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Strukturwandel der Arbeit

Strukturwandel der Arbeit. Umbruch von industrie- zu wissensökonomischen Strukturen in Deutschland. Übergang von der Industrie- zu einer Wissensgesellschaft. Antriebsfeder ist eine Kommunikationsrevolution . Stichworte: Internet und Intranet Diese verändert

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Presentation Transcript


  1. Strukturwandel der Arbeit Umbruch von industrie- zu wissensökonomischen Strukturen in Deutschland

  2. Übergang von der Industrie- zu einer Wissensgesellschaft • Antriebsfeder ist eine Kommunikationsrevolution. • Stichworte: Internet und Intranet • Diese verändert • wirtschaftliche Praktiken und Verfahren, • Beziehungen zwischen Zulieferern, Herstellern, Handel und Kunden, • Beziehungen zwischen Unternehmen und Branchen und • Teilprozesse innerhalb der Unternehmen.

  3. Übergang von der Industrie- zu einer Wissensgesellschaft • Die elektronisch vernetzte Wissensökonomie braucht andere Formen von Arbeit als die alte Industrieepoche. • Im Übergang in eine Informations- und Wissensökonomie determinieren elektronische Netzwerke die Nutzung des gesellschaftlichen Arbeitsvermögens. • Sie könnten die industriegesellschaftlich geprägte Arbeitswelt auf den Kopf stellen.

  4. Übergang von der Industrie- zu einer Wissensgesellschaft • Über die Dienstleistungsgesellschaft wird in Deutschland schon seit längerem geredet. • Der Schwerpunkt von Arbeit verlagert sich immer weiter auf tertiäre Funktionen bzw. Tätigkeiten. • Nach Berechnungen und Schätzungen der Prognos AG und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit (IAB) werden z.B. Dienstleistungen im Bereich Ausbildung, Beratung, Information sowie Organisation und Management die höchsten Zuwächse, d.h. Arbeitsplatzgewinne aufweisen (bezogen auf die Zeitspanne von 1991 bis 2010).

  5. Tertiarisierung • Der Befund zeigt: Im produzierenden Gewerbe steigt der Anteil tertiärer Tätigkeiten, d.h. produktionsnaher Dienstleistungen innerhalb des Sektors. • Wissensarbeit verstärkt zugleich den Trend zur Wissensintensivierung des gesellschaftlichen Arbeitsvermögens. • Folge = die Qualifikationsansprüche, die Unternehmen an ihre Beschäftigten stellen, stetig steigen. • Wenn die Anforderungen an qualifizierte Arbeit steigen, bleibt dies für den Arbeitsmarkt nicht ohne Konsequenzen.

  6. Qualifikationsstruktur • Die Qualifikationsstruktur der Erwerbstätigen von 1991 zeigt im Vergleich mit der prognostizierten Qualifikationsstruktur im Jahre 2010, dass Absolventen mit Universitätsausbildung oder Fachhochschulausbildung immer wichtigere Arbeitskräfte werden. • Die Nachfrage nach Personen, die eine sehr geringe Qualifikationen besitzen und keine Ausbildung abgeschlossen haben, wird sich dagegen voraussichtlich halbieren. • Dieser Nachfragerückgang wirft die arbeitsmarktpolitisch brisante Frage auf, wie die nicht oder nur gering Qualifizierten auf dem Arbeitsmarkt aufgenommen werden können bzw. ob das überhaupt noch gelingt.

  7. Qualifikationsstruktur • strukturelles Kennzeichen der Arbeitsgesellschaft von morgen = Arbeit wird künftig immer weniger auf dauerhaft und feststrukturierten Arbeitsplätzen verrichtet. • Sie wird flexibel und bedarfsorientiert von Unternehmen nachgefragt werden. • Die Unternehmen werden den Versuch unternehmen, den Arbeitseinsatz zu verflüssigen, um ihn an die schnell wechselnden Marktbedingungen anzupassen. (In den USA verstärkt die Praxis, dass Unternehmen selbst hochqualifizierte Arbeitskräfte von Leihfirmen rekrutieren, nicht nur um Personalkosten einzusparen, sondern auch zur Verflüssigung des Arbeitseinsatzes) • Die konventionelle Normarbeit erfährt dabei einen Bedeutungsverlust  die heute noch meist als atypisch geltenden Arbeitsverhältnisse einen Bedeutungszuwachs.

  8. Qualifikationsstruktur • Dieser Trend scheint nicht rückholbar. • Normarbeit ist im öffentlichen Sektor und in der privaten Wirtschaft im Zeitraum von 1985 bis 1996 bereits zurückgegangen. • Ausgeweitet hat sich dagegen die unselbständige Teilzeitarbeit, aber auch die selbständige Arbeit (außerhalb der Landwirtschaft).

  9. Neue Arbeitsformen entstehen • Eine von ihnen ist die Telearbeit. • In Europa arbeiten schätzungsweise schon über 4,6 Millionen Telearbeiter entweder in einem Arbeitsverhältnis oder aber als so genannte Freelancer, d.h. im Prinzip als Selbständige. • In Großbritannien arbeitet ein vergleichsweise großer Teil der Telearbeitern bereits als Freiberufler. • Zwar ist die Bedeutung von Telearbeit in Deutschland im Vergleich zu Großbritannien noch gering, aber es gibt durchaus ernstzunehmende Prognosen, nach denen sie zum Prototyp von Arbeit in der Wissensökonomie werden könnte.

  10. Die Bedeutung selbständiger Arbeitsformen • nimmt schon heute zu • Aus amtlichen Statistiken ist gegenwärtig ein Anstieg der Selbständigenquote abzulesen. • Zwar liegen die Zuwachsraten noch nicht besonders hoch, sie sind im Gegensatz zu früher aber gleichwohl eindeutig nach oben gerichtet. • Selbständigkeit ebenso wie Scheinselbständigkeit könnten ein prägnantes Merkmal von Erwerbsarbeit in der neuen Wissensökonomie sein.

  11. Selbstständige in der BRD • Die Anzahl von so genannten Selbstangestellten, von Einpersonenunternehmen wächst. • Das IAB schätzt z.B., dass Ende 1996 etwa 431.000 Personen, das sind etwa 12,6% aller selbständig Erwerbstätigen, von einem Arbeitgeber abhingen bzw. die Kriterien von Scheinselbständigkeit erfüllten.

  12. Erosion der Normalarbeit • Szenario: In einer pyramidenförmigen Zusammensetzung bilden die kleine Spitze des Erwerbspersonenpotentials Stammbelegschaften und Wissensarbeiter. • Sie machen nur etwa 20% des Erwerbspersonenpotentials aus. • Dies wären die Kernbelegschaften von virtuellen Unternehmen, von großen Unternehmensnetzwerken sowie Mitarbeiter aus dem öffentlichen Sektor. • Die restlichen Erwerbstätigen könnten in kleinen Unternehmen, in so genannten Mikrounternehmen tätig sein. • Ein Teil von ihnen wäre selbständig. Daneben existiert ein Reservoir an geringfügig Beschäftigten, Teilzeitbeschäftigten, Leiharbeitnehmern und befristet Beschäftigten, die nach heutigen Maßstäben allesamt in atypischen Arbeitsverhältnissen arbeiten. • Am unteren Ende der Pyramide stünde der Sockel von Langzeitarbeitslosen – und damit auch eins der zentralsten Problemstellungen künftiger Beschäftigungspolitik.

  13. Erosion der Normalarbeit • Wenn sich das Erwerbspersonenpotential in einer neuen Arbeitswelt verändert, wird auch ein neues Verhältnis der Arbeitskräfte zu ihrer Arbeit verlangt. • zugespitzt bedeutet dies: In der Wissensökonomie ist ein neuer Leittypus unselbständig Beschäftigter gefragt, der von Industriesoziologen schon als Arbeitskraftunternehmer bezeichnet wird. • Er unterscheidet sich deutlich vom Typus des beruflichen Arbeitnehmers aus der Industriewirtschaft:

  14. In der Industriewirtschaft sind die Arbeitsverhältnisse standardisiert, • die Arbeitsvollzüge durchstrukturiert • die Arbeitsprozesse werden noch relativ rigide gesteuert. • Arbeitsleistung wird durch betriebliche Kontrolle gesichert. • In der Wissensökonomie • Werden feste Arbeitsstrukturen abgebaut • Freiräume für die Beschäftigten geschaffen, die es ihnen ermöglichen, ihre Arbeit selbst zu organisieren und ihr Arbeitsvermögen selbst zu steuern. • Die Ausschöpfung des Leistungsvermögens wird auf den Arbeitnehmer übertragen. • Durch Zielvereinbarungen üben Arbeitnehmer eine Selbstkontrolle der Arbeitsleistung aus.

  15. Das Verhalten der Arbeitskräfte ist in der Industriewirtschaft eher reaktiv. • Die Verwertung der Arbeitskraft erfolgt nicht eigenständig, sondern im Rahmen eines Betriebes und seiner Ziele. • Die Entwicklung des Arbeitsvermögens wird durch betriebliche Weiter- und Fortbildungspolitik gefördert. • in der Wissensökonomie. • wird das Arbeitsvermögen durch die Arbeitsperson strategisch verwertet und vermarktet. • Die Selbstangestellten suchen sich ihre Auftraggeber. • Organisation und Finanzierung von Fort- und Weiterbildung muss die Arbeitsperson in Eigenregie bewältigen.

  16. Das Verhältnis von Alltags- und Erwerbsarbeitssphäre verändert sich. Gegenwärtig • sind Alltag und Erwerbsarbeit, Arbeits- und Freizeit, Arbeitsort und Wohnstätte sowie die sozialen Rollen in der Arbeits- und Lebenswelt stark voneinander abgegrenzt. • Die Erwerbsarbeit determiniert den übrigen Lebenszusammenhang. • In der Wissensökonomie • müssen Selbstangestellte den gesamten Lebenszusammenhang in beiden Sphären gestalten. • Permanent wechselnde Erfordernisse der Erwerbsarbeit müssen in die Rollen und Erfordernisse des Alltags integriert werden. • Arbeits- und Freizeit werden im Tages- und Wochenablauf nachhaltig durchmischt • Arbeitsorte und Wohnstätten sind nicht mehr voneinander abgezäunt.

  17. Anforderungen an die Politik • Die Wissensökonomie erfordert eine ständige Fortbildung, da die Halbwertzeit des Wissens immer kürzer wird. Das Bildungs- und Ausbildungssystems muss sich der Wissensökonomie anpassen. • Der Trend zur selbständigen Arbeit lässt die vorhandenen Systeme der rechtlichen Normierung von Arbeit und des Schutzes der Arbeitnehmer vor sozialen Risiken ins Leere laufen. • Die vorhandenen sozialen Sicherungssysteme geraten unter Druck, da der wachsende Anteil von Selbständigen ihre Finanzierungsbasis aushöhlen könnte.

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