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Die vier Säulen der Alterssicherung. Betriebliche Alters- versorgung. Lebens- Versicherung Fonds-/ Fonsparpläne. mietfrei wohnen im Alter. Gesetzliche Rente. Pflicht- versicherung. Freiwillige Leistung der Arbeitgeber für Arbeitnehmer. Eigene Alters- und Hinterbliebenen-

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Die vier Säulen der Alterssicherung

Betriebliche

Alters-

versorgung

Lebens-

Versicherung

Fonds-/

Fonsparpläne

mietfrei

wohnen

im Alter

Gesetzliche

Rente

Pflicht-

versicherung

Freiwillige Leistung der Arbeitgeber

für Arbeitnehmer

Eigene Alters- und Hinterbliebenen-

versorgung

Eigene Vorsorge durch rechtzeitigen Erwerb einer Immobilie

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Gesetzliche Rentenversicherung

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Vergleich Lebensversicherung / gesetzliche Rentenversicherung

Unterscheidung nach :

Private Lebensversicherung

Gesetzliche Rentenversicherung

Berücksichtigtes Risiko

Die Beitragshöhe ist ist i.d.R abhängig von

Geschlecht, Eintrittsalter und

Gesundheitszustand des Versicherten

keine Risikoberücksichtigung

Umfang der Leistung

Vertraglich regelbar,

abhängig von der Versicherungssumme

und dem Versicherungsprodukt

Leistungsumfang gesetzlich festgelegt

Beitragshöhe

Abhängig von

Versicherungssumme,

Vertragsdauer,

Versicherungsprodukt

und individuellen Risiken

Beitragssatz wird durch Rechtsverordnung festgelegt.

Beitragszahler sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte.

Höhe ist abhängig vom Beitragssatz

und Einkommenshöhe.

- Beitragsbemessungsgrenze

- Versicherungspflichtgrenze

Dauer der Leistung

Auszahlung der Versicherungssumme zuzüglich der Erträge am Ende der Vertragsdauer oder Ausbezahlung der Todesfallleistung bei vorzeitigem Todesfall

Auszahlung auch als Rente möglich

Rentenzahlung bis ans Lebensende monatlich.

Im Todesfall nur begrenzte Hinterbliebenversorgung

Art der Leistungen

Geldleistung

Geld- Sach- und Dienstleistung

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

slide4

Betriebliche Altersversorgung

Es handelt sich hierbei um eine freiwillige Zusatzleistung des Arbeitgebers.Eine betriebliche Altersvorsorge bieten vor allem große Unternehmen mit vielen Angestellten an.

Die Zusage vom Arbeitgeber zur Zahlung einer Betriebsrente ist bindendund kann nicht willkürlich oder bei schlechter Wirtschaftslage wieder gestrichen werden. Es ist jedoch möglich, dass für Neueinsteiger in einem Betrieb keine Betriebsrente mehr zugesagt wird.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Formen der betrieblichen Altersversorgung

dem Arbeitgeber stehen vier verschiedene Formen der betrieblichen Altersversorgung zur Wahl:

die unmittelbare Versorgungszusage

Der Arbeitgeber übernimmt die Zahlungsverpflichtung unmittelbar.

Er bildet dafür Rückstellungen in der Bilanz.

Der Arbeitgeber trägt damit das volle Versorgungsrisiko, z. B. einer frühen Invalidität, des vorzeitigen Todes oder einer sehr langen Lebensdauer des Arbeitnehmers.

die Pensionskasse

Der Arbeitgeber gründet eine eigene Pensionskasse oder schließt sich einer überbetrieblichen Pensionskasse an.

Er zahlt die Beiträge an die Pensionskasse. Diese garantiert und zahlt die Leistungen.

Damit nimmt sie dem Arbeitgeber das Versorgungsrisiko ab.

die Unterstützungskasse

Der Arbeitgeber gründet eine Unterstützungskasse oder schließt sich einer überbetrieblichen Unterstützungskasse an.

Er stattet diese Kasse mit finanziellen Mitteln aus.

Die Kasse zahlt die Versorgungsleistungen.

Der Arbeitgeber haftet letztlich für diese Leistungen und trägt damit auch das volle Versorgungsrisiko.

der Pensionsfonds

rechtlich selbständiger Versorgungsträger, der von einem Arbeitgeber oder branchenübergreifend gegründet werden kann.

lebenslange Altersrenten in Höhe der vom AG erbrachten Versorgungszusagen.

Möglichkeit, das Invaliditäts- oder Hinterbliebenenrisiko abzusichern.

Finanziert durch Zuwendungen vom Arbeitgeber, die als Betriebsausgaben abgezogen werden können und/oder Gehaltsumwandlungen.

bis auf wenige Ausnahmen der Pensionskasse gleich gestellt.

zentrales Wesensmerkmal ist die gesetzlich vorgegebene Freiheit bei der Kapitalanlagepolitik.

Pensionsfonds sollen eine liberalere, d.h. risikobehaftete Politik betreiben können als Pensionskassen und Direktversicherungen.

die Direktversicherung

Der Arbeitgeber schließt für seine Arbeitnehmer Lebensversicherungsverträge ab und zahlt dafür die Beiträge.

Die Arbeitnehmer erhalten einen unmittelbaren Anspruch auf die Versicherungsleistungen.

Das Lebensversicherungsunternehmen garantiert und zahlt diese Leistungen.

Es nimmt dem Arbeitgeber ebenfalls das Versorgungsrisiko ab.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Die Grundlagen für betriebliche Altersrenten sind im Betriebsrentengesetz (BetrAVG) geregelt.

Sieht der Tarifvertrag eine Betriebsrente vor, so müssen mindestens die mit diesem Gesetz geschaffenen Rahmenbedingungen erfüllt sein.

Hierzu gehören insbesondere

die Unverfallbarkeit der Ansprüche,

die Anpassungspflicht der Bezüge,

die Insolvenzsicherung

die Möglichkeit einer Abfindung.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Unverfallbarkeitsfristen seit 2002

Durch die Rentenreform 2002 gelten folgende Unverfallbarkeitsfristen:

Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung werden nach Vollendung des 30. Lebensjahres, sofern die Zusage mindestens 5 Jahre bestanden hat, unverfallbar.

Diese Regelung gilt für alle Versorgungszusagen, die seit dem 01.01.2001 erteilt wurden.

Versorgungszusagen, die bis zum 31.12.2000 erteilt wurden, werden

unverfallbar, wenn das Arbeitsverhältnis ab Beginn des Jahres 2001 noch mindestens 5 Jahre besteht und der Arbeitnehmer dann bei seinem Ausscheiden das 30. Lebensjahr vollendet hat.

Werden Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung durch eine Gehaltsumwandlung finanziert, sind diese sofort unverfallbar.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Anpassungspflicht von Betriebsrenten

Pflicht des Arbeitgebers I:

 Prüfung auf Anpassung der Leistung im dreijährigen Abstand

- Berücksichtigung der Interessen der Pensionäre auf Erhöhung der Betriebsrenten

- Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens.

Die Anpassung muss nicht vorgenommen werden, wenn dadurch eine übermäßige Belastung für den Arbeitgeber eintritt.

Beispiel: Die Erhaltung der Arbeitsplätze hat Vorrang vor der Anpassung der betrieblichen Versorgungsleistungen

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Anpassungspflicht von Betriebsrenten

Pflicht des Arbeitgebers II:

 der Arbeitgeber muss schriftlich darstellen, warum die wirtschaftliche Lage des Unternehmens eine Anpassung nicht zulässt.

Legt der Pensionär nicht innerhalb von 3 Kalendermonaten Widerspruch gegen diese Mitteilung ein, gilt die Anpassung als zurecht unterblieben.

Wird dieser Mitteilung in dieser Frist widersprochen oder unterbleibt die schriftliche Darlegung des Arbeitgebers, ist ggf. in einem gerichtlichen Verfahren zu überprüfen, ob die Anpassung zurecht unterblieben ist.

Nach BGH ist die Anpassung der Leistungen mindestens in Höhe des Anstiegs der Teuerungsrate vorzunehmen. Liegt jedoch der Anstieg der Nettolöhne der im Betrieb beschäftigten Mitarbeiter in dem selben Zeitraum unter der Teuerungsrate, ist auch eine entsprechend niedrigere Anpassung der Betriebsrenten möglich. Die Verpflichtung zur Anpassung an die Teuerungsrate entfällt , wenn sich der Arbeitgeber freiwillig dazu verpflichtet, laufende Leistungen jährlich mindestens um 1% anzupassen.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Insolvenzsicherung von Betriebsrenten I

 Ist ein Unternehmen zahlungsunfähig (insolvent), übernimmt der Pensions-Sicherungs-Verein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) die Zahlung der Renten.

 Über den PSV werden laufende Betriebsrenten und gesetzlich unverfallbare Anwartschaften insolvenzgesichert.

 Als aufsichtspflichtiges Versicherungsunternehmen unterliegt der PSV der Aufsicht des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Insolvenzsicherung von Betriebsrenten II

 Uneingeschränkt insolvenzsicherungspflichtig sind die Durchführungswege Direktzusage und Unterstützungskasse.

 Leistungen, die über eine Pensionskasse oder aus einer Direktversicherung gewährt werden, sind grundsätzlich nicht sicherungspflichtig. Hier ist die Insolvenzsicherung über das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) geregelt.

 Die Mittel zur Finanzierung der Leistungen des PSV werden durch Beiträge der Unternehmen aufgebracht

 Der Arbeitgeber hat daher dem PSV das Bestehen einer versicherungs- pflichtigen Altersversorgung innerhalb von 3 Monaten zu melden.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Abfindung von Betriebsrenten

Auf einseitiges Verlangen (Arbeitgeber oder Arbeitnehmer) kann eine Versorgungsleistung abgefunden werden, wenn sie eine bestimmte Betragshöhe nicht übersteigt.

Möglich ist, den Abfindungsbetrag in die gesetzliche Rentenversicherung, unmittelbar an eine Direktversicherung oder Pensionskasse einzuzahlen.

Im Leistungsfall ist die Versorgungseinrichtung, bei der die Abfindung eingezahlt wurde, zur Leistung verpflichtet.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Gesetz zur Neuordnung der einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen

(Alterseinkünftegesetz - AltEinkG)

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Alterseinkünftegesetz (AltEinkG)

=> Ausgangslage

Urteil Bundesverfassungsgericht vom 06.03.2002

Urteil:

Die unterschiedliche Besteuerung von Beamtenpensionen

und gesetzlichen Renten ist mit dem Gleichheitsgrundsatz

des Grundgesetzes nicht vereinbar.

Auftrag an den Gesetzgeber:

Schaffung einer verfassungskonformen Neuregelung

bis zum 01.01.2005

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Das „Drei- Schichten Modell“ der Rürup Kommission

Sparpläne Kapitallebensversicherungen private Rentenversicherungen, die nicht unter die Basisversorgung fallen

Kapitalanlageprodukte

Betriebliche Altersversogung - arbeitgeberfinanziert - aus Entgeltumwandlung - betriebliche Riesterrente Riester - Förderung

Zusatzversorgung

Gesetzliche Rentenversicherung Berufsständische Versorgung bestimmte private Rentenversicherungen ( Rürüp-Renten)

Basisversorgung

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Altersvorsorge in 3 Stufen nach Rürup

 ungeförderte Vorsorge = Beiträge sind aus dem bereits versteuerten Einkommen zu zahlen und nicht abzusetzen, Erträge sind zu versteuern.  Kapital-, private Renten- und fondsgebundene Lebensversicherungen und Investmentfonds

 begrenzt geförderte Vorsorge = Beiträge können nur begrenzt von der Steuer abgesetzt werden Riester-Rente und Betriebsrente

 voll geförderte Vorsorge= Beiträge können steuerlich geltend gemacht werden gesetzliche Rentenversicherung

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Alterseinkünftegesetz (AltEinkG)

=> Grundprinzip

Übergang zur nachgelagerten Besteuerung sowohl in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) als auch in der betrieblichen Altersversorgung (bAV)

Zweifachbesteuerungen sollen durch langfristige Übergangsregelungen weitgehend ausgeschlossen

und Haushaltsrisiken vermieden werden.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Alterseinkünftegesetz (AltEinkG)

=> „Schichten-Modell“

Die Basisversorgung:

Steuerfreistellung der Beiträge für Produkte der Basisversorgung

Berechnungsbeispiel Arbeitnehmer (2005) :Bruttoarbeitslohn 50.000 € (BBG 61.200 €)AG-Anteil 9,75 % = 4.875 € / AN-Anteil 9,75 % = 4.875 €Beiträge an eine private Leibrentenversicherung 1.000 €

Gesamtbeitrag: (4.875 + 4.875 + 1.000) 10.750 € davon 60% 6.450 €

AG-Anteil - 4.875 €

abziehbare Altersvorsorgeaufwendungen 1.575 €

Höchstbetrag 20.000 €

davon 60% 12.000 €

AG-Anteil - 4.875 €

abzugsfähiger Höchstbetrag 7.125 €

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Alterseinkünftegesetz (AltEinkG)

=> „Schichten-Modell“

Die Basisversorgung : Besteuerung der Leistungen

Leistungen aus Produkten der Basisversorgung sind ab 2005 nachgelagert zu besteuern

der Besteuerungsanteil der Rente wird auf 50 % festgesetzter wird bis zum Jahre 2020 pro Jahr um je 2 % auf 80 % dann um je 1 % bis zum Jahre 2040 auf 100% gesteigert

der Besteuerungsanteil gilt für den Rentenzugang in 2005 und für alle Bestandsrenten

der steuerfrei bleibende Teil wird dauerhaft als Betrag festgeschrieben

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Alterseinkünftegesetz (AltEinkG)

=> „Schichten-Modell“

Die Basisversorgung Besteuerung der Leistungen

bisherige steuerliche Vergünstigungen werden schrittweise abgebaut : - Arbeitnehmer-Pauschbetrag - Versorgungsfreibetrag - Altersentlastungsbetrag

im Ausland lebende Rentner haben künftig in Deutschland eine Steuererklärung abzugeben

Rentenversicherungsträger, berufsständige Versorgungswerke und Versicherungsunternehmen müssen zukünftig sämtliche Rentenzahlungen der Zentralstelle melden

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Alterseinkünftegesetz (AltEinkG)

=> „Schichten-Modell“

Die Basisversorgung Besteuerung der Leistungen

Berechnungsbeispiel Rentner (2005) Rente 1.000 €, Besteuerungsanteil 50%

  • 2005
  • 12 X 1.000 EUR 12.000 €
  • davon 50% 6.000 €
  • Werbungskosten-Pauschbetrag 102 €
  • zu versteuern 5.898 €
  • Für die restliche Laufzeit der Rente wird ein Freibetrag von 6.000 € festgeschrieben.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Alterseinkünftegesetz (AltEinkG)

=> „Schichten-Modell“

Die Basisversorgung Besteuerung der Leistungen

Berechnungsbeispiel Rentner (2006)Rente 1.100 €

2006

12 X 1.100 EUR 13.200 €

Freibetrag 6.000 €

Werbungskosten- Pauschbetrag 102 €

zu versteuern 7.098 €

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Alterseinkünftegesetz (AltEinkG)

=> „Schichten-Modell“

2. Schicht: Kapitalgedeckte Zusatzversorgung

  •  private kapitalgedeckte Altersversorgung
  • nach § 10a EStG (Riester-Rente)
  •  betriebliche Altersversorgung

 Direktversicherung bis 31.12.2004: max. 1.752 Euro jährlich ab 2005 : 4% der Beitragsbemessungs- grenze = 2.496 € + 1.800 € Freibetrag = 4.296 €

 Pensionskasse ab 2005: 4% der Beitragsbemessungs- Pensionsfonds grenze Rente (West) 62.400 Euro jährlich = 2496 €))

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Alterseinkünftegesetz (AltEinkG)

=> „Schichten-Modell“

3. Schicht: Kapitalanlageprodukte

Kapitalanlageprodukte, die auch der Altersvorsorge dienen könnenHierzu zählen: alle Kapitalanlagen, auch Kapitallebensversicherungen

Eigenschaften: Altersvorsorge ist nicht Hauptzweck, keine

Restriktionen bei der Verwendung

Beiträge werden vorgelagert besteuert und nicht gefördert;

die Erträge sind grds. voll zu versteuern.

Es ist nur die Hälfte der Erträge zu versteuern, wenn

- die Lebensversicherung mind. 12 Jahre läuft

- die Leistungsauszahlung nach dem 60. Lebensjahr erfolgt

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Altersvorsorgedurch Entgeltumwandlung(Gehaltsumwandlung)

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Gehaltsumwandlung

Durch Gehaltsumwandlung ist es dem Arbeitnehmer möglich, sich an den Aufwendungen zur betrieblichen Altersversorgung zu beteiligen. Dies bringt ihm und dem Arbeitgeber Vorteile.

Es besteht ein Rechtsanspruch auf Gehaltsumwandlung.

Für Beschäftigte im öffentlichen Dienst gibt es eine gesonderte Zusatzversorgung über die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VbL).

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Arten der Entgeltumwandlung

Entgeltumwandlung

mit Riester-Förderung

§10a EStG

ohne Riester-Förderung

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Gehaltsumwandlung ( arbeitnehmerfinanzierte Pensionszusage)

auf Wunsch des Arbeitnehmers vertraglich vereinbarte Umwandlung von künftigen Barbezügen in ein Versorgungsrecht.

Ein bestimmter Anteil der Entgeltleistung aus dem Arbeitsverhältnis wird für spätere Versorgungszwecke reserviert.

Es handelt sich um Barlohnansprüche, die erst zukünftig fällig werden.

Der Arbeitgeber gibt dabei gegenüber dem Mitarbeiter eine wertgleiche Versorgungszusage ab.

Das umgewandelte Gehalt wird in der Regel auf der Basis eines garantierten Zinssatzes versicherungsmathematisch in Versorgungs-leistungen umgerechnet.

In der Phase der aktiven Erwerbstätigkeit entstehen Steuer- und auch Sozialabgabenersparnisse.

Zusätzlich ensteht durch die garantierte Verzinsung die Möglichkeit zur deutlichen Verbesserung seiner Gesamtversorgungssituation.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Gehaltsumwandlung ( arbeitnehmerfinanzierte Pensionszusage)

Für den Arbeitgeber ist das Versorgungssystem kostenneutral gestaltbar.

Der Arbeitgeber kann sich jedoch noch mit zusätzlichen eigenen Beiträgen beteiligen.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Rechtsanspruch auf Gehaltsumwandlung

Seit dem 01.01.2002 können Arbeitnehmer einseitig verlangen, dass von ihrem Gehalt jährlich bis zu maximal 4% der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung für den Aufwand einer betrieblichen Altersversorgung verwendet werden.

Dies entspricht seit dem 01.01.2005 (62.400 € / 52.800€ ) einem Betrag von 2.496 / 2.112 €. (jeweils alte / neue Bundesländer)

Dadurch wird die betriebliche Altersversorgung künftig keine freiwillige soziale Einrichtung mehr sein.  

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Rechtsanspruch auf Gehaltsumwandlung

Der Anspruch auf Gehaltsumwandlung besteht für alle Arbeitnehmer, die aufgrund ihrer Beschäftigung im Betrieb auch Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen.

Wird bei einem Arbeitnehmer bereits vor dem 01.01.2002 auf freiwilliger Basis eine Gehaltsumwandlung durchgeführt, besteht nur ein Anspruch auf Umwandlung der Differenz zwischen dem bereits umgewandelten Barlohn und dem Höchstbetrag.

Beispiel:Ein Arbeitnehmer verzichtete 2001 bereits auf 1.500 Euro seines Weihnachtsgeldes zugunsten einer Direktversicherung. Der Höchstbetrag für die Gehaltsumwandlung beträgt seit dem 01.01.2005 einem Betrag von 2.496 EUR.

Er hat nur einen Anspruch auf Umwandlung weiterer 996 € (2.496 € – 1.500€).

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Rechtsanspruch auf Gehaltsumwandlung

Der Höchstbetrag von 4% der Beitragsbemessungsgrenze ist der maximale Betrag, der vom Arbeitnehmer gesetzlich einforderbar ist. Es ist jedoch möglich, höhere Beträge umzuwandeln, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer es so vereinbaren (durch Einzelvertrag, Betriebsvereinbarung, Tarifvertrag usw.). Beträge, die über den Grenzwert hinausgehen, werden weder steuerlich noch Sozialversicherungsbeitragsrechtlich gefördert.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Rechtsanspruch auf Gehaltsumwandlung

Der Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung soll zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer vereinbart werden.

Können sich die Parteien nicht einigen, gilt folgendes:

Bietet der Arbeitgeber die Durchführung über eine Pensionskasse oder einen ab 01.01.2002 neu einzuführenden Pensionsfonds an, so erfolgt hier die Durchführung.

Bietet er dieses nicht an, so kann der Arbeitnehmer die Durchführung einer Direktversicherung verlangen.

Macht der Arbeitnehmer von seinem Anspruch auf Gehaltsumwandlung Gebrauch, muss er jährlich einen Betrag von mindestens 1/160 stel der Bezugsgröße ( = Durchschnittsentgelt der ges.Rentenvers. des Vorjahres - für 2005 = 29.428 €) von seinem Barlohn zur Verfügung stellen.

Dies sind seit dem 01.01.2003 178.50 EUR.

Dies sind ab dem 01.01.2006 183,92 EUR.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Zusammenfassend:

Sozialversicherungsrechtliche Behandlung aller Durchführungswege

Entgeltumwandlungen bis zu 4 vom Hundert der Beitragsbemessungs-grenze über die Durchführungswege Direktzusage oder Unterstützungsasse sowie nach § 3 Nr. 63 EStG steuerfreie Beiträge an einen Pensionsfonds oder eine Pensionskasse sind bis zum 31.12.2008 sozialversicherungs-beitragsfrei.

Entgeltumwandlungen über die Durchführungswege Direktversicherung oder Pensionskasse, die nach § 40b EStG pauschal versteuert wurden, sind nur sozialversicherungsbeitragsfrei, wenn die Entgeltbestandteile aus Sonderzahlungen (z.B.: Weihnachtsdgeld) entnommen werden und nicht laufend aus Lohnbestandteilen umgewandelt werden.

Ab dem 01.01.2009 ist Entgeltumwandlung über alle Durchführungswege sozialversicherungspflichtig.

Arbeitgeberfinanzierte Versorgungszusagen lösen weiterhin keine Sozialversicherungsbeiträge aus.

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

slide36

Funktionsweise der Entgeltumwandlung

Arbeitgeber

Mitarbeiter

Arbeitsverhältnis

Vereinbarung über Entgeltumwandlung

Entgeltverzicht

Beiträge

=

einbehaltenes

Entgelt

Leistungen

Pensionskasse

Pensionsfonds

Direktversicherung

Unterstützungskasse

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

slide37

Funktionsweise der Entgeltumwandlung am Beispiel einer Direktversicherung:

Arbeitgeber

Mitarbeiter

Arbeitsverhältnis

Vereinbarung über Entgeltumwandlung

Entgeltverzicht

Direktversicherungs-vertrag

Pauschalsteuer

20%

SOLZ.

5,5%

Leistungen

Beiträge

=

einbehaltenes

Entgelt

Lebens- versicherer

Finanzamt

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

slide38

Steuerliche Voraussetzungen für die Direktversicherung :

 lohnsteuerpflichtiges erstes Dienstverhätlnis (keine Lohnsteuerklasse 6) bis 31.12.2004 : Pauschalsteuer 20% bis Laufzeitende Leistungen bei Fälligkeit steuerfrei ab 01.01.2005: steuerfreie Bildung / nachgelagerte Besteuerung der Leistungen  bis 31.12.2004 : max. Beitrag 1.752,- € p.a. Ab 01.01.2005 : max. Beitrag 4.272,- € p.a. (2.496€ + 1.800 €) Mindestlaufzeit 5 Jahre Erlebensfallleistung nicht vor dem 60. Lebensjahr (Vollendung des 59. Lebensjahres) vorzeitige Kündigung durch den Arbeitnehmer ist ausgeschlossen Abtretung, Beleihung und Verpfändung durch den Arbeitnehmer ist ausgeschlossen

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Bezugsrecht

Bei der Direktversicherung im Wege der Gehaltsumwandlung erhält der Mitarbeiter und seine Hinterbliebenen ab Beginn ein unwiderrufliches Bezugsrecht.

Vertragsarten

Als Direktversicherung sind folgende Vertragsarten möglich:

 Kapitalversicherung auf den Todes und Erlebensfall

 Rentenversicherung mit/ohne Witwenrente

 fondsgebundene Lebensversicherung

 Risikoversicherung

 selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung

 Zusatzversicherungen (BUZ mit/ohne Rente, UT)

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

slide40

Beteiligte an einem Lebensversicherungsvertrag

Bezugsrecht

Bezugsberechtigter

Arbeitnehmer(Hinterbliebene)

unwiderruflich

Versicherer

Versicherungsvertrag

Versicherungsnehmer

und

Beitragszahler

Arbeitgeber

versicherte Person

Arbeitnehmer

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

slide41

Am Vertrag beteiligte Dritte

Das Bezugsrecht regelt, wer im Versicherungsfall die vereinbarte Leistung erhalten darf

Die Vereinbarung bedarf der Schriftform

widerrufliches Bezugsrecht

unwiderrufliches Bezugsrecht

Einseitige, empfangsbedürftige

Willenserklärung des

Versicherungsnehmers

i.d.R schriftlicher Vertrag zwischen

Versicherungsnehmer und

Versicherer

Bezugsberechtigter erwirbt das

Recht auf Leistung

bei Eintritt des Versicherungsfalles

(Anwartschaft )

Bezugsberechtigter erwirbt sofort

das Recht auf den Wert

der Versicherung (Rechtsanspruch)

Widerruf nur mit Zustimmung

des Bezugsberechtigten

Bei Tod des Bezugsberechtigten

fällt die Anwartschaft wieder

an den Versicherungsnehmer

zurück

Bei Tod des Bezugsberechtigten

geht das Recht auf den Wert

an die Erben über

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

slide42

Beispiel Direktversicherung:Alleinverdiener, verheiratet, Monatsbrutto 2.500,-€, Weihnachtsgeld 2.500,- €

ohne Entgeltumwandlung

mit Entgeltumwandlung/ 1.200,- €

Gehalt

2.500,00 €

Gehalt

2.500,00 €

Weihnachtsgeld

2.500,00 €

Weihnachtsgeld

2.500,00 €

Direktversicherung

-

Direktversicherung

-

1.200,00 €

Gesamtbrutto

5.000,00 €

Gesamtbrutto

3.800,00 €

Steuern

Steuern

Lohnsteuer

-

925,33 €

Lohnsteuer

-

551,00 €

SOLZ.

-

50,89 €

SOLZ.

-

30,33 €

KiSt.

-

74,02 €

KiSt.

-

44,12 €

Sozialabgaben

Sozialabgaben

GRV

-

477,50 €

GRV

-

362,90 €

ALV

-

162,50 €

ALV

-

123,50 €

GKV

-

345,00 €

GKV

-

262,20 €

PV

-

42,50 €

PV

-

32,30 €

Pauschalsteuer

Pauschalsteuer

LSt.

-

LSt.

-

240,00 €

SOLZ.

-

SOLZ.

-

13,20 €

KiSt.

-

KiSt.

-

21,60 €

Gesamtnetto

2.922,26 €

Gesamtnetto

2.118,85 €

Fazit: Mit Entgeltumwandlung ist die Netto-Auszahlung um 803,41€ geringer. Dafür sind jedoch netto 1.200,- € im Direktversicherungsvertrag eingezahlt. Die Ersparnis gegenüber einer möglichen Privatversorgung beträgt somit 396,59 € p.a..

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

slide43

Funktionsweise Beispiel Pensionskasse:

Arbeitgeber

Mitarbeiter

Arbeitsverhältnis

Vereinbarung über Entgeltumwandlung

Entgeltverzicht

Pensionskassen-vertrag

Leistungen

Pensions-

Kasse

Beiträge

=

eingehaltenes

Entgelt

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

slide44

Beispiel Pensionskasse:Alleinverdiener, verheiratet, Monatsbrutto 2.500,-€, Weihnachtsgeld 2.500,- €

ohne Entgeltumwandlung

mit Entgeltumwandlung / 1.200,- €

Gehalt

2.500,00 €

Gehalt

2.500,00 €

Weihnachtsgeld

2.500,00 €

Weihnachtsgeld

2.500,00 €

Pensionskasse

-

Pensionskasse

-

1.200,00 €

Gesamtbrutto

5.000,00 €

Gesamtbrutto

3.800,00 €

Steuern

Steuern

Lohnsteuer

-

925,33 €

Lohnsteuer

-

551,00 €

SOLZ.

-

50,89 €

SOLZ.

-

30,33 €

KiSt.

-

74,02 €

KiSt.

-

44,12 €

Sozialabgaben

Sozialabgaben

GRV

-

477,50 €

GRV

-

362,90 €

ALV

-

162,50 €

ALV

-

123,50 €

GKV

-

345,00 €

GKV

-

262,20 €

PV

-

42,50 €

PV

-

32,30 €

Pauschalsteuer

Pauschalsteuer

LSt.

-

LSt.

-

SOLZ.

-

SOLZ.

-

KiSt.

-

KiSt.

-

Gesamtnetto

2.922,26 €

Gesamtnetto

2.393,65 €

Fazit: Mit Entgeltumwandlung ist die Netto-Auszahlung um 528,61€ geringer. Dafür sind jedoch netto 1.200,- € im Pensionskassenvertrag eingezahlt. Die Ersparnis gegenüber einer Privatversorgung beträgt somit 671,39 € p.a..

Georg Boll Altersvorsorge/ Entgeltumwandlung

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Rechtsgrundlagen:

 § 3 Nr. 63 EStG

 BetrAVG (Betriebsrentengesetz)

  • Steuerliche Voraussetzungen:

 lohnsteuerpflichtiges erstes Dienstverhätlnis (keine Lohnsteuerklasse 6)

 max. Beitrag 4% BBG/RV (2005: 2.496,- € p.a.)

 Erlebensfallleistung nicht vor dem 60. Lebensjahr (Vollendung des 59. Lebensjahres)

 vorzeitige Kündigung durch den Arbeitnehmer ist ausgeschlossen

 Abtretung, Beleihung und Verpfändung durch den Arbeitnehmer ist ausgeschlossen

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Vorteile der Entgeltumwandlung

  • Einsparung von Sozialversicherungsbeiträgen
  • Der Beitrag zur Entgeltumwandlung (max. 2.472,-€ p.a.) ist sozialabgabenfrei. Bei der Direktversicherung max. bis zu 1.752,- € p.a. und wenn diese Beträge aus sog. Sonderzahlungen (Urlaubs-, Weihnachtsgeld, .....) umgewandelt werden.
  • Wichtig: Dieses gilt nur noch bis einschließlich 2008.

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Allgemeine Fragen

Arbeitgeberwechsel/Arbeitslosigkeit

Fortführung als Privatversicherung beitragsfrei oder – pflichtig möglich(nur bei Direktversicherung und Pensionskasse).

Fortführung als Entgeltumwandlung über den neuen Arbeitgeber (hierzu ist der neue Arbeitgeber nicht verpflichtet).

Bei U-Kasse und Pensionsfonds, wenn Übernahme durch neuen Arbeitgeber nicht möglich: Vertrag verbleibt bis zum Rentenalter beitragsfrei beim bisherigen Arbeitgeber„ Portabilität“ wird diskutiert.

finanzieller Engpass

Die Entgeltumwandlung kann jederzeit beitragsfrei gestellt werden. Der Beitrag kann auch reduziert werden.

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Arten der Entgeltumwandlung

Entgeltumwandlung

mit Riester-Förderung

§10a EStG

ohne Riester-Förderung

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Möglichkeiten die “Riester Förderung” in Anspruch zu nehmen

Mitarbeiter

Privat : Einzelvertraglichmit KI/ Vers.

Betrieblich über den Arbeitgeber :

- Direktversicherung

- Pensionskasse

- Pensionsfonds

Vorteil für den Mitarbeiter:

günstige Gruppenkonditionen

Alternative:

Durch den Arbeitgeber organisierte private Versorgung

=

Privatvertrag zu günstigeren Gruppenkonditionen

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Kernelemente der „Riester-Rente“

 Beiträge aus versteuertem und sozialversichertem Einkommen, im Gegenzug Erhalt von Zulagen und evtl. Steuererstattung.

 Steuerfreiheit der Erträge während der Aufschubdauer/ Ansparphase.

 alle Leistungen (Renten/Entnahmen) unterliegen der nachgelagerten Versteuerung (volle Versteuerung).  zertifiziertes Altersvorsorgeprodukt

 Leistung nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres

 keine Kapitalzahlungen

 nur lebenslange Rentenzahlung

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Riesterförderung : Der Gesamtbeitrag

Gesamtbeitrag = Eigenanteil + Zulagen

Eigenleistung

Möglicher Gesamtbeitrag :

In den Jahren:

2002/2003 : 1%2004/2005 : 2%2006/2007 : 3%ab 2008 : 4% vom Bruttoeinkommen des Vorjahres, höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze(Höchstbeitrag)

Grundzulage

Kinderzulage

V o r s o r g e v e r t r a g

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Die Riester - Förderung

1% - 4% vom Vorjahresbrutto max. BBG-GRV als Gesamtsparleistung

abzüglich (38 - 154 €) - Grundzulage

abzüglich (46 - 185 €) - Kinderzulage

eigener Beitrag = Regelbeitrag

mindestens jedoch = Sockelbetrag

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Die „Riestertreppe“

ab 2008

2006 + 2007

A) 4 %

B ) 154 €

C ) 185 €

A) 3 %

2004 + 2005

D ) 2.100 €

B ) 114 €

C ) 138 €

2002 + 2003

A) 2 %

D ) 1.575 €

B ) 76 €

C ) 92 €

A) 1 %

A) Gesamtsparleistung

D ) 1.050 €

B ) 38 €

B) Grundzulage

C ) 46 €

C) Kinderzulage

D ) 525 €

D) max. Sonderausgabenabzug

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slide54

Die Zulagenhöhe

Grundzulage

Kinderzulage

Single

Ehepaar

je Kind*)

Jahre 2002/2003

38 €

76 €

46 €

Jahre 2004/2005

76 €

300 €

92 €

Jahre 2006/2007

114 €

450 €

138 €

Jahre ab 2008

154 €

600 €

185 €

*)nur solange auch Kindergeld gezahlt wird

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slide55

Beispiel: Single, Jahresbruttoeinkommen 30.000,-€

Gesamtbeitrag

(1% v. Jahresbrutto/Vorjahr)

300,00 €

-

Grundzulage

38,00 €

=

Eigenbeitrag

262,00 €

Steuerbelastung

5.385,00 €

Jahresbruttoeinkommen

30.000,00 €

-

Sonderausgabenagzug Gesamtbeitrag (1%)

-

300,00 €

=

Jahresbruttoeinkommen(NEU)

29.700,00 €

5.291,00 €

Steuerersparnis durch Sonderausgabenabzug

94,00 €

-

abzüglich bereits gezahlte Zulagen

-

38,00 €

=>

zusätzliche Steuerersparnis (Erstattung)

56,00 €

Fazit: Entgeltumwandlung/brutto ist günstiger als “Riester-Förderung”

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slide56

Beispiel: Ehepaar, 2 Kinder, Ehepartner nicht berufstätig, Jahresbruttoeinkommen 30.000,-€

Gesamtbeitrag

(1% v. Jahresbrutto/Vorjahr)

300,00 €

-

Grundzulage ( 2* 38 €

76,00 €

Kinderzulage ( 2* 46 €

92,00 €

=

Eigenbeitrag

132,00 €

Steuerbelastung

2.172,00 €

Jahresbruttoeinkommen

30.000,00 €

-

Sonderausgabenagzug Gesamtbeitrag (1%)

-

300,00 €

=

Jahresbruttoeinkommen(NEU)

29.700,00 €

2.102,00 €

Steuerersparnis durch Sonderausgabenabzug

70,00 €

-

abzüglich bereits gezahlte Zulagen

-

168,00 €

=>

zusätzliche Steuerersparnis (Erstattung)

00,00 €

Fazit: Die “Riester-Förderung” ist günstiger als die Entgeltumwandlung/brutto

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slide57

Bis zu welchem Jahresbruttoeinkommen ist die “Riester-Förderung” günstiger als die Entgeltumwandlung/brutto ?

2002

2009

Kinder*)

ledig

verheiratet

Kinder*)

ledig

verheiratet

0

11.000 €

20.500 €

0

16.000 €

31.000 €

1

16.100 €

26.300 €

1

26.300 €

37.000 €

2

24.100 €

33.000 €

2

34.500 €

50.600 €

3

30.000 €

47.500 €

3

42.800 €

60.400 €

*)mit Kindergeldanspruch

*)mit Kindergeldanspruch

Fazit:

Die “Riester-Förderung rechnet sich ausschließlich über die Kinderzulage und somit nur solange Kindergeldanspruch besteht.

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Pensions-kasse

Pensions-fonds

Direkt-versicherung

UnterstützungsKasse

Rechtsanspruch auf Leistung

Ja

Ja

Ja

Nein/ faktisch ja

Versicherungsaufsicht

Ja

Ja

Ja

Ja

VAG modifiziert

Kapitalanlage

VAG

VAG

VAG

Eingezahlte Beiträge

2,75%

Garantierte Leistungen

2,75%

2,75%

Nachfinanzierungsrisiko durch AG

Nein

Ja

Nein

Nein

Max. Anlagebetrag p.a.

4% der BBG2.496,-€

4% der BBG 2.496,-€

2.496 € +1.800 €

fast unbegrenzt

Überblick/Unterschiede Durchführungswege

10a (Riester) Förderung

Ja

Ja

Ja

Nein

Entgeltumwandlung mit nachgelagerter Besteuerung

Ja

Ja

Ja

Ja

Entgeltumwandlung mit vorgel. Besteuerung (Pauschalverst.)

Nein

Nein

Ja : bis 31.12.2004

Nein

Kapital-wahlrecht

bei...10 a

Nein

Nein

Nein

-

Entgelt-umwandlung

Ja

Nein

Ja

Ja

PSV-Pflicht

Nein

Ja

Nein

Ja

PSV-Beitrag

Verw.Kosten

Nebenkosten

Keine

PSV-Beitrag

Keine

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