untermodul 4 6 andrologie und kb 6 semester sommersemester 2008 l.
Download
Skip this Video
Loading SlideShow in 5 Seconds..
Untermodul 4 - 6 Andrologie und KB 6. Semester (Sommersemester) 2008 PowerPoint Presentation
Download Presentation
Untermodul 4 - 6 Andrologie und KB 6. Semester (Sommersemester) 2008

Loading in 2 Seconds...

play fullscreen
1 / 32

Untermodul 4 - 6 Andrologie und KB 6. Semester (Sommersemester) 2008 - PowerPoint PPT Presentation


  • 161 Views
  • Uploaded on

Untermodul 4 - 6 Andrologie und KB 6. Semester (Sommersemester) 2008. Künstliche Besamung KB-Bedeutung KB-Stand Gesetze in Deutschland. Haustierbesamung Instrumentelle Samenübertragung Allgemeines Geschichtlicher Überblick Stand der KB (international, national) Gesetzliche Bestimmungen

loader
I am the owner, or an agent authorized to act on behalf of the owner, of the copyrighted work described.
capcha
Download Presentation

PowerPoint Slideshow about 'Untermodul 4 - 6 Andrologie und KB 6. Semester (Sommersemester) 2008' - caesar


An Image/Link below is provided (as is) to download presentation

Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author.While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - E N D - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Presentation Transcript
untermodul 4 6 andrologie und kb 6 semester sommersemester 2008

Untermodul 4 - 6Andrologie und KB6. Semester (Sommersemester) 2008

Künstliche Besamung

KB-Bedeutung

KB-Stand

Gesetze in Deutschland

slide2

Haustierbesamung

  • Instrumentelle Samenübertragung
  • Allgemeines
  • Geschichtlicher Überblick
  • Stand der KB (international, national)
  • Gesetzliche Bestimmungen
  • Vorteile, Nachteile der KB
slide3

Allgemeines

  • Die KB ist weltweit verbreitet bei landwirtschaftlichen Nutztieren.
  • Sie ist das älteste biotechnische Verfahren (s.Ende des 18. Jh.).
  • Die Grundlagen für die praktische Anwendung wurden

insbesondere durch Iwanoff (Russe, Biologe) geschaffen.

  • Entwicklung als Praxisverfahren ab 1930 bis 1950, vor allem um die
  • Deckseuchen zu bekämpfen.
  • Die wichtigste Anwendung der KB liegt heute in der Zucht.
  • Sie wird genutzt bei Rind, Schwein und Pferd, aber auch bei
  • Kleinwiederkäuern, Hund, Pelztieren, Kaninchen, Wasserbüffeln,
  • Kameliden, Geflügel, Bienen, Fischen, Wild- und Zootieren und
  • Menschen
slide4

Künstliche Besamung

  • Beschreibung schon in der griechischen Mythologie zur Zeugung bei Mensch und Haustier.
  • Methoden zur Samengewinnung und Samenübertragung
  • Intraspezifisch (innerhalb der gleichen Spezies)
  • Interspezifisch (zwischen verschiedenen Spezies)
  • Apollodorus (Gelehrter, 2. Jh. v.u.Z.) beschreibt die Entstehung des Monsters Minotaurus
  • König Minos verweigerte den Göttern ein Stieropfer. Pasiphae wurde mit der unnatürlichen Liebe zu einem Bullen bestraft
  • Daedalus zeigt Pasiphae den Einstieg
  • in die Phantomkuh

Casa Vetti, Pompeji (vor 79 A.D.)

slide5

Theseus im Zentrum des Labyrinths

Der Halbgott Theseus erschlägt den Minotaurus

Das Monster verzehrte Jungfrauen, anstatt sie zu begatten

Römisches Fußbodenmosaik, ca. 150 A.D.Kunsthistorisches Museum, Wien

slide6

Geschichtliche Entwicklung der instrumentellen Samenübertragung1

1. Etappe: von der Frühzeit bis 1914

2. Etappe: jüngere Entwicklung der KB, 1914 – 1930

3. Etappe: Organisation- und Ausbreitungsphase, ab 1945

1Nach Götze (1949) und Rommel (1963)

slide7

1. Etappe: von der Frühzeit bis 1914 (I)

  • Um 800 v.u.Z. Assyrer: Samenübertragung bei Pflanzen und Tieren
  • 13. Jahrhundert Beduinen: Besamungen von Stuten
  • 17. Jahrhundert Malpighi u. Bibbiena: Versuche, Eier von Seidenraupen mit elixir vitae von männl. Tieren zu befruchten
  • 1677 Ham und Leeuwenhoek:Entdeckung von Samentierchen im Samen von Männern
  • 1725 Jacobi: Besamungsversuch an Bachforelleneiern
  • 1763 Veltheim: ähnliche Versuche
  • Um 1780 Spallanzani: Besamungsversuche an Froscheiern und am Hund (Samenübertragung --> drei gesunde Welpen geboren)
slide8

Antoni van Leeuwenhoek (1632-1723)

Entdeckung der menschlichen

Spermien

Schafbockspermien

slide9

1. Etappe: von der Frühzeit bis 1914 (I)

  • Um 800 v.u.Z. Assyrer: Samenübertragung bei Pflanzen und Tieren
  • 13. Jahrhundert Beduinen: Besamungen von Stuten
  • 17. Jahrhundert Malpighi u. Bibbiena: Versuche, Eier von Seidenraupen mit elixir vitae von männl. Tieren zu befruchten
  • 1677 Ham und Leeuwenhoek:Entdeckung von Samentierchen im Samen von Männern
  • 1725 Jacobi: Besamungsversuch an Bachforelleneiern
  • 1763 Veltheim: ähnliche Versuche
  • Um 1780 Spallanzani: Besamungsversuche an Froscheiern und am Hund (Samenübertragung --> drei gesunde Welpen geboren)
slide10

Lazzaro Spallanzani

(1729-1799)

1780 erste erfolgreiche Besamung

bei einem Säugetier an einer Hündin

Karl-Ernst von Baer

(1792-1876)

1827 Entdeckung der

Eizelle bei einer Hündin

slide11

1. Etappe: von der Frühzeit bis 1914 (II)

  • Ende des 19. Jahrhunderts: Inseminationen bei der Frau (Sims)
  • 1897 Verbot durch päpstliche Bulle
  • 1887 Repiquet: Denkschrift an Societé de Médicine Vétérinaire: - Insemination beim Tier durchführbar - Technik und Instrumente den TÄ verfügbar machen - KB-Einsatz in der Tierzucht erfolgversprechend
  • Um die Jahrhundertwende mehrten sich Berichte über Gewinnung von Sperma und Inseminationen beim Pferd: Russland, England, USA, Dänemark, Japan, Deutschland; Rind: Italien
  • 1889-1930 Iwanoff : wissenschaftliche und experimentelle Grundlagen für die künstliche Besamung - 1912 Monographie: „Die künstliche Befruchtung der Haustiere“ 1905 Hoffmann: Verdünnung von Hengstsperma mit frischer Milch
slide14

2. Etappe: 1914 - 1945

  • 1914 Amantea: Entwicklung einer künstlichen Vagina für Hund
  • 1926 Roemele: Gerät zum Absamen von Bullen
  • 1931 Rodin und Lipatow: 1. Phantom für Bullen
  • 1931 McKenzie: Samenfänger für Eber
  • 1931 Gründung des Zentralinstitutes für KB in Moskau ("Wiege der Besamung"), Iwanoff, Milowanow
  • Überleitung der Besamung in die Praxis und weitere Forschung: - Massage der Samenleiterampullen (Semice, 1925) und der Anhangdrüsen (Miller et al., 1934) - Elektroejakulation (Gunn, 1933) - Spermadosierung, -verdünnung (Milowanow, 1932) Salisbury, ), -konservierung (Iwanow, 1930), -prüfung (Roemele, 1927) - Optimaler Inseminationszeitpunkt, -technik
slide16

2. Etappe: 1914 -1945

  • 1914 Amantea: Entwicklung einer künstlichen Vagina für Hund
  • 1926 Roemele: Gerät zum Absamen von Bullen
  • 1931 Rodin und Lipatow: 1. Phantom für Bullen
  • 1931 McKenzie: Samenfänger für Eber
  • 1931 Gründung des Zentralinstitutes für KB in Moskau ("Wiege der Besamung"), Iwanoff, Milowanow
  • Überleitung der Besamung in die Praxis und weitere Forschung: - Massage der Samenleiterampullen (Semice, 1925) und der Anhangdrüsen (Miller et al., 1934) - Elektroejakulation (Gunn, 1933) - Spermadosierung, -verdünnung (Milowanow, 1932) Salisbury, ), -konservierung (Iwanoff, 1930), -prüfung (Roemele, 1927) - Optimaler Inseminationszeitpunkt, -technik
slide17

Nach sowjetischem Vorbild Einführung der Rinderbesamung in Dänemark (1935), Schweden, Finnland, Italien, Deutschland

  • (Hoffmann, Küst, Götze,1936)
  • 1939 Entdeckung der Schutzwirkung von Eigelb in der Verdünnung und bei der Abkühlung des Samens
  • 1941 Gründung der 1. deutschen Besamungsstation in Pinneberg
slide18

3. Etappe: nach 1945

  • Etappe der Organisation und Ausbreitung der KB in der Welt
  • 1948 1. Internationales Kongreß in Mailand, Begriff der artificial insemination (A. I.) durch Heape
  • Weitere Entwicklungen
      • Durchsetzung der künstl.Vagina (KV); Spermaverdünnung, -konservierung; Nutzung von zuchtbewährten Vatertieren, Spermareserven in Depots und Banken
      • Flüssigkonservierung - Tieftemperaturkonservierung
      • 1949 Entdeckung der Kälteschutzwirkung von Glycerin
      • 1950 1.Verfahren zur Langzeitkonservierung von Bullensperma in Trockeneis (-79°C, Polge u. Rowson)
      • 1950/1953 Paillettenmethode praxisreif (Cassou)
      • 1958 Pelletsverfahren in LN2 (Nagase et al.)
      • 1964 Minipailletten (Jondet)
slide19

In der Gegenwart ist die künstliche Besamung ein wichtiges Verfahren der Reproduktionsmedizin bei Haus- und Nutztieren. Andere Verfahren sind:

- Embryotransfer (ET)

- Kryokonservierung von Oozyten und Embryonen

- In-vitro-Produktion von Embryonen (IVP)

- Somatischer Kerntransfer

- Geschlechtsbestimmung (Spermasexing)

slide20

Anwendung der KB in der Gegenwart

  • Rind Routinemethode:
  • Besonders in Milchbetrieben in Europa, USA, Kanada, Japan,
  • In gut geführten Milchrinderherden in Südafrika und in einigen
  • südamerikanischen Ländern
  • In Entwicklungsländern eingeführt, zeigt in dem einen oder anderen Land ein gutes Niveau (z.B. in Kenia, Ghana)
slide21

Anwendung der KB in der Gegenwart

  • Schwein: ansteigende Bedeutung oder bereits Routinemethode :
  • Vorwiegend in den Industrieländern
  • In Ländern, wo die Schweinezucht traditionell ein wichtiger Zweig der Tierproduktion ist (China, Philippinen)
  • In anderen Ländern, wo in gut geführten Schweinebetrieben die Vorzüge der KB erkannt wurden
slide22

Anwendung der KB in der Gegenwart

  • Pferd: gewinnt nach zögerlichem Beginn mehr und mehr an
  • Bedeutung, auch wenn sie immer noch nicht in der
  • englischen Vollblutzucht zulässig ist
  • Kleinwiederkäuer: - Beim Schaf vor allem in Australien und Neuseeland - Bei der Ziege besonders wichtig in Milchziegen-
  • betrieben in Frankreich, Japan, USA, in der Schweiz
  • Wirtschaftsgeflügel: (Puten, Enten, Gänse, Hühner) - In Kanada, USA, Japan, Thailand, China, Israel, Deutschland
slide23

100

80

60

% der Kühe und Färsen

40

20

0

1955

1960

1965

1970

1975

1980

1985

1990

1995

2000

2005

Rinderbesamung in der Bundesrepublik Deutschland 20061

Organisation: überwiegend Genossenschaften, Vereine, Gesellschaften

Besamungsstationen: 23

Besamungsdichte: 81 % (bezogen auf den Kuh- u. Färsenbestand)

Erstbesamungen (EB): ca. 4.676.685

1Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter e.V. -ADR- 2007

slide24

Rinderbesamung in Deutschland 2006

Arbeitsgemeinschaft Deutsche Rinderzüchter e.V.-ADR-2007

slide26

Schweinebesamung in Deutschland 20061

Besamungsstationen: 35

Besamungsdichte: 85-87% (Anteil besamter Sauen am

Gesamtsauenbestand)

Erstbesamungen (EB): 5,6 Mio.

Durchführung der Insemination:Tierärzte/ Besamungsbeauftragte: 2,3 %

Eigenbestandsbesamer: 97,7 %

1Zentralverband der Deutschen

Schweineproduktion e.V. -ZDS- 2007

slide28

Gesetzliche Vorschriften für die künstliche Besamung in der Bundesrepublik Deutschland

  • Tierzuchtgesetz (TierGZ) vom 22. 07. 1998
      • Begriffsbestimmungen: Zuchttier, ...
      • Anbieten und Abgeben von Zuchttier, Samen, Eizellen, Embryonen
      • Zuchtorganisation
      • Besamungsorganisation
  • Verordnung über die Untersuchung männlicher Tiere zur Erteilung der Besamungserlaubnis vom 16. 07. 1998
  • Gewährschaftsbestimmungen des ZBS für Besamungseber vom 11.5.1994
  • Für die Überwachung der Besamungshengste:
      • TierGZ, Fassung vom 22.4.1994
      • RL 92/65/EWG vom 6.4.1995
slide29

Gesetzliche Vorschriften für die künstliche Besamung in der Europäischen Union

  • Es gelten folgende Richtlinien:
  • RL des Rates zur Festlegung der tierseuchenrechtlichen Anforderungen an den innergemeinschaftlichen Handelsverkehr mit TG-Rindersamen und an dessen Einfuhr vom 14.6.1988 (88/407/EWG), zuletzt geändert durch RL 90/425/EWG, 26.06.1990
  • RL des Rates zur Festlegung der tierseuchenrechtlichen Anforderungen an den innergemeinschaftlichen Handel mit dem Samen von Schweinen und dessen Einfuhr 90/429/EWG
  • RL des Rates vom 13.7.1992 über tierseuchenrechtliche Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft sowie für die Einfuhr in die Gemeinschaft, 6.4.1995 - 95/176/EWG
  • EG-Richtlinie 95/176 für Hengste mit Ländergrenzen überschreitendem Einsatz
slide31

Vorteile der künstlichen Besamung

  • Die KB ermöglicht im Rahmen der Zuchtarbeit eine strenge Selektion und den gezielten Einsatz von männlichen Zuchttieren wertvoller genetischer Konstruktion
  • Die KB ist ein wirtschaftliches Verfahren, da sie Vatertiere einspart und demzufolge Stall- und Futterkapazität
  • Die KB spielt eine entscheidende Rolle bei der Unterbrechung von Infektionsketten und bei d. Eliminierung von Deckseuchen
nachteile der k nstlichen besamung
Nachteile der künstlichen Besamung
  • Genetisch wenig wertvolle Vatertiere werden nicht genutzt.
  • Gefahr der raschen Verbreitung von Gendefekten,
  • Gefahr der Entwicklung einer schmalen Zuchtbasis,
  • Brunsterkennung oder Hormoneinsatz.