktknüpfung zur Schülerzeitung und Schülerradio. • Es sollte mit beiden Medien eine Vereinbarung über deren Berichterstattung getroffen werden, um für ein großes Zuschauerinteresse zu sorgen. • Diese Kontakte können auch für eine spätere Zusammenarbeit nützlich sein. (beispielsweise für die mediale Organisation des Events)

    41. 4. Vorabprojekt • Vorbereitungen: • Den Schülerinnen und Schüler werden die theoretischen Grundlagen vermittelt. • Die Lehrperson hat dabei die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler auf den Leistungsstand zu bringen, der für das Projekt benötigt wird. • Im Anschluss sollten bereits folgende technische Proben vorgenommen werden: • Kameraeinstellungen • Beleuchtung • Funktionstüchtigkeit der Tontechnik • Des weiteren sollten die Schülerinnen und Schüler üben, wie Menschen auf Fotos in Szene zu setzen sind. (beispielsweise durch gegenseitiges Fotografieren und Diskutieren über die Ergebnisse)

    42. 4. Vorabprojekt • Werbung für „Musik“- und „Tanz“-Gruppe: • Für das Gelingen des Projektes ist von außerordentlicher Bedeutung, dass die passenden Kandidaten für das Tanzen und Singen gefunden werden. • Somit muss eine Werbung entworfen werden, die die talentierten Schülerinnen und Schüler anspricht und die Bedenken vor einem öffentlichen Auftritt nimmt. • Die Werbung kann auf Plakaten und in der Schülerzeitung abgedruckt werden.

    43. 4. Vorabprojekt • Es sollte in dieser Anzeige konkret angesprochen werden, dass sowohl Tänzerinnen und Tänzer als auch Sängerinnen und Sänger gesucht werden. • Außerdem sollte die Werbung enthalten, dass Juroren benötigt werden.  • Die Jury sollte aus Schülern und Lehrer zusammengesetzt sein, um keinen Lehrer-Schüler-Konflikt zu provozieren.

    44. 4. Vorabprojekt • Allerdings sollten diese Jury-Mitglieder sorgfältig von den Lehrpersonen ausgewählt werden. Die Schüler-Juroren sollten ein hohes Maß an Ansehen bei den anderen Schülern genießen, so dass ihre Entscheidungen akzeptiert, angenommen werden. • Es bietet sich an, für diese Aufgabe Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II auszuwählen, die möglichst einen näheren Bezug zur Musik haben (z.B. Chormitglieder oder in der Schule etablierte Sänger und Tänzer).

    45. 5. Casting • Ziel des Castings ist, diejenigen Schüler herauszusuchen, die Talent, Engagement und Teamgeist mitbringen. Ausschlaggebend sollte nicht allein das Talent des Schülers sein, sondern auch sein Fleiß und seine Fähigkeit, sich einzuordnen und sich einzubringen mit guten Ideen.

    46. 5. Casting 1. Casting: • Die Schüler wählen ihren Beitrag selbst aus • Die Schüler werden in 5-er Grüppchen nach vorn gebeten. Somit ist ihr Lampenfieber nicht so hoch. • Die Juroren machen sich Anmerkungen und geben ihre Entscheidung am Ende des Castings bekannt. • Jeder Schüler sollte eine persönliche kurze Einschätzung erhalten, um seine Leistung bewerten zu können • Im Anschluss an das 1. Casting wird es eine kurze Besprechung zwischen die Verantwortlichen und den für das 2. Casting nominierten Schülern geben. • das Projekt wird kurz vorgestellt • es folgt eine Ideensammlung aller Interessenten über Ziele, Methoden und Inhalte des Projektes

    47. 5. Casting Problem: • Die didaktische Theorie, dass schwächere Schüler nicht als erste ausscheiden sollten (siehe „Didaktische Grundlagen“), kann nicht einwandfrei umgesetzt werden, da es eine Demotivierung der talentierteren Schüler nach sich ziehen kann. • Der Wettbewerbscharakter des Projektes zollt an dieser Stelle die Missachtung einiger didaktischer Überlegungen, die im Vorfeld getätigt worden waren.

    48. 5. Casting 2. Casting: • Dieses Casting findet als öffentliche Veranstaltung vor den Schülern und Lehrern statt. Zwei Möglichkeiten der Durchführung bieten sich an: • 1. einzelnes Vortanzen zur Bewertung der individuellen Kreativität (stets zu berücksichtigen ist hier der Einfluss von Aufregung beim Singen oder Tanzen vor Publikum) • 2. Vortanzen einer Gruppe für eine vergleichende Bewertung (ist für das Bewerten der Teamfähigkeit des Schülers unabdingbar)

    49. 5. Casting • Aufgrund ihrer tänzerischen Fähigkeiten, nicht in erster Linie wegen ihrer Beliebtheit sollen die Schüler in das Projekt aufgenommen werden. • Die Abstimmung darüber sollte deshalb auch zum Teil durchs Publikum beeinflusst werden, das letzte Wort aber bei der Jury liegen.

    50. 5. Casting Problem: • Was wird aus den Schülern, die sich gern am Projekt beteiligen möchten, aber nicht die tänzerischen Fähigkeiten dazu besitzen? • Lösungsmöglichkeit: Diese Schüler können in das Management der Tanzgruppe für folgende Aufgaben einbezogen werden: • Absprache mit den anderen Gruppen • Organisation und Durchführung von Auftritten mit allem was dazu gehört (Räumlichkeiten, Bekleidung, Öffentlichkeitsarbeit,…)