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Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz

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Deutschland – ein Wintermärchen. Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz. Im traurigen Monat November war‘s, Die Tage wurden trüber, Der Wind riss von den Bäumen das Laub, Da reist ich nach Deutschland hinüber.

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Presentation Transcript
semiotik und semantik der deutsche wortschatz

Deutschland – ein Wintermärchen

Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz

Im traurigen Monat November war‘s,

Die Tage wurden trüber,Der Wind riss von den Bäumen das Laub,Da reist ich nach Deutschland hinüber.

Und als ich an die Grenze kam,Da fühlt ich ein starkes KlopfenIn meiner Brust, ich glaube sogar,Die Augen begunnen zu tropfen.

Und als ich die deutsche Sprache vernahm,

Da ward mir seltsam zu Mute:Ich meine nicht anders, als ob das Herz

Recht angenehm verblute.

Heinrich Heine

1797-1856

Bildquelle, Textquelle und Ton: Lutz Görner, Heine 2. Teil, Rezitheater Verlag Weimar 1999

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik der deutsche wortschatz1

Wörter in Wörterbüchern und Enzyklopädien

Nachschlagewerke

Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz

  • Sachbezogen:
  • Enzyklopädien mit Weltwissen,zum Beispiel
  • Brockhaus Enzyklopädie
  • Encyklopedia Britannica
  • Fachlexika mit Spezialwissenzum Beispiel:
  • Bußmann, Hadumod: Lexikon der SprachwissenschaftStuttgart 19902
  • Metzler Lexikon SpracheHrsgg. Von Helmut GlückStuttgart/Weimer 1993
  • Bünting, Karl-Dieter u. Wolfgang EichlerGrammatiklexikon, Berlin 20026
  • Sprachbezogen
  • Einsprachige, zum Beispiel
  • DUDEN-1 Rechtschreibung
  • DUDEN Universalwörterbuch
  • WAHRIG Wörterbuch der deutschen Sprache
  • Gustav Muthman: Rückläufiges deutsches Wörterbuch, Tübingen 1988
  • Grimms Wörterbuch
  • Kluge: Etymologisches Wörterbuch
  • Zweisprachige Wörterbücher
  • Langenscheidt Taschenwörterbuch Englisch
  • Projekt Deutscher WortschatzDeutsch-Englisches Wörterbuch

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik der deutsche wortschatz2

Gustav Muthman: Rückläufiges deutsches Wörterbuch, Tübingen 1988, S. 534

Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz

[za'Ictl] Naschmaul [a'zi:l] AV [a'zy:I];

FV Salettel Salettl Fischmaul (schweiz.) Asyl

FV Brettel Brettl Haifischmaul [e'ty:l] Äthyl

Überbrettl Froschmaul Bleitetraäthyl

Klatschmaul FV Äthyl Ethyl

[u:ll Ul Karpfenmaul Methyl

(Einl.7.21.3) 1 -aul Lügenmaul Alkyl

Ochsenmaul Formyl

somnambul Krötenmaul Vinyl

-ydul Eisenoxidul Löwenmaul Acryl

[mo'du:l] n. Modul Schlabbermaul Polyacryl

-idul Eisenoxydul Leckermaul Tetryl

Jul Schleck(er)maul

schwul Plappermaul Asyl

Lästermaul Obdachlosenasyl

['mo:dul] m. Modul Großmaul Tierasyl

Schubmodul Süßmaul Altersasyl

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik der deutsche wortschatz3

Wörter in Wörterbüchern und Enzyklopädien

Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz

  • Wörter
  • mit allgemeinen BedeutungenAbend, Apfel, arbeiten, alt, ab, abends, aber, alle, ...
  • Fachbegriffe mit speziellen BedeutungenAlphabet, Algebra, Axiom,antiseptisch, a priori, au pair
  • In Wörterbüchern:120.000 - 300.000 und mehr
  • Im Deutschen: ca. 500.000
  • Eigennamen
  • mit nur einer Referenz, z. B.:
  • Vor- und FamiliennamenGaby, Gerd, Müller, Goethe
  • geografische NamenOrte:Essen, New YorkLänder:Deutschland, AsienGewässer:Ruhr, Rur, RuwerGebirge/Berge:Alpen, KahlerAsten, Thüringer Wald
  • In Enzyklopädien: nicht zählbar

Alle Eigennamen sind als Wörter sprachliche Zeichen mit grammatischenEigenschaften, zum Beispiel gehören sie der Wortart Nomen/Substantiv an.

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik der deutsche wortschatz4

Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz

Wörter und Wortschatz

Notieren Sie:

1. Je drei Familiennamen (Nachnamen)

a) die auf einen Ortsnamen

b) die auf einen topografischen Begriff zurückgehen,

c) die auf einen Beruf, eine Tätigkeit verweisen,

d) die auf Eigenschaften verweisen.

2. je drei Vornamen,

a) die auf die Bibel zurückgehen,

b) die auf germanische Namen zurückgehen,

c) die aus anderen Sprachen entlehnt sind.

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik ordnungen im wortschatz

Eigennamen

Semiotik und Semantik: Ordnungen im Wortschatz

Personennamen

geografische Namen

  • Vor- / Tauf- / Rufnamen:
  • germanische ger + hild = Gerhilddiet + richi = Dietrich
  • kirchliche: Maria, Barbara, Markus
  • aus anderen Sprachen: ?
  • Ortsnamen:Essen, Düsseldorf, Köln,?
  • Gemarkungsn.:-ey in Bredeney, Baldeney
  • Länder, Erdteile:Europa, Ägypten,?
  • Regionen, Landschaften:Niederrhein,Bayern, Lombardei, Sibirien,?
  • Flussnamen:Donau, Nil, Mississippi, Ob,?
  • Berge und Gebirge:Zugspitze, Brocken,Kilimandscharo, Eifel, Himalaja,?
  • Nach- / Familiennamen:
  • Eigenschaften: Klein, Schönhaar, ?
  • Ortsnamen: Adenauer, von Wiese,?
  • Berufe: Schmidt, Meier,?
  • Herkunftsländer: Koslowski, Karatas,Zammataro, Lafontaine,?

Erfundene Namen in Kunstwerken:

Frau Kaludrigkeit (Tucholsky)

Wilhelm Meister (Goethe)

Tonio Kröger (Thomas Mann)

Sir Tobias Rülps, Dörtchen Lakenreißer,

Malvolio, Junker Bleichwang (Shakespeare)

?

Spitznamen, Kosenamen:Bubi, Mausi?

Künstlernamen:Novalis, Roy Black, ?

3. Füllen Sie die roten Fragezeichen mit je 1-2 Beispielen.

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik der deutsche wortschatz5

Wörter und Wortschatz

Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz

  • Wortbegriffe:
  • lexikalisches Wort, zitiert in der Grundform: Brief, schreiben
  • Textwort im laufenden Text, zugleich grammatische Form:Briefe schreiben. Einen Brief geschrieben haben.
  • aktiver Wortschatz von Wörtern, die man gebrauchtin Goethes Werken etwa 21.000 Wörter
  • passiver Wortschatz von Wörtern, die man versteht
  • Grundwortschatz als didaktischer Begriff
  • Im Fremdsprachenunterricht, z. B. Deutsch als FremdspracheGrundstufe 1.500 Wörter, Mittelstufe 3.000 Wörter usw.
  • Im Rechtschreibunterricht der Grundschuleca. 1200 lexikalische Wörter am Ende der Grundschule

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik der deutsche wortschatz6

Wörter und Wortschatz

  • Zum Begriff WORT:
  • Lexikalisches Wort = Eintragung im Wörterbuch Brief, schreiben
  • Wortform = jede gebeugte Form eines lexikalischen Wortes Brief, Briefes, Briefe;schreiben, schreibe, schreibst, schreibt, schrieb, geschrieben, schreib, ...
  • Textwort= jedes Vorkommen in einem Text

Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz

4. Wie viele “Wörter” enthält der folgende Text als

a) Textwörter (Token)

b) lexikalische Wörter (Types)

?

Orientalisches Rätsel

Jede Nacht verbrachte die Prinzessin bei ihrem Prinzen, aber ehe die Sonne aufging,

verließ sie ihn und wurde zu einer der tausend Rosen in seinem Garten. Eines Nachts

sagte die Prinzessin: “O mein Prinz, ich werde dich wie immer verlassen, ehe die Sonneaufgeht, aber wenn du beim Sonnenaufgang in deinen Garten gehst und mich, nur mich,

aus deinen tausend Rosen pflückst, dann werde ich für immer deine Prinzessin sein.”

Die Sonne ging auf, der Prinz ging in seinen Garten, und unter den tausend Rosen

pflückte er nur eine - seine Prinzessin.

Woran hat er sie erkannt?

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik der deutsche wortschatz7

Wortbildung (führt zu Wortfamilien):

fahren – abfahren, anfahren, ausfahren, verfahren, zurückfahren,Fahrer, Fahrt, Fahrtrichtungsanzeiger, fahrig, Fuhre, Fuhrmann, Furt,Frankfurt, fertig, führen, Führer, verführen, Verführer, Verführter, ...

Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz

Aufnahmevon Fremdwörternund Lehnwörtern:Fenster (fenestra), Ziegel(tegula), Mauer (murus),Abenteuer (aventuire), Baby,Renaissance, Droge, Jetlag,Oper, Canasta, beige, Gong,Computer, Internet, surfen, ...

Umdeutung im metaphorischen Prozess,

führt zu mehrdeutigen Wörtern (Polysemen):

Bein=Knochen:Jochbein, Nasenbein, Brustbein, Schienbein, WadenbeinGehgliedmaße und dazuTisch-, Stuhl-, Stativbein

Haube = Kopfbedeckung, Autohaube

Maus =Tier, Gerät beim Computer

surfen =auf dem Wasser, im Internet

Zur Erinnerung:Ausbau des Wortschatzes

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik der deutsche wortschatz8

Wörter und Wortschatz

Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz

Falsche Freunde, false friends, nennt man Wörter aus anderen Sprachen,die einen in die Irre führen, weil man glaubt sie zu kennen.

Englisch become und Deutsch bekommen,

Italienisch caldo und deutsch kalt.

Den immer hunrigen Pinocchio hatte es nach Deutschland verschlagen.

”Mama mia, was für ein Land! Willst du warm duschen und drehst caldoauf,

kommt Eiswasser von oben. Willst du dann eine Pasta kaufem schickt dich der

Kaufmann zu den Pasteten. “Tortellini will ich haben”, habe ich zu der

Verkäuferin gesagt, und die schickte mich in die Bäckerei zu den Torten.

Und da wollten sie mir auch noch Schweinsöhrchen verkaufen!”

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

slide11

Sinnreich bist du, die Sprache von fremden Wörtern zusäubern; Nun, so sage doch, Freund, wie man Pedant uns verdeutscht.Johann Wolfgang Goethe, Xenien

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik der deutsche wortschatz9

5.a) Kleiner Test zu Fremdwörtern

Schreiben Sie jeweils das Wort und den Lösungsbuchstaben.

Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz

ambig

ambivalent

ambulant

amputiert

[a] doppelwertig

[b] operativ entfernt

[c] doppelsinnig

[d] nicht an festen Ort gebunden

Basilika

Basilikum

Bassist

Basilisk

Basis

[a] tiefe Singstimme

[b] Küchengewürz

[c] Kirchenhalle

[d] Grundlage

[e] tropische Echse

Deklination

Deklaration

Dedikation

Deklamation

[a] kunstvoller Vortrag

[b] Widmung

[c] feierliche Erklärung

[d] Beugung

Epilog

Episode

Epidemie

Epigone

[a] Seuche

[b] kurzes Ereignis

[c] Nachahmer

[d] Schlusswort

Er war so von der klassischen Bildung durchdrungen, dass erstattangenommenimmerAgamemnonsagte.

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik der deutsche wortschatz10

5.b) Kleiner Test zu Fremdwörtern

Schreiben Sie jeweils das Wort und den Lösungsbuchstaben.

Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz

Filet

Filou

Filius

Filiale

Finale

Finesse

[a] Sohn

[b] Zweigstelle

[c] Ende, Abschluss

[d] Fleisch aus Lende

[e] Feinheit; Trick

[f] Schlingel, Spitzbube

Gravierung

Gravitation

Graffitto/-i

Grafit/-phit

Grafik/-phik

[a] Wandzeichnung

[b] reiner Kohlenstoff

[c] Zeichnung

[d]Erdschwerkraft

[e] in Metall geritzte Zeichnung

Quetzal

Queue

Querele

Querulant

Queen

Quiche

[a] Nörgler

[b] Klage, Streit

[c] Königin

[d] Urwaldvogel

[e] Speckkuchen

[f] Billardstock

Urne

Urin

Uri

Uran

Urian

Uranus

[a] Kanton in CH

[b] Teufel

[c] Planet

[d] Harn

[f] Gefäß

[g] chem. Grundstoff

Warum heißt der 11. Monat des Jahres November (von lat. novem = ‘neun’)?

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik der deutsche wortschatz11

Ständiger Ausbau des Wortschatzes

Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz

Wortbildung durch Umdeutung (durch metaphorische Prozesse)

Kontext hier über Wortteile der Zusammensetzungen angezeigt

Ring

Trauring, Goldring, Nasenring, Ohrring, Serviettenring, Einweckring,Gummiring, Hexenring(von Pilzen),Rettungsring, Jahresringe, Zwiebelringe,City-Ring, Verteilerring, Spionagering, Agentenring, Ringfahndung,Besucherring, Theaterring, Verteidigungsring ...

Ringelblume, Ringelnatter, Ringelpulli, Ringelsocke, Ringeltaube, Ringelpiez

6. Sortieren Sie die folgenden Ringwörter nach den Merkmalen:

Brillantring, Drogenring,

Ehrenring, Gardinenring,Kolbenring, Ohrring,Siegelring, Schmuggler-ring, Verteilerring, Wappenring, Zirkusring

  • nach dem Material
  • nach Funktion und Gebrauchszusammenhang
  • nach einem ideellen Wert
  • nach gedanklicher oder gesellschaftlicherZusammengehörigkeit

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik der deutsche wortschatz12

Epilog

Semiotik und Semantik: Der deutsche Wortschatz

Aus: Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix KrullThomas Mann

An dem Tischchen saß bereits, mit dem Hors-d’œvre beschäftigt, ein älterer Herr, zierlich von Figur, etwas altmodisch gekleidet(mir schwebt ein etwas vatermörderähnlicher Kragen vor, den er trug)und mit grauem Bärtchen, der, als ich ihm artig den Abendgruß bot,mit Sternenaugen zu mir aufblickte. Ich bin außerstande, zu sagen, worauf eigentlich das Sternenartige seines Blickes beruhte.Waren seine Augensterne besonders hell, milde, strahlend? Gewiss, das waren sie wohl, – aber waren es darum schon Sternenaugen?»Augenstern« ist ja ein geläufiges Wort, aber da es nur etwas Physischessachlich bei Namen nennt, deckt es sich keineswegs mit der Bezeichnung,die sich mir aufdrängte, da doch etwas eigentlich Moralischesim Spiele sein muss, wenn aus Augensternen, die jeder hat,Sternenaugen werden sollen.

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik ordnungen im wortschatz1

Wörter und ihre Bedeutung

Semiotik und Semantik: Ordnungen im Wortschatz

Referenzsemantik:

von der Sache gesteuert

“Meaning”-Semantik:

Sicht der Sprachgemeinschaft

Mit-/Nebenbedeutung(en)

wertende Konnotation(en)

Grundbedeutung

sachliche Denotation

Köter, Töle, Schoßhund

Freund des Menschen

Hund

Pille,?

Fußball

7. Schreiben Sie zum WortSchuleWörter mit gleicher Denotation,aber zusätzlichen Konnotationen.

8. Notieren sie in Stichworten Denotation und Konnotationen zu den WörternLeitkulturundKameradschaft.

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik ordnungen im wortschatz2

Wörter und ihre Bedeutung

Semiotik und Semantik: Ordnungen im Wortschatz

Referenz und Bedeutung in verschiedenen Sprachen

Deutschland – ein Wintermärchen

Fortsetzung Caput I

[ 6 Strophen nur gelesen von Lutz Görner ]

Es wächst hinieden Brot genugFür alle Menschenkinder,Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,Und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Zuckererbsen für jedermann,Sobald die Schoten platzen!Den Himmel überlassen wir

Den Engeln und den Spatzen.

Heinrich Heine

1797-1856

[ 7 weitere Strophen nur gelesen von Lutz Görner ]

9. Versuchen Sie, die letzen beiden Zeilen der 2. Strophe ins Englische zu übersetzen.

Fleisch: flesh, meat; Ochse: oxen, beef; Schaf: sheep, mutton; Schwein: swine, pork

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik ordnungen im wortschatz3

semantische Felder

Semiotik und Semantik: Ordnungen im Wortschatz

Historisches Feld: Wortfamilieabgeleitet von einem Wortstamm

/sinn/ sinnen, (sich) besinnen, Sinn, Unsinn,sinnig, sinnlos, Sinnlosigkeit, Wortsinn,besonnen, Besonnenheit, ...

Synchronisches Bedeutungsfeld:Wortfeld in einem Sinnbezirk

sterben:entschlafen, verscheiden, heimgehen,verdursten, verhungern, verbluten,fallen, abkratzen, verrecken, ...

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik ordnungen im wortschatz4

semantische Felder

Semiotik und Semantik: Ordnungen im Wortschatz

Historisches Feld: Wortfamilieabgeleitet von einem Wortstamm

/sinn/ sinnen, (sich) besinnen, Sinn, Unsinn,sinnig, sinnlos, Sinnlosigkeit, Wortsinn,besonnen, Besonnenheit, ...

Synchronisches Bedeutungsfeld:Wortfeld in einem Sinnbezirk

sterben:entschlafen, verscheiden, heimgehen,verdursten, verhungern, verbluten,fallen, abkratzen, verrecken, ...

Weltausschnitt: Sachfeldgesteuert von der Wirklichkeit

Bahnhof:Zug, IC, ICE, Regio, S-Bahn, Bahnsteig, Gleis, Lautsprecher,Fahrkarte, Fahrplan, Verspätung

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik ordnungen im wortschatz5

semantische Felder

Semiotik und Semantik: Ordnungen im Wortschatz

Historisches Feld: Wortfamilieabgeleitet von einem Wortstamm

/sinn/ sinnen, (sich) besinnen, Sinn, Unsinn,sinnig, sinnlos, Sinnlosigkeit, Wortsinn,besonnen, Besonnenheit, ...

Synchronisches Bedeutungsfeld:Wortfeld in einem Sinnbezirk

sterben:entschlafen, verscheiden, heimgehen,verdursten, verhungern, verbluten,fallen, abkratzen, verrecken, ...

Weltausschnitt: Sachfeldgesteuert von der Wirklichkeit

Bahnhof:Zug, IC, ICE, Regio, S-Bahn, Bahnsteig, Gleis, Lautsprecher,Fahrkarte, Fahrplan, Verspätung

Logisches Feld, Begriffsfeld:z. B. Klassifikationsschema

Laute:Phon - Phonem - Allophon

Buchstaben:Graph - Graphem - AllographWörter:Morph - Morphem - Allomorph

Denotation und Konnotationen in drei Wortfeldern

Die Offiziere dinieren und pokulieren im Kasino und transpirieren dabei kollossal.

Die Soldaten fressen und saufen in der Kantine und schwitzen dabei wie die Schweine.

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik ordnungen im wortschatz6

semantische Relationen (Bedeutungsbeziehungen zwischen Wörtern)

Semiotik und Semantik: Ordnungen im Wortschatz

Homonymie (Homonyme):gleich lautende Wörter

der Tor - das Tor, der Heide - die Heideder Tau - das Tau, der Hut - die Hut

  • Homographen (gleich geschrieben)

Paris - Paris, die Beinhaltung - die Beinhaltung

  • Homophone (gleich klingend)

die Saite - die Seite, der Chor - das C/Korps

Wenn wir das Schild nicht umfahren,werden wir es umfahren!

Laut lesen!

Polyseme (Polysemie):mehrdeutige Wörter

Auge: zum Sehen, Hühnerauge, Fettaugeim Auge des Sturms, im Kartenspiel, ...

Fuchs:? Fuchsschwanz:?

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik ordnungen im wortschatz7

semantische Relationen (Bedeutungsbeziehungen zwischen Wörtern)

Semiotik und Semantik: Ordnungen im Wortschatz

SynonymieSynomyme (sinnverwandte Wörter);

gleiche Bedeutungen gibt es kaum,zumindest haben Wörterunterschiedliche Konnotationen.

dick: beleibt, drall, feist, fett, fleischig, füllig, gemästet, korpulent, massig, mollig,pausbäckig, pummelig, rundlich, stämmig,stark, vollschlank, wohlgenährt;

Bei Bedeutungsvarianten gibt esentsprechende Synonymenreihen;in Wörterbüchern werden siedurch Semikolon getrennt .

aufgebläht, aufgedunsen, aufgetrieben,geschwollen;

entzündet;eingedickt, verdickt, ...

Synonymie ist eine der Relationenvon Wörtern in Wortfeldern.

Dampf:Dunst, Nebel, Qualm, Rauch, Schwaden

schreiben:abfassen, darstellen, formulieren, kritzeln, niederlegen, notieren, ...

Schreiben Sie Synonyme zu den6 aufgeführten Wörtern.Wenn Sie Bedeutungsvarianten finden, setzen Sie Semikola.

Abfall

aber

beweisen

ernst

essen

Zug

Kommt der Antek von der Toilette. Fragt Frantek: “Alles klar mit den Tüchern?” - “Alles klar: A für Arsch und G für Gesicht.” - “Bist du ungebildet! A für Antlitz und G für Gesäß!“

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semiotik und semantik ordnungen im wortschatz8

semantische Relationen (Bedeutungsbeziehungen zwischen Wörtern)

Semiotik und Semantik: Ordnungen im Wortschatz

AntonymieAntonmyme (Gegenwörter)

dick - dünn, groß - klein, nass - trocken

lieben - hassen, wachen - schlafen

oben - unten, hinten - vorn

Antonyme haben einen gemeinsamen Bezugsrahmen.

jung[Natur, Leben]

alt

neu [Artefakte, Begriffliches]

heiß -

arm -

klug -

interessant -

leicht -

fröhlich - schön -arbeiten -

frieren -

innen -

Riese -

langsam -

Westen -

hell -

duften -

windig -

Tag -

immer -

wenig -

gut -

böse -

Natur -

Amntonymie ist oft eine Frageder Bewertung im Bezugsrahmen;deshalb gibt es viele Adjektivepaare.

Schreiben Sie jeweils ein Antonymund den Bezugsrahmen auf.Wenn Sie bei einigen Wörtern zweizwei mit verschiedenen Bezugs-rahmen finden, um so besser .

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik ordnungen im wortschatz9

semantische Relationen (Bedeutungsbeziehungen zwischen Wörtern)

Semiotik und Semantik: Ordnungen im Wortschatz

HyponymieHyponyme (Oberbegriffe)

Uhr

Armband-uhr

Wand-uhr

Wecker

Bahnhofs-uhr

Extension (allgemeine Bedeutung)Intension (spezielle Bedeutung)

...

Baum

Ober- und Unterbegriffbeziehungen (Hyponymie-Relationen)sind weitere Relationenvon Wörtern in Wortfeldern.

Laubbaum

Nadelbaum

Palme

Buche

Eiche

...

Tanne

Fichte

Kiefer

Eibe

...

Stille Betrachtung

Es gibt Tiere, Kreise und gibt Ärzte.

Es gibt Tierärzte, Kreisärzte und Oberärzte.

Es gibt einen Tierkreis und einen Ärztekreis.Es gibt auch einen Oberkreitierarzt.

Ein Oberkreistier aber gibt es nicht.

Alexander Roda-Roda

Schreiben Sie zwei Gruppenvon Ober- und Unterbegriffen zu den beiden angegebenenOberbegriffen (Hyponymen).

Blume

Gedicht

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semiotik und semantik ordnungen im wortschatz10

Metaphern, metaphorischer Prozess der Bedeutungsübertragung

Semiotik und Semantik: Ordnungen im Wortschatz

Metapher als Denkfigur, als sprach-liches Bild (Bedeutungssemantik)

Achill als Löwe in der Schlacht

Wurzel allen Übels

Metapher gesteuert von derWirklichkeit (Referenzsemantik)

flüsterndes Schilf

bleierne Luft

Metaphern aus Sprachnotführen zu Lexikalisierungund damit zu polysemen Wörtern

Handwurzel, Fußwurzel, Haarwurzel

Haube (Kopfbedekung) > Motorhaube

Arm (Gliedmaße) > Schwenkarm eines Krans

Mein Kopf ist ein zwitscherndes Vogelnestvon konfiszierlichen Büchern.

Die Mitternacht war kalt und stumm,Ich irrte klagend im Wald herum.Ich habe die Bäum’ aus dem Schlaf gerüttelt,Sie haben mitleidig die Köpfe geschüttelt.

Metaphern in Texten, bedondersin der Dichtung, zielen aufbesondere Wirkungen: Stimmung,Anschaulichkeit usw.

Zwei Textevon Heinrich Heine

Karl-Dieter Bünting (Universität Essen): Grundkurs Germanistik/Linguistik

semiotik und semantik ordnungen im wortschatz11

semantische Netzwerke

Semiotik und Semantik: Ordnungen im Wortschatz

Legende: Synonymie

Antonymie

Hyponymie

Metapher

“Gefrorenes”(österr.)

Nebel

Dampf

Dessert

Rauch

Wasser

Nachtisch

Eis

Qualm

Speiseeis

Softeis

Kunsteis

Spaghetti-Eis

Natureis

Kälte

VanilleeisHimbeereisSchokoladeneis...

Gefühlskälte

Zurückweisung

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