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Entspannungstechniken und hypnotische Verfahren

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Entspannungstechniken und hypnotische Verfahren

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  1. Entspannungstechnikenundhypnotische Verfahren Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze Referentinnen: Marcella Birke, Danielle Illert und Julia Sieber Leitung: Dr. C. Eichenberg

  2. Überblick • Grundlagen der Entspannung / Entspannungsverfahren • Exemplarische Entspannungsverfahren • Hypnose • Autogenes Training • Progressive Muskelrelaxation • Anwendungsbeispiel PMR Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  3. Die vegetative Reaktion Das autonome Nervensystem • Handelt selbstständig • Lässt sich nicht bewusst steuern • Lebenserhaltende Funktionen • Bewegt sich zwischen zwei Extremen: • Notfallsreaktion • Entspannungsreaktion Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  4. Die Notfallreaktion • Erregtheit, Angst und Wut Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  5. Reaktionen im Körper: • Erhöhung der Herzrate und des Blutdrucks •  Beschleunigung der Atmung, stärkeres Einatmen •  Erhöhte Muskulaturdurchblutung und geringere Hautdurchblutung • Erhöhung des Muskeltonus • Freisetzung von Energiereserven • Pupillenerweiterung, Schweißsekretion, Aufrichten der Haare • Hormonausschüttung: Katecholamine und ACTH • Innere Organe werden wie durch Sympathikusinnervation beeinflusst • Verdauungstätigkeit und Sexualtrieb werden herabgesetzt Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  6. Die Erholungsreaktion • Verringerung der Aktivation im Hirn • Innervation der inneren Organe durch das parasympathische Nervensystem • Physiologische Erscheinungen • Erniedrigung der Herzrate und des Blutdrucks • Verlangsamung und Verflachung der Atmung • Ev. Pupillenverengung • Tendenz zur Magensekretion und Bewegung des Magen-Darm-Traktes • Tonusverringerung in den Skelettmuskeln • Inaktivität und Schläfrigkeit, Übergang in den Schlaf Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  7. Kurz- und langfristige Effekte Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  8. Die Entspannungsreaktion • Physiologische Veränderungen bei Entspannungsinduktion • Ziel der Entspannungstechniken: Umschaltung im Organismus • die ergotrope (Alarmbereitschaft) Reaktion soll abgebaut werden • Bei gelungener Entspannung: Innervation des Sympathikus wird ohne Schläfrigkeit herabgesetzt • Veränderungen: • Verminderung der Aufmerksamkeit für Außenreize, Erhöhung der Schwellen in den Sinnesorganen • Aufmerksamkeit geht nach innen • Speichelabsonderung • Anregung der Darmtätigkeit Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  9. Physiologische Kennzeichen der Entspannungsreaktion Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  10. Abwehrreaktion im Alltag??? • Im Alltag kommt es zu einer Abwehrbereitschaft aber selten zu einer Abwehrreaktion • Stress führt also häufig nicht zu Kampf/Flucht, obwohl der Körper darauf vorbereitet wird • Schädliche Auswirkungen auf den Körper Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  11. Stressreaktion Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  12. Adaptionssyndrom Dauerbelastung: Überforderung des Organismus und Zusammenbruch  Organismus verharrt in der Vorphase  Herzkrankheiten, Magengeschwüre Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  13. Entspannungskontrolle Drei Ansatzpunkte: • Muskuläre Entspannung • Entspannung der Skelettmuskulatur • Besonders durch Kontrasterlebnis von Entspannung und Anspannung • Vegetative Entspannung • Konzentration der Aufmerksamkeit auf die vegetativen Erscheinungen der Entspannung  Herbeiführung/ Bewusstmachung der körpereigenen Rückkoppelung des vegetativen NS  Beeinflussung der Entspannung • Kortikale Entspannung • Durch selektive Aufmerksamkeit kann Entspannung herbeigeführt werden Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  14. Das Wirkungsspektrum • Entspannungsverfahren werden ambulant und stationär in Behandlung, Rehabilitation und Prävention eingesetzt • Nicht alle psychischen und körperlichen Störungen und Erkrankungen können allein durch Entspannungsverfahren verhindert oder behandelt werden • Zentrale Behandlungsmethode vs. als zusätzliche therapeutische Maßnahme • Anwendungsfelder • Psychische Störungen • Körperliche Erkrankungen Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  15. Allgemeine Wirkprinzipien • Selbstkontrolle • Erwerb von Eigenkompetenz und Selbstkontrolle (außer Hypnose) • Schulung der Konzentration • Förderung der Konzentration auf bestimmte Objekte oder auf das innere Erleben • Beruhigung • Steigerung des Wohlbefindens • Subjektives physisches und emotionales Wohlbefinden Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  16. Entspannungszustand und Bewusstseins-veränderung Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  17. Entspannungsprozess • Einleitungs- und Vorbereitungsphase • Informationen, Instruktionen, Hinweise, ev. Probedurchgänge • Entspannungsfördernde äußere Bedingungen: • Störungsfreie und außenreizarme Umgebung • Phase der Entspannungsinduktion • Ziel: Verlagerung einer nach außen gerichteten Aufmerksamkeit auf eine eher passive, rezeptive Ausrichtung nach innen • Wichtig: beharrliches Üben unter stets gleichen Bedingungen • Ziel: konditionierte Reaktion • Der Entspannungszustand • Vorbeugen gegen die Einschlafneigung • Übung macht den Meister ;-) Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  18. Anwendungsgebiete Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  19. Problemfelder und Störungsbilder • Angststörungen • Chronische körperliche Erkrankungen • Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen • Psychosomatische Störungen • Schlafstörungen, sexuelle Funktionsstörungen, somatoforme Störungen • Bei Kindern: • Psychische Störungen (Angststörungen, hyperkinetische Störungen) • Psychosomatische Störungen (funktionelle Bauchschmerzen, Neurodermitis...) • Präventive Maßnahmen Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  20. Voraussetzungen für die Anwendung I/II • Qualität des Verfahrens • Empirische Belege für die Wirksamkeit des Verfahrens • Standardisierung der Durchführung und Protokollierung • Anpassung an die Zielgruppe • Übertragbarkeit der Effekte auf den Alltag • Therapeut • Vertrautheit mit dem verfahren • Diagnostische Kompetenz (Kontraindikation) • Therapeutische Kompetenzen • Kenntnisse über medizinische und psychophysiologische Zusammenhänge Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  21. Voraussetzungen für die Anwendung II/II 3. Teilnehmer • Motivation, Interesse, Vertrauen in den Therapeuten • evtl. spezielle Voraussetzungen (z.B. Suggestibilität) Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  22. Entspannungsverfahren-Überblick Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  23. Überblick • Grundlagen der Entspannung / Entspannungsverfahren • Exemplarische Entspannungsverfahren • Hypnose • Autogenes Training • Progressive Muskelrelaxation • Anwendungsbeispiel PMR Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  24. Hypnose Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  25. Hypnose Historischer Abriss • vor Christentum: hypnotische Erscheinungen, z.B. Formen der Ekstase, Teufelsaustreibung, Riten, Heilschlaf und Trance nachgewiesen • seit BeginndesChristentums: psychopathologische Erscheinungen werden als dämonischeBesessenheit angesehen und sind von Exorzisten „behandelt“ worden • Mittedes18. Jh.: Erscheinungsbilder der Besessenheit werden als hypnotische Phänomene beschrieben • im19. Jh.: Klassifizierung als Hysterie (Charcot): krampfartige Anfälle, Hellsehen, Erinnerungslücken, Schmerzfreiheit, Lähmungen, Blindheit • Freud lehnte allerdings später Hypnose ab und wandte sich der Psychoanalyse zu  Hypnose daher lange Zeit unbeachtet in der Psychotherapie • ab ca. 1975: Weiterentwicklung von Hypnose in Deutschland und Anerkennung als Verfahren in der Psychotherapie Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  26. Hypnose Definition der Hypnose • griech. hypnos - Gott des Schlafes: veränderter Bewusstseinszustand, der durch Suggestion herbeigeführt wird und durch veränderte Bewusstseinslage (Trance) sowie Veränderungen des kritischen Denkens und der Willensfunktionen gekennzeichnet ist • normale Beziehung zur Außenwelt und die Orientierung in ihr verändern sich zugunsten einer starken Bindung (Rapport) an den Hypnotiseur • wird extern von einer anderen Person durch Suggestion erreicht • Laienvorstellung der Hypnose sehr realitätsfern: • Vorstellung der Verwandlung eines Patienten in einen Automaten und er habe keinen freien Willen mehr Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  27. Hypnose Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  28. Hypnose Hypnotischer Zustand • es herrscht insgesamt eine passive, rezeptive Haltung und ein Gefühl des Wohlbehagens, der Entspannung • Hypnotischer Zustand als Sonderzustand, in dem das Individuum die Umwelt und sich selbst anders erlebt • er kann verschieden stark ausgeprägt sein und wird mit zunehmender Übung tiefer und schneller erreicht • im Vgl. zum Schlaf: Verhalten unter Hypnose willkürlich beeinflussbar • im Vgl. zur Entspannung: identische physiologische Reaktionen, allerdings nur wenn Entspannung suggeriert wurde Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  29. Hypnose - Schulgruppierungen Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  30. Hypnose Gemeinsamkeit vieler hypnotischer Zustände: • Dissoziation: Prozess, durch den Gedanken, Gefühle oder Einstellungen ihre normale Verknüpfung (Assoziation) zu anderen Inhalten und zur Persönlichkeit verlieren; werden abgespalten und sind häufig im Nachhinein der Erinnerung nicht mehr zugänglich • es können gleichzeitig andere Bewusstseinszustände, die normalerweise dissoziiert sind mehr in der Vordergrund treten: Bilder, Erinnerungen, physiologische Signale • gefördert wird dies durch Suggestion • es geht darum, verschüttete Potentiale (Inhalte, Erinnerungen etc. ) in der Person wachzurufen und ihr zu helfen, diese verfügbar zu machen Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  31. Hypnose Suggestion • allg: eine Form der Kommunikation, erfolgt auch in Alltagskommunikation, bietet scheinbar Wahlfreiheit • z.B. „Willst du die rote oder die grüne Mütze aufsetzen?“ • Erwartungshaltungen werden aufgebaut und unreflektiert verfolgt • unterschiedliche Suggestibilität bei Menschen • erst Kombination mit Hypnose = hypnotische Suggestion • zur Messung der Reaktionsbereitschaft auf (Hypnose-) Suggestionen wurden zahlreiche Tests entwickelt Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  32. Hypnose VoraussetzungderHypnose von Seiten des Patienten: • Aufklärung über die Hypnose und Abbau der Vorurteile und ungünstigen Vorstellungen (Showdarbietungen: Machtausübung über Personen gegen deren Willen) • keine Angst, sich anderen auszuliefern oder die Kontrolle zu verlieren • Überzeugung von der Wirkung der Hypnose • Bereitwilligkeit • Hypnose lässt sich nur von Personen vermitteln, zu denen eine positive Beziehung, ein Vertrauensverhältnis besteht (Rapport)  Nichterfüllung der Voraussetzung kann Kontraindikatoren bewirken Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  33. Hypnose Induktion • bzw. die Einleitung der Hypnose als „Ritual“ • es wird eine Kommunikation möglich, bei der der Patient Umweltreize weitgehend ausblendet, bis er letztlich nur noch die Worte des Therapeuten wahrnimmt • die enthaltenen Instruktionen bzw. Suggestionen können nun seine Wahrnehmung und sein subjektives Empfinden so verändern, dass der Patient fast nur noch auf dieser Ebene reagiert • heute nachgewiesen: nicht besondere Techniken oder die Macht des Hypnotiseurs sind entscheidend, sondern die gemeinsame Kommunikation ist wesentlicher Wirkfaktor • Therapeut verstärkt systematisch die Kooperation in Richtung Entspannung • wesentlich dabei: ruhige und relativ monotone Stimme Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  34. Hypnose Induktion • Direkte Induktionsmethoden: direkte Aufforderungen/Suggestionen, Patient kann sich widersetzen und dem nicht zustimmen  kann ungünstig für das Vertrauensverhältnis sein • Indirekte Induktionsmethoden: man merkt nicht, dass sie suggestiv sind; immer dann, wenn Patient nicht leicht suggestibel ist; behutsamer Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  35. Hypnose • Direkte Induktionsmethoden selektive Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Sinnesreiz oder eine bestimmte Vorstellung  Bewusstsein engt sich zunehmend ein • bekannteste Methode: Fixation  bei starker Konvergenz der Augen ermüden die entsprechenden Muskel und das Objekt wird unscharf und doppelt gesehen, Pupillen erweitern sich und Bindehäute trocknen aus Empfindung von Schwere • Levitation Gefühl des freien Schwebens im Raum, z.B. der Arm geht nach oben/unten Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  36. Hypnose b) Indirekte Induktionsmethoden • eher wie eine Unterhaltung zwischen Therapeut und Patient (Erickson et al., 1978)  Kooperation • Vorschläge über Denkinhalte, die häufig Floskeln oder auch Tautologien sind, die also gar nicht falsch sein können • z.B. „Als Sie zuerst in der Grundschule waren – schien das Erlernen von Buchstaben und Zahlen eine unüberwindliche Aufgabe zu sein – Und später auf der Volksschule entwickeln Sie geistige Bilder für Worte, für Sätze – ohne zu wissen, das Sie geistige Bilder entwickeln. Und Sie können sich an alle diese Bilder erinnern.“ • indirekte Aufforderungen über das Gegenteil: Therapeut spricht über das Gegenteil von dem, was Patient machen soll • z.B. „Sie müssen mir nicht zuhören. Sie können ganz mit sich selbst beschäftigt sein, was ich sage, ist ganz unwichtig. Sie müssen ihre Augen nicht aufhalten (statt Sie fallen in Trance).“ etc. Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  37. Hypnose b) Indirekte Induktionsmethoden • Ja-Haltung: wenn Patient Bedenken hat, sich in Trance zu begeben, kann ihn der Therapeut über bereits bekannte Dinge befragen, die ständig Zustimmung provozieren • z.B. „Sind Sie verheiratet? Sind Sie Ingenieur? Ihre Frau arbeitet im Büro? Beide Kinder gehen zu Schule?“ etc.  Bereitschaft in der zustimmenden Haltung zu bleiben und dann auch die Hypnose zu akzeptieren • Konfusion: den Patienten mit verworrenen Mitteilungen verwirren • z.B. „Sie können träumen, dass Sie wach sind, obwohl Sie sich in Trance befinden. Oder Sie können tun, als ob Sie in Trance sind, obwohl Sie wach sind.“ etc. • Patient sucht dahinter einen Sinn und beschäftigt sich damit  Fokussierung der Aufmerksamkeit Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  38. Hypnose Grenzen • nicht mehr Nebenwirkungen als bei anderen Interventionen (Petersen et al., 1991)  Hypnose gilt als unbedenklich • Personen nicht gegen ihren Willen hypnotisierbar (aktive Kooperation erforderlich) und/oder steuerbar • aber: Therapeut könnte Rapport für seine Zwecke missbrauchen! • falsche Anwendung der Hypnose kann u.U. zu Problemen führen und psychotische Reaktionen bewirken ( fundierte, anerkannte Ausbildung wichtig) Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  39. Hypnose Hypnose in der Therapie • zur Behandlung von fast allen im DSM-IV oder ICD-10 genannten Erkrankungen/Problemstellungen indiziert • Psychoanalytisch wird die Hypnose dazu verwendet, um verdrängte Inhalte aufzuarbeiten • unbewusste Inhalte und Erlebnisse, Vorstellungen und Gefühle kommen häufig im hypnotisierten Zustand zum Vorschein • Hypnose v.a. zur Vermittlung stützender Suggestionen bei Ängsten, Schmerzen oder bei Abhängigkeiten • bearbeitete Szenen oder Ereignisse werden oft ganzheitlich unter Beteiligung vieler Wahrnehmungseindrücke erlebt • Annahme: unter Hypnose ist der Denkstil ganzheitlicher  Analyse von Problemsituationen oder das Wiedererleben (und Bearbeiten) traumatisierender Ereignisse leichter möglich Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  40. Hypnose Fazit • Effektivität im Vergleich zu anderen Entspannungsverfahren höher, wenn über eine reine Hypnose-Induktion hinausgehend weitere Suggestionen gegeben werden • Hypnose sowie autogenes Training, Meditation und Entspannung werden häufig als Teilmaßnahme im Therapieprozess eingesetzt • auch in Kombination mit konventionellen Grundtherapien, zur Intensivierung oder Bereicherung (z.B. VT oder GT) • im Vergleich zu AT und PMR schneller erlernbar und dadurch für Entspannungswirkungen schneller anwendbar Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  41. Autogenes Training Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  42. A.T.- Einführung • zählt in Europa zu den bekanntesten Entspannungsverfahren (klinischer & außerklinischer Bereich) • breite Anerkennung auch in der inneren Medizin, Psychiatrie, Psychotherapie und Selbsthilfe • 1932 vom Berliner Nervenarzt J.H. Schultz aufgrund von Beobachtungen an hypnotisierten Patienten entwickelt • konnte beobachten, dass viele Probanden nach einer Reihe von Hypnose-Sitzungen i. d. Lage waren • sich selbst in einen hypnotischen Zustand zu versetzen, • Ruhe und Entspannung zu erleben und • Schwere und Wärme in den Gliedmaßen zu verspüren. Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  43. A.T.- Einführung • im Anschluss fühlten sie sich erfrischt, weniger erschöpft und auch körperliche Beschwerden (z. B. Kopfschmerzen, Verspannungen) waren verringert oder gänzlich verschwunden. • Effekte werden selbst (=„autogen“), durch Selbstsuggestion und nicht durch Fremdsuggestion(Hypnotiseur), erzeugt. = ein übendes Verfahren („Training“), muss unter Anleitung über längere Zeit durchgeführt werden, damit die gewünschten Effekte auftreten Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  44. A.T.- Einführung • Kern des Verfahrens bilden sechs physiologisch orientierte Übungen (sog. Unterstufen-Übungen • lassen sich drei Übungskomplexe unterscheiden: • Psychophysiologische Standardübungen (sechs Unterstufen-Übungen) • Meditative Übungen (Oberstufen-Übungen) • Spezielle Übungen Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  45. A.T.- Rahmenbedingungen Vorbereitungsphase • müssen Befürchtungen abgebaut werden • muss den Teilnehmern klar gemacht werden, dass fast alle Personen körperliche Veränderungen feststellen können (=Funktionsreserven des Körpers) • Hinweis, dass Effekte einer längeren Übung bedürfen • sollten ihren eigenen Erfahrungen überlassen werden = passive Grundhaltung (Entspannung soll nicht erzwungen werden) Übungsposition • Sitzen (sog. Droschkenkutschersitz) • Liegen Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  46. A.T.- Rahmenbedingungen Die Übungen • Schwere-Übung: Schwereempfindung • Wärme-Übung: Wärmeempfindung • Herz-Übung: Wahrnehmung des Herzschlags • Atem-Übung: Wahrnehmung der Atmung • Sonnengeflecht-Übung: Wärmeempfindung im Bauchraum • Stirnkühle-Übung: Empfindung von Frische und Kühle im Stirnbereich Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  47. A.T.- Rahmenbedingungen Übungsdauer • es gilt: Je häufiger und kürzer, umso besser! Abschluss der Übungen („sich zurücknehmen“) • während den Übungen kann es zu physiologischen Deaktivierungen kommen • bevor die Übungsposition verlassen wird, muss sichergestellt werden, dass das Aktivierungsniveau soweit angehoben ist, dass es zu keinen Missempfindungen oder vegetativen Fehlregulationen kommt! Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  48. A.T.- Rahmenbedingungen Rundgespräch = einer der wichtigsten Verfahrensschritte • hier soll in einer ungezwungenen Atmosphäre über die während der Übung gemachten Erfahrungen berichtet werden • haben allgemein eine desensibilisierende und motivierende Wirkung Gruppengröße • optimale Gruppengröße = 6-12 Personen • sollte so klein sein, dass die Übungsleiter nach den einzelnen Übungen die persönlichen Erlebnisse der Teilnehmer eingehend besprechen können. Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  49. A.T.- Physiologische Effekte Schwere-Übung • Abnahme der Verspannung der Muskulatur in verschiedenen Muskelpartien  allgemeiner Tonusverlust Wärme-Übung • Wärmesensationen in verschiedenen Körperstellen Herz-Übung (= Rhythmus-Übung) • beobachteten Veränderungen der Herzrate gehen nicht über die durch die Abnahme der körperlichen Belastung bedingten hinaus Atem-Übung (= Rhythmus-Übung) • Verlangsamung der Atemfrequenz (Überwiegen der Bauchatmung) Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren

  50. A.T.- Psychische Effekte Kurzfristige Veränderungen • Gefühle der Entspannung, Deaktivierung und Erholung • Verbesserung des Selbstkonzeptes • Veränderung der Kompetenz- und Kontrollüberzeugung • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit Längerfristige Veränderungen • Veränderungen habitueller Persönlichkeitsmerkmale (Abnahme von Depressionswerten, positive Veränderungen in den Skalen für neurotische und psychotische Tendenzen im MMPI; Abnahme von Neurotizismuswerten im FPI) Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren