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BR-Info in Darmstadt 09.09.2011. Die Studierendenarbeit der IG Metall . Inhalte der Präsentation Teil I. Ausgangslage Zielgruppen des Projekts Weitere Zielgruppen Lebensphase Studium Gesamtbild Wer ist dafür zuständig?. Ausgangslage.

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Presentation Transcript
br info in darmstadt 09 09 2011

BR-Info in Darmstadt 09.09.2011

Die Studierendenarbeit der IG Metall

inhalte der pr sentation teil i
Inhalte der Präsentation Teil I
  • Ausgangslage
  • Zielgruppen des Projekts
  • Weitere Zielgruppen
  • Lebensphase Studium
  • Gesamtbild
  • Wer ist dafür zuständig?

IG Metall Diana Kiesecker

ausgangslage
Ausgangslage
  • Beim IG Metall-Vorstand gab es bis April 2007 das Projekt U 35. Studierendenarbeit war einer von drei Bestandteilen des Projekts.
  • Gewerkschaftstag 2007 in Leipzig beschließt, dass „gewerkschaftliche Hochschul- und Studierendenarbeit eine strategische Zukunftsaufgabe der IG Metall ist“.
  • Vorstand beschließt Studierendenprojekt mit einer Laufzeit von drei Jahren. Ende Dezember 2011.
  • Antrag an strategischen Investitionsfonds August 2011: alle sieben Bezirke wollen Studierendenarbeit machen. Bezirk Frankfurt: VS Darmstadt und VS Suhl-Sonneberg. Beginn 2012, Laufzeit vier Jahre. Weiterhin wird es eine koordinierende Stelle beim Vorstand für die Studierendenarbeit geben.

IG Metall Diana Kiesecker

zielgruppen des projekts
Zielgruppen des Projekts
  • Studierendenarbeit soll zum einen im Betrieb zum anderen an für die IG Metall relevante Hochschulen stattfinden. Um der heterogenen Gruppe gerecht zu werden, gibt es drei Zielgruppen, für die unterschiedliche Anspracheformen erforderlich sind:
  • Mitglieder, die nach Ausbildung und/oder betrieblicher Tätigkeit ein Studium aufnehmen → Zielgruppe 1
  • Studierende, die einen dualen Studiengang besuchen → Zielgruppe 2
  • Studierende, die nach ihrem Studium mit hoher Wahrscheinlichkeit im Organisationsbereich der IG Metall tätig sein werden → Zielgruppe 3

IG Metall Diana Kiesecker

weitere zielgruppen sind
Weitere Zielgruppen sind:
  • Praktikant/-innen: dient der Erlangung von Kenntnissen und Fähigkeiten für den späteren Beruf; ist in den meisten Studiengängen Pflicht und detailliert beschrieben, was das Praktikum leisten muss
  • Werkstudent/-innen: sind für einen bestimmten Zeitraum (befristet) in einem Unternehmen beschäftigt und arbeiten in den Abläufen mit → wird häufig zur Studienfinanzierung genutzt
  • Diplomanden und Doktoranden: haben ein bestimmtes Thema zu bearbeiten, an welchem der Betrieb Interesse hat. Kann für die Dauer der Erstellung befristet beschäftigt sein, oder erhält Zugang zu den Informationen und wird bei Fertigstellung der Arbeit vergütet

IG Metall Diana Kiesecker

gewerkschaftliche angebote f r die lebensphase studium
Gewerkschaftliche Angebote für die „Lebensphase Studium“

IG Metall Diana Kiesecker

gesamtbild
Gesamtbild

IG Metall Diana Kiesecker

wer ist verantwortlich
Wer ist verantwortlich?
  • Diana Kiesecker
    • Ressort Angestellte, IT im Vorstandsbereich von Detlef Wetzel
    • Kontakt: diana.kiesecker@igmetall.de
  • Gerd Brücker und Thomas Kasper
    • Bezirksleitung Frankfurt
    • Kontakt: gerd.bruecker@igmetall.de oder thomas.kasper@igmetall.de
  • Maik Neumann
    • Hochschulinformationsbüro der IG Metall in Braunschweig
    • Kontakt: kontakt@hochschulinformationsbuero.de

IG Metall Diana Kiesecker

inhalte der pr sentation teil ii
Inhalte der Präsentation Teil II
  • Ausgangssituation
  • Ausbildungsart: duales Studium
    • Modelle
    • TV für dual Studierende
    • Exkurs: Sozialversicherungspflicht dual Studierende
  • Ausbildungsart: klassisches Studium
  • Vorgehen für Betriebsräte und JAVen

IG Metall Diana Kiesecker

wandel in den betrieben
Wandel in den Betrieben

IG Metall Diana Kiesecker

wandel in den betrieben11
Wandel in den Betrieben
  • Wandel der Beschäftigtenstruktur nicht nur bei Siemens
    • Steigender Anteil von Hochschulabsolvent/-innen
    • Viele Berufe werden „akademisiert“
    • Auszubildende bundesweit: ca. 1.500.000
    • Studierende bundesweit: ca. 2.200.000
    • Dual Studierende bundesweit: ca. 50.000

IG Metall Diana Kiesecker

ausgangssituation
Ausgangssituation
  • Studierende werden im Betrieb und an der Hochschule kaum gewerkschaftlich angesprochen („Die Hochschule = unbetreute Ausbildungsstätte“).
  • Während ihres Studiums haben Studierende vielfältige betriebliche Kontakte, ohne dabei zielgerichtet gewerkschaftlich angesprochen zu werden.
  • Viele Studierende treten nach ihrem Abschluss ohne gewerkschaftliche Vorprägung in den Betrieb ein.

IG Metall Diana Kiesecker

studierendenbefragung an der ostfalia wolfsburg erlebnisse
Studierendenbefragung an der Ostfalia (Wolfsburg): Erlebnisse?

Die Befragung wurde im Nov./Dezember 2009 durchgeführt.

Es konnten rund 800 Fragebögen ausgewertet werden.

IG Metall Diana Kiesecker

studierendenbefragung an der ostfalia wolfsburg einstellungen
Studierendenbefragung an der Ostfalia (Wolfsburg): Einstellungen?

Die Befragung wurde im Nov./Dezember 2009 durchgeführt.

Es konnten rund 800 Fragebögen ausgewertet werden.

IG Metall Diana Kiesecker

gr nde f r den eintritt
Gründe für den Eintritt
  • Interview mit Studierenden der IG Metall. Von 23 Befragten sind
    • 13 während ihrer Ausbildung und
    • 10 während ihres Studiums in die IG Metall eingetreten.
  • Vier Hauptgründe:
    • Gruppenzwang bei der Ausbildung „Eigentlich mehr oder weniger, weil alle drin waren. Ich habe bei VW die Ausbildung gemacht.“
    • Konkrete Probleme beim Arbeitsplatz „Ich hatte ein Problem mit einer Person von der Personalabteilung, wo ich gearbeitet habe.“
    • Vorteile am Arbeitsplatz „Im Grunde wurde es mir von meinem Werkstudentenvorgänger ans Herz gelegt. Der hatte mir da schon von den ganzen Vorteilen berichtet, und gerade wo wir in Niedersachsen diese Sonderregelung haben, dass Werkstudenten nach Tariflohn bezahlt werden, ist das natürlich durchaus attraktiv beizutreten.“
    • Aus Überzeugung

IG Metall Diana Kiesecker

ausbildungsart duales studium
Ausbildungsart duales Studium
  • Entwicklung
  • Duales Studium – was ist das?
  • Vier Modelle
  • Positionen der IG Metall
  • Infos und Zahlen für die Region
  • Allg. Tarifverträge für dual Studierende
  • Exkurs: Sozialversicherungspflicht dual Studierende

IG Metall Diana Kiesecker

entwicklung
Entwicklung
  • Die ersten dualen Studiengänge wurden 1974 in Baden-Württemberg an Berufsakademien angeboten. Seit März 2009 sind die Berufsakademien in Ba-Wü zur Dualen Hochschule Baden-Württemberg umgewandelt worden.
  • Seit dem stetiger Ausbau und Weiterentwicklung → auch in anderen Bundesländern.
  • Berufsakademien gibt es Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, NRW, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen.
  • Fachhochschulen bieten vielerorts duale Studiengänge an.

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duales studium was ist das 1
Duales Studium – was ist das? (1)
  • Duales Studium
    • Studium an einer Hochschule (+ betriebliche Berufsausbildung)
    • Verzahnung von Theorie und Praxis durch Praxissemester
    • Studiendauer zwischen sechs und zehn Semestern
  • Betriebliche Ausbildungsbedingungen
    • Kennt Ihr selbst am besten!
  • Studienbedingungen
    • Stark strukturiert und zeitlich stark ausgefüllt (Pflichtveranstaltungen und Klausuren)
    • Wenig Raum für eigenständige Studiengestaltung

IG Metall Diana Kiesecker

duales studium was ist das
Duales Studium – was ist das?

IG Metall Diana Kiesecker

duales studium was ist das pi
Duales Studium – was ist das? (pi)

IG Metall Diana Kiesecker

duales studium vier modelle
Duales Studium – Vier Modelle
  • Ausbildungsintegrierende duale Studiengänge – auch Studium im Praxisverbund
    • Dieser Studiengang kombiniert die Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf mit einem Studium.
  • Praxisintegrierende duale Studiengänge (Duale Hochschule Baden-Württemberg)
    • Praxisintegrierende Studiengänge gliedern nicht eine berufliche Ausbildung, sondern praktische Einblicke in das Studium. Ein gesonderter berufsbildender Abschluss ist nicht unbedingt als Bestandteil des Studium vorgesehen.
  • Sondermodelle (es ist bereits der erste berufsqualifizierende Abschluss vorhanden): Berufsintegrierende duale Studiengänge und
    • Hier werden berufliche Praxis als Teilzeittätigkeit mit einem Studium kombiniert. In diesem Modell besteht nicht zwangsläufig ein Kooperationsvertrag zwischen Betrieb und Hochschule.
  • Berufsbegleitende duale Studiengänge
    • Erinnern sehr stark an Fernstudiengänge

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positionen der ig metall zu dual studierenden
Positionen der IG Metall zu dual Studierenden
  • Ablehnung, da dual Studierende im Betrieb andere Azubi-Plätze verdrängen (können).
  • Skepsis, da im dualen Studium nur Ausbildung der Führungskräfte gesehen wurde.
  • Umdenken, da die meisten ehemaligen dual Studierenden doch nur abhängig Beschäftigte sind/wurden.

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duale studieng nge in darmstadt
Duale Studiengänge in Darmstadt
  • 37 Treffer für Darmstadt auf www.ausbildungplus.de Beispiel:
  • Wentz Metallbau GmbH, 64293 Darmstadt
  • Dieser Ausbildungsbetrieb bietet an: 1 Duale(s) Studienangebot(e)
  • Duale Studienangebote
  • Bauwesen - Fassadentechnik Wentz Metallbau GmbH 74821 Mosbach

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tv f r dual studierende situation in baden w rttemberg
TV für dual Studierende:Situation in Baden-Württemberg
  • Erstmals 1992 bei Verhandlungen für einen MTV-Azubi die Forderung:
    • BAler/-innen in den Geltungsbereich des MTV aufzunehmen
  • Position der Arbeitgeberseite schon damals:
    • BAler/-innen sind Studierende
  • Gespräche endeten damals insgesamt ergebnislos
  • Rechtsstatus der Gruppe: sie sind Arbeitnehmer i. S. d.:
    • BetrVG – aktives/passives Wahlrecht
    • Arbeitsgerichtsgesetz – Klageweg
    • Es besteht Steuer- und Sozialversicherungspflicht
    • (z.Zt.) keine Ansprüche aus dem TV M + E (Bsp. MTV M + E Bayern)
    • Aber: Betriebsvereinbarungen für die Zielgruppe

IG Metall Diana Kiesecker

zeitlicher ablauf
Zeitlicher Ablauf
  • Tarifforderungen und BAler/innen/DHler/innen
    • in der Praxis haben die Mehrheit der AG tarifliche Leistungen gezahlt, gewährt; Beispielsweise: Azubivergütung, VWL, Urlaub(sgeld)
    • Verhandlungsgegenstand war das BA-Thema seit 2000; aber nicht in aller Konsequenz
    • Forderung 2007: Übernahme der Studiengebühren
  • Einwand der Arbeitgeberseite – keine Tarifregelung, weil
    • wollen nicht, dass IG Metall dort Mitglieder werben kann
    • wollen selbst entscheiden, ob und in welcher Höhe Leistungen gezahlt, gewährt werden sollen
    • Gewerkschaft und AGV haben hier keine Tarifregelungsmacht, denn BA/DHler/-innen sind Studierende

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rechtsgutachten schiedsstelle
Rechtsgutachten/Schiedsstelle
  • „Auszubildende sind abhängig Beschäftigte und somit vom Schutzbereich des Art. 9 III GG erfasst.
  • Ausbildungsvergütungen sind tariflich regelbar und erstreikbar
  • Das gilt auch, wenn der privatrechtliche Azubi-Vertrag mit einem öffentlich-rechtlichen Azubi-Verhältnis einher geht.“
  • Besonderheiten:
    • DHler/-innen in Ba-Wü können in Betrieben in den anderen Tarifgebieten in der betrieblichen Ausbildung sein
    • andere duale Ausbildungsgänge ansehen, da ggf. schulische, duale Ausbildung möglich sein kann. Diese Ausbildung ist ohne Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb möglich

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tarifvertr ge f r dual studierende
Tarifverträge für dual Studierende
  • Derzeit gibt es vier Haustarifverträge in der IG Metall:
    • VW Bezirk NDS-LSA
    • Mahr Bezirk NDS-LSA
    • Sartorius Bezirk NDS-LSA
    • Applied Materials Bezirk Bayern
  • NEU Flächentarifvertrag für dual Studierende:
    • Bezirk NDS-LSA ist es gelungen einen Flächentarifvertrag für dual Studierende (Studierende im Praxisverbund) im Metall verarbeitenden Handwerk abzuschließen.
      • Probezeit
      • Gebühren/Prüfungen
      • Arbeitszeit
      • Vergütung
      • Fortzahlung der Vergütung
      • Urlaub
      • Kündigung
      • Übernahme in Arbeitsverhältnis

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exkurs sozialversicherungspflicht von dual studierenden
Exkurs: Sozialversicherungspflicht von dual Studierenden
  • Seit dem 1.10.2010: Unterschiedliche Behandlung von dual Studierenden in ausbildungsintegrierten und praxisintegrierten Studiengängen.
  • In praxisintegrierten Studiengängen fortan Beitragsfreiheit der dual Studierenden.
  • Problematik:
    • Sozialkassen verlieren Einnahmen
    • Verschiebung zwischen ausbildungsintegrierten und praxisintegrierten Studiengängen wahrscheinlich.
    • Wahlrecht zur JAV wurde in diesem Rahmen angezweifelt.
    • Möglichkeit der Tarifierung wird komplizierter.

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exkurs sozialversicherungspflicht von dual studierenden29
Exkurs: Sozialversicherungspflicht von dual Studierenden
  • Breite Proteste von Gewerkschaften und Sozialversicherungsträgern
  • Resultat:
    • SGB IV-Änderung voraussichtlich zum 1.1.2012
    • Praxisintegrierte dual Studierende werden wieder sozialversicherungspflichtig – allerdings ohne Rückwirkung.

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ausbildungsart klassisches studium
Ausbildungsart Klassisches Studium
  • Ausbildungsart und Abschlüsse
  • Rechtliche Einordnung
  • Material der IG Metall

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abschl sse 1
Abschlüsse (1)
  • Bachelor:
    • Erster berufsqualifizierender Abschluss
    • Stark verschult
    • Umfang: 6-8 Semester
  • Master:
    • Umfang: 2-4 Semester
    • Drei Typen:
      • Konsekutiver Studiengang (schließen direkt an ein Studium an – fachlich)
      • Nicht-konsekutiver Studiengang (erlauben Neuorientierung, da sie fachlich nicht auf dem vorherigen Studium aufbauen)
      • Weiterbildender Studiengang (Hochschulabschluss plus mind. dreijährige Berufserfahrung; fachlich nicht an das Erststudium gebunden)

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abschl sse 2
Abschlüsse (2)
  • Diplom:
    • Umfang: 8-10 Semester
    • Fast vollständig durch Bachelor- und Masterstudiengänge abgelöst.
  • Stand der Umsetzung:
    • WS 2009/2010 sind von 13.131 Studiengängen 79,2 Prozent umgestellt. In den Ingenieurwissenschaften sind es 92,9 Prozent. Davon 5.680 Bachelorstudiengänge und 4.725 Masterstudiengänge.
    • 2008 entfielen auf die neuen Abschlüsse 20 Prozent der Prüfungen, im WS 09/10 42,9 Prozent der Studierenden und 75,2 Prozent der Studienanfänger/-innen.
    • Umsetzung in den einzelnen Bundesländer unterschiedlich schnell umgesetzt.

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studierende im betrieb
Studierende im Betrieb
  • Dual Studierende
  • Praktikant/-innen
  • Werkstudierende
  • „Diplomand/-innen“

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werkstudierende bag urteil 1 abr 68 07
Werkstudierende:BAG-Urteil 1 ABR 68/07:
  • Hintergrund: Langjähriger Rechtsstreit zwischen dem Betriebsrat und der Geschäftsleitung von Fujitsu Siemens Computers in München darüber, ob die Arbeitgeberin zur Eingruppierung der Werkstudent/-innen verpflichtet ist.
  • (Tarifgebundene) Arbeitgeberin:

„Werkstudierende sind bloß befristet eingestellte Aushilfskräfte, die von der tariflichen Eingruppierungssystematik nicht erfasst würden und zudem wegen staatlicher und familiärer Unterstützungsleistungen sozial weniger schutzbedürftig seien.“

  • Der Betriebsrat bestand auf der Eingruppierungspflicht und den sich daraus ableitenden Mitbestimmungsrechten des Betriebsrates aus § 99 Abs. 1 BetrVG.

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konsequenzen aus dem urteil
Konsequenzen aus dem Urteil
  • Überall dort, wo eine Mitbeurteilung der Eingruppierung von Werkstudierende durch den Betriebsrat bisher nicht stattfindet, sind die Mitbestimmungsrechte gemäß § 99 BetrVG einzufordern.
  • Ausnahme: Tätigkeit erfolgt im Rahmen der Ausbildungsordnung.

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beispiel eingruppierung von werkstudierenden bei siemens i mo in braunschweig
Beispiel: Eingruppierung von Werkstudierenden bei Siemens I MO in Braunschweig
  • Gesamtzahl Beschäftigte:ca. 3.000
  • Anzahl Werkstudierende:ca. 70 pro Jahr
  • Ausgangssituation:Werkstudierende bekamen monatlich 300-500 Euro weniger als nach Tarif
  • Was tun?
    • Zustimmung zu Einstellungen und Verlängerungen von Werkstudierendenverträgen.
    • ABER: Widerspruch gegen die niedrige Entlohnung und Forderung nach korrekter ERA-Eingruppierung für studierende Mitglieder der IG Metall.
  • Ergebnis:
    • Nach gewonnenem Rechtsstreit werden Werkstudierende, die Mitglied der IG Metall sind, nach Tarifvertrag bezahlt.

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praktikant innen rechtliche einordnung
Praktikant/-innen:Rechtliche Einordnung
  • § 5 BetrVG
    • Praktikanten/-innen sind als Arbeitnehmer/-innen anzusehen.
    • „Beschäftigte, die ein besonderes Ausbildungsverhältnis haben“
  • Berufsbildung i.S.d. §§ 96-98 BetrVG
    • Umfasst alle Maßnahmen, die einen Bezug zum Beruf und einen Bildungscharakter haben.

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diplomanden
„Diplomanden“
  • Willkür in den Betrieben bzw. individuelle Arbeitsverträge.
  • Position der IG Metall
    • sollten auf jeden Fall monatliche Vergütung bekommen
    • Urlaubsanspruch muss geregelt sein
    • Eventuelle Prämie bei der Abgabe der Abschlussarbeit

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vorgehen f r betriebsr te javen situation im betrieb kl ren
Vorgehen für Betriebsräte/JAVen, Situation im Betrieb klären
  • Überblick im Betrieb verschaffen. Wo gibt es welche Art von Studierenden, in welchem Umfang und wie lange sind sie bei Euch?
  • Rechtliche Grundlage ist § 80 (2) BetrVG.
  • Eine Möglichkeit könnte ein „Betriebsplan“ sein. → Aktualisierung zwingend erforderlich!
  • Unbedingt die JAV einbeziehen, da sie in der Regel für die Gruppen wie dual Studierende und Praktikant/-innen formal zuständig ist.

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studierende einbeziehen
Studierende einbeziehen
  • Arbeitsbedingungen im Betrieb für Studierende zu regeln ist ein wichtiger Schritt, um Lohndumping im Betrieb zu verhindern.
  • Mit Studierenden ins Gespräch kommen und sie über Gewerkschaften und Interessenvertretung informieren.
  • Befragt die Studierenden zu ihrem Arbeitsverhältnis im Betrieb, oder wo sie Schwierigkeiten sehen. Vielleicht haben sie auch eigene Ideen zur Überwindung der Probleme.
  • Durch die Befragung gibt es mehr Rückendeckung von der Zielgruppe selber, als wenn ihr Kaffeesatzleserei betreibt.

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handlungsfelder bestimmen
Handlungsfelder bestimmen
  • Auf Grundlage der Gespräche oder Befragungen solltet ihr eine Liste mit Themen, Zielen und Strategien erstellen und diese priorisieren.
  • Wichtige Kriterien für Aktionen sind:
    • rechtl. Durchsetzungsmöglichkeiten
    • Größe der Gruppe, für die ihr aktiv werden wollt
    • Engagement der Studierenden selbst.
  • Plan to win überlegen.

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dranbleiben beteiligung organisieren
Dranbleiben: Beteiligung organisieren
  • Auf der einen Seite wollen wir mehr über die Studierenden erfahren, auf der anderen Seite geht es auch darum Interesse zu wecken, die eigenen Arbeitsbedingungen zu gestalten und für die eigenen Rechte einzutreten.
  • Auch wenn es bereits eine BV gibt, wäre es gut, wenn jede Generation von Studierenden für die Themen Arbeitsbedingungen und Interessenvertretung sensibilisiert wird. → Stärke im Betrieb.
  • Mittel: aktivierende Gespräche in Kleingruppen oder Einzelgesprächen.

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gutes tun und dar ber sprechen
Gutes tun – und darüber sprechen!
  • Tolle Betriebsvereinbarung abgeschlossen und doch nur Kritik von allen Seiten?
  • Meist liegt es daran, dass Hintergründe und Rahmenbedingungen nicht bekannt sind.
  • Sprecht offen mit den Leuten über Eure Arbeit und informiert sie über den jeweiligen Verhandlungsstand. Nur so könnt Ihr Euch Unterstützung auch über längere Zeiträume organisieren.
  • Gute Betriebsvereinbarung nicht im Ordner verstecken, sondern darüber reden und sie als Eure Erfolge verkaufen!

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mitglieder werben
Mitglieder werben
  • Fachkräfte werden in der Regel in der Ausbildung geworben, warum nicht auch die Ingenieure?
  • Studierende müssen auf eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft angesprochen werden.
  • Spezifische Vorteile für jede Gruppe thematisieren.
  • Bedenken, Vorurteile und Gegenargumente fundiert entkräften.
  • Viel Arbeit, aber gute betriebl. Studierendenarbeit zahlt sich aus. Als spätere Ingenieure und Kaufleute werden die „weißen Flecke“ vermindert und die Akzeptanz in der Gruppe für betriebl. Interessenvertretung und Gewerkschaften gesteigert.

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motivation
Motivation!!!
  • Zwei Mails von dual Studierenden an den Betriebsrat eines großen Automobilherstellers:
    • „…letztes Jahr habe ich ja die Mitgliedschaft bei der IG Metall abgelehnt. Mittlerweile ist mir aber die Wichtigkeit der Gewerkschaft und des Betriebsrates bewusst geworden. Deshalb würde ich gerne der IG Metall beitreten. Ist das jetzt noch möglich? Wenn ja, wie kann ich das nachholen?“
    • „… das Gespräch mit euch vor ein paar Tagen hat mir wirklich gut gefallen. Eure Argumente haben mich wirklich überzeugt und ich finde es gut, was ihr schon für uns getan habt. Deshalb möchte ich nun gern Mitglied der IG Metall werden.“

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brosch ren
Broschüren
  • Die Schnittstelle
    • Zeitschrift für Studierende. Erscheint 2 x im Jahr. Kostenlos zu bestellen unter: www.hochschulinformationsbuero.de
  • Einstiegsgehälter für Absolventen 2011
    • Analyse der IG Metall für die Bereiche Automobil,

Elektro, Maschinenbau, IT, Telekommunikation und Stahl

  • Informationen für dual Studierende in dualen Studiengängen
  • Informationen fürs Praktikum
    • Informationen über die wichtigsten Punkte, die bei einem

Betriebspraktikum zu beachten sind

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brosch ren47
Broschüren
  • Handlungshilfe für BRs und JAVs „Studierende im Betrieb“
  • Broschüre: „Recht oder billig? Informationen für Werkstudenten“
  • Broschüre „Studieren mit Kind“
    • Informationen für Betroffene zu den Bereichen Mutterschutz, Kündigungsschutz, Elternzeit, Urlaubssemester, Kindergeld, etc.
  • Flyerserie zur politischen Ansprache von Studierenden; u.a. Studiengebühren, Bologna-Prozess, etc.

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brosch ren und internetadressen
Broschüren und Internetadressen:
  • Broschüre „Ausgelernt – und nun? Studieren!“
    • Tipps und Infos zum Studieneinstieg nach abgeschlossener Berufsausbildung
  • www.hochschulinformationsbuero.de
    • Seite der IG Metall für Studierende und Multiplikatoren (interner Bereich)
    • Oben rechts Login; Benutzername: schnittstelle; Passwort: hibintern
  • www.ausbildungplus.de
    • Seite vom BiBB
    • Liefert gutes Zahlenmaterial zu dualen Studiengängen

IG Metall Diana Kiesecker

zum ende
Zum Ende …

… Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

IG Metall Diana Kiesecker