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Aufbau der Vorlesung

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  1. Aufbau der Vorlesung 01. Gegenstand und Aufgaben 02. Währungspolitik: Historische Einführung 03. Währungspolitik: Theoretische Grundlagen 04. Währungspolitik: Das Instrumentarium 05. Währungspolitik: Die policy-mix-Strategie 06. Handelspolitik: Historische Einführung 07. Handelspolitik: Theoretische Grundlagen 08. Handelspolitik: Das handelspolitische Instrumentarium 09. Arbeitsmarktpolitik 10. Kapitalmarktpolitik 11. Integrationspolitik 12. Politik zugunsten der Entwicklungsländer

  2. Kapitel VII Handelspolitik: Theoretische Grundlagen

  3. Gliederung: 01. Problemeinführung 02. Die Theorie der komparativen Kosten 03. Die neoklassische Version dieser Theorie 04. Das Heckscher-Ohlin-Theorem

  4. Gliederung: 01. Problemeinführung 02. Die Theorie der komparativen Kosten 03. Die neoklassische Version dieser Theorie 04. Das Heckscher-Ohlin-Theorem

  5. Frage 1: Welchen Beitrag kann die Außenhandelstheorie zur Handelspolitik leisten ? (1) • Zu den Zielen der Handelspolitik zählen • die Vermehrung der Weltwohlfahrt, • die Wohlfahrtssteigerung einer Volkswirtschaft , • der Schutz einzelner Sektoren oder Bevölkerungsgrup-pen, weiterhin • Autarkieziele sowie • die Einnahmen des Staates.

  6. Frage 1: Welchen Beitrag kann die Außenhandelstheorie zur Handelspolitik zu leisten ? (2) • Die Fragestellungen der Außenhandelstheorie bestehen • in dem Nachweis, dass die Einführung eines Freihandels die Weltwohlfahrt erhöht, • in der Frage, unter welchen Bedingungen die Verteilung der Weltwohlfahrt auf einzelne Länder und Sektoren beeinflusst werden kann. • Maßgebliche Theorien zur Beantwortung dieser Fragen sind • die Theorie der komparativen Kosten sowie • das Heckscher-Ohlin-Theorem.

  7. Fazit: (1) • So unterschiedlich die Ziele der Handelspolitik im einzelnen sind, stets geht es um die Steigerung der Wohlfahrt des Staates, der Volkswirtschaft, sowie einzelner Bevölkerungsgruppen. • Die Theorie der komparativen Kosten sowie das Heckscher-Ohlin-Theorem überprüfen, von welchen international relevanten Determinanten die Wohlfahrt abhängt.

  8. Gliederung: 01. Problemeinführung 02. Die Theorie der komparativen Kosten 03. Die neoklassische Version dieser Theorie 04. Das Heckscher-Ohlin-Theorem

  9. Frage 2: Welches sind die Grundzüge der Theorie der komparativen Kosten von Ricardo ? (1) • Grundthese: • Im Außenhandel bestimmen nicht die absoluten, sondern die komparativen Kosten über die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft. • Definition der komparativen Kosten: • Unter komparativen Kosten versteht man die Kostenver-hältnisse: • (k1/k2)I < (k1/k2)A kn : Stückkosten I: Inland A:Ausland • Jede Volkswirtschaft hat mindestens in einem Gut einen komparativen Kostenvorteil, • auch dann, wenn die absoluten Kosten bei allen Gütern hö-her als im Ausland liegen.

  10. Frage 2: Welches sind die Grundzüge der Theorie der komparativen Kosten von Ricardo ? (2) • Einzige Ausnahme wäre dann gegeben, wenn die Kosten-strukturen aller Länder identisch wären. • Grundlage der klassischen Theorie: • Die relativen Preise sind langfristig nur vom Angebot, und zwar von den Durchschnittskosten bestimmt. • Die Nachfrage beeinflusst nur kurzfristig die Preishöhe. • Alle Kosten lassen sich im Rahmen der Arbeitswert-theorie auf einen homogenen Faktor Arbeit und • damit auf eine bestimmte Zahl von Arbeitsstunden zu-rückführen.

  11. Frage 2: Welches sind die Grundzüge der Theorie der komparativen Kosten von Ricardo ? (3) • Die Rente ist Folge von Preissteigerungen, kann also nicht Ursache sein. • Die Kapitalkosten erhöhen alle Preise proportional, scheiden also als Bestimmungsgrund der Preisverhältnisse aus. • Voraussetzung ist, dass die Nutzungsdauer bei allen Kapital-gütern gleich groß ist.

  12. Beispiel für die Bedeutung der Nutzungsdauer Projekt I II Anschaffungskosten anteilig: 10.000 € 10.000 € Nutzungsdauer : 5 Jahre 10 Jahre Arbeitskosten pro Jahr: 1.000 € 1.000 € Gesamtkosten/Preis pro Jahr: 3.000 € 2.000 €

  13. Frage 2: Welches sind die Grundzüge der Theorie der komparativen Kosten von Ricardo ? (4) • Die Struktur der einzelnen Arbeitsqualitäten wird technisch bestimmt, • sodass verschiedene Arbeitsstunden in eine Standardgröße umgerechnet werden können. • Die Technik legt die Höhe der Durchschnittskosten eindeutig fest, • es besteht vor allem keine Abhängigkeit von der Ausbrin-gungsmenge.

  14. Frage 2: Welches sind die Grundzüge der Theorie der komparativen Kosten von Ricardo ? (5) • Beweisführung bei Ricardo: • Es wird eine Vergrößerung der Weltproduktion erzielt, wenn sich jedes Land auf die Güter spezialisiert, in denen es einen komparativen Kostenvorsprung aufweist.

  15. Theorie der komparativen Kostenvor und nach der Spezialisierung Inland Ausland Gut K/X X I K K/X XA K XI + XA X1 4 10 40 3 10 30 20 X2 5 12 60 1 12 12 24 S 100 42 X1 4 25 100 25 X2 1 42 42 42

  16. Frage 2: Welches sind die Grundzüge der Theorie der komparativen Kosten von Ricardo ? (6) • Es besteht eine Tendenz zur vollständigen Spezialisierung, da sich die Kostenverhältnisse nicht verändern. • Es wird keine Aussage darüber gemacht, wie sich der Au-ßenhandelsgewinn auf die beiden Länder verteilt. • Der neue Gleichgewichtspreis liegt zwischen den bisherigen komparativen Kosten beider Länder.

  17. Frage 2: Welches sind die Grundzüge der Theorie der komparativen Kosten von Ricardo ? (7) • Dynamik: • Zunächst exportiert das Land mit den absolut niedrige-ren Kosten beide Güter. • Als Folge entsteht ein positiver LB-Saldo, • dies führt zu einem Goldimport • und dies wiederum zu Preissteigerungen. • Das Land mit den höheren Kosten bezahlt die Importe mit Gold, dies führt aufgrund des Rückgangs in der umlaufenden Geldmenge zu Preissenkungen. • LB-Saldo Þ Goldexport Þ Preissenkung. • Schließlich ist das Exportland nur noch in dem Gut abso-lut billiger, das auch die geringeren komparativen Kosten aufweist.

  18. Fazit: (2a) • Die von D. Ricardo entwickelte Theorie der komparativen Kosten weist nach, dass Außenhandel auch für Länder vorteilhaft ist, die in allen für den internationalen Tausch relevanten Gütern abso-lut höhere Kosten aufweisen als das Ausland, • sofern sich nur die Kostenstrukturen des In- und Auslandes unterscheiden • und sich jedes Land auf die Produktion jener Güter spezialisiert, in denen es gegenüber dem Ausland einen komparativen (rela-tiven) Kostenvorteil aufweist.

  19. Fazit: (2b) • Entsprechend der klassischen Arbeitswertlehre werden die Kosten an der Anzahl der zur Produktion notwendigen Arbeits-stunden gemessen. • Die Realisierung dieser Lösung erfolgt dadurch, dass sich durch Goldabfluss in den Ländern, die anfangs absolut höhere Kosten und damit auch höhere Preise aufweisen, die nationalen Preisni-veaus einander annähern und zwar so, • dass schließlich der nationale Preis der Güter, auf die sich ein Land spezialisiert, jeweils auch absolut niedriger liegt als im Aus-land. • Diese Schlussfolgerungen gelten analog in Systemen freier Wech-selkurse durch Auf- bzw. Abwertung der Devisenkurse.

  20. Gliederung: 01. Problemeinführung 02. Die Theorie der komparativen Kosten 03. Die neoklassische Version dieser Theorie 04. Das Heckscher-Ohlin-Theorem

  21. Frage 3: Wie wurde die Theorie der komparativen Kosten von der Neoklassik weiterentwickelt ? (1) • Ungeklärte Fragen der älteren Theorie: • Wie bestimmt die Nachfrage die Höhe des Preises? • Es gibt mehrere Produktionsfaktoren, nicht nur einen. • Die Durchschnittskosten hängen von der Ausbringungs-menge ab. • Vorschlag G. Haberlers zur Lösung dieser Probleme: • Man ersetze den Begriff der Arbeitskosten durch den Be-griff der Opportunitätskosten ! • Definition der Opportunitätskosten: • Die Opportunitätskosten von X1 sind die Mengen an X2 (bzw. an dessen Nutzen), die aufgrund der Produktion von X1 nicht produziert werden können.

  22. Frage 3: Wie wurde die Theorie der komparativen Kosten von der Neoklassik weiterentwickelt ? (2) • Das Instrument der Tauschkurven von A. Marshall: • Es liegt eine Art kombinierte Angebots- Nachfragekurve vor, allerdings sind die Tauschkurven • gesamtwirtschaftlicher Natur, • der Preis wird durch den Fahrstrahl bestimmt, • die Koordinaten-Achsen bestimmen die Menge des Ex-port- und des Importgutes. • Eine Kurve kann als Exportangebots- und zur gleichen Zeit als Importnachfragekurve gedeutet werden.

  23. Frage 3: Wie wurde die Theorie der komparativen Kosten von der Neoklassik weiterentwickelt ? (3) • Aus den empirisch ermittelten Daten über die realisierten Angebots- und Nachfragemengen bei alternativen Preisen lässt sich der Verlauf der traditionellen Nachfrage- und An-gebotskurven aufzeigen. • Auf der Ordinate tragen wir den Preis, auf der Abszisse dagegen die Gütermenge ab. • Bei der Tauschkurve tragen wir hingegen auf der Ordinate das Importgut, auf der Abszisse das Exportgut ab. Der Preis, die Terms of Trade (ToT), wird durch den Fahrstrahl durch den Koordinatenursprung an die jeweils verwirklichten Punkte ermittelt.

  24. Frage 3: Wie wurde die Theorie der komparativen Kosten von der Neoklassik weiterentwickelt ? (4) • Die Tauschkurve entwickeln wir dadurch, dass wir für jeden Winkel des Fahrstrahls (für alle ToT`s) nach der jeweils importierten und exportierten Menge fragen und diese Punkte in das Diagramm einzeichnen. • Wie Marshall gezeigt hat, weist die Tauschkurve einen gekrümmten Verlauf auf.

  25. Im TI Im1 ToT Ex Ex1 Tauschkurve Unterschiede zwischen AT-NE-Schema und Tauschkurven Nachfrage / Angebot / Tauschkurve p x AT-NE-Schema

  26. Frage 3: Wie wurde die Theorie der komparativen Kosten von der Neoklassik weiterentwickelt ? (3) • J. Meade leitete diese Tauschkurven aus dem Indifferenz-kurvensystem ab. • Das Meade`sche Indifferenzkurvensystem besteht aus einem Vier-Quadrantenschema, und zwar bildet der • 1. Quadrant (Nordwest) das Inland, der • 2. Quadrant (Nordost) die internationalen Märkte, sowie • der 3. Quadrant (Südost) das Ausland ab.

  27. Internationales Handelsgleichgewicht TA TI II PI TOT PA IA Quadrant II: Internationale Märkte Quadrant I: Inland ImI ExI ImA Quadrant III: Ausland ExA

  28. Indifferenzkurve Produktionsblock Autarkie Im Ex Ex

  29. CI ImI Importe Indifferenzkurve Indifferenzkurve Im Produktionsblock Produktionsblock Ex

  30. Ex CI Exporte Indifferenzkurve Produktionsblock Im Ex

  31. Verschieben des Produktionsblockes entlang einer Indifferenzkurve Indifferenzkurve Produktionsblock Im HI1 Ex

  32. Verschieben des Produktionsblockes entlang einer zweiten Indifferenzkurve Indifferenzkurve Produktionsblock Im HI2 HI1 Ex

  33. Tauschkurve des Inlandes Tauschkurve des Inlandes Handelsindifferenzkurve Indifferenzkurve Produktionsblock TI Im Ex

  34. Verschieben des ausländischen Produktionsblockes entlang einer Indifferenzkurve HIA TI TA IMA Indifferenzkurve Produktionsblock Inl. Tauschkurve Ausl. Tauschkurve Ausl. Handelsindifferenz -kurve ExA

  35. Im Ex Internationales Gleichgewicht TA Img Ti ToT Exg Exg: Exportgleichgewicht Img: Importgleichgewicht

  36. Frage 3: Wie wurde die Theorie der komparativen Kosten von der Neoklassik weiterentwickelt ? (4) • Folgerungen: • Das Ausmaß des Außenhandelvolumens wird bestimmt durch die Preisverhältnisse bei Autarkie. • Bei Identität der Preisverhältnisse entsprechen sich die Fahrstrahle an beiden Tauschkurven im Ursprung. • Folglich ist auch kein Außenhandel vorteilhaft. • Je größer der Unterschied der nationalen Preisverhält-nisse ist, um so größer ist auch das Außenhandelsvo-lumen.

  37. Frage 3: Wie wurde die Theorie der komparativen Kosten von der Neoklassik weiterentwickelt ? (5) • Da die Stückkosten von der Ausbringungsmenge abhän-gen, nähern sich die Preisverhältnisse durch Außenhan-del einander an. • Dies bedeutet, dass im allgemeinen keine vollständige Spezialisierung zu erwarten ist. • Im Ausgangspunkt sind die Stückkosten des Inlandes hö-her als die Stückkosten des Auslandes: (k1)I > (k1)A . • Das Inland importiert, das Ausland exportiert diesesGut. Dies wiederum führt zu einer Annäherung in den Stück-kosten. • Im Gleichgewicht gilt: Die Stückkosten entsprechen sich im In- und Ausland: (k1)I = (k1)A !

  38. Frage 3: Wie wurde die Theorie der komparativen Kosten von der Neoklassik weiterentwickelt ? (6) • Internationale Preisunterschiede ergeben sich nicht nur aus unterschiedlichen Kostenstrukturen, sondern auch durch Unterschiede in der Bedarfsstruktur. • Jedes Land wird sich auf die Güter spezialisieren, bei denen es komparative Preisvorteile aufweist.

  39. BEDEUTUNG DER BEDARFSSTRUKTUR Im Im Ex Ex

  40. Je größer der Winkel des Fahrstrahles durch den Ursprung ist, um so günstiger sind die ToT für das Land Ex2 Ex1 Im (ToT)2 (ToT)1

  41. Frage 3: Wie wurde die Theorie der komparativen Kosten von der Neoklassik weiterentwickelt ? (7) • Im allgemeinen liegt das Tauschgleichgewicht für beide Länder auf einer höheren Handelsindifferenzkurve (bei einer höheren Wohlfahrt) als im Autarkiezustand. • Trotzdem könnte ein Land durch Begrenzung des Außen-handels eine höhere Wohlfahrt erzielen als bei Freihan-del. • Die Wohlfahrt eines Landes im Gleichgewicht (Schnitt-punkt der beiden Tauschkurven) wird bestimmt durch diejenige Handelsindifferenzkurve, welche durch diesen Schnittpunkt geht.

  42. Frage 3: Wie wurde die Theorie der komparativen Kosten von der Neoklassik weiterentwickelt ? (8) • Da die Tauschkurve positiv gekrümmt ist, wird es in der Regel immer einen anderen Punkt der Tauschkurve geben, welcher auf einer Indifferenzkurve höherer Wohl-fahrt liegt. • Das höchstmögliche Wohlfahrtsniveau wird dort erreicht, wo eine Handelsindifferenzkurve die Tauschkurve des Inlandes tangiert.

  43. Inländische Wohlfahrt bei alternativen Lösungen Im TA HIopt HIGG TI HIAUT Ex

  44. Frage 3: Wie wurde die Theorie der komparativen Kosten von der Neoklassik weiterentwickelt ? (8) • Kritik: • Der empirische Test ist erschwert, da die Opportu-nitätskosten nicht messbar sind und da Preisverhältnisse zumeist nur nach Einführung des Außenhandels bekannt sind. • Dies Preisverhältnisse nach Einführung des Freihan-dels sind jedoch gleich hoch. • Die Theorie der komparativen Kosten kann nicht erklä-ren, warum Außenhandel vor allem zwischen Volkswirt-schaften ähnlicher Strukturen stattfindet.

  45. Frage 3: Wie wurde die Theorie der komparativen Kosten von der Neoklassik weiterentwickelt ? (9) • These der neueren Theorie: • Nicht die Preisverhältnisse, sondern vor allem die Güter-qualität und die Marktformen entscheiden über den in-ternationalen Wettbewerbsvorteil. • Auch die Daten der neoklassischen Außenhandelstheorie bedürfen der Erklärung.

  46. Frage 3: Wie wurde die Theorie der komparativen Kosten von der Neoklassik weiterentwickelt ? (10) • So hängt z. B. die Entwicklung der Bedarfsstruktur vom Pro-Kopf-Einkommen ab. • Mit zunehmendem Wohlstand steigt zunächst der Anteil der Industrieprodukte und damit der kapital-intensiven Güter an; • bei weiterem Wachstum erhöht sich der Anteil der Dienstleistungen und damit der arbeitsintensiven Gü-ter.

  47. Frage 3: Wie wurde die Theorie der komparativen Kosten von der Neoklassik weiterentwickelt (11) • Auch der Wandel in der Technik kann selbst wiederum vom Wohlstandsniveau abhängen. • Dies gilt vor allem im Rahmen der These vom - in den Kapitalgütern - verkörperten technischen Fortschritt. • Schließlich hängt vom Wohlstand auch die Entwicklung der Produktionsfaktoren ab. • Die Bevölkerungswachstumsrate geht zurück, • die Wachstumsrate des Kapitals steigt relativ an.

  48. Fazit: (3a) • Die Theorie der komparativen Kosten musste in der Zeit der Neoklassik umformuliert werden, da die Arbeitswertlehre aufge-geben wurde. • G. Haberler schlug vor, die Kosten eines Gutes im Sinne von Opportunitätskosten umzudefinieren. • A. Marshall führte das Konzept der Tauschkurven ein, das darü-ber informiert, welche Mengen an Exportgütern bei alternativen realen Austauschverhältnissen (Terms of trades) angeboten und welche Mengen an Importgütern nachgefragt werden.

  49. Fazit: (3b) • J. Meade zeigte auf, dass man die von Marshall entwickelten Tauschkurven aus dem allgemeinen Modell der Wahlhandlungs-theorie ableiten kann. • Durch Verschiebung der Produktionsblöcke entlang einer kollek-tiven Indifferenzkurve werden die Handelsindifferenzkurven abgeleitet, die darüber unterrichten, welche Kombinationen von Export- und Importmengen als gleichwertig angesehen werden. • Aus der Schar der Handelsindifferenzkurven lassen sich schließ-lich die Tauschkurven ableiten, • indem man für alternative Terms of Trades diejenige Kombina-tion von Export- und Importmengen ermittelt, die jeweils die höchste nationale Wohlfahrt garantiert.

  50. Fazit: (3c) • Der Schnittpunkt der in- und ausländischen Tauschkurven zeigt die Export- und Importmengen an, bei denen In- und Ausland ihr Gleichgewicht erreichen. • Die neoklassische Version der Theorie der komparativen Kosten kommt hierbei zu folgenden Schlussfolgerungen: • Das Ausmaß des Außenhandels wird bestimmt durch die Preis-verhältnisse bei Autarkie. • Bei Identität der Preisverhältnisse im In- und Ausland bei Autarkie entsprechen sich die Fahrstrahle an beiden Tausch-kurven im Ursprung. Außenhandel ist deshalb nicht von Vorteil. • Je größer der Unterschied der nationalen Preisverhältnisse ist, um so größer ist das Außenhandelsvolumen.